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Zitat :
QuixX, was hälst Du eigentlich von 'Teufel'?



Teufel ist schon ewig gut. 25 Jahre? Einfach anhören! Wenn es gefällt kaufen. Wenn es teuer ist, dann muß es auch schwer sein. Das Indiz für Qualität ist nach Hörprobe auch immer, was das Teil wiegt. Schwer machen stabile Boxenwände und dicke Magneten. Neodyn verunsichert mich ein wenig. Mein Prof sagte: "Heben Sie sie an und wenn sie schwer ist, dann kann sie garnicht so schlecht sein. Alles was schwer macht kostet Geld. Selbst wenn ein Pflasterstein drin liegt, bringt das was.

Ob Teufel noch hier (D) produziert weiss ich nicht. Wenn mir die 20W (Fantasieleistung) Brüllwürfel nicht reichen würden, dächte ich auch an Teufel.

danke schonmal, muss gleich zum fußball-training, deswegen schau ich mir den link heute abend an.

@kurdy:
budget: ca 500€ (ich weiß, ist nicht allzu viel für gute mucke)
surround: muss nicht. kann auch erstmal mit 2 hochwertigen boxen anfangen und später aufrüsten.
raumgröße: ca 4x5m, altbau, höre die nachbarin immer stönen :)  will mit bass entgegenwirken ;) 
anschlüsse: pc-verstärker (mobo hat optisch und digital), tv (wird bald neu gekauft, wird also hdmi haben) --> hier weiß ich nicht, was am sinnvollsten ist.
anwendung: ausgeglichen: filme (über pc an tv), spiele (pc), musik (von pc oder tv)


thx & LG
Milo

Zwei Canton GLE 403 http://geizhals.at/deutschland/?fs=canton+gle+403&in= oder die GLE 430.

und ein Onkyo 507 http://geizhals.at/deutschland/a419679.html

Mehr Leistung wirst du für den Preis kaum finden ;)  Wenn es erst mal nur 2.0 sein soll, würde ich auf möglichst große Mitten/ Tieftöner achten. Sonst könnte es im unteren Frequenzbereich etwas dünn werden (zumindest bei den Kompaktboxen). Allerdings solltest du unbedingt vorher Probe hören, um deinen Favoriten zu finden.

Wenns Standlautsprecher sein sollen, wird es aber 'etwas' teurer, z.B. Canton GLE 407, 409/ 470, 490.

-Alternativ-

Magnat Quantum

http://geizhals.at/deutschland/?cat=hifibox&asuch=magna...

Im Endeffekt ist es immer Geschmackssache. Wenn Du wirklich zufrieden sein willst, mußt Du eine Gelegenheit finden, möglichst viele zu vergleichen. Ob Du dann das "Optimum" in Deiner Hütte wieder empfindest, ist nochmal ein anderes Thema.

Teure Boxen darf man zuhause probehören. Genau deshalb.

Ich rede nur von Boxen, denn ab einem gewissen "Aufwand" ist die analoge Elektronik linear. Meßbar und nicht nur hörbar. Wichtig ist die THD. Die sollte möglichst niedrig sein.

@nforce: der verstärker macht einen guten eindruck - gefällt mir.

bei den boxen bin ich mir noch nicht sicher. sollte man nicht besser 3-wegen-boxen nehmen? oder ist das in dieser preiskategorie nicht möglich?

@QuixX: probehören wäre toll. aber ist es nicht viel zu aufwändig 4 paar boxen zu bestellen und 3 davon zurückzuschicken? wo könnte man sonst noch probehören? bei saturn oder mediamarkt?

LG
Milo

Probehören wird Dir meist jeder etwas besser ausgestattete HiFi-Laden gestatten, allerdings ist es immer schwer, zu sagen, ob eine Box, die beim Händler im optimal ausgemessenen Hörraum gut klingt, auch in deinen 4 Wänden gut klingt.

Du wirst wohl, wenn Du das Optimum erzielen willst, Dir einen Verstärker aussuchen müssen, der Deiner Preisvorstellung entspricht und von der Fachpresse und Testmagazinen als "Gut" oder besser eingestuft wurde. Dann musst Du den Aufwand wohl in Kauf nehmen und immer wieder entsprechend die Boxen zu Dir nach Hause holen, und probehören. Es gibt nicht all zu viele Direktversender, die eine gewisse Probehörzeit erlauben, andere Hersteller wirst Du immer noch im HiFi-Fachgeschäft oder eben MediaMarkt/Saturn "vorhören" müssen, um Deinen persönlichen Favoriten zu finden.
Aber ich denke, die Testberichte von AreaDVD kann man als gute Basis heranziehen, obgleich die Geschmäcker auch hier variieren.

Dazu gibt es bei den Schallwandlern leider zuviele Eigenschaften, die jemand bevorzugt oder ablehnend findet, mag der eine vielleicht mehr und klarer differenzierte Höhen, der Andere wiederum mag, dass der Bass mehr zum Tragen kommt und es sind ihm die Höhen nicht ganz so wichtig, während der Dritte durchaus auch gänzlich neutral klingende Boxen wünscht.

Milo sagte:
@QuixX: probehören wäre toll. aber ist es nicht viel zu aufwändig 4 paar boxen zu bestellen und 3 davon zurückzuschicken? wo könnte man sonst noch probehören? bei saturn oder mediamarkt?

Klar, wo sonst? Für die Verkäufer ist es schon Alltag, dass der Kunde mit "ich muß noch überlegen" verschwindet, um dann bei www.tiefimkeller.de zu bestellen.

Du kannst schon zuhause vorchecken, ob Dein Raum geeignet ist. Schon mal AcoustiNerds gesehen? Die gehen in den Raum und klatschen einmal laut in die Hände. Pure Systemtheorie. Mach ich seit dem ich 16 bin (Band mit Tonmeister an der Gitarre gehabt). Wenn der Nachklang schnell und in Klangfarbe rosa Rauschen abebbt, alles bestens. Wenn man "Shattern" hört, muss was getan werden. Tuch, wo zwei nackte Wande sich gegenüber sind reicht meistens. Schallsegel nannte dies ein anderer Tonmeister. In meiner vorigen Wohnung brauchte ich sowas. "Ivar"-Seitenteil vorne mit Bettlaken und hinten mit Mollton bespannt hat 500% Verbesserung gebracht. Kein Shattern mehr.

Danke schonmal,
hab das mit dem Klatschen gerade ausprobiert. Oh weh, es gibt einen ordentlichen Hall - das Zimmer ist noch zu blank. Kommen aber noch ein paar Bilder und Pflanzen rein oder notfalls Tücher :) 

Ob 2-Wege oder 3-Wege-Boxen ist egal?

