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Surfen - ohne Spuren

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Letzte Antwort: in Softwareanwendungen
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21. November 2007 15:49:14

Hallo miteinander!
Wollte mal fragen ob sich jemand gut auskennt mit obengenanntem Thema. Folgendes "Problem":
Ein Kumpel arbeitet in einer Firma. Er ist zwar selten mal kurz im Internet, was auch erlaubt ist, jedoch möchte er trotzdem das dies niemand mitbekommt. Das Hauptproblem dabei ist, dass die Chefs vor kurzem bekannt gaben, dass sie eine Software installiert haben, die das ganze Überwacht. Nur weiss er halt nicht was für eine Software. Entweder etwas lokal installiertes, was installiert wurde als er nicht da war oder es wird auf dem Server mit gelogt, da ja jeder PC eine eigene IP-Adresse hat. Nur ist halt die Frage wie das so eine Software macht? Wird da auf dem Server gelogt, welcher PC (IP-Adresse) sich wo im Internet befindet? Ist das so einfach?
Nun zur eigentlichen Frage:
Gibt es eine Möglichkeit das dies nicht gelogt wird? z.B. per USB-Stick mit Firefox (z.B. mit PortableApps)? Man wirbt ja damit, dass keine Spuren hinterlassen werden. Die Frage ist, gibt es Software die sowas trotzdem mitlogen kann? Was kann man tun? Kann man überhaupt etwas tun? Es geht ihm halt darum, das eine Beförderung bevor steht. Die Mitarbeiter habe die Erlaubnis im Internet zu surfen, aber im Rahmen. Soll heissen so 15 min sin ok. Er schreibt vielleicht mal kurz eine SMS oder ein Email übers Internet und möchte halt nicht, auch wenn es keine 15 min sind, dass die das wissen. Mich würde das auch genauer interessieren, man weiss ja nie wenn man mal den Job wechselt. Im Moment habe ich kein Problem damit. ;) 
Also, Serveradmins und wer sich alels auskennt, immer her mit nützlichen Infos!

Danke!

Mehr über : surfen spuren

21. November 2007 16:00:15

ist illegal wird hier nicht beantwortet sowas
21. November 2007 16:36:32

bender83 sagte:
Gibt es eine Möglichkeit das dies nicht gelogt wird?


Du weißt ja nicht wie sie das technisch realisiert haben. Wenn sie am Router loggen, der die Verbindung zum Internet aufbaut oder an der Firewall, die inzwischen jede Firma hat, dann kannst Du gegen das Loggen zunächst nichts machen.

Die Frage ist halt, ob sie beim Loggen etwas sinnvolles mit den Informationen anfangen können. Eine Frage ist: Können Sie sehen wohin Du Dich verbindest?

Wenn Du ein Anonymisierungs-Dienst wie TOR
http://de.wikipedia.org/wiki/Tor_%28Netzwerk%29
verwendest, dann ist alles verschlüsselt und sie sehen nicht wohin Du Dich verbindest und damit können sie nicht unterscheiden, ob es beruflich bedingt oder privat ist.

Nachteilig an Tor sind mehrere Dinge:
. ich glaub' Du brauchst Adminrechte um es zu installieren (weiß ich nicht)
. Du solltest keine sensiblen Daten übertragen. Beispielweise nicht den login + passwort von Deinem E-mail / SMS Konto:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/99318
. es ist langsam und Dein SMS versenden dauert nicht 2 sondern 4 Minuten

Mit ein bißchen Kenntnissen kannst Du das umgehen. Z.B. ein VPN mit einem Rechner zu Hause aufbauen und so surfen. Oder bei GMX beispielsweise den https:// Zugang nutzen, (wobei man hier auch bei Man-in-The-Middle Attacken aufpassen muss siehe heise oben).

Ist Skype erlaubt in der Firma? Darüber kann man auch kostenpflichtig SMS versenden und dies wird verschlüsselt und der Logger kann auch nicht unterscheiden, ob Skype bei Dir einfach "nur läuft" oder Du gerade eine SMS verschickst.
Ähnliche Ressourcen
21. November 2007 16:46:16

bender83 sagte:
Wird da auf dem Server gelogt, welcher PC (IP-Adresse) sich wo im Internet befindet? Ist das so einfach?

