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Welcher Monitor für Bildbearbeitung, Office und Spiele?

Letzte Antwort: in Monitore, Projektoren, Flachbildfernseher

Hallo,

mein alter Ilyama VM Pro 450 ist mittlerweile kein Jungspund mehr und zeigt Schärfeschwächen.

Nach kurzer Überlegung stelle ich fest, daß eine eierlegende Wollmilchsau her muss.
Gibt es die denn überhaupt?


Ich dachte an einen 22" oder 24" Breitbildmonitor.
Worauf es mir ankommt, und was dabei wichtig ist:

60% Bildbearbeitung (hoher Kontrast, große Dynamik, hohe Farbtreue, große Schärfe)
20% Office- und Webanwendungen (große Schärfe, ruhige Bild)
30% Spiele (schnelle Reaktionszeit)



Preisklasse bis 450,- .
Monitore die für die Bildbearbeitung wichtige Features haben, verfügen aber meisst über extrem langsame Reaktionszeiten, und sind daher für Spiele ungeeignet.
Dabei spiele ich doch so gerne ARMA .
Bei den "Allroundmonitoren" werden zwar hohe Kontrastwerte (Unterschied zwischen hellstem und dunkelstem Punkt) erreicht, allerdings deutlich zu Lasten der Dynamik gehen. Die Abstufungen innerhalb der hellen und dunklen Flächen sind somit wenig detailgetreu.
So werden dunkle, bzw. helle Bereiche mit ähnlichem Dynamikumfang nicht mehr differenziert, sondern als gemeinsam dunkle "Soße", oder als greller "Fleck" dargestellt.
Dies geht auf Kosten der Zeichnung in den dunklen, bzw. hellen Bereichen.




Perfekt wäre also ein Monitor mit hoher Farbtreue (die Modifikation des Adobe RGB Profiles ist nicht unbedingt gefordert), großem Kontrast, hohem Dynamikumfang (wichtig) und natürlich einer geringen Latenzzeit (oder auch Remanenz).
Gibt es solch einen Monitor in 22"/24" überhaupt?


Ich verwende eine Geforce 9800 GTX+ Grafikkarte.


Viele Grüße...


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@Jay_Dee:
Du suchtest einen Monitor für 60% Bildbearbeitung und hast keinen Plan, wie Du den Monitor kalibrieren solltest?

Erstmal etwas Theorie:
http://www.quato.de/german/01.php

Link zu einem Beitrag, bei dem es auch um Testbilder ging:
http://www.prad.de/board/monitore/testberichte/testberi...

Und hier (siehe auch den folgenden Beitrag von "lxxl"):
http://www.prad.de/board/monitore/testberichte/testberi...


Für den Weißabgleich ist es ratsam bei indirektem Tageslicht ein weißes Blatt papier neben den Monitor zu halten und den Weißpunkt dann einzustellen.

Das klappt nicht, wenn Deine Wände nicht weiß gestrichen sind und es kann bereits etwas daneben liegen, wenn viele / alle Einrichtungsgegenstände stark gefärbt sind. Also z.B.: Die Wänder voller Poster, die überwiegend Blautöne oder Rottöne oder Grüntöne enthalten bzw Fußboden, Schränke und Sofa alles in "knall Rot".
Wenn die Sonne direkt ins Zimmer scheint, liegt der Farbwert zu niedrig (zu warm), ebenso bei Sonnenauf- und -untergang.
Ganz schlimm wird es bei Glühbirnen (4000K oder sowas) oder Kaltlicht Neonröhren (8000k?) Außerdem haben Leuchtstoffröhren meistens kein kontinuierliches Spektrum und wären damit eh nicht geeignet. Also wenn, dann das ganze nur mit "guten" (teuren) Leuchtstoffröhren versuchen, die ein (relativ) kontinuierliches Spektrum aufweisen.

Jo... soweit so gut. Nach den Links von oben und der Einstellung Pi * Daumen geht's natürlich ein bisschen an die Frage des Farbraumes (Was kann der Monitor darstellen?) und die Wahl eines "halbwegs passenden" Farbraumes. Da Du offensichtlich über kein Kolorimeter verfügst, ist die beste Wahl, dann je nach Monitor, eines der Standardprofile: sRGB oder AdobeRGB.

Sieh Dir den Test auf www.prad.de an:
http://www.prad.de/new/monitore/test/2009/test-nec-24wm...

Da wirst Du dann die Größe des Farbraumes und eventuell sogar ein paar Hinweise finden, was Du zu berücksichtigen hast.

Übernimm nicht einfach die Einstellungen, die im Test gemacht wurden! (Falls angegeben bei den Kalibrationen).
Eine Kalibration gilt immer nur für die Kombination aus EINER Grafikkarte mit EINEM bestimmten Monitor und EINEM Treiber.
Selbst wenn man den Monitor durch einen baugleichen ersetzt, sind die Einstellungen bereits falsch (Serienstreuung). Von dem Austausch einer Grafikkarte ganz zu schweigen.
Aber vielleicht sind die Vorgaben ein guter Wert für den Anfang der eigenen Einstellungen.