LG
Milo

Milo sagte:
Danke schonmal,
hab das mit dem Klatschen gerade ausprobiert. Oh weh, es gibt einen ordentlichen Hall - das Zimmer ist noch zu blank. Kommen aber noch ein paar Bilder und Pflanzen rein oder notfalls Tücher :) 

Ob 2-Wege oder 3-Wege-Boxen ist egal?

LG
Milo


Nö. Am präzisesten klingt 1 Weg (Nein, nicht die Recyclingtonne). Da man aber wenig Lautsprecher mit 20-20000Hz findet (0,000), muß man die Arbeit verteilen. Unschön ist, wenn eine Trennfrequenz bei 3Khz liegt. Da ist die Hörkurve am empfindlichsten. Genau da liegt die Trennfrequenz immer. Die Trennfrequenz ist der Bereich, an dem die Phasen der Frequenzweichen immer rumschieben. Egal ob aktiv oder passiv, egal ob analog oder digital. Ein Dilemma. Daher kommt nichts der Klarheit so nah, wie ein einzelner LS.

Nimm also 2-Wege und Subwoofer. Sind dann doch 3-Wege.

Son Schallsegel auf Rahmen gespannt macht Experten-Flair :] . Nicht blufft mehr als bluffen. :D 

Wobei das noch sinnvoll ist, im Gegensatz zu meinen 6² LS-Kabeln. Die wollen nur bluffen.
Die sind nur dazu da, dass die Leute, die fest davon überzeugt wurden, nicht permanent rumnölen. Die würden meine Anlage nie ohne die als gut empfinden. Mit den Kabeln sind alle überzeugt. Live is a big show.

Evtl solltest du dir mal die Nubert Boxen ansehen. Zwar wirst du dann ein wenig mehr als 500 Euro ausgeben aber es lohnt sich auf jeden Fall. Nubert vertreibt seine Produkte wie Teufel nur direkt. www.nubert.de

Was den Receiver angeht so machst du mit Onkyo nichts verkehrt. Ich würde aber evtl über den 607 nachdenken.

PS: Solltest du dich für Nubertboxen entscheiden so bestell da telefonisch. Nubert ist Onkyo Fachhändler auch wenn davon nichts auf der Seite steht. Habe mir da mal einen Preis für einen Onkyo 606 geholt und der war weit niedriger als beim günstigsten Internethändler den ich gefunden habe.

Nubert ist schon was nettes, die Lautsprecher sind sehr neutral und ehrlich abgestimmt. Die genannten Canton sind dagegen etwas dynamischer abgestimmt. Je nach Geschmack entscheidet man sich eben. Bei mir waren es die Canton. Lag allerdings auch daran, dass zwei Stück für 180€ bei Medimax bekommen habe.^^ Die Verarbeitungsqualität sucht man bei Magnat zu dem Preis vergebens.

EDIT:
Der Onkyo 607 ist noch eine Stufe besser, allerdings wird es bei 500€ sehr eng für die Boxen.
Zum Vergleich, ich habe für meine Anlage 260€ ausgeben (Boxen+Receiver). Bei egay gibts manchmal recht gut und günstig einige Receiver, einfach mal reinschauen. Habe meinen dort auch her, 80€ für einen Panasonic SA-HE40. Für 2.0 am PC reichts sowohl an Leistung als auch von der Klangqualität, für alles andere ist der aber schon zu klein (Stichwort Durchschleifen von HDMI Signalen, vernünftige 5.1 Leistung, größere Endstufen etc.)

Milo sagte:
Danke schonmal,
hab das mit dem Klatschen gerade ausprobiert. Oh weh, es gibt einen ordentlichen Hall - das Zimmer ist noch zu blank. Kommen aber noch ein paar Bilder und Pflanzen rein oder notfalls Tücher :) 

Ob 2-Wege oder 3-Wege-Boxen ist egal?

LG
Milo



Hi Milo,

dass ist nicht egal! Du kannst davon ausgehen, dass ein 3-Wege LS den 2-3 fachen Aufwand (materiell und entwicklungstechnisch) erfordert wie ein 2-Wege LS. Also wird ein sorgfältig konstruierter 2-Wegerich immer besser sein als ein zusammengeschusteter 3-Weger und in Deinem finanziellen Rahmen wird das so gut wie immer der Fall sein. Ich rate Dir daher zu einer vernünftigen 2-Wege Box; Tipps dazu gab es ja schon... Was hälst Du von Selbstbau? :) 

@QuixX

Das mit der 1-Weg Theorie ist nicht ganz korrekt. Klar, Du hast zwar die (fast) ideale Punktschallquelle und sparst Dir die klangverschlechternde Aufteilung der Wege (Tiefton, Mittelton, Hochton); das sorgt für eine gute räumliche Wahrnehmung, weil die Hauptabstrahlachse nicht frequenzabhängig in der Vertikalen wandert. Aber andererseits hat ein Breitbänder (also 1-Weg Lautsprecher) mit erheblichen Intermodulationsverzerrungen zu kämpfen, weil er gleichzeitig große langsame und kleine schnelle Hübe ausführen muss. Das wiederum schadet der Präzision der Wiedergabe.
Den perfekten Lautsprecher gibt es leider nicht einmal in der Theorie, denn er müsste sehr klein sein, um als Punktschallquelle zu agieren, gleichzeitig aber sehr groß, um keine großen Membranhübe ausführen zu müssen. Desweiteren müsste er sowohl 1- als auch Mehrweglautsprecher sein - alles Dinge, die sich leider ausschließen.... Aber ich arbeite dran *ggg*

MfG, Yamanni

Yamanni sagte:
Was hälst Du von Selbstbau? :) 
Da muß einem bewußt sein, dass die Dinger im Wohnzimmer stehen. Wenn man also nicht perfekt im Finish ist, dann nervt die Optik irgendwann. Man hat natürlich den gleichen Vorteil wie beim PC-Selbstbau. Keine faulen Eier um einen Cent oder einen halben Cent zu sparen.
Yamanni sagte:

@QuixX

Das mit der 1-Weg Theorie ist nicht ganz korrekt. Klar, Du hast zwar die (fast) ideale Punktschallquelle und sparst Dir die klangverschlechternde Aufteilung der Wege (Tiefton, Mittelton, Hochton); das sorgt für eine gute räumliche Wahrnehmung, weil die Hauptabstrahlachse nicht frequenzabhängig in der Vertikalen wandert.
Ich würde die Mehrweg-Chassis in ihrem Bereich als hinreichend kleine Punktquelle betrachten. Ein bisschen Richtungsänderung kann man gerne in Kauf nehmen. Das Eklige sind die Phasendreher an den Trennfrequenzen.
Yamanni sagte:
Aber andererseits hat ein Breitbänder (also 1-Weg Lautsprecher) mit erheblichen Intermodulationsverzerrungen zu kämpfen, weil er gleichzeitig große langsame und kleine schnelle Hübe ausführen muss. Das wiederum schadet der Präzision der Wiedergabe.
Da haben wir lange diskutiert. Zum einen gilt das Superpositionsprinzip, zum anderen tritt das bei mancher Tonquelle schon bei der Aufnahme mit Mikrofon auf.

