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Diverse Fragen zum Raid incl. Beratung!

Letzte Antwort: in Festplatten, optische Laufwerke und Controller
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20. November 2008 10:04:10

Hallo Leute,hallo erstmal, ich bin neu im Forum.
Ich hab gleich mal eine größere Frage zu meinem Fileserver, den ich mir in Zukunft zusammenstellen will..Zwecks RAID:

Eigentlich wollte ich ein SoftwareRaid (Raid 5) erstellen. Entweder Auf nem Board mit ICH9R oder einem AM2+ Board..Jetzt wollte ich mal fragen welche Raid-Software sich als besseres erweißt? Den Matrix Storage Manager von Intel oder eine Raid-Software von nvidia (hab mich noch nicht groß erkundet). welche der beiden genantne laufen denn stabiler/besser/bessere Performance?.. Weie sieht es im allgemeinen beim Software-Raides aus. Zwecks Softwarefehler? Kann sowas mal passieren dass mal die Software abreuacht und das komplette Raid zerstört ist oder fehlerhaft wird?

Dann zum Hardware-Raid:
Ich bin am überlegen ob mich mir evtl einen Raid-Controller kaufen werde. Allerdings ist der Nachteil der hohe Preis. Jetzt hab ich welche „billigen/günstigen“ Controller von der Marke Promise FastTrack bzw. Dawicontrol gesehen. Preisklasse 40-110 €. Beide Marken unterstützen 4x S-ATA Anschlüsse. Die müssten erstmal reichen. wenn ich maximal 4*1 TB anschließe, insgesamt dann 3TB genutzt wird.
Kann man dem Pris vertrauen? Taugen die was? Nicht dass die gleich abrauchen. mehr würde ich sonst auch nicht ausgeben.

Nochmal zum Software-Raid:
Wie wäre es denn wenn ich eine weitere 1 TB Platte zu den 4x1 TB Platten zusätzlich anschließen möchte. Wie lange dauert so eine Hinzufügung, damit alle Daten wieder gleichmäßig auf allen Festplatten verteilt sind?

bin mal gespannt auf eure Antworten.
Danke schon mal im Vorraus

Gruß Alex
20. November 2008 10:28:31

Hallo 8800 GTX,
wenn dein Chipsatz RAID unterstützt, und du dein RAID darüber einrichtest, spricht man nicht mehr von einem Software-Raid. Eher vielleicht von einem Onboard-Raid.
Wo die Vor- oder Nachteile eines solchen Onboard-Raids zu einem extra Raid-Controller liegen, kann ich dir nicht sagen. Allerdings nutze ich seit vielen Jahren die Onboard-Lösungen und bin zufrieden.
Ob du 4 Platten zu einem Raid hinzufügen kannst hängt vom Hersteller ab. Bei meinem Gigabyte mit P35 Chipsatz (ICH9R) hab ich zwei Raid0. Also 4 Platten, allerdings auf 2 Raids verteilt. Einfach mal das Handbuch checken.
Ob das hinzufügen weiterer Platten ohne weiters möglich ist und wie es das dauert kann ich dir leider nicht sagen.
20. November 2008 10:36:43

Im moment bin ich noch in der Planungsphase was ich mir zusammenstellen werde..Muss man im BIO einfach nur auf Raid umstellen, mehr nicht? Erkennt er das dann automatisch? Auf der Intel Seite steht dass bis zu 5x S-ATA Festplatten (RAID 5) vom ICH9R unterstütz werden.
Ähnliche Ressourcen
20. November 2008 10:39:45

Im BIOS musst du den RAID-Controller aktivieren, und beim Booten dann einrichten. Bei meinem Gigabyte ist das glaub ich Strg-I. Das sagt er dir dann aber, wann du das drücken musst.
20. November 2008 10:44:46

heißt das, dass schon quasi integrierte Software auf dem Board oder Controlelr vorhanden ist. Das einrichten geht dann einfach locker und läsig über diese Funktion?? Also einfach auswählen und einrichten, emrh nicht?

Habe ja auch gelesen dass diese ICH9R Controller mit höherstehenden (z. B ICH10) kompatibel sind und auch automatisch erkennt...
20. November 2008 10:57:47

Das Einrichten ist wirklich sehr einfach. Allerdings muss man beim Installieren von XP auf einen seperaten Treiber angeben. Vista macht das von alleine.

Wenn du gelesen hast, dass es kompatibel ist, dann wirds schon so sein.
Obs in der Praxis auch funktioniert, wirst du dann merken, wenn du updatest ;) 
20. November 2008 12:05:05

und woher bekommt man diesen seperaten treiber? wird bei der windows 2003 server version der treiber auch schon mitgeliefert?

Wie sieht es denn aus wenn ich mal ein neues betriebssystem draufinstalliere bzw. neuinstalliere? ist das raid dann gelöscht? für immer? oder wenn ich ein eneus BIOS aufs Mainboard flashe?
20. November 2008 12:51:00

das war ja jetzt erst mal eine Überlegung, eine W2003S Lizenz ist schon bissl teuer. Ich werd mir einfach eine XP Home Edition CD kaufen..Müsste doch ausreichen oder?

Nochwas: Wie ist denn das wenn das Mainboard kaputt geht. Und dann die HDD's vom alten Mainboard an die neuen hänge..Wie läuft das denn ab? Denn die Einstellungen im OnboardController sind ja nicht identisch wie das vom alten Mainboard (wenn man zwei identische Mainboards nimmt)
20. November 2008 13:07:27

Hast du auch schon selber geschrieben.
ICHR10 ist zu ICHR9 kompatible. Würde für mich bedeuten, wenn du ein Board mit den besagten Chips holst, besteht die Möglichkeit, dass dein altes RAID am neuen Controller erkannt wird.
Ist ein andere Chip-Hersteller im Spiel, ist es sogut wie ausgeschlossen, dass das alte RAID erkannt wird.

Besser wäre das alte Board würde nicht kaputt gehen ;) 
20. November 2008 14:01:26

Eigentlich ist das Thema so aktuell wie nie: Jeder sammelt immer größere Datenmengen an und will diese nur äußerst ungern verlieren. DVD-Rohlinge sind vom GB Preis je nach Rohlingqualität teurer als Festplatten. Zudem werden die Daten selbst immer größer, da Digitalkamers mehr Megapixel haben und Videokameras mit AVCHD kommen. Das macht das Sichern auf immer mehr DVDs notwendig und zunehmend mühsam.

Festplatten sind dafür aufgrund ihres Preises und der Einfachheit ihrer Handhabung ideal. Eine Festplatte ist nicht sicher genug und der Verlust von 1TB Daten ist umso größer als wenn ein Rohling mit 4,7GB mal nicht mehr lesbar ist. Also braucht's ein Backup. 1TB mit einer Übertragungsrate von 25MB/s kopiert dauert 11 Stunden.

Ich schlafe kürzer als 11 Stunden. D.h. wenn ich jeden Abend das Backup anwerfe, wäre es morgens noch nicht fertig. Außerdem eine ungeheure Stromverschwendung. Also braucht's inkrementelle Backups wie sie mit Tools wie Acronis Trueimage oder rsync gemacht werden können.

Natürlich ist ein Backup etwas anderes als ein RAID (Thema: Virenschutz, versehentliches Löschen etc.). Dennoch: Im Heimgebrauch ist Verfügbarkeit jetzt nicht sooo'n Thema und das RAID wird häufig als Lazy-Backupersatz hergenommen. Warum auch nicht: Völlig dumm ist das nicht.

Also machen wir RAID und es darf nichts kosten. Ob nun Intel Matrix RAID oder nVidia MediaShield ist im Grund egal. In Tests ist das Intel Raid schneller:
http://www.tomshardware.com/de/P45-Intel-Chipsatz,testb...
http://www.tomshardware.com/de/Intel-chipsatz-p35-ddr3,...
Aber im Grunde sind beides günstige RAID Lösungen, die sich nur in ein paar Nebenschauplätzen wie RAID Migration unterscheiden:
http://www.tomshardware.com/de/raid-systeme-sicherheit-...

Das Intel RAID gibt's nicht erst seit gestern, sondern schon einige Jahre. Schaut man aber mal in die Known Issue Liste der aktuellen Intel Matrix Storage Manager Treiber:
. v8.5.0.1032 vom 29. Juli 2008
. v8.6.0.1007 vom 3. Oktober 2008
so fragt man sich wie das Ding es bisher überhaupt geschafft hat zu Booten.

Die Performance der Software-RAID Controller, denn das sind diese Intel, nvidia, promise etc. RAIDs nunmal, ist eigentlich sehr gut. Also irgendwas muss doch dran sein - sie müssen doch funktionieren. Und für den Hausgebrauch tun sie das auch.

Wäre also die Frage: Welches RAID?
Meine Antwort ist RAID1. Oder wenn es denn unbedingt sein muss RAID 0+1. Das RAID5 ist wikipedia-knowledge. Klingt in der Theorie ganz toll: Bester Kompromiss zwischen Leistung und Kosten. Meine Praxiserfahrung ist eine andere: So'n RAID genehmigt sich schonmal eine Platte aus dem Verbund zu werfen. Mir fehlt die stastische Masse um herauszufinden warum. Auch sind die Logs nicht immer aussagekräftig. Ich komm' zu dem Thema nochmal wenn's um die konkrete Platte geht. Also warum auch immer, so'eine Platte fliegt schonmal aus dem RAID.

Versuch ein RAID5 mit 1TB Festplatten zu rebuilden - das wird wohl länger als obige 11 Stunden dauern. Allerdings hab' ich da jetzt keine Erfahrungen mit CPU >= Core2Duo + ICH >=9R. Ein RAID1 rebuilded sich immer schneller. Da liegen - aus welchen Gründen auch immer - Dimensionen dazwischen.

Der zweite Grund ist: So'n RAID5 ist irgendwie immer langsamer als der Benchmark aussieht. Vielleicht hat sich auch hier etwas getan - hab' keine aktuellen Zahlen außer soetwas wie den hauptsächlich synthetischen Benchmarks von TH oben.

Also wenn ich beim Controller schon so viel Geld gespart habe, dann darf ich auch ein bißchen mehr Geld für die Kapazität ausgeben und ein "verschwenderisches" RAID1 als RAID5 nehmen.

Und wenn mir der Controller abraucht?
Ist aufwärtskompatibel. Neues Board mit Nachfolgechipsatz vom gleichen Hersteller. Allerdings mit Vorsicht: Im neues BIOS kein neues RAID einrichten, wenn's nicht erkannt wird, sondern von einer anderen Platte mit Matrix RAID Treiber (oder präparierter BartPE o.ä.) booten und auf's RAID zugreifen.
Mit Linuxkenntnissen kann man mit ein bißchen Glück das RAID an jedem Controller lesen: dmraid.
Gibt auch kommerzielle Tools, die RAIDs wieder herstellen können (Restore2000 Pro), aber ob der eigene RAID Controller unterstützt wird, ist nicht gesagt.

Welche Platte?
Es gibt inzwischen beim SATA Platten auch von jedem Hersteller sogenannte RAID-Editions. Die haben ein Feature, so dass sie "angeblich" weniger oft aus dem RAID fliegen wie gewöhnliche Platten (s. vergleiche oben "welches RAID"). Bei Western Digital heißt es TLER. Auch hier fehlt mir die statistische Masse, um dazu etwas zu sagen. So bleibt es eine Glaubensfrage. Auch sind die Platten deutlich teurer und ich zeig' im folgenden Abschnitt was man mit dem Geld vielleicht sinnvoller anstellen kann.

1,5TB! Je weniger Platten, desto besser: leiser, statistisch geringere Ausfallwahrscheinlichkeit, weniger Hitze. Deshalb lieber 1,5TB Platten als 1TB Platten - zumindest wenn das Ding im Arbeitszimmer steht.

Allerdings gibt's auch ein anderes Argument und das finde ich stärker: Die Eco Platten der großen Hersteller drehen nur mit 5400 U/min. Zwar haben die kein TLER, aber dafür sind sie eben wieder leiser und kühler. Gerade bei vielen Platten im System, wenn man die übereinander stapelt, wird Hitze zum Problem. Ganz konkrete Empfehlung: WD10EACS - die Version mit 3 Plattern. Natürlich verliere ich Übertragungsrate und Zugriffszeit beim Schritt von 7200 -> 5400. Bei einem Fileserver jedoch nicht so wenig und deutlich weniger Performanceverlust als beispielsweise RAID1 -> RAID5.

Auf so'eine Markenplatte hab' ich 3 Jahre Garantie. Nach 2 Jahren lohnt sich das ganze RAID umzukopieren auf die übernächste Festplattengeneration. Ich sacke eine neue Garantie ein und die alten Platten gehen mit Restgarantie gut auf e-bay weg.

Sonst noch was?
Wenn Performance keine Rolle spielt, dann ein NAS. Die sind auf Datenredundanz ausgelegt und ich kann mit so vielen Laptops gleichzeitig draufzugreifen wie ich will:
http://www.smallnetbuilder.com/component/option,com_nas...

Comments welcome!
20. November 2008 14:17:57

Danke, Klasse wie immer!
20. November 2008 15:42:18

Das man so onboard Controller Software-Raid nennt war mir echt neu.
Irrgendie unlogisch, aber wenns halt so ist.

Schön erklärt und beschrieben.
20. November 2008 16:19:03

Zitat :
Das Intel RAID gibt's nicht erst seit gestern, sondern schon einige Jahre. Schaut man aber mal in die Known Issue Liste der aktuellen Intel Matrix Storage Manager Treiber:
. v8.5.0.1032 vom 29. Juli 2008
. v8.6.0.1007 vom 3. Oktober 2008
so fragt man sich wie das Ding es bisher überhaupt geschafft hat zu Booten.


muss man jetzt doch einen Matrix Storage Manager Treiber installieren? Ich dachte man macht das über den onboardController (Srtg+I-beim booten)



Zitat :
1,5TB! Je weniger Platten, desto besser: leiser, statistisch geringere Ausfallwahrscheinlichkeit, weniger Hitze. Deshalb lieber 1,5TB Platten als 1TB Platten - zumindest wenn das Ding im Arbeitszimmer steht.



wenn ich mir 2x 1,5 TB HDDs kaufe dann bin ich schon bei ca. 265 €. Efektiv hätte ich dann zwar 3 GB, nutzbra wären dann aber nur 1,5 TB, wenn ich sie spiegle. Das Problem mit der Hitze kann man doch eigentlich relativ gut lösen indem man sich eine befestigung für einen d120mm bzw 140mm Lüfter baut^^. Der dann quasi zwischen den ganzgen Festplatten durchbläßt..Der zukünftige Fileserver wäre dann ja eh nicht in meinem Zimmer und somit würde auch die Lautstärke der Lüfter wegfallen..


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insgesamt oltle ich evtl 4x750 GB bzw. 3x 1000 GB Platten als ein Raid 5 zusammenfügen. nutzen könnte ich dann entweder 2250 GB bzw. 2000 GB. allerding wenn man meine jetzige Zusammenstellung in excel anschaut, wären beide vom Preis her gleich auf. Bei den 4x750 GB hätte ich dann aber noch 250 GB mehr und wäre vom Preis her ja gleich mit der 3x1000 GB Variante auf..(Habe jetzt einmal die Samsung F1 Versionen verglichen) Die anderen sind etwas teurer..
20. November 2008 16:47:02

@Ragamuffin:
Das ist deswegen logisch, da der winzige Chip dafür auf dem Mainboard, bzw Teil innerhalb des Chipsatzes, nur den Code bereit stellt, den dann die CPU abarbeiten muß. Es wird also kein RAID in Hardware ausgeführt, sondern nur, wenn man so will, der Treiber oder die Software dafür bereitgestellt. Die Arbeit selbst muß das System übernehmen. (Meistens sogar noch das Caching).

Ein Hardware-RAID-Controller, wie es sie von LSI, 3Ware, Areca, ICP-Vortex (leider nun Adapdreck), etc gibt, haben inzwischen schon dual-Core CPUs integriert (ARM oder PowerPC sind üblich) und erledigen alle rechenintensiven Aufgaben selbst.

Die größte Mogelpackung ist "RaidCore". Die Controller bringen keine eigenen Prozessoren mit. Obwohl der Preis durchaus mit den echten Hardware-RAID-Controllern mithalten kann, ist die tatsächliche hardwareseitige Ausstattung sehr mager. Diese Karten versuchen mit vielen Funktionen zu blenden - so wie manch ein günstiges Auto aus Fernost. Klingt erstmal alles ganz toll, aber wenn die CPU unter I/O-Last auf Anschlag läuft, dann weiß man plötzlich, woher die Leistung kommt.
(Für die, die nicht mitgedacht haben: Von der CPU und nicht vom Controller.)

... und noch etwas: Du betreibst zwei RAID-0? Oha.
"Mutig", nenne ich das mal. Mein letztes RAID-0, welches ich tatsächlich im alltag eingesetzt habe, hatte ich 2001.
Seither gibt es bei mir nur noch hardware-RAID 5 (bzw demnächst RAID-6) und Backups für die Datenspeicherung. Nur das OS und unwichtiger Krempel liegen noch auf einer einzelnen Platte.
Gerade bei den heutigen Ausfallraten der Festplatten kann ich nur zur Vorsicht raten.

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@7oby
Wenn Festplatten aus dem RAID fliegen, dann stimmt etwas nicht!
Bei richtigen RAID-Controllern würde ich sofort sagen, daß die Festplatten entweder defekt sind, oder vom Hersteller die Firmware dahingehend getuned wurde, daß die Festplatten Timeouts oder ähnliches provozieren. Wie Du es schon richtig sagtest: Alle Hersteller verweisen inzwischen auf die Festplattenvarianten für 24/7 Einsätze, wenn man sich darüber beklagt, daß das RAID nicht so läuft, wie es sollte.
Meines Erachtens eine Frechheit soetwas künstlich zu provozieren! Es ist ja eine Sache, wenn man aus Vernunft Festplatten kauft, die eine höhere MTBF haben, aber gezielt die User dazu zu zwingen ist etwas anderes, was ich halt nicht gutheißen kann.

Solch ein Software-RAID-5 "fühlt" sich langamer an, da Du normalerweise den Benchmark laufen lässt, wenn das System nichts außer dem Benchmark erledigt. Wenn Du aber nun wirklich Last provozierst, dann macht es sich halt schon schnell bemerkbar, daß für jeden geschriebenen Block erstmal Paritydaten berechnet werden müssen. Das kostet Rechenzeit und Bandbreite.
Genau hier spielen moderne Hardware-RAID-Controller dann ihre stärken aus. Die Top-modelle von 3Ware können mehrere hundert MB/s im RAID-5 schreiben. 600MB/s sind da mit genügend schnellen Festplatten möglich. Werte, die noch vor ein paar Jahren utopisch waren. Selbst für RAID-6 reich die Leistung der verbauten Prozessoren inzwischen so weit aus, daß nur minimale Einbußen festzustellen sind.
Nunja, außerdem bringen aktuelle Hardware-RAID-Controller 256MB oder gar 512MB Cache mit, was durchaus Vorteile im Servereinsatz bringen kann.

Wenn man die Wahl haben sollte zwischen RAID 0+1 und RAID 10: Immer RAID-10 nehmen!
RAID-1 ist gut, aber bei anständigen (modernen) Hardware-RAID-Controllern nicht schneller als ein RAID-5. Das liegt natürlich auch daran, daß RAID-1 auf zwei Festplatten begrenzt ist und RAID-5 bei 3 anfängt. Wenn die Parityberechnung ohne Einbußen passiert, dann sind die Schreibraten ungefähr identisch, die Leseraten beim RAID-5 aber bereits höher. Für mehr Festplatten verbessern sich die Transferraten des RAID-5 natürlich.
Bei vier Platten ist aber ein RAID-10 natürlich ausfallsicherer als ein RAID-5 und je nach verwendetem Controller (software- oder hardware-RAID, aktueller Controller oder betagteres Modell) kann ein RAID-10 u.U. genau so schnell oder gar schneller sein, und zwar nicht nur schreibend sondern sogar lesend.
(Es gibt Algorithmen in manchen RAID-Controllern, die nicht nur aus einem Teil des Mirrors lesen, sondern aus beiden.)

Und noch ein Nachschlag: Die meisten guten Festplattenhersteller bieten inzwischen satte 5 Jahre Garantie.
Meine alten 80GB Festplatten im RAID-5 sind inzwischen nicht nur über 4 Jahre alt, sondern auch schlicht und ergreifend voll. Beim Kauf der Festplatten gab es zwar auch schon deutlich größere, aber das spielte keine Rolle.
Man kann also tatsächlich, wenn man heute die größten Patten kauft, damit Jahrelang gut auskommen.
Mein "altes" RAID-5 ist durch den Controller auf ~170MB/s (lesen) begrenzt. Im Schreiben sind es nur 65MB/s, aber das dauerhaft ohne Einbrüche. Lesend kann immernoch keine einzelne Festplatte mithalten und auch schreibend ist es noch hinreichend.
Der Controller ist bei mir seit 2001 im Betrieb, und somit schon richtig alt (64bit PCI-X).
Was ich damit sagen möchte: Ein gutes RAID ist seiner Zeit im Vergleich zu einzelnen Platten weit voraus und muß nicht zwangsweise nach 2 oder 3 Jahren weggeschmissen werden.
Wenn mein neues RAID komplett ist, dann gehe ich von einer Mindestlebenserwartung von 5 Jahren aus - also von der Zeitspanne, in der die Platten ihre Garantie haben.

----

@8800GTX:
Vergiß nicht, daß die Ausfallwahrscheinlichkeit mit jeder hinzugefügten Festplatte ansteigt. Je mehr Platten Du verwendest, desto wichtiger ist ein Backup!

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EDIT:
@8800GTX:
Dann nimm lieber die 1000er. Auf 200GB kommt es wirklich nicht an, dafür kannst Du ehr nochmal eine 1000er dazusetzen.

Die Preis-pro-GB-Werte sind mit entscheidend. Die 1,5TB Platten sind super günstig. Ich habe gerade zwei davon, die seit fast 5 Stunden an meinem 3Ware 9690SA formatieren... *zzzzzzzzz* Das dauert...
20. November 2008 17:16:48

bei einem Raid 5 kann ich doch aber trotzdem fdie Daten wieder ehrstellen sobald eine Ausfällt. Ich meine man kann die ausgefallene wieder mittels XOR Funktion wieder "rebuilden".
falls aber wirklich mal eine ausfallen sollte, wie wird die wieder automatisch neu "rebuildet"? Gibt es eine Einstellung im Controlelr oder würde der Controller dann die neue erkenne und automatisch rebuilden?


kleiner Nachtrag^^: der Intel ICH9R & ICh10 können bis zu 6 HDD's im Raid 5 betreiebn..
20. November 2008 19:27:13

Du willst an einem Onboardcontroller ein Raid 5 fahrn Oo?

Schon klar das der Schreibgeschwindigkeiten von ca max 50/mb sec hat?
auserdem würdest du bei einem Stromausfall o.ä. doch einiges verlieren..

@ Ghostrider: 9650SE oder 9690 Oo.. der 9690 scheint wohl für SATA und SAS zu sein, der 9650 nur SATA, worin bestehen die weiteren Unterschiede?
20. November 2008 19:28:19

Hab' noch zwei Praxistipps vergessen:

1. Testen: Wenn man ein RAID installiert, das auf Redundanz basiert, egal ob RAID1, RAID5 etc., testet es. Ein paar Daten draufkopieren und im laufenden Betrieb eine Platte ziehen. Das Array sollte korrekt in den degraded Modus springen. Hier kann man dann auch noch ein paar Performancemessungen machen. Der spannenden Punkt ist
a) wie bekomme ich das RAID Array wie in den Normalzustand
b) wie lange dauert das eigentlich
Bei beiden Punkten kann man hier sein blaues Wunder erleben. Der Thread ging bisher um die Host-Software-RAIDs, die bzgl. Robustheit nicht ganz mit langjährig gereiften mdadm- oder Hardware RAIDs mithalten können. Das bedeutet: Manchmal klappt das Rebuilt überhaupt nicht. Andere Mal muss man bestimmte Vorkehrungen treffen: Beispielsweise die Partitionstabelle auf der Platte löschen, die man dem RAID wieder hinzufügt. All dies sollte man vorher getestet und notiert haben um im Fall eines Festplattendefekts auch richtig reagieren zu können.

2. Grenze 2TB: Baut man ein RAID Verbund mit 2TB (ziemlich leicht mit 1TB platten) reicht die normale MBR Partitionstabelle nicht mehr. Hier braucht man eine GUID Partitionstabelle, die in Microsoft Betriebssystemen erst ab Vista läuft. Macht die Geschichte im Fehlerfall nicht einfacher, da manche Reparaturtools nicht greifen. RAID1 mit je zwei 1TB Platten geht jedoch noch mit MBR.

--

Natürlich gibt es auch funktionierende RAID5 Systeme. Keine Frage. Die von mir angesprochene schlechte RAID5 Performance bezog sich vor allem auf Host-Software-RAIDs (Intel, nvidia, ...). Da liegen einige Dinge der Implementierung im Argen. Eine 128Bit SSE2 XOR Engine eines 3GHz Core2 Duo Prozessors lacht über die paar Hundert MB/s von ein paar RAID5 Platten. Ich weiß nicht ob es das ist oder, dass in zu kleinen Häppchen PCIe busmastering gemacht wird. Ich werde es wohl auch nicht herausfinden, da ich keine Zeit habe die Treiber zu disassemblieren (Lust schon). Und vielleicht ist all das auch nicht mehr gültig ... Ich verwies ja schon darauf, dass ich aktuelle Core2 Duo + >= ICH9R Praxisdaten nicht habe.

Die c't hat in dem Artikel Software-/Hardware- und Host-RAIDs weitgehend gleiche Performance attestiert, obwohl ich nicht weiß ob RAID5 auch dabei war:
http://www.heise.de/kiosk/archiv/ct/2008/22/178_kiosk
und ich glaube die Tests waren größtenteils synthetisch.

--

Hardware-RAID: Was ein professioneller Controller ganz gut kann: Er verwaltet das RAID konsistent - egal ob die Platte ausfällt oder nicht. Performance: Ein immerhin EUR 400,- Areca ARC-1220 schafft im RAID5 knappe 200MB/s und ist dort durch seinen I/O Prozessor limitiert. Das ist einen Tick mehr als die Intel ICHxR Controller. Auch bei der I/O Leistung liegen die Hardwarecontroller drüber. Aber nur wenn sie neu, modern und teuer sind - sonst nicht.

Was Kompatibilität mit Mainstream Festplatten angeht, gewinnt man beim Hardware RAID nicht viel. Ein ebenfalls EUR 400,- teurer 3ware 9650SE-8LPML, 256mb will einfach nicht mit den 1TB Samsung Platten.

Für die genannten EUR 400,- Controllerkosten bekommt man immerhin >4TB. Bei mir geht nichts über mdadm.
20. November 2008 19:34:30

derGhostrider sagte:
Du betreibst zwei RAID-0? Oha.

Mein Raid besteht aus kleinen 36GB Raptoren fürs OS und das andere mit 2 x 76GB Raptoren für Spiele.
Mein Rechner macht zwar mehr Lärm als der Fön meiner Frau, aber einen Ausfall hatte ich noch nie. Erst kürzlich hat mich zwar eine Meldung des Controllers entwas beunruhigt(Error occured), aber durch neu Erstellen des Raids war das auch wieder behoben. Und das finde ich in ca. 5 Jahren Betrieb nicht wirklich schlimm *Toi-toi-toi-auf-Holz-klopf*.

Zudem wäre bei mir ein Totalverlust kein Weltuntergang. Von den Sachen die mir wichtig sind mach ich regelmäßig Backups bzw. liegen woanders zum Teil doppelt und dreifach. Meine Raids sollen einfach nur schnell sein. Und noch verrichten sie mir gute Dienste.
20. November 2008 20:01:08

@levi88: die schreibgeschwindigkeiten von max. 50mb/s wäre für mich ja ausreichend..er muss ja keinen weltrekord im schreiben aufstellen ;)  .außerdem wollte ich mir noch eine miniUSV zulegen. Ich woltle mir einen Batch schreiben, der den Rechner über WOL vom Spielerechner hochfährt. Ich würdee es ja mitbekommen wenn Stromausfall wäre und könnte den Fileserver rechtzeitig runterfahren...ein eraid controller wäre mir zu teuer...auch wenn er eine backup battery uni hätte^^..


unterstützen Vista 64 Bit oder Windows Server 2003 64 Bit mehr wie 2 TB? muss man diese GUIS irgendwo einstellen oder wird das automatisch zum jeweiligen OS übernommen?
20. November 2008 20:30:53

Ein 64-Bit OS braucht man für das GUID Dingsbums nicht, aber schaden tut's natürlich nicht.

Übrigens muss man da auch noch auf den Controller genau schauen. Bei Intel klappt's mit dem ICH9R und ICH10R, sonst nicht (letzte Zeile):
http://www.Intel.com/support/de/chipsets/imsm/sb/CS-022...

Wo man das GUID Dingsbums einstellt steht zum Teil hier. Auch bzgl. Windows Server 2003:
http://www.msexchangefaq.de/konzepte/2tb.htm
Ist aber auch nicht ganz aktuell. Egal. Beim Partitionen GPT wählen, dann passt es. Hier auch noch ein bißchen:
http://www.vistablog.at/stories/28033/

Musst aber jetzt nicht lesen. Erst wenn's die Platten hast.

GPT Konvertierung in der Datenträgerverwaltung:


Gibt noch mehr Möglichkeiten jenseits die 2TB zu kommen, aber die sind Controllerspezifisch und nicht unbedingt zu empfehlen (Sektorgröße > 512 Byte).
http://www.ico.de/supportbereich/showthread.php?p=150
20. November 2008 21:12:28

@Levi:
Nunja, der 9690SA ist neuer und kann SAS. Vor allem letzteres war hauptentscheidend.
Außerdem haben alle 9690er 512MB Cache. Die 9650er haben 128 oder 256MB Cache, nur die 24-Port-Variante hat 512MB.
Das Write-Journaling wurde wohl überarbeitet....

Apropos: Ich finde gerade keinen Benchmark, der mit dem Controller zurecht kommt. Die Werte schwanken so stark, daß nichts sinnvollen dabei rauskommt. Zwischen negativen Zugriffszeiten und Transferraten von 600MB/s ist da alles bei - mit nur einer Platte.

----

Zur 2TB Grenze:
Nicht erst ab Vista, Windows Server 2003 mit aktuellem ServicePack kann ebenfalls große Volumes handhaben.

Außerdem gibt es noch einen völlig unverständlichen Sonderfall: Das in Windows integrierte Software-RAID kann mehrere große Platten zu Volumes über 2TB zusammenfassen, auch wenn die Windows-Version selbst keine Partitionen über 2TB können sollte.

BTW: Das Formatieren der 1,5TB Platten hat pro Stück mal eben 5 Stunden gedauert. *gähn*
20. November 2008 21:19:11

@derGhostrider: 5 Stunden^^, war bestimmt nicht das schnelle formatieren :D  . Wie siehts denn beim Raid mit Partitionserstellung aus? geht das dass man das Raid widerum in zwei Partitionen aufteilt? Auch eine Änderung der Partitionsgrößen?
20. November 2008 21:36:08

derGhostrider sagte:
Außerdem gibt es noch einen völlig unverständlichen Sonderfall: Das in Windows integrierte Software-RAID kann mehrere große Platten zu Volumes über 2TB zusammenfassen, auch wenn die Windows-Version selbst keine Partitionen über 2TB können sollte.

dynamische Datenträger unter Windows. Geht auch ohne RAID. Kann man nicht von Booten und nur unter Windows. Retten under Linux unmöglich. Booten kann man ohne weiteres von GPT natürlich auch nicht (EFI softkicken per USB Stick geht).
20. November 2008 23:51:18

@7oby: Ich habe schon von einem Software-RAID unter Windows Server 2000 gebootet. Ich meine, daß es RAID-1 war.

---

@8800GTX:
Ja, Du kannst ein "Volume", das auf einem Raid-Array-liegt, genau so partitionieren, wie jede normale Festplatte. Unter Umständen nicht mit Tools, die von einer Boot-CD aus versuchen darauf zuzugreifen, da die keine passenden Treiber dafür mitbringen, aber von Windows aus ist das kein Problem. Unter Windows sieht es aus wie eine große Festplatte.
(Außer Du hast ein Volume über 2TB und "auto carving" aktiviert. Das ist so eine art kompatibilitätsmodus. Damit werden Arrays über 2TB in kleinere Happen, also z.B. 2TB-Stückchen, aufgeteilt und erst dann an das Betriebssystem überreicht)
Aber mein Tipp lautet: Lege Dir lieber eine vernünftige Ordnerstruktur an anstatt die Partitionen zu zerstückeln!

Grund: Ich hatte lange Zeit selbst drei Partitionen auf meinem RAID. Irgendwann ist ein Bereich überraschend stark gewachsen, so daß dieser Bereich irgendwann voll war. Als ich dann anfing die Daten, die auf diese Partition sollten auf einer anderen zu speichern war klar, daß ich die Partitionen neu aufteilen mußte. Das habe ich sogar einmal gemacht - nur damit dann ein anderer Bereich später nicht mehr passte.... Soetwas ist nur ärgerlich.

Anstatt drei Partitionen anzulegen, tun es auch einfach drei Unterordner im Hauptverzeichnis der "Platte". Du hast dann auch nie Probleme, daß eine Partition voll läuft und die anderen noch Platz übrig haben.

Ja, es gibt Tools um Partitionen in ihrer Größe zu verändern... bei dynamischen Datenträgern geht das wohl auch irgendwie unter Windows, aber dann müssen zumindest Daten umkopiert werden oder die Partition hängt dann hinterher doch nicht mehr auf dem Datenträger zusammen, etc... Das sind alles Krüppellösungen.

7oby hat mit dem booten von GPTs aber recht. Das geht mit einem "normalen" BIOS nicht, nur mit EFI oder komischen Verrenkungen.
Ich würde Dir empfehlen eine Platte für's System zu nehmen, dann kannst auch immer bei Neuinstallationen oder Rechnerwechseln Dein RAID mitnehmen und auf einer neuen Systemplatte das OS Deiner Wahl aufspielen. Unabhängig vom RAID selbst. :) 
21. November 2008 08:20:45

@ derGhostrider: Ich hatte auch ursptünglich vor das Windows auf eine extra Systemplatte zu installieren..Aber ich hab schon wieder eine Frage. Die GUID müsste doch eigentlich wegfallen, weil ich >2TB nicht auf der Systemplatte (Bootplatte) benutze, sondern nur auf dem zweiten "Laufwerk".
21. November 2008 08:41:58

GPT/GUID brauchst bei Volumen >2TB immer. Und Volumen ist hier entweder einzelne Festplatte - die gibt's ja bisher nur bis 1,5TB oder auch ein RAID Verbund. Letzterer erscheint ja als riesige Festplatte dem Betriebssystem.

Im vorletzten Posting von mir ist die Anleitung, wie Du ein GPT/GUID Volumen erzeugst. In der Datenträgerverwaltung ist auf einer Festplatte ohne Partitionen dieser Punkt dann nicht mehr ausgegraut:


Wenn Du das gemacht hast, kannst anschließend problemlos partitionieren. Auch alles eine Partition wie Ghostrider schon vorschlägt.
--
Die 5h oben pro 1,5TB Platte entsprechen 83MB/s. Die Platten sind also schon mehr oder weniger am Limit (Datenübertragung der innneren Plattersektoren ist ja langsamer) gelaufen. Schnellformatierung hätte es natürlich auch getan.
21. November 2008 12:00:41

Zitat :
Die 5h oben pro 1,5TB Platte entsprechen 83MB/s.


ich hab bei meiner Rechnung aber 87,38 MB/s raus^^.
21. November 2008 12:20:39

8800 GTX sagte:
ich hab bei meiner Rechnung aber 87,38 MB/s raus^^.

Weil Du mit 1024 gerechnet hast. Festplattenhersteller rechnen mit 1000:
http://de.wikipedia.org/wiki/Byte#Verwendung_der_SI-Pr....

Ist aber ohnehin egal, da es ca. 5h waren.

Mich würde mal interessieren, ob die neuen Controller einen RAID5 Rebuild dann auch in 5h schaffen. Allerdings hat Ghostrider nur 2 Platten.
21. November 2008 12:33:14

hm, ich versteh nicht wieso die mit 1000 rechnen. Sind doch tatsächlich 1024...


soo, nochwas wollte ich jetzt noch fragen. kenne mich mit den Bezeichnungen "logischer" und "dynamischer" Datenträger nicht aus. Welches der beiden würde denn eher zum Raid 5 Verbund sprechen. Wo haben denn beide ihre Vor- und Nachteile?
21. November 2008 15:46:07

@8800GTX:
Das mit 1000 und 1024 kann zu wilden Streitgesprächen führen. ;)  Damit sprichst Du dann nämlich die an, die nun "MiBi" anstelle von MB schreiben wollen. *würg*

Tatsächlich ist es so, daß Festplattenhersteller irgendwann dachten: "Hey, wenn wir mit der Basis 10 rechnen, dann können wir größere Zahlen verkaufen!"

Eine 1,5TB Festplatte hat halt nur 1,36 "echte" TB, also zur Basis 2 gerechnet. 1,5 klingt schon besser als 1,3 (absichtlich falsch gerundet).

---

@7oby: Ich würde gerne RAID-5 testen, bzw werde dazu auch kommen, wenn die Festplatten ihren Dauertest über das WE überstehen.
Allerdings sehe ich gerade keine zu große Chance dafür.

Innerhalb der ersten 8 Betriebsstunden hat sich nämlich schon folgendes gezeigt:
Erster Zwischenstand: Festplatte Nr.1 hatte einen reallocated Sector laut Smart-Protokoll. (Der Controller liest das ja fleißig aus), Festplatte 2 zu dem Zeitpunkt 0.
Zweiter Zwischenstand: Festplatte Nr.1 weiterhin 1, Festplatte 2 plötzlich 2.
Dritter Zwischenstand und bisheriger Endstand: Festplatte 1: 5, Festplatte 2: 2.

Zu diesem Zeitpunkt waren beide Festplatten komplett formatiert und ein Verify auf der ersten Festplatte schon recht weit fortgeschritten. Als der Verify durch war, war der Stand noch immer unverändert.
Die zweite Platte habe ich dann erstmal gezielt voll geschrieben. Oh mann, es dauert schon irre lange 1,5TB "mal eben" komplett voll zu schreiben.

Heute habe ich die Platten dann mit "Barts Stuff Test" (toller Name....) angefangen zu quälen. Das wird bis Sonntag abend laufen.
ABER:
Gleich zu Beginn hat eine Platte komische Geräusche von sich gegeben (ähnlich einem Full-Stroke-Seek) und der Controller hat einen Timeout bemängelt.
Nein, keiner der im Netz berichteten 30s hänger, aber trotzdem ärgerlich.

Einerseits sagt der Controller bei der Platte nun, daß sie OK wäre (mit einem Sternchen hinter dem OK, welches nicht erklärt wird), andererseits steht in der Übersicht über die VPorts nun, daß die Festplatte einen Fehler hätte. "Media Error" oder sowas, weiß es gerade nicht auswendig.

Die Tests habe ich also nochmal abgebrochen und wieder von vorn beginnen lassen: Diesmal gab es keine komischen Geräusche und keine Fehler.

Wie gesagt: Der Test läuft nun. Als erstes werden die Festplatten VOLL geschrieben, dann wird gelesen und mit dem geschriebenen verglichen. Was dann noch folgt ist mir relativ egal (seek-Tests oder so) - ich glaube dann folgen Wiederholungen, bis ich es abbreche.

Bei gleichmäßigen Datenströmen, die zu Problemen führen sollten, habe ich keine Probleme feststellen können. Einen Film habe ich geguckt, den ich vorher auf eine der Platten kopiert habe und einige Musikdateien wurden ebenfalls ohne Stottern oder ruckeln wiedergegeben.

----

Die Angabe mit dem 5h war tatsächlich nur eine CA angabe.

Als ich die zweite Platte das erste mal gestern mit dem Barts Stuff Test habe vollschreiben lassen, da habe ich zunächst eine 200GB Datei angelegt und danach mit dem Tool den rest vollschreiben lassen. Nach den ersten 200GB bis zum Ende wurde auch eine durchschnittliche Geschwindigkeit berechnet, die bei rund 86MB/s lag.
Die Festplatten sind also tatsächlich ziemlich flott.

Benchmarkprogramme kommen mit dem Controller überhaupt nicht klar. Ich habe Ergebnisse bei manchen Benchmarks, die an 600MB/s herankommen, was dann wohl der Cache-Transferrate entspricht. Kein Wunder ber 512MB Cache auf dem Controller. ;) 
21. November 2008 18:23:50

Unabhängig davon, dass bei Seagate irgendein Marketingfuzzi "Desktop RAID" auf's Datenblatt geschrieben hat:
http://www.seagate.com/docs/pdf/datasheet/disc/ds_barra...

Auch wenn die ST31500341AS bisher nicht in der Kompatibilitätsliste zum 3Ware 9690SA-8i steht
http://www.3ware.com/products/pdf/Drive_compatibility_l...

wäre es doch auch mal interessant bei bei Seagate anzuklopfen, ob sie sie schon getestet haben. Die Liste ist immerhin noch von September 2008. Für den 9650SE gibt's immerhin eine Liste von Oktober 2008 und dort hat die Barracuda 1TB ja auch besonderen Firmware Anforderungen (SD01).
21. November 2008 20:09:42

Die ST31500341AS steht in der Kompatibilitätsliste bei 3Ware! Sogar mit SD17 Firmware (meine Platten haben genau diese Firmware).

WOW! Die haben den Link verändert! Die Liste, die ich mir vor ein paar Tagen angeguckt habe, war von November und ist noch immer abrufbar:
http://www.3ware.com/products/pdf/Drive_compatibility_l...

Der aktuelle Link verweist auf die RevC Liste!

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Edit: Antwort vom 3Ware-Support. Zwischen Mail und Antwort vergingen nur 6 Minuten!



Hello Thomas,

A Problem was discovered with the Seagate 1.5TB drives after we had
listed them as compatible. Not all drives shipped from Seagate had this
issue although Seagate has now confirmed that a rather large number of
these drives that have left their facility are affected.

There is a 30-40 sec timeout bug in the drive's firmware code that
Seagate is investigating. As a result, we're pulling this model from our
compatibility lists and it's no longer considered compatible.

There are many online forums that are talking about this issue which
also occurs when used in a stand-alone environment. One of the more
popular forum posts can be found here:

1.5TB Barracuda freezes: Seagate speaks out
http://techreport.com/discussions.x/15863



Sincerely,
[Name entfernt]

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Danach bin ich in den Support-Chat von Seagate... und siehe da:

Please wait while we find an agent to assist you...
Hello. How may I help you?
Ich: Hello! I bought two ST31500341AS and within the first 8 hours both drives listed several reallocated sectors. 2 and 5. One of the drives had a timeout error as well.
Ich: I read about the issues with these drives and that users who have this Problem should contact the support. So: here I am.
Yvonne A.: Understood.
Yvonne A.: Due to the nature of your particular Problem and the need for interaction, contacting Seagate directly via telephone will provide you with a quicker and more tailored solution for the issue you are facing.
Yvonne A.: Seagate technical support agents are available to assist you between 7:00AM and 8:00PM MST, Monday - Friday at 1-800-SEAGATE (1-800-732-4283).
Ich: Is there a number for european / german customers as well?
Yvonne A.: Oh yes, sorry
Ich: No Problem, you couldn't guess that.
Yvonne A.: 00.800.4732.4283
Yvonne A.: Here is our contact page in case
The agent is sending you to http://www.seagate.com/www/en-us/about/contact_us/world....
Ich: Thanks, I'll bookmark the page.
Ich: Is a fix already available or will I just get some informations about when and how it will be fixed?
Yvonne A.: There is a firmware update that will fix your issue
Ich: That sounds great!
Yvonne A.: Unfortunately they are having the customers call in
Yvonne A.: Sorry
Yvonne A.: Sorry about the inconvenience
Ich: As long as it will fix the Problem that's OK. Tank you very much. Have a nice day.
Yvonne A.: Thank you. Let us know if we can help you more, have a nice day. Bye now.


Also: Montag erstmal den deutschen Support nerven und dann weiter testen.

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Update:

Finger weg von (modernen) Desktopplatten im RAID!

Mein Raidcontroller-Hersteller hat bei Seagate wegen dem Update angefragt. Bestätigt wurde, daß das lange hängen beseitigt wurde, aber Seagate hat gleichzeitig gesagt, daß die Festplatte keinesfalls im RAID-Betrieben werden sollte. (Eine regelrechte Warnung, daß sie ungeeignet wäre). Außerdem wurde das dann auch gleich auf alle Desktopplatten erweitert.
Mit anderen Worten: Seagate warnt regelrecht davon Desktopfestplatten in RAID-Systemen einzusetzen, da das nicht gut / gar nicht funktioniert.

Es geht also nicht mehr darum, ob Festplatten "besser" geeignet sind, oder durch geringere Toleranzen in der Produktion, bessere Lager und sorgsamere Tests im RAID-Einsatz länger halten. Inzwischen scheint es so zu sein, daß alle größeren aktuellen Desktop-Festplattenserien aller großen Hersteller gezielt aus RAIDs herausfallen.
Grund sind ominöse Timeouts und Wartezeiten für angebliche Fehlerkorrekturen.

Western Digital schreibt daher bei seiner RE3-Serie auch folgendes:
Zitat :
RAID-specific, time-limited error recovery (TLER) - Prevents drive fallout caused by the extended hard drive error-recovery processes common to desktop drives.


Wenn bei einer Festplatte für den Unternehmenseinsatz, also gerade da, wo es auf Datensicherheit ankommt, die Zeit für Fehlerkorrektur begrenzt werden kann (also ohne negative Auswirkungen), dann erscheint es mir höchst unlogisch, daß Desktopfestplatten durch die längere Zeitspanne irgendetwas retten könnten, was sonst verloren wäre.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Ich unterstelle den Herstellern inzwischen sogar Absicht.

Mein Fazit daraus habe ich, in Zusammenarbeit mit dem äußerst fähigen und freundlichen Support von 3Ware gezogen. Ich werde nun doch teurere Festplatten kaufen, die im RAID funktionieren.

Was hilft mir ein RAID, bei dem jeden Tag oder jeden zweiten Tag mindestens eine Festplatte wegnudelt, da der Hersteller einen lustigen timeout-Wert programmiert hat, der nur dazu führt, daß die Festplatten im RAID untauglich sind?! Richtig: Gar nicht.

Ein RAID soll nur dann ein Rebuild durchführen müssen, wenn eine Festplatte defekt war oder wenn man absichtlich eine Störung herbeigerufen hat (Festplatte raus, mal gucken, was passiert).
Wenn soetwas regelmäßig auftritt, dann stimmt etwas nicht. Heute habe ich "halb-offiziell" die Antwort darauf erhalten.

Tja, nun muß ich 1TB Festplatten für rund 140Euro kaufen anstelle von 1,5TB für 133Euro. Ärgerlich, aber besser als Jahrelang ärger mit einem unzuverlässigen RAID zu haben.

Apropos: Mir wurde gesteckt, daß WDs Platten bei den internen Tests vom Controller-Hersteller deutlich problemloser, also besser, liefen als die von Seagate.

Erschreckend! Bis gestern hätte und habe ich noch JEDEM zu Seagate geraten. Erst letztens habe ich mir 500er von Seagate gekauft. Kaum fliegt man damit auf die Nase, schon ändert sich die Meinung. ;) 

Zurück zu WD. Meine fünf 4,5 Jahre alten WD800JBs laufen ja auch noch. Vielleicht hätte ich auf mich selbst hören sollen. ;) 
22. November 2008 12:48:24

Gut das ich von Anfang an REs gekauft hab, sowas hab ich nämlich bereits vermutet und es ist definitiv ABSICHT der Hersteller.

Allerdings setze ich schon seit ewigkeiten auf die WDs :) . Desktop sowohl Raid editionen.
Ich hatte wohl deshalb auch noch nie Probleme mit irgendwelchen Platten.
Mein Vater fährt unten mit 750ger RE2s auch gut.

Allerdings kann ich dich beruhigen, die REs sind ja besser getestet, haben bessere zugriffszeiten, sind schneller im I/O etc ^^.. also ists nicht gänzlich einfach nur damit es läuft ;) .

Bei meinem Dad werden in Zusammenhang mit LSI Megaraidcontrollern zum Teil auch Desktopplatten beispielsweise von Hitachi eingesetzt. Lustigerweise war ein Satz von ihm: "Wir nehmen so ziemlich alles her, nur nicht Seagate.."

Allerdings darf ich dich warnen, die RE Versionen sind alle etwas lauter im Zugriff, der ist härter.

--EDIT--
Da du eh schon dabei bist *tätschel* wie siehts eigentlich mit den Black Editionen von WD aus?
22. November 2008 12:53:06

@Levi:
Die wandern ins Rack. Der Rechner hat im 3HE-Gehäuse 6 Lüfter (vier hot-plug in der Mitte, zwei hinten), dazu zwei CPU-Kühler. Außerdem ist im Rack noch eine USV...
Ein bisschen Festplattengeklacker wird mich nicht umhauen.

Achja: Eine 74GB Raptor habe ich auch seit vielen Jahren in der Kiste als Systemplatte.... Läuft und läuft und läuft...
22. November 2008 13:55:47

Ich würde das Zwischenfazit noch etwas modifiziert ziehen. Erste Teil jedoch gleich:

1. moderner Hardware RAID Controller nur mit RAID Edition bzw. Enterprise Festplatten.

Ist ist auch keine neue Erkenntnis - das haben die Hersteller schon immer so formuliert. Die Schärfe der Formulierung variiert, hier Beispiel WD:
Zitat :
Western Digital manufactures desktop edition hard drives and RAID Edition hard drives. Each type of hard drive is designed to work specifically in either a desktop computer environment or a demanding enterprise environment.

If you install and use a desktop edition hard drive connected to a RAID controller, the drive may not work correctly unless jointly qualified by an enterprise OEM. This is caused by the normal error recovery procedure that a desktop edition hard drive uses.
http://wdc.custhelp.com/cgi-bin/wdc.cfg/php/enduser/std...

Im Desktopbereich gibt's eh keine Regressansprüche aus Vertragsgeschichten und es ist den Herstellern letzten Endes egal was Hans Wurst in seinem Rechner zusammenstöpselt, solange die Platte von Ihnen selbst ist. Das als Erklärung nachgeschoben warum Seagte auf der Produktseite der 1,5TB Barracuda diese durchaus für Desktop RAID empfiehlt. Und gerade in Foren wie diesen gibt's immer Leute, die kriegen den Mund nie voll genung (schon immer Raptor verbaut, immer teuerste Prozessor, etc.) - die Bandbreite der verschiedene Kundentypen, die ein Hersteller im Desktopbereich befriedigen muss ist groß und er verkauft sowohl Desktop wie auch Enterprise Platten an Kunden.

2. keine komplizierten RAID (=RAID5/6) Verbunde an Desktop Host Controllern (SoftRAID/HostRAID) mit Desktop non-RAID Platten

Ich wurde oben ja korrigiert bzgl. meiner Empfehlung kein RAID5 an einem ICH9R/10R zu verwenden, weil dann ja etwas mit dem RAID nicht stimmen würde, wenn dies Probleme machen würde. Mit jeder Platte, die ich in ein RAID hänge und RAID5 fängt ja erst bei 3 Platten an, erhöhe ich die Wahrscheinlichkeit eines RAID Rauswurfs beispielsweise bedingt durch zu langes Fehler korrigieren (-> mangels TLER etc.). Zusammen mit der teilweise miesen Performance an Host RAID Controllern und katastrophalen Rebuild Zeiten (aktuelle Zahlen zum ICH9R/10R hab'ich nicht) schafft man sich hier ein eher unzuverlässiges RAID.

Ich will auch nicht alles auf Features wie TLER abwälzen - hier spielt ganz sicher auch die Treiberqualität der Host Controller Software eine Rolle. Ein Enterprise Server macht auch kein Standby/Hibernate u. wenn man nochmal hochscrollt zu den Intel Changelogs, die ich bereits gepostet habe: Gearde hier kommt ein großer Teil der Fehler her. Da nützt mir die teuerste Enterprise Platte nichts, wenn der Treiber trotzdem in inkonsistente Zustände kommt und als Lösung eine Platte aus dem Verbund wirft.

Ein RAID1 mit billigen Desktopplatten (inkl. der 1,5TB) kann ich mir nach wie vor vorstellen mit Host-Controllern, aber eben kein RAID5.

--

Sind wir bis hierhin einer Meinung?

Die reallocated Sector counts den Ghostrider mit den 1,5TB Platten hat, erklärt das auch alles noch nicht so recht. Ich hab' auch noch Festplatten die sind ca. 15 Jahre alt uns sie laufen noch heute. Möglicherweise sind auch die Festplatten mit >300GB/Platter und ihrer Aufzeichnungstechnologie empfindlicher. Oder die allgemein höheren Übertragungsraten auf den Kabeln zum Controller (MTBF der Kabel ist ja weitaus geringer als MTBF der Festplatten; bloß steht's auf dem Kabel nicht drauf).

--

Noch eine Frage an Ghostrider: Warum hast Du den 9690SA genommen statt 9650SE? Den doppelten Cache gibt's auf dem Papier. Gegeben man würde SAS niemals nutzen, ist der 9650SE schneller bei SATA - zumindest laut dem Test den ich habe:
http://www.treadlayers.com/PC_Hardware/Storage/AMCC/965...

Hast Du da noch etwas anderes?
22. November 2008 14:32:51

@7Oby:
Alle Kunden, die beim Support von Seagate anrufen, bekommen die eindeutige Antwort, daß die Festplatten für gar kein RAID geeignet sind. Also nicht nur RAID-5/6 oder bei Anschluß an hardware-RAID-Controller, sondern auch RAID-0 oder RAID-1 an onboard-Controllern, was wesentlich häufiger vorkommt.
Der Support ignoriert also die eigene Angabe "Desktop RAID" und sagt, sofort wenn man angibt, daß man die Platte im RAID betreibt, daß sie dafür nicht geeignet wäre.
Ich gehe also tatsächlich soweit zu behaupten, daß diese Festplatten auch an onboard-Controllern für RAID ungeeignet sind.
22. November 2008 14:59:55

Ich bin leider kein Besitzer normaler aktueller Desktopfestplatten in ausreichender Zahl um sie mal bei mir als raid auf der ICH9R laufen zu lassen.

Generell wäre ich aber ebenfalls sehr vorsichtig mit der Nutzung von normalen an Raidcontrollern. Die ICH9R ist auf jedenfall extrem Empfindlich und startet auch sofort ein rebuild sobald irgendein Furz die Festplatten getroffen hat. (Raid 1)

Daher auch mein reges Interesse an dem 9650 bzw 9690 @ 4 Fach Controller. Ich werde definitiv entweder 2x meine RE2 und 2x 320ger RE3 daran betreiben oder nur 320ger RE3 (das entscheidet mein Geldbeutel noch ;) ). Somit würde ich mich selbstverständlich ebenfalls dafür interessieren, welchen ich den jetzt nehmen sollte :) . (Raid 5)

Wie siehts den bei euch mit den Problemen von Dekstops @ ICH9R bzw. ICH10R aus?
Ich denke mir das eher sorum:
Bei einem Raid1 kann man eigentlich alles nehmen, wenn was passiert, ists relativ egal.
Bei einem Raid 0 was ja viele gerne betreiben würde ich eher auf die RE zurückgreifen. Wenn da eine