Vielleicht noch etwas zu dem Teil. Ja, im Prinzip ist es ziemlich einfach. Jedes IP Paket enthält Quell- und Ziel-IP. Du kannst allerdings auch auf höheren Protokollebenen mitloggen: z.B. nur Verbindungsaufbau TCP oder alle HTTP Anfragen.

Man braucht noch nichtmal teure tools. Mit Linux Boardmitteln kannst Du problemlos tagsüber ein bißchen Traffic mitschneiden (natürlich nicht alles, sondern nur was Dich interessiert beispielsweise Verbindungsaufbau). In der Nacht bearbeitest das etwas mit Tools wie grep, sed, sort und hinterlegst eine Statistik auf einen Server oder versendest automatisch eine e-mail mit einer Zusammenfassung (z.B. übertragenen Datenmenge pro IP; häufigste Webseiten usw.) an den Chef.
21. November 2007 21:00:10

ladykiller sagte:
ist illegal wird hier nicht beantwortet sowas

Ich suche nach keinem Crack für eine Software, sondern ob man das logen umgehen kann. Das dies in seinem Betrieb sicher nicht erlaubt ist, ist ihm auch klar. Wenn er erwischt wird, könnte er natürlich den Job verlieren. Ich habe aktuell das Problem nicht, da bei uns nichts gelogt wird.

7oby, danke für die ausführliche Beschreibung. Also im Grund kann man es vergessen, richtig? Welche Rechte er besitzt, weiss ich nicht. Denke mal wen jemand das Netzwerk überwachen lässt, dürfte er auch keine Administrator-Rechte haben. Un mit Skype wäre eine Lösung, denke aber, dass wäre den Chefs wohl ein Dorn im Auge. Einfach so installiert man ja Skype nicht.
Das mit TOR klingt interessant, denke aber der Aufwand wäre hier zu gross. Also muss er wohl damit leben. Aber wenn die ihm schon erlauben ein paar private Sachen am Rechner zu machen, dann darf er ja auch. Solange er es nicht übertreibt...
Das mit dem USB-Stick kann man wohl auch abhaken, da so wohl die IP-Adressen auch mitgelogt werden, oder?
Anonymous
21. November 2007 22:21:00

Ein USB-Stick bringt da garnichts, das angebliche Nichthinterlassen von Spuren bezieht sich nur auf die nicht notwendige Installation der Software. Der Netzwerk-Traffic ist da eine ganz andere Sache.

Ich verstehe allerdings nicht das Problem. Du sagst, ihm wäre das private Surfen ausdrücklich erlaubt. Wenn es konkrete Zeitgrenzen gibt, muss er sich halt daran halten, dann hat er auch nichts zu befürchten. Versucht er allerdings zu verschleiern, dass er mehr als erlaubt gesurft hat, ist das nicht nur ein arbeitsrechtlicher Verstoss, sondern dazu auch noch Betrug.

Im Übrigen bleibt dem Arbeitgeber auch keine andere Wahl. Nach üblicher Rechtsprechung ist er sogar verpflichtet, in zumindest in Stichproben die Einhaltung zu überprüfen, sonst könnte er seinen Mitarbeiter arbeitsrechtlich bei einer Übertreibung nicht mal belangen.
22. November 2007 07:49:25

Jeps, dass war ihm auch klar. Aber damit muss er wohl leben. Trotzdem danke für die Hilfe!
Gibt es eigentlich auch Software, die den PC lokal logen? Also direkt z.B. den Verlauf etc. auslesen? Macht das überhaupt Sinn, wenn man am Router theoretisch alles auslesen könnte?
23. November 2007 10:39:40

Um nochmal auf TOR zurückzukommen, er müsste sich dafür TOR-Client, Privoxy laden und installieren und dann noch das Add-On für FireFox, TorButton. Ist aber wirklich sehr langsam.
Das sinnvollste erscheint mir, entweder er lässt alles wie es ist oder er macht z.B. VPN zu seinem Privatrechner und surft von der ARbeit aus auch über den Rechner zu Hause.