Aber trotz der Erfahrung, dass ein Einzelner optimal in mancher Angelegenheit klingt, stehen überall Mehrwege rum. Auch bei mir.

Asmodis sagte:
Evtl solltest du dir mal die Nubert Boxen ansehen.


Sehen gut aus. Leider kann man sie nur in Schwäbisch-Gmünd und Aalen anhören.

Ohne vorher zu hören würde ich ungern für 2000.- ordern. Am liebsten würde ich sogar meine alten Boxen dann mitnehmen, um zu hören, was wirklich besser sei.

Wenn ich da an die vergurkten B&Ws denke...
Obwohl die nichtmal so schlecht klingen, wie das "spezielle Design" vermuten läßt. Ein Krieg, der mit einer Materialschlacht knapp gewonnen wurde.

Zitat :
...Ohne vorher zu hören würde ich ungern für 2000.- ordern.

Die nuBox 311 würde eigentlich sehr gut in dein Budget passen, ggf. könntest du dir mit dem nächsten Weihnachtsgeld noch ein ABL dazukaufen, damit kommt die nuBox im Bassbereich nochmal ein ganzes Stück tiefer. Bei nubert kann man übrigens 30 Tage probehören und die Boxen zurückschicken lassen bei Nichtgefallen. Dann kannst du die natürlich auch zuhause mit deinen alten Teilen vergleichen.

Hab mir selber vor 3 Tagen da ein Pärchen bestellt und bin bisher sehr zufrieden. Verarbeitungsqualität ist tadellos, es ist einfach verblüffend was man in gut produzierten Tracks auf einmal an Details raushören kann und wie räumlich der Sound rüberkommt im Gegensatz zu meinem *hust* Logitech 2.1 System.

crg sagte:
Zitat :
...Ohne vorher zu hören würde ich ungern für 2000.- ordern.

Die nuBox 311 würde eigentlich sehr gut in dein Budget passen.


Nich verwechseln, Nuberts müssen bei meinen Boxen vermutlich passen. 200W TL mit Titankalotte. Materialkosten 1000 DM. Multiplex Birke, nix MDF. Beim systemtheoretischen Draufklopfen klingen sie wie ein massiver Hartholzbalken. So muss das.
2 Tage bauen (Ponal!), 3Wochen Finish, 10 Jahre später nochmal zum Maler. Gespritzt. Inzwischen könnten sie schon wieder. Vielleicht reicht aber auch Auto-Lack-Behandlung.
Was bin ich faul...

quixx sagte:
Da muß einem bewußt sein, dass die Dinger im Wohnzimmer stehen. Wenn man also nicht perfekt im Finish ist, dann nervt die Optik irgendwann. Man hat natürlich den gleichen Vorteil wie beim PC-Selbstbau. Keine faulen Eier um einen Cent oder einen halben Cent zu sparen.


Wenn man generell 2 Linke hat, sollte man damit nicht anfangen, hast recht! Aber eine einfache Furnieroberfläche (kein Wurzelholz!) schafft man auch als Ungeübter. Oder man baut direkt aus Birkenmultiplex; das muss man nur schleifen und ölen und schon siehts gut aus, sogar die Kanten!


quixx sagte:
Das Eklige sind die Phasendreher an den Trennfrequenzen. Da haben wir lange diskutiert. Zum einen gilt das Superpositionsprinzip, zum anderen tritt das bei mancher Tonquelle schon bei der Aufnahme mit Mikrofon auf.


Das tritt sogar immer bei der Aufnahme auf, aber mit mind. 1000 x geringeren Hüben! Zudem sind Studiomikrofone viel "perfekter" als Lautsprecher und außerdem können wir an der Aufnahme nichts mehr ändern. Wir müssen sie nur noch wiedergeben, ohne weitere Fehler hinzuzufügen.
Die Phasenfehler werden überschätzt. Viele bezweifeln (ich auch), dass wir Phasenfehler überhaupt hören können; bleibt noch die frequenzabhängig wandernde Hauptabstrahlachse und gegen Die kann man z.B. durch D'Appolito-Bauweise etwas tun.
Ich hab mal mit dem Entwickler eines deutschen Aktiv-LS Herstellers gesprochen und der erzählte mir, dass sie ganz enttäuscht über die Klangfortschritte beim Wechsel von IIR auf FIR Filtertechnik waren. Alle haben das ultimative Erlebnis erwartet, aber irgendwann geht es eben nur noch in sehr kleinen Schritten vorwärts... Auch wenn Sie nun einen linealglatten Phasengang hatten!

Zitat :
Die nuBox 311 würde eigentlich sehr gut in dein Budget passen, ggf. könntest du dir mit dem nächsten Weihnachtsgeld noch ein ABL dazukaufen, damit kommt die nuBox im Bassbereich nochmal ein ganzes Stück tiefer. Bei nubert kann man übrigens 30 Tage probehören und die Boxen zurückschicken lassen bei Nichtgefallen. Dann kannst du die natürlich auch zuhause mit deinen alten Teilen vergleichen.


Das ABL kann man sich sparen. Diese 200€ investiert man bei Kompaktboxen besser in einen Subwoofer! Mit ABL muss man mit Einschränkungen der Maximallautstärke rechnen und die wächst bei Kompakten eh nicht in den Himmel.

Generell kann ich aber zu Nubert nur Gutes sagen. Man bekommt da wirklich einen ordentlichen Gegenwert fürs Geld. Wenn man spritzige Bändchenhochtöner gewohnt ist, können sie einem zwar etwas zu müde klingen, aber andererseits kann man mit Nuberts sehr lange laut hören, ohne dass das Gehör ermüdet!

MfG, Yamanni

Yamanni sagte:

Das tritt sogar immer bei der Aufnahme auf, aber mit mind. 1000 x geringeren Hüben! Zudem sind Studiomikrofone viel "perfekter" als Lautsprecher und außerdem können wir an der Aufnahme nichts mehr ändern. Wir müssen sie nur noch wiedergeben, ohne weitere Fehler hinzuzufügen.


Wenn man unter 1/10 -Lichtgeschwindigkeit bleibt, skaliert sich die Newton'sche Mechanik bis die Kernbindungskräfte eingreifen. Kleiner macht nicht anders. Stelle Dir vor, Du schlägst ein Triangel und stehst dabei im Basssolo. Passiert da was, obwohl die Luft um das Triangel 70Hz sagt?