Hallo Ghostrider,


ich wüßte nicht wieso mich das vermeindlich fehlende Wissen über die Kalibrierung eines mir fremden Monitors davon abhalten sollte Bilder mit einem neuen Monitor bearbeiten zu wollen.
Du schreibst doch auch in einem öffentlichen Forum und schreckst nicht vor dem ein oder anderen Rechtschreibfehler zurück. ;) 


Sorry, can´t resist ;)  .


Anschließend möchte ich mich für Deine Hinweise bedanken.
Obwohl ich die Fotografie nur auf hobbyebene praktiziere, möchte ich die Nadelöhre und Fußangeln so gering wie möglich halten.


Viele Grüße...




Nun, mein privates Geschreibsel hat nicht den Anspruch auf Perfektion.

Außerdem wüsste ich nun nicht, wie ich es mit vertretbarem Zeitaufwand besser ausdrücken sollte.
Ausdruckstanz? *lach* (kann ich zwar nicht, aber wer weiß...)

Es wundert mich halt doch schon, wie an manche Sachen herangegangen wird. Gut ist es natürlich, daß Du Dich zumindest dafür interessierst, wie es besser zu machen ist.
Man muß kein Kolorimeter oder einen hardwarekalibrierbaren Moni kaufen um etwas an Fotos zu retuschieren... Aber wenn man das schon hobbymäßig betreibt, dann sollte man doch (was Du Dir ja auch bereit bist anzulesen) grob wissen, wie man einen Monitor manuell einstellt. Das grundlegende ist wohl auch bei jedem Monitor gleich. Es klang (für mich - vielleicht habe ich da einfach zuviel reininterpretiert, was da gar nicht stand...) halt weiter oben so, als wenn Du nun vorgegeben hättest nicht zu wissen, wie man einen Monitor einstellen sollte.

Das könnte auch daran liegen, da ich ähnliches tatsächlich schon im PRAD-Forum erlebt habe. Da kaufen sich Leute Monitore für 1000Euro oder mehr, bedienen den Monitor grundlegend falsch (kein Farbprofil, keine Software mit Farbmanagement) und beschweren sich dann, daß bei Fotos mit Profil im sRGB-Farbraum die Darstellung auf einem Monitor, der den AdobeRGB fast perfekt abdeckt, die Farbwiedergabe komisch wäre und behaupten deswegen, daß der Monitor nichts taugt und jeder Testbericht, der besagt, wie gut der Monitor ist, natürlich erlogen wäre. ;) 
Wenn man solche Extrembeispiele MEHRFACH erlebt hat, dann vermutet man einfach immer erst das schlimmste. Entschuldige, oder besser: "Glück gehabt!", wenn das für Dich nicht zutreffend war.

Hoffentlich kannst Du mit den Links was anfangen.

Für Grau- bzw Farbverläufe und deren Beurteilung kannst Du Dir ja selbst einen solchen erstellen, oder aber z.B. den Eizo-Monitortest (gibt es bei Eizo umsonst) runterladen. Testbild 14 / 24 (Grauabstufungen) und dann natürlich 21 / 24 (Farbverlauf - Färbung und Zahl der Stufen sind verstellbar).
Damit kannst Du bewerten, ob Banding auftritt und ob genügend Graustufen angezeigt werden. Letzteres natürlich nur grob. Hilft Dir aber bei der Einstellung des Kontrast-Wertes. Vermutlich ist die Werkseinstellung optimal.

Die Naviset-Software von NEC bietet 27 Testmuster (Rechtsklick auf den Desktop, Eigenschaften, Einstellungen, Erweitert... Da findest Du den Reiter für die Monitoreinstellungen über Naviset, wenn Du diese Software von der CD installiert hast.) Leider keine so tollen Vollbild-Graukeile, dafür auch ein paar nette Muster. Die Eizo-Test-Software sollte aber auch reichen.


Wie Du Pi*Daumen eine anständige Helligkeit hinbekommst ist da schon schwieriger. Man neigt doch häufig dazu den Monitor ohne Tools zu hell einzustellen, da weiß dann weißer wirkt und Farben irgendwie frischer aussehen. Das ermüdet aber nur unnötiger Weise. Da würde ich dann eventuell GROB auf die Daten aus dem PRAD-Test verweisen oder einen Blick in den Thread zum Test werfen. Oftmals posten User ihre Einstellungen zum Vergleich.

So, soll nun erstmal genug sein. Manches kann man ohne Kolorimeter nicht so einfach oder würde zusätzliche Software benötigen.
Am wichtigsten ist wohl der Weißpunkt, nachdem die Helligkeit schon grob stimmt. Alles weitere würde eingriffe in das Farbprofil erforderlich machen und das geht eben nur mit Software, die das versucht.

Wenn Du aber z.B. leicht Farbenblind bist, dann sind weitere Farbeinstellungen, bei denen die Grauneutralität angepasst werden soll, z.B. vollkommen unmöglich.
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