Anmelden mit
Registrieren | Anmelden
Ihre Frage

P5Q-Pro - Drive XPert Silicon Image oder ICH10R

Letzte Antwort: in Festplatten, optische Laufwerke und Controller
Teilen
29. Oktober 2008 16:14:45

Hi ihr!

Habe mir ein System mit 2 identen Platten und dem P5Q-Pro zusammengestellt.

Nun stellt sich die Frage, ob ich ein Raid 0 über den Intel Controller oder über Silicon Image mit Drive XPert konfiguriere. Gibt's dazu irgendwelche Benchmarks o.ä.?

Ansonsten ist mir das Windows Tool von Asus für Drive XPert & Co recht egal, da hauptsächlich Linux drauf laufen wird...

Tja, jetzt steh ich hier mit dem System und kann nichts tun und warte auf weise Ratschläge ;) 

Danke schon mal im Voraus
Ali
30. Oktober 2008 09:41:44

So, nochmal

Hab im Netz einen Thread gefunden, in dem der ICH10R das Rennen macht - wobei der SIL den Vorteil hat, dass man sich nicht mit lästigen Treibern ärgern muss...

Link :) 

Tschüss
Ali
30. Oktober 2008 11:00:35

Wenn Du den ICH10R nimmst - weißt Du überhaupt wie Du das RAID unter Linux lesen kannst? Klick' mal kurz hier
http://people.redhat.com/~heinzm/sw/dmraid/readme
http://www.realriot.de/2007/04/25/fakeraid-howto-ubuntu...

Das ICH10R Raid ist ein Software RAID und unter Linux häufig Fake-RAID genannt. Der Zugriff darauf ist nicht ganz einfach (s.o.) und die Tools der Hersteller sind nicht unbedingt die allerbesten.

Die alten SiI (3112, 3114, 32xx, 35xx, ...) waren genau solchen FakeRAID Controller. Der SiI 57xx, den Du meist, der macht RAID0/1 tatsächlich selbstständig:
http://www.siliconimage.com/products/product.aspx?id=10...

Man braucht keinen speziellen RAID Treiber für den SiI 57xx SteelVine außer einen (AHCI-)Treiber für den Host SATA Controller an dem dieser SiI wiederrum angeschlossen ist. Das ist für alle gängigen Betriebssysteme out-of-the-box möglich. Die spezielle RAID Konfiguration wird über einen "SteelVine Configuration Manager" gesteuert. Den Rest macht der Controller dann selbst.

Also ist die Treibergeschichte ein Vorteil vom SiI, denn mit dem dmraid wirst Du so Deine Konfigurationsschwierigkeiten bekommen.

Allerdings ist es so, dass ein Linux-User, wenn er denn die Wahl hat weder dmraid noch SiI nehmen würde. Er nimmt den im Kernel integrierten RAID Support:
http://linux-raid.osdl.org/index.php/Linux_Raid
(nicht Software RAID HowTo - das ist veraltet!)

Dieser RAID support ist allem überlegen was man sonst so auf dem Markt findet:
. absolut ausgereift. Millionenfach im Einsatz.
. per Software RAID Failures simulieren
. Du kannst die Platten am Controller vertauschen wie Du lustig bist, der findet das RAID immer wieder egal wo Deine Platten hängen
. schnell
. migrierbar an andere Controller
. einfacher zu konifgurieren als dmraid

Nochmal einen Schritt zurück:
. Du willst ein RAID0 und fragst welche Variante besser ist.
. Da Du so fundamentale Dinge über Linux RAID nicht weißt, ist anzunehmen, dass Du auch RAID0 nicht genau genug kennst, sondern nur Wikipedia Wissen hast. Wenn das so ist, mach's anders: Nimm gar kein RAID sondern lass die beiden Platten getrennt laufen und Swap/OS auf unterschiedlichen Platten. Ist schneller als Dein RAID0.
Ähnliche Ressourcen
30. Oktober 2008 15:36:11

Servus

Danke für die Antwort.

Jep, ist mein erstes Raid System. Da ich manchmal für die Arbeit einen Windows Rechner brauche (Visual Studio vorwiegend) muss die Lösung also auf beiden OS funktionieren.
Wie sieht das mit der Linux Software Raid aus?
Hab mir zuerst überlegt Windows einfach in einer VM laufen zu lassen, aber solche Gewaltverbrechen wie VS laufen schon native recht schleppend - und da möcht ich auf den neuen Rechner doch die Performance genießen ;) 

Ansonsten find ich die Idee mit SWAP auslagern ziemlich gut - bringt mir nur auf der Windows Seite wenig...