Yamanni sagte:

Die Phasenfehler werden überschätzt. Viele bezweifeln (ich auch), dass wir Phasenfehler überhaupt hören können;
Schieben der Phase höre ich, und dass 1Weg präsenter wirkt.
Yamanni sagte:
bleibt noch die frequenzabhängig wandernde Hauptabstrahlachse und gegen Die kann man z.B. durch D'Appolito-Bauweise etwas tun.
Wem's gefällt, bitteschön. Nur muß der Mitteltöner soweit rumterkommen, dass die Wellenlänge der Tieftöner nicht zu kurz wird.
Yamanni sagte:

Ich hab mal mit dem Entwickler eines deutschen Aktiv-LS Herstellers gesprochen und der erzählte mir, dass sie ganz enttäuscht über die Klangfortschritte beim Wechsel von IIR auf FIR Filtertechnik waren. Alle haben das ultimative Erlebnis erwartet, aber irgendwann geht es eben nur noch in sehr kleinen Schritten vorwärts... Auch wenn Sie nun einen linealglatten Phasengang hatten!
Ich habe mal ein Tonstudio mit Terzband Ana- und Equalizer abgestimmt. Klang hervorragend, als ob der Klang direkt im Kopf entstünde. Aber nur an der Stelle, an der sich das Messmikrophon befand. Einen halben Meter davon entfernt - Bullshit.
Yamanni sagte:

Zitat :
Die nuBox 311 würde eigentlich sehr gut in dein Budget passen, ggf. könntest du dir mit dem nächsten Weihnachtsgeld noch ein ABL dazukaufen, damit kommt die nuBox im Bassbereich nochmal ein ganzes Stück tiefer. Bei nubert kann man übrigens 30 Tage probehören und die Boxen zurückschicken lassen bei Nichtgefallen. Dann kannst du die natürlich auch zuhause mit deinen alten Teilen vergleichen.


Das ABL kann man sich sparen. Diese 200€ investiert man bei Kompaktboxen besser in einen Subwoofer! Mit ABL muss man mit Einschränkungen der Maximallautstärke rechnen und die wächst bei Kompakten eh nicht in den Himmel.
100% zutreffend
Yamanni sagte:

Generell kann ich aber zu Nubert nur Gutes sagen. Man bekommt da wirklich einen ordentlichen Gegenwert fürs Geld. Wenn man spritzige Bändchenhochtöner gewohnt ist, können sie einem zwar etwas zu müde klingen, aber andererseits kann man mit Nuberts sehr lange laut hören, ohne dass das Gehör ermüdet!


Wenn nix klirrt, und nix überbetont wird, geht das. Aber nicht wirklich. Nach einer Stunde angestrengtem Lauschen im Studio kannst Du mich in die Tonne treten. Da hörte ich auch mit Tannoy nichts mehr.

Yamanni sagte:
Wenn man generell 2 Linke hat, sollte man damit nicht anfangen, hast recht! Aber eine einfache Furnieroberfläche (kein Wurzelholz!) schafft man auch als Ungeübter. Oder man baut direkt aus Birkenmultiplex; das muss man nur schleifen und ölen und schon siehts gut aus, sogar die Kanten!


Sehr rustikal. Ich steh auf Klavierlack. Dem Lack wird übrigens auch Klang angedichtet. Bei der E-Gitarre ist's wohl war, sonst würden die Freaks nicht für Vintage-Lack doppelt so tief in die Tasche greifen.

quixx sagte:
Wenn man unter 1/10 -Lichtgeschwindigkeit bleibt, skaliert sich die Newton'sche Mechanik bis die Kernbindungskräfte eingreifen. Kleiner macht nicht anders. Stelle Dir vor, Du schlägst ein Triangel und stehst dabei im Basssolo. Passiert da was, obwohl die Luft um das Triangel 70Hz sagt?


Superposition und Newton'sche Mechanik sind super Theorien... Leider bleibt es bei der Theorie, denn die Unzulänglichen Membranmaterialien vereiteln hier, dass es sich in der Praxis so verhält, wie Du sagst! Würde sich die Membran bei jeder Frequenz ideal kolbenförmig bewegen, dann müsste ich Dir Recht geben; tut sie aber nicht. Bei tiefen Frequenzen bewegt sich eine Membran tatsächlich kolbenförmig, aber je höher die Frequenz, desto mehr schwingt nur noch der innere Bereich um den Schwingspulenansatz; siehe Massenträgheit - eine Theorie mit etwas mehr Praxisbezug :D 
Deswegen stimmt auch Dein Beispiel mit Triangel und Bass als Vergleich nicht, da es sich um 2 unabhängige Schallquellen handelt, die sich nicht gegenseitig beeinflussen.

quixx sagte:
Schieben der Phase höre ich, und dass 1Weg präsenter wirkt.


Schwebungen hör ich auch... Und man hat tatsächlich in einem 2-Wege-LS bei der Trennfrequenz 2 gleichlaute Schallquellen, die das Signal phasenverkehrt ausgeben. In den allermeisten Fällen (gerade Ordnung der Filter) ist man aber wieder bei n x 180°, also einem kleinen Zeitversatz bzw Auslöschung. Schwebungen entstehen praktisch nie, außer man hört sich einen Sinuston in der Trennfrequenz seiner LS-Trennfrequenz an und auch nur, wenn man spezielle Filtekombinationen hat...
Qualitative Aussagen, die sich nur an unterschiedlichen Phasengängen festmachen, sind leider Mangelware. In jedem Fall lohnt sich eine Optimierung in diesem Bereich erst nachdem man alles Andere an seiner Anlage und am Hörraum optimiert hat.
Ich bin Fan von Mehrweg-LS, weil mir unverfärbte Mitten und dynamische Fähigkeiten eines LS wichtig sind. Breitbänder haben einfach zu viele Kompromisse, aber das ist eben Geschmackssache.

quixx sagte:
Wem's gefällt, bitteschön. Nur muß der Mitteltöner soweit rumterkommen, dass die Wellenlänge der Tieftöner nicht zu kurz wird.


Kein Problem! Relevanter ist vielmehr die Trennfrequenz zwischen Mittel- und Hochtöner. Aber auch hier gibt es nur Einschränkungen für das vertikale Abstrahlverhalten und das ist längst nicht so wichtig...

quixx sagte:
Ich habe mal ein Tonstudio mit Terzband Ana- und Equalizer abgestimmt. Klang hervorragend, als ob der Klang direkt im Kopf entstünde. Aber nur an der Stelle, an der sich das Messmikrophon befand. Einen halben Meter davon entfernt - Bullshit.


