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Büroserver für etwa 10 Clients - Worauf achten?

Letzte Antwort: in Rund ums Netzwerk: LAN, WLAN & Sicherheit

Hallo miteinander,

Ich habe vom Chef die Aufgabe bekommen einen Server einzurichten. Mit Netzwerken und allem drum und drann kenne ich mich relativ gut aus, hab aber noch nie einen Server von grund auf installiert, desshalb bin ich auf der Suche nach Informationen.

Momentane Situation:

  • 4 PC's im Büro, davon spielt einer den "Server", wird aber auch daran gearbeitet (1x Win7 64Bit, 3x WinXP Prof).
  • 1 Netzwerkfähiges Fakturaprogramm (Offerten, Rechnungen, Stundenerfassung usw)
  • Noch ein Fakturaprogramm, allerdings auf Filemaker basis.
  • 4 Maschinencomputer in der Werkstatt (1x Win98, 1x WinXP Home, 2x WinXP Embedded)
  • 2 Netzwerkfähige Drucker.
  • Alles ist miteinander vernetzt und funktioniert ohne Probleme.

    Das soll der Server machen:

  • Das Fakturaprogramm soll über den Server laufen. (Also Serverversion auf den Server installieren und Clientversion auf die Arbeitspc's)
  • Das Filemakerprogramm auch
  • Der Server soll Automatisch Backups von den Maschinenpcs machen. (Keine Images, nur Wichtige Daten, ca 200 MB)

    Meine Frage:

    Muss da ein richtiger Server her, der reicht da ein normaler PC?
    Was für ein OS?
    Wo sind die Unterschiede?
    Worauf müsste ich bei einem Server achten?


    Wäre froh, wenn ich ein paar Objektive Meinungen bekommen könnte, auch ein wenig in die Zukunft schauend. Es ist durchaus möglich, das in den nächsten 1-2 Jahren 5 PC's mehr am Netzwerk hängen.
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    Zitat :
    Muss da ein richtiger Server her, der reicht da ein normaler PC?

    Es reicht theoretisch ein normaler PC.

    Zitat :
    Was für ein OS?

    Ich würde Windows 2k8 Server Standard empfehlen. Da musst aber nachschauen ob das Fakturaprogramm darauf läuft.
    Warum ein Server OS? WinXP Pro unterstützt nur 10 Verbindungen.

    Zitat :
    Wo sind die Unterschiede?

    Da gibts einige, aber ich will ja nicht deinen Job übernehmen ;) 
    Google soll da einiges wissen...habe ich gehört.

    Zitat :
    Worauf müsste ich bei einem Server achten?

    Das du die CAL mitkaufst. Pro Server sind 5 enthalten. Das heißt du musst noch 5 dazukaufen, wenn du 10 Clients insgesamt hast.

    Der Vorteil an einem Serverbetriebssystem ist, dass du servergespeicherte Profile einsetzen kannst. Somit kannst das komplette Benutzerprofil auf dem Server speichern und bequem auf ne externe Festplatte sichern.
    Bei dem Win98 und XP Home Rechner geht das nicht.
    Da brauchst dann dementsprechend Win2k oder XP Pro.
    Bei dem Embedded bin ich mir nicht sicher.

    Worauf du vor allem achten musst, ist ein richtiges Konzept der Datensicherung! Da dann wohl in dem Fakturaprogramm und in dem andren Programm alle Unternehmensdaten hinterlegt werden, ist es wichtig dass diese 1. immer erreichbar sind weil sonst die Firma still liegt und 2. diese niemals wegkommen.

    Ich würde zusehn dass ich einen Server von nem grossen Anbieter hernehmen (z.B. HP oder Siemens oder so). Diese Anbieter bieten auch für kleine Unternehmen gute Server für kleines Geld mit einem guten Belüftungskonzept und meist auch schon 2 Festplatten an. Das Betriebssystem ist in manchen Fällen auch mit dabei, für deine Fälle am besten Server 2008 (gibts den SBS noch?)! Dazu nimmt man einen 3 jahre Vor-Ort Service damit schnell Hardware ausgetauscht werden kann wenn nötig.