Den ICH10R unter Linux zu konfigurieren wird wahrscheinlich ein Aufwand, allerdings bin ich das von Linux ohnehin schon gewohnt und sollte machbar sein - bin ja nicht der Erste, der das macht ;) 

Gibt's Benchmarks zwischen Linux Software Raid und dem ICH10R?
Würd mich mal interessieren, wieviel Unterschied das ausmacht...

mlg
Ali
30. Oktober 2008 16:23:42

aliander sagte:
Da ich manchmal für die Arbeit einen Windows Rechner brauche (Visual Studio vorwiegend) muss die Lösung also auf beiden OS funktionieren. Wie sieht das mit der Linux Software Raid aus?

Das Linux Software RAID sieht nur Linux und sonst niemand. Es sind einfach 2 Partitionen (jeweils eine Partition auf einer Platte), die zusammen als RAID0 laufen. Du kannst völlig streßfrei Windows installieren - denn Windows sieht da nur zwei Platten. In diesem Fall hat Windows kein RAID. Um das RAID0 unter Linux zum Booten bekommen muss man evtl. and der initrd noch was rumfummeln - möglicherweise aber auch nicht. Out-of-the-box müsste es auch schon funktionieren.

Wenn man unter Windows das RAID mit dem ICH10R haben will, dann muss man auch den Matrix Storage Manager Treiber verwenden und ist damit dann auch gezwungen dmraid unter Linux zu verwenden (Anleitung siehe Links oben). Kann also das Linux Boardeigene RAID nicht nutzen. Denn der Windows RAID Treiber veranschlagt die gesamte Platte und man muss immer mittels dmraid unter Linux zugreifen, will man das RAID nicht zerstören.

Will man den Matrix Storage Manager nicht verwenden und trotzdem RAID unter Windows mit dem ICH10(R), dann gibt's nur noch sehr unorthdoxe Wege. Hier sieht's wohl auch schlecht mit dem Zugriff unter Linux aus.

Ein weiterer Vorteil bei der Linux Software RAID Variante: Du brauchst keinen ICH10R Controller. ICH10 reicht, denn das RAID macht das Linux und unter Windows hast Du keins.
aliander sagte:
Ansonsten find ich die Idee mit SWAP auslagern ziemlich gut - bringt mir nur auf der Windows Seite wenig...
Wenn unter Windows kein RAID läuft, dann machst es dort genauso: Einfach die Auslagerungsdatei auf die andere Platte.

aliander sagte:
Gibt's Benchmarks zwischen Linux Software Raid und dem ICH10R?
Würd mich mal interessieren, wieviel Unterschied das ausmacht...
Da sollte kein Unterschied sein, denn der Controller ist der gleiche und der Hauptunterschied kommt zwischen den Controllern, ob die nun via PCIe 1x angebunden sind oder direkt in der Southbridge macht den Unterschied. Allerdings sind diese Unterschiede ohnehin nur im synthetischen Benchmark messbar (a la cached reads), in der Praxis nicht fühlbar.

Und die Leute, die sich für 1 Punkt mehr im Benchmark interessieren holen sich sogar den ICH9R, weil er schneller ist:
http://www.tomshardware.com/de/P45-Intel-Chipsatz,testb...

Was mich vielmehr beunruhigen würde ist die Known Issue Liste und Fixed Issue Liste vom Matrix Storage Manager v.8.6.0.1007 (3. Okt 2008):
http://downloadmirror.Intel.com/17059/eng/releasenotes....
Das geht nun schon seit Ewigkeiten so u. man fragt sich wie die ICH7/8/9/10R es überhaupt schafft zu booten.
30. Oktober 2008 17:30:51

Danke für die ausführliche Antwort :D 

Werd mir das Ganze mal durchdenken und mich ein wenig einlesen. Bin mir ohnehin noch nicht sicher, welche Distri (oder vl eher FreeBSD) ich draufspiele - insofern bleibt mir in dieser Entscheidung noch ein wenig Zeit...

mlg
Ali
31. Oktober 2008 09:36:49

Ich glaube die Entscheidung ist nicht schwer: (K)ubuntu 8.10, das gestern veröffentlicht wurde
http://www.heise.de/open/Ubuntu-8-10-Ein-erster-Blick-a...

Der Grund ist, dass neu Hardware (ICH10R riecht danach) auch nach neuen Treibern schreit und da bist im Moment mit Ubuntu sehr gut beraten. Außerdem kann man Ubuntu auf Live-CD wie auch USB stick testen.
31. Oktober 2008 20:08:15

Ich pendle hier eher zwischen nem Gentoo, ELive oder nem FreeBSD

Ubuntu hab ich hier noch rumliegen, werds mir nochmal ansehen - bin allerdings eher einer der Frickler-Fraktion ;) 

mlg
Ali