Wenn man seinen Kopf beim Hören in einen Schraubstock einspannen würde, könnte man echt verdammt nah ans IDEAL kommen :)  - Bewegungsfreiheit wird eh überbewertet...

quixx sagte:
Wenn nix klirrt, und nix überbetont wird, geht das. Aber nicht wirklich. Nach einer Stunde angestrengtem Lauschen im Studio kannst Du mich in die Tonne treten. Da hörte ich auch mit Tannoy nichts mehr.


Klar, aber mit Nuberts hättest Du etwas länger durchgehalten; die sind halt nicht ganz so analytisch präzise wie gute Monitore.

Zitat :
Ich steh auf Klavierlack.


Ich auch. Aber einem Selbstbau-Anfänger kann ich nur abraten - aus eigener Erfahrung! Furnier oder Multiplex ist viel einfacher!

Zitat :
Dem Lack wird übrigens auch Klang angedichtet. Bei der E-Gitarre ist's wohl war, sonst würden die Freaks nicht für Vintage-Lack doppelt so tief in die Tasche greifen.


Eine solche Beeinflussung hat aber an einem LS nix zu suchen. Das Gehäuse sollte idealerweise akustisch absolut tot sein. Das geht natürlich nicht zu 100%, aber wenn schon der Lack das Gehäuse stabilisiert, sollte man sich Gedanken um einen Materialwechsel machen!

MfG, Yamanni

Milo sagte:
heiße diskussion hier :) 

eine frage zu dem onkyo verstärker. der 507 gefällt mir schon gut. was wären genau die vorteile eines 606 / 607, die den mehrpreis rechtfertigen?

LG
Milo


Ja, wir lieben uns eben :love: 

Zu den Verstärkern kann ich Dir nicht viel sagen, dass machen bestimmt die Anderen. Aber Du solltest wirklich den Löwenanteil deines Budgets in die LS stecken! Technisch gesehen sind Lautsprecher gerade erst der Steinzeit entwachsen und deswegen steckt in ihnen auch das größte Klangpotential. Da können alle Receiver - internen Equalizer nicht herzaubern, was nicht wenigstens im Ansatz schon da ist.

Und als Schlussatz: Finger weg von BOSE!

technisch gesehen gibt es nur einen geringen Unterschied zwischen den 507 und dem 607. Ich finde aber das man bei dem 507 durch die Möglichkeiten der Anschlüsse eingeschränkt wird. Ich bin das bei mir mal durchgegangen und 4 HDMI Eingänge bekomme ich locker besetzt. Einen wirklichen technischen Unterschied gibt es erst zwischen den 607 und dem 707(1080p scaling, bessere Wandler, THX etc).

Ist natürlich eine Preisfrage aber ich würde lieber 100 mehr ausgeben um in Zukunft nicht mit dem Problem von mangelhafter Anschlussvielfalt konfrontiert zu sein.

Yamanni sagte:
Superposition und Newton'sche Mechanik sind super Theorien... Leider bleibt es bei der Theorie, denn die Unzulänglichen Membranmaterialien vereiteln hier, dass es sich in der Praxis so verhält, wie Du sagst!
Mit steigender Kenntnis lernt man immer mehr die Randbedingungen der Theorie einzuarbeiten. Dann passt wieder alles.
Yamanni sagte:
Würde sich die Membran bei jeder Frequenz ideal kolbenförmig bewegen, dann müsste ich Dir Recht geben; tut sie aber nicht.
Mit Sicherheit nicht, sonst wären die Breitbander im Hochtonbereich mit extremer Richtcharakteristik behaftet. Aber wolltest du sagen, dass dort, wo die Höhen abgestrahlt werden, sich kein Bass bewegt? Ich fürchte, Du kämpfst gegen Windmühlen und der Rundschlag trifft dort, wo Du nicht hinwolltest.
Yamanni sagte:
Bei tiefen Frequenzen bewegt sich eine Membran tatsächlich kolbenförmig, aber je höher die Frequenz, desto mehr schwingt nur noch der innere Bereich um den Schwingspulenansatz; siehe Massenträgheit - eine Theorie mit etwas mehr Praxisbezug :D 
Wundert mich, dass Du mir das nicht zutraust.
Yamanni sagte:

Deswegen stimmt auch Dein Beispiel mit Triangel und Bass als Vergleich nicht, da es sich um 2 unabhängige Schallquellen handelt, die sich nicht gegenseitig beeinflussen.
Zehn Wellenzüge werden eingespeist, während sich die Luft vorwärts unter 70Hz bewegt, 10 wenn alles andersrum läuft.
Yamanni sagte:

Schwebungen hör ich auch...
Wer nicht. Kann man am Lautstärkeregler auch selber erzeugen, ist einer AM ziemlich ähnlich. Sowohl in Zeitverlauf, als auch im Spektrum.

Edith sagt: Nochmal das systemtheoretische Unterbewußtsein konsultiert. Ist exakt das Gleiche!


http://www.fairaudio.de/img/lexikon/akustik/schwebung.g...
Zurück zum Phasenschieben, das klingt ein wenig wie Pulsbreitenmodulation. Check das mal mit Analogsyntie.

Yamanni sagte:
Und man hat tatsächlich in einem 2-Wege-LS bei der Trennfrequenz 2 gleichlaute Schallquellen, die das Signal phasenverkehrt ausgeben. In den allermeisten Fällen (gerade Ordnung der Filter) ist man aber wieder bei n x 180°, also einem kleinen Zeitversatz bzw Auslöschung.
Der Bass läuft an der Trennstelle 90° hinterher, der HT 90° vor. Deshalb sind HT und TT ungleich gepolt.
Yamanni sagte:
Schwebungen entstehen praktisch nie, außer man hört sich einen Sinuston in der Trennfrequenz seiner LS-Trennfrequenz an und auch nur, wenn man spezielle Filtekombinationen hat...
Für Schwebungen sind zwei Töne erförderlich.
Yamanni sagte:

Qualitative Aussagen, die sich nur an unterschiedlichen Phasengängen festmachen, sind leider Mangelware.
Ich höre ja auch nur Phasenschieben. Und das Mehrwege nie so deutlich klingen wie 1Weg.
Yamanni sagte:
In jedem Fall lohnt sich eine Optimierung in diesem Bereich erst nachdem man alles Andere an seiner Anlage und am Hörraum optimiert hat.
Ich bin Fan von Mehrweg-LS, weil mir unverfärbte Mitten und dynamische Fähigkeiten eines LS wichtig sind. Breitbänder haben einfach zu viele Kompromisse, aber das ist eben Geschmackssache.
Bloss baut die Industrie immer so, dass die Chassis da übernehmen, wo das Ohr am Besten gerüstet ist.
Yamanni sagte:



Kein Problem! Relevanter ist vielmehr die Trennfrequenz zwischen Mittel- und Hochtöner. Aber auch hier gibt es nur Einschränkungen für das vertikale Abstrahlverhalten und das ist längst nicht so wichtig...

Beides hinreichend Kugelstrahler. Da nervt der Kammfiltereffekt.
Yamanni sagte:


Wenn man seinen Kopf beim Hören in einen Schraubstock einspannen würde, könnte man echt verdammt nah ans IDEAL kommen :)  - Bewegungsfreiheit wird eh überbewertet...

rofl. Nimm Headset.
Yamanni sagte:


Klar, aber mit Nuberts hättest Du etwas länger durchgehalten; die sind halt nicht ganz so analytisch präzise wie gute Monitore.
Wir wechselten immer zwischen den KS10 (Nachfolger von Auraton) und großer Abhöre. Aber das extrem gute Lautsprecher nervensägen ist mir neu. Völlig neu.
Yamanni sagte:

Zitat :
Ich steh auf Klavierlack.
Ich auch. Aber einem Selbstbau-Anfänger kann ich nur abraten - aus eigener Erfahrung! Furnier oder Multiplex ist viel einfacher!
Mit Furnier meinst Du selbst aufbügeln. Sonst wären die Kanten ja abartig.
Yamanni sagte:

Zitat :
Dem Lack wird übrigens auch Klang angedichtet. Bei der E-Gitarre ist's wohl war, sonst würden die Freaks nicht für Vintage-Lack doppelt so tief in die Tasche greifen.

Eine solche Beeinflussung hat aber an einem LS nix zu suchen. Das Gehäuse sollte idealerweise akustisch absolut tot sein. Das geht natürlich nicht zu 100%, aber wenn schon der Lack das Gehäuse stabilisiert, sollte man sich Gedanken um einen Materialwechsel machen!
Keinen Deut anders als an der E-Klampfe. Frag einen Profi. Finish versteift.

quixx sagte:
Mit steigender Kenntnis lernt man immer mehr die Randbedingungen der Theorie einzuarbeiten. Dann passt wieder alles.


Dann fehlt ja nur noch das perfekte Material. Gibts bei Utopia-Versand für ne Hand voll Feenstaub.

quixx sagte:
Mit Sicherheit nicht, sonst wären die Breitbander im Hochtonbereich mit extremer Richtcharakteristik behaftet.


Breitbänder SIND im Hochtonbereich sehr stark richtend!

quixx sagte:
Aber wolltest du sagen, dass dort, wo die Höhen abgestrahlt werden, sich kein Bass bewegt?


Nein, wollte ich nicht. Aber es gibt keinen eindeutigen Grenzbereich in dem nur Hochton- bzw. Tieftonwiedergabe stattfindet und genau dieser breite Grenzbereich führt zu den hohen Verzerrungen, weil dort eben die Superposition auf die Realität trifft!

quixx sagte:
Wundert mich, dass Du mir das nicht zutraust.


:ange: 

quixx sagte:
Zehn Wellenzüge werden eingespeist, während sich die Luft vorwärts unter 70Hz bewegt, 10 wenn alles andersrum läuft.


Das ist schön.

quixx sagte:
Wer nicht. Kann man am Lautstärkeregler auch selber erzeugen, ist einer AM ziemlich ähnlich. Sowohl in Zeitverlauf, als auch im Spektrum.
http://www.fairaudio.de/img/lexikon/akustik/schwebung.g...
Zurück zum Phasenschieben, das klingt ein wenige wie Pulsbreitenmodulation. Check das mal mit Analogsyntie.


Ich kanns mir grob vorstellen.

quixx sagte:
Der Bass läuft an der Trennstelle 90° hinterher, der HT 90° vor.


Nur bei Filtern 1. Ordnung und nur, wenn sie für TT und HT eingesetzt werden! Diese Filter sind aber selten, weil sie sehr hochwertige und resonanzarme Chassis voraussetzen.
Ausnahme: sie sind in Schrott-Boxen verbaut, weil sie billiger sind!

quixx sagte:
Deshalb sind HT und TT ungleich gepolt.


Gilt manchmal, aber längst nicht immer!

quixx sagte:
Für Schwebungen sind zwei Töne erförderlich.


Hier habe ich mir erlaubt, auch eine schwankende Lautstärke als Schwebung zu bezeichnen. Mache ich auch weiterhin, weils so schön kompakt ist.

quixx sagte:
Ich höre ja auch nur Phasenschieben. Und das Mehrwege nie so deutlich klingen wie 1Weg.


Sehe ich anders, aber das ist Geschmackssache.

quixx sagte:
Bloss baut die Industrie immer so, dass die Chassis da übernehmen, wo das Ohr am Besten gerüstet ist.


Da kann ausnahmsweise die Industrie nix für, das hat technische Gründe. Um dem Dilemma zu entgehen, müsste man entweder einen Hochtöner bis ~200 oder ~300Hz, oder einen Mitteltöner bis ~5000Hz spielen lassen. Beides sehr schwer aus Gründen, die hier nur wenige interessieren...

quixx sagte:
Beides hinreichend Kugelstrahler. Da nervt der Kammfiltereffekt.


Einzeln ja, aber zusammen leider nicht. Um im vertikalen Abstrahlverhalten keine Auslöschungseffekte zu produzieren, darf die Wellenlänge der Trennfrequenz ~2/3 des Chassisabstands (Mitteltöner-Mitteltöner) nicht unterschreiten... Nicht unmöglich, aber schwierig. Außerdem kann der Auslöschungseffekt durchaus erwünscht sein; dies minimiert nämlich Boden- und Decken-Reflexionen, hilft also in "Schallharten" Räumen.

quixx sagte:
rofl. Nimm Headset.


Ähhmmmm.... Nein!

quixx sagte:
Wir wechselten immer zwischen den KS10 (Nachfolger von Auraton) und großer Abhöre. Aber das extrem gute Lautsprecher nervensägen ist mir neu. Völlig neu.


Wer spricht denn hier von Nervensägen? Lies doch mal richtig!
Fakt ist, dass eine im Hochtonbereich leicht sanfte Abstimmung nicht so schnell ermüdet, wie eine "spritzige" Box. Die Nuberts (die ich gehört habe!) waren eher sanfte Naturen. Aber auch bei Studiomonitoren gibt es Solche und Solche. Die BBC verwendet(e) gern englisch abgestimmte (also sehr sanfte!) Boxen, häufig finden sich in Studios auch ADAMs... Beides gut und richtig, aber eben Geschmackssache. Ich mag gerne etwas mehr Pfeffer in den Höhen :D 

quixx sagte:
Mit Furnier meinst Du selbst aufbügeln. Sonst wären die Kanten ja abartig.


Ja, wobei das mit dem Bügeln für mich nie so der Hit war. Einfacher (und im Ergebnis besser) ist einfaches Aufleimen und unter Styroporplatten (gleichmäßige Verteilung des Anpressdrucks) pressen.

quixx sagte:
Keinen Deut anders als an der E-Klampfe. Frag einen Profi. Finish versteift.


Ich baue keine Lautsprecher aus Trabbi-Motorhauben! Ein gescheites Gehäuse darf nicht von Lack messbar/fühlbar steifer werden.
Es ist eben doch anders als bei eine Klampfe. Das eine ist ein Instrument zur Schallerzeugung und das andere ein Messgerät zur neutralen Wiedergabe. Da soll nichts hinzugefügt oder geändert werden. Das Gehäuse eines LS sollte so tot wie nur möglich sein und wenn eine hauchdünne Lackschicht etwas nachweislich verbessert, kann die Konstruktion nicht so gut gewesen sein...

MfG, Yamanni

Findest Du das nicht ein wenig übertrieben? Mir wird's zu anstrengend, meine Kenntnisse sind aus erster Hand. Ich kann Dir Deine Irrtümer widerlegen, aber das ist unergiebig.

Sag, wo hast Du das gelernt? Mannheim? Ohne Antwort hierdrauf wird's mir zu müssig.

Blumige Ausdrücke wie "kompakt" machen Falsches nicht war. Unwissenschaftlich.
Auch kostet mich das Widerlegen zuviel Zeit auf zu wenig "spassig".

Aber Du machst auf einen Elektroakustiker den Eindruck eines Blenders. Relativiere das mal durch Erwähnung Deines Abschlusses

quixx sagte:
Findest Du das nicht ein wenig übertrieben? Mir wird's zu anstrengend, meine Kenntnisse sind aus erster Hand.


Meine Kenntnisse sind aus meiner Hand! Ich entwickle und baue die Dinger seit einiger Zeit.

quixx sagte:
Ich kann Dir Deine Irrtümer widerlegen, aber das ist unergiebig.


Das ging mir auch schon durch den Kopf...

quixx sagte:
Sag, wo hast Du das gelernt? Mannheim? Ohne Antwort hierdrauf wird's mir zu müssig.


Was gelernt? Argumentative Diskussionen? Da gab es mal diese Deutschlehrerin...

quixx sagte:
Blumige Ausdrücke wie "kompakt" machen Falsches nicht war. Unwissenschaftlich.


Stimmt. Schuldig!

quixx sagte:
Auch kostet mich das Widerlegen zuviel Zeit auf zu wenig "spassig".


Dein Bisheriges klingt für mich nicht nach Widerlegungen, sondern nach einer Ansammlung von Halbwissen...

quixx sagte:
Aber Du machst auf einen Elektroakustiker den Eindruck eines Blenders. Relativiere das mal durch Erwähnung Deines Abschlusses


Spaßvogel... Wir sind hier anonym im Internet, was hat das also für ein Gewicht? Ok, es ist in meinem Bekanntenkreis kein Geheimnis, dass ich Elektroingenieur bin. Aber hier gehts doch um Argumente, ob einem jemand glaubt oder nicht...

Ich stimme Dir jedoch zu, dass es fruchtlos und für den T.E. wahrscheinlich sinnlos geworden ist. Bei dem Budget kommt FIR-Technik nicht in Frage und deshalb erübrigt sich jede weitere Diskussion in dieser Tiefe.


@Milo

Fragen bezüglich Lautsprecher werde ich natürlich trotzdem weiter beantworten!


MfG, Yamanni

Yamanni sagte:

Spaßvogel... Wir sind hier anonym im Internet, was hat das also für ein Gewicht? Ok, es ist in meinem Bekanntenkreis kein Geheimnis, dass ich Elektroingenieur bin. Aber hier gehts doch um Argumente, ob einem jemand glaubt oder nicht...


Fein. Ich hatte Zwicker, Fastl und Terhardt.

Daher kann ich auch Phasenlage und Schwebung auseinanderhalten. Warum ging dies bei Dir schief?

Boxenbauen können viele. Wirf doch mal einen Blick in die Literatur ohne Sägeschablonen.

ihr seit drupp o_O :p 

freue mich über weitere boxenvorschläge. möchte für beide LS ca. 200€ investieren. die Canton GLE 403, die nforce vorgeschlagen hat, scheinen da genau zu passen. hat jem noch einen vorschlag für einen netten sub dazu? müsste dieser aktiv oder passiv sein?

LG
Milo

quixx sagte:
Fein. Ich hatte Zwicker, Fastl und Terhardt.

Daher kann ich auch Phasenlage und Schwebung auseinanderhalten. Warum ging dies bei Dir schief?


Die Herren sind bestimmt sehr stolz... Und die haben Dir also das Hören beigebracht?
Nun, es ging bei mir deshalb schief, weil ich leider noch nicht die Gelegenheit hatte, zwei volldigitale Setups nebeneinander probezuhören die sich lediglich in Bezug auf IIR vs. FIR Filtetechnik (natürlich mit begradigtem Phasengang) unterscheiden und ansonsten identische Frequenzgänge aufweisen.
Das wäre nämlich die einzige Möglichkeit, "Phasenklang" nachzuweisen bzw zu widerlegen unter Ausschluss aller anderer klangverfälschenden Parameter. Wenn Du das Vergnügen schon hattest, dann gratuliere ich leicht neidisch! Es wird auch bei mir nicht mehr allzu lange dauern... Bis dahin glaube ich nicht dran (bei Musikmaterial natürlich!).

quixx sagte:
Boxenbauen können viele. Wirf doch mal einen Blick in die Literatur ohne Sägeschablonen.


Die Stunden in der Werkstatt sind zwar handwerklich anspruchsvoll, aber die wesentliche Arbeit kommt davor. Ob das so viele können, wage ich zu bezweifeln.
Danke für den Tipp mit den Lehrbüchern, aber so viel ich dem Material auch daraus vorlese... Die Bauteile wollen einfach nicht gehorchen. Die Praxis holt uns immer wieder ein.
Wenn die Theorie irgendwann genau genug in Modellen umgesetzt sein wird, werd ich vielleicht auch wieder zum Theoretiker. Bis dahin orientiere ich mich zum größeren Teil an der Praxis...

MfG, Yamanni

Milo sagte:
ihr seit drupp o_O :p 

freue mich über weitere boxenvorschläge. möchte für beide LS ca. 200€ investieren. die Canton GLE 403, die nforce vorgeschlagen hat, scheinen da genau zu passen. hat jem noch einen vorschlag für einen netten sub dazu? müsste dieser aktiv oder passiv sein?

LG
Milo



Hi Milo,

Du hättest also noch ca. 300€? Soll dieser Betrag jetzt für Verstärker+Sub reichen, oder rein für den Sub?
Wenn der Betrag für Beides reichen soll, dann empfehle ich Dir, erstmal auf den Sub zu verzichten. Mit einem Billigteil laufen die (gar nicht so schlampigen...) Cantons unter ihren Möglichkeiten, evtl auch schlechter als solo! Steck das Geld in den Verstärker.
Wenn Du 300€ in einen Sub investieren wolltest, dann könntest Du Dich auch gleich bei Canton selbst umschauen. Ein 8-Zöller reicht für Deinen Raum, insbesondere wenn Du die Nachbarin hören kannst. Ein Canton AS 85 SC für ca. 250€ wäre in diesem Fall das Richtige für Dich.
Nicht vergessen: Bassreflexrohre verstopfen und den Sub nicht in einer Raumecke aufstellen!

MfG, Yamanni

PS: passive Subs sind absolute Exoten in Europa und auch nicht empfehlenswert, weil Subs an die Frontboxen angepasst werden müssen und das ist bei Aktiven nur ein Dreh am Regler!

Milo sagte:
ihr seit drupp o_O :p 

freue mich über weitere boxenvorschläge. möchte für beide LS ca. 200€ investieren. die Canton GLE 403, die nforce vorgeschlagen hat, scheinen da genau zu passen. hat jem noch einen vorschlag für einen netten sub dazu? müsste dieser aktiv oder passiv sein?

LG
Milo

Eigentlich empfiehlt Dein Budget eine Jagd in der Bucht. Denn was bei einigermassen wertigen LS übrigbleibt, reicht kaum für des Netzteil im Verstärker. Wenn Dir die Boxen taugen, dann schau doch mal, was im "Angebot" ist und biete in der letzten Minute.

Yamanni sagte:
Die Herren sind bestimmt sehr stolz... Und die haben Dir also das Hören beigebracht?
Eher was man nicht hören kann und was Voodoo ist. Hören mußte ich dann durchs eigene Material in ein paar Studios.
Yamanni sagte:

Nun, es ging bei mir deshalb schief,


Kein Problem, Du merkst aber, dass man darüber echt was wissen kann?

quixx sagte:
Eher was man nicht hören kann und was Voodoo ist. Hören mußte ich dann durchs eigene Material in ein paar Studios.

Kein Problem, Du merkst aber, dass man darüber echt was wissen kann?


Zumindest weiß ich jetzt, wovon Du nicht so viel Ahnung hast...

MfG, Yamanni

Bitte QuixX und Yamanni,
das geht mir jetzt ein bisschen zu weit. Verhaltet Euch beide wie Erwachsene und stichelt nicht so viel. Kennt ihr doch: der Klügere gibt nach :)  Ihr könnt ja in einem anderen Thread eure Differenzen klären.

Mein Budget für Verstärker und 2 Boxen liegt bei ca 500€. Bisher tendiere ich zu nforce Vorschlag.

Also, jetzt seid lieb zueinander! :) 

LG

Denk über Gebrauchtkauf nach. 20-20.000kHz mit THD <1% kann man schon seit zig Jahren. Auch wirst Du mit Xx50 Watt zufriedener sein als mit Xx100W, wenn nur die Boxen hinreichend gut sind. Von gebrauchten Boxen rate ich ab, da insbesodere sehr weiche Basslautsprecher stark altern. Wohingegen krachende Potis mit Kontaktspray reanimiert werden können. Meiner war auch gebraucht, sogar aus einer der übelsten Kneipen Schwabings. Dort hinterliess ich 2 Zeck-Endstufen und bot die Entsorgung dieses A-Verstärkers an. Großes Poti erneuert, trotz Bybass der Klangregelung, habe ich die Potis geöffnet und die Bahn mit Isopropanol gereinigt. Steht so schon 20 Jahre im Regal und tut klaglos. Auch jetzt warte ich auf Preisverfall eines Hi-End Gerätes, das ich mir neu nicht leisten will. Manch Gebrauchtwagen kostet weniger.

Milo sagte:
Mein Budget für Verstärker und 2 Boxen liegt bei ca 500€. Bisher tendiere ich zu nforce Vorschlag.


Schau Dir die mal an
http://www.elektrowelt24.de/shop/product_info.php?refID...

Die Ergo-Serie stellte mal die Top-LS von Canton dar. Die sehen zwar nicht mehr ganz so modern aus, aber spielen locker 1 Klasse über den GLEs. Vor allem in Sachen Dynamik kannst Du mit der Ergo viel länger und leichter auf einen Sub verzichten, als mit der GLE... Mehr Volumen und potenterer Bass. Die Optik darf Dir eben nicht zu bider sein!

MfG, Yamanni

quixx sagte:
Scbon wieder Dynamik mit Bandbreite verwechselt. Du arbeitest im Vertrieb.


Spätestens jetzt hast Du Dich ins Inkopetenz-Off gekickt!
Wir reden hier über HiFi und Musik... und hier bedeutet Dynamik nunmal die Spanne zwischen leisesten und lautesten Tönen. Da der leiseste Pegel bei jedem LS gleich ist - schließlich ist das die Hörschwelle des Musikhörers - meinte ich mit Dynamik schlicht und einfach, dass die Ego lauter kann!
Man bezeichnet übrigens in der HiFi-Branche generell Pegeldifferenzen als Dynamik! Vielleicht kommst Du ja mal mit der Branche in Kontakt... Da könntest Du dann z.B. gefragt werden: CD, 16Bit -> maximale Dynamik?

So, dass war jetzt definitiv meine letzte Reaktion auf Dein übermächtiges Geltungsbedürfnis. Dass letzte Wort gehört Dir. Das würdest Du Dir eh von nichts auf der Welt nehmen lassen...

G, Yamanni

Milo sagte:
danke für den tip, yamanni! ich werd mir alles in ruhe durch den kopf gehen lassen. gibts es alternativen zu canton in dem preisbereich?

LG
Milo


Ja, z.B. Heco, Yamaha, Nubert, Quadral, Mordaunt Short, Monitor Audio, Focal, Mission, Wharfedale, KEF, Boston uva.
Teilweise sind die aufgezählten Marken etwas hochpreisiger, aber ich rate Dir generell, nach Auslaufmodellen (wie die Ergo) und Restposten zu suchen... Anders als bei PC und Unterhaltungselektronik gilt bei LS: was früher gut war, ist jetzt noch lange nicht schlecht! Liegt an den sehr langsamen Entwicklungsfortschritten.

MfG, Yamanni

PS: Wenn Du noch was wissen möchtest, dann bitte per PM an mich. Dieser Thread ist für mich beendet.
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