    Für die Datensicherung nimmst du 2 Festplatten im Raid 1 (einfachste Kombi) oder mehrere Platten im Raid 5. Dies ist dafür da dass der Serverbetrieb weitergehen kann falls mal eine Platte ausfällt. Das ist für die Ausfallsicherheit. So dazu kannst du eben dann eine Festplatte nehmen auf die alle Daten mit einem Batch nochmal kopiert werden oder durch ein Sicherungsprogramm geschrieben werden oder wie auch immer. Dazu muss man halt schaun in wie weit das mit dem Fakturaprogramm möglich ist. Oder du nimmst ein Bandlaufwerk oder ein NAS (im Raid1) oder oder oder.....

    Die Daten auf den Clients am besten mit Batch oder so, zu einer bestimmten Uhrzeit oder wenn der Rechner runterfährt die Daten kopieren oder eben alles Profilgesteuert, ich weiss ja nicht wieviel Know-How du hast. Eine Domäne wäre natürlich nicht schlecht da es die Kollegen dann nicht Rechnermässig einschränkt und jeder überall arbeiten kann.

    Zitat :
    Mit Netzwerken und allem drum und drann kenne ich mich relativ gut aus, hab aber noch nie einen Server von grund auf installiert, desshalb bin ich auf der Suche nach Informationen.


    Ganz ehrlich: Dann lass es bitte auch. Hier gehts wohl nicht um ein kleines Heimnetzwerk in dem man bissel rumspielen kann sondern um eine solide Sache auf der die Firma aufgebaut ist. Was ist denn wenn durch einen Fehler in deiner Planung euer Faktura weg ist? Sagt dein Chef dann "Ist nicht schlimm" oder muss er zum Amtsgericht und Konkurs anmelden?

    In so einem Fall solltest du ein Systemhaus ran lassen das Erfahrung mit solchen Umgebungen hat.

    Konkret würde ich euch hier einen kleinen Server vom Schlage HP ML 150 (oder vergleichbarer von Dell oder FuSi) mit Bandlaufwerk und gespiegelten Platten empfehlen.
    Dazu dann Windows Server 2008 Small Business Server, passende Backupsoftware und einen Virenscanner.

    Das ganze kostet natürlich eine Kleinigkeit und ist für viele kleine Unternehmen schon eine große Investition aber ihr müsst euch immer vor Augen führen was passiert wenn die Daten auf euren PCs mal weg sind.
    Der Geschäftsführer des Unternehmens ist übrigens privat haftbar wenn mit der IT fahrlässig umgegangen wird.

    Zitat :
    Quatsch....das kommt auf die Geschäftsform an.


    Stimmt nicht: http://www.blogspan.net/presse/geschaftsfuhrer-haften-p...

    "In einem mangelhaft gesicherten Unternehmen riskiert der Geschäftsführer eine persönliche Haftung, die sich auch auf sein persönliches Vermögen erstrecken kann. "

    Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) ist hier maßgeblich.

    Zitat :
    Wozu denn nen SBS?

    Ich habe jetzt einfach mal angenommen das in der Firma E-Mails auch noch eine Rolle spielen und da würde sich der Exchange den der SBS mitbringt noch gut machen. Das ist allerdings kein muss, da hast du recht.

    Vielen Dank für euer Antworten.

    Werd mir mal ein paar Offerten einholen und dem Chef präsentieren. Ist ja auch nicht so, dass ich vorige zeit hätte :) 

    Ich denke nach dem jüngsten Vorfall am letzten Freitag wirds wohl nicht so schwer sein die Investition Schmackhaft zu machen. Ich durfte den ganzen Sonntag, bis heute morgen um 5 Uhr, einen PC neu aufsetzen, weil die Festplatte defekt war :sleep: 

    da hier kurz angemerk war:

    "Datensicherung nimmst du 2 Festplatten im Raid 1 "

    ein RAID ersetzt NIEMALS die Datensicherung!

    Das Backup auf der selben Maschiene laufen zu lassen ist ebenso nicht empfehlenswert, fällt die Maschiene aus, kommst du auch so schnell nicht mehr an die Backups ran, besser einen eigenen Backupserver bereitstellen.

    Als Server würde ich dir auch etwas in der kleineren HP Ecke empfehlen.

