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Verständnisfrage Undervolting

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Letzte Antwort: in Prozessoren
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12. Juni 2008 10:25:44

Huhu,

ich hätte da ein paar Fragen zum Thema Undervolting, insbesondere mit Bezug auf FormatCs Aussage in dem VID Thread, das man die VCore nicht signifikant unter die VID setzen sollte.

Kernobjekt des ganzen ist mein Q6600, G0 Stepping. Vorgegebene VID ist 1.3250. Nachdem er anfang nur sporadisch lief bzw. benötigt wurde ist es derzeit so das er so auf geschätzte 10h/Tag Laufzeit kommt. Im Rahmen der steigenden Öl und Energiekosten dachte ich mir nun, schaust du mal ob du da nicht ein wenig reduzieren kannst. Gesagt getan und mich im BIOS an CoreV. von 1.1375V rangetastet(hier läuft er stabil und ohne Performanceverluste bei Loadwechseln). Laut CPU-Z hat er dann 1.1V im Idle und ~1.07 bei Last.

Nach durchstöbern von oben erwähntem Thread bin ich dann allerdings skeptisch geworden ob das nun klug oder unklug ist. Laut meinem Verständnis sollte man die CPU ja nicht ausserhalb der Spezifikationen betreiben, welche bei meinem laut Intel bei VID Voltage Range: 0.85V-1.5V liegt. Desweiteren wird in den Schaubildern/Grafiken ja nur auf das überschreiten der Maximumgrenze(Peak) eingegangen.

Desweiteren stellt sich mir, insbesondere nach lesen des englischen Artikels, die Frage bzgl. der BIOS Option "Load Line Calibration" meines ASUS Boards. Derzeit auf "Auto" eingestellt. Sollte man das ändern bei meiner manuellen Änderung der CoreV. oder aber noch etwas anderes beachten?

12. Juni 2008 10:57:08

Endlich noch mal was interessantes.

Undervolting mit dem BIOS ist NICHT so 'eine gute Idee. Denn man weiß nicht genau, was das BIOS mit dem geänderten Wert von VCore macht.

Beispiel:
. VID ist 1.3250
. Du stellst im BIOS 1,1375V VCore ein

Sind also 0,1875V weniger. Ich kenn' nicht jedes Board und jedes BIOS, aber üblicherweise nimmt der diese 0,1875V dann als Offset. Das heißt, wenn er normal 1,3250 anlegen würde, gibt' 0,1875V weniger.

Wie Du schon festgestellt hast, variiert aber die tatsächlich angelegte Spannung abhängig z.B. davon ob Last anliegt oder nicht. Die Spannung variiert aber auch bei Speedstep. In einem niedrigeren Speedstep mit anderem VID/FID was macht er da?

Man weiß es im allgemeinen nicht. Das BIOS programmiert nun die Voltage Regulatoren und nehmen wir einfach an, der legt weiterhin immer stupide 0,1875V weniger an. Das kann dann bedeuten, dass die CPU zwar unter Vollast Prime-stabil ist, aber eben in einem Speedstepping nicht, denn dort sinkt die Spannung dann inkl. Offset unter 1V.

--

Also: BIOS = falsches Tool für Undervolting. Bzw. dort nur wenig Undervolten.

Richtiges Tool: RMClock

Im Prinzip läuft so: Undervolting macht man pro Speedstep Schritt und testet jeden mit Prime95. Will man's nicht so kompliziert, dann undervoltet man nur den maximalen VID/FID, deaktiviert Speedstep im wesentlichen und verlässt sich auf die Stromsparende Wirkung von DeepSleep (C3) bzw. bei Notebooks DeeperSleep (C4).

Deine Undervoltingergebnisse sind ansonsten durchaus normal. 0,1V - 0,3V undervolten geht je nach CPU schon.

Wie man das praktisch macht, hab' ich hier mal geschrieben:
http://www.xps-forum.de/thread.php?threadid=7800
12. Juni 2008 16:22:29

Danke erstmal für deine Antwort. Ein paar Zusammenhänge sind nun deutlicher.

Vorab die Info das ich mich bei der Standard VID geirrt hatte. Liegt bei 1.3125, aber ich denke das spielt für den eigentlichen Prozess keine Rolle.

Mit RMClock bin ich gerade ein wenig am ausprobieren, allerdings gibt es da ein paar Sachen die mich wundern. Laut RMClock liegt meine minimale VCore(VID) bei 1.1625. Wenn ich die dann im on Demand Profile für die P-States einstelle, läuft der Rechner auch Primestable. Allerdings hab ich da ein paar Beobachtungen die mir rätselhaft erscheinen bzw. deren Grund ich nicht so ganz nachvollziehen kann.
Zum einen ändert sich die in Coretemp angezeigte VID auf eben jene 1.1625 und die in CPU-Z angezeigte CoreV. auf 1.09 im Idle(6x 266=1.6GHz) sowie 1.03 im Load(9x 266= 2.4GHz). Das ganze allerdings mit den im BIOS eingestellten 1.1375V.
Mit Autoeinstellung im BIOS hab ich es derzeit noch nicht getestet.

Daher die Frage, was begrenzt RMClock bei der Auswahl der möglichen VCore? Und wie beeinflusst uU die im BIOS eingestellte Spannung das ganze?


Edith meint: Ich hab das ganze eben nochmal mit Auto Einstellungen im BIOS getestet. Hier komm ich dann auf angezeigte 1.12V im Idle und 1.06V im Load mit obigen Einstellungen.
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12. Juni 2008 17:02:57

RMClock hat eine Dokumentation. Die liegt im Programmverzeichnis als "RMClock.htm". Dort gibt's eine Sektion "FAQ" und dort steht beides drin unter:

Q: CPU voltage indicated by RMClock greatly differs from the voltage reported by my vendor-supplied monitoring software. What's wrong?

Q: Why can't I set CPU voltage above 1.55V (or even 1.45V), or below 1.1V on my Athlon 64? BIOS setup offers the voltages from 0.8V up to 1.7V. Is there a way to unlock these "hidden" voltages?

Zusammengefasst:

. VID ist das was die CPU dem Motherboard Chipsatz mitteilt als "Wunsch-Spannung"
. und der CPU-Z Wert ist der, den das Motherboard wirklich liefert

Unter den beiden FAQ Fragen steht auch, warum das BIOS schlecht zum undervolten ist:
"Please also note that the voltages you set manually in the BIOS setup cause the motherboard logic to ignore VID change requests, thus greatly diminishing power saving features of the AMD Cool`n'Quiet(tm) technology."
Das ist in Deinem Fall zwar nicht exakt so, aber halten wir mal fest: Undervolten nichts mit BIOS.

Du könntest theoretisch mit'nem Registry Hack tiefere VIDs einstellen. Oder Desktop -> Mobil CPU umstellen. Aber im allgemeinen kommst trotzdem nicht tiefer (kannst ja mit CPU-Z überprüfen). Die CPU beschränkt das was sie dem Chipsatz meldet und deshalb ist das auch gleich in RMClock schon eingebaut.

last but not least sind Werte von 1,09V und 1,03V schon verdammt gut. Da bilden sich ja schon fast Eiszapfen an der CPU.
12. Juni 2008 18:58:28

Ok, nach durchstöbern der FAQ(die aber sehr AMD lastig ist) sowie deinen Aussagen ist wieder einiges klarer :) 

Ich denke ich werd das ganze dann bei BIOS CoreV. 1.1375 und dem RMClock Profil mit 1.1625 für die 4 Multis lassen und mal schaun ob sich da eventuell noch Probleme aufzeigen werden beim normalen arbeiten.

Eiszapfen wären nicht gut, insbesondere nicht wenn sie schmelzen ;) 
19. Dezember 2009 10:58:48

find ich interessant dass einige übers BIOS ihren VCore einstellen können. Ich mit meinem Mainboard MS7380 kann mir die Zahl nur angucken bis ich rot im Gesicht werde.