    Ich habe soetwas für einen kleine GmbH realisiert, das läuft ziemlich gut und ist soweit für kleinere Firmen ausgereift denke ich:

    - ein Server 2008 Host mit HyperV Rolle
    - darauf einen SBS 2008 als virtuellen Server für Exchange und Filzugriffe
    - darauf einen weiteren virtuellen 2008 Server (die Lizenz ist beim Server 2008 mit HyperV mit dabei) für das Buchhaltungsprogramm
    - ein zweiter physikal. Server mit Win 2003 der als Backupserver dient, ausserdem als Faxserver und Virenscanner-Server

    das ganze mit HyperV ist sehr praktisch, da man die VHDs der HyperVs mit einem entsprechendem Backupprogramm wie MS DPM oder Symantec Backup Exec im Lifebetrieb wegsichern kann, ausserdem mit entsprechenden Scrips auch ohne ein Backupprogramm.

    HyperV ist dabei auch noch leicht verständlich und super bedienbar, wir setzten das hier bei uns im Unternehmen für 40 virtuelle Server ein inkl. Cluster über HyperV Maschienen.

    Die Hostmaschine sollte dabei leer bleiben, so ist diese jederzeit leicht austauschbar, da man auf einer neuen Maschine nur 2008 und HyperV Rolle installieren braucht, die VHDs zurückspielen und starten, schon steht alles wieder.

    Auf Backups würde ich niemals verzichten, bei entsprechender Datenmenge mit einem LTO4 Laufwerk auf Band.
    Man sollte debi aber beachten, das ein LTO4 Laufwerk immer SAS ist und man einen entsprechenden Controller braucht, der fast nie in einem PC läuft, da entweder ab PCIe 4x oder PCIX.

    Ein weiterer Vorteil von HyperV wäre die Erweiterbarkeit, ohne das man eine weitere Maschiene benötigt (soweit die Hostmaschine entsprechend RAM und CPU zur verfügung hat, oder erweiterbar ist), auch hier fällt ein PC aus, da dieser meines Wissens nach nicht so wahnsinnig viel an RAM verträgt.

    mfg

    Ein guter Freund von mit hat vor kurzem ein neues Büro in Hannover aufgemacht und dort will er dann auch einen Server installieren. Er will das ich ihm dabei helfe und ich kenne mich auch eigentlich ganz gut aus, aber selbst habe ich sowas auch noch nie aufgebaut. Die Tipps hier werden uns sicherlich schon mal gut weiterhelfen. Die Datensicherung ist wirklich ein sehr wichtiger Punkt und da werde ich auch nochmal mit ihm reden wie er das lösen möchte.

    Datensicherung == Bandlaufwerk

    Der Server kann Beispilsweise wie bereits erwaehtn, eine HP Maschiene sein. Ich empfehle gerne die IBM x3550er Serie. ;) 

    Ein RAID steigert nur die Verfuegbarkeit/ Performanz. Bei kleinen Servern wuerde ich eher immer RAID-1 benutzen. Denn dort laesst sich je nach verbautem Controller (Unbedingt Hardware RAID mit Cache und BBU kaufen!) auch ein Performanzzuwachs erzielen. RAID5 ist ohne einen solchen Controller extrem Problematisch, da ist der Ausfall vorprogrammiert.

    Wenn große Datenmengen gespeichert werden sollen, sollte auf eine Maschiene mit 4 Platten geschmult werden, zwei Platten fuer das System, zwei Platten fuer die Daten. Das ist aber alles von der Situation abhaengig.

    Insgesamt wuerde ich deinem Freund auch zur Beauftragung eines Unternehmens raten, da das ganze Thema doch recht heikel ist. Besonders die Haftbarkeit, falls Probleme auftauchen, muss geklaehrt sein.

    Wenn du keine Ahnung hast - einfach sein lassen- ernsthaft !
    Bei Systemen, die gebastelt wurden bis sie anscheinend funktionieren (weswegen weiß man nicht) kann man kein vertretbares Sicherheitskonzept oder eine durchdachte Planung dahinter erwarten. Wie schon oft hier erwähnt kann die Kacke richtig am dampfen sein, wenn ein Fehler dazu führt das alle Mitarbeiter zwangsfrei haben, da nichts mehr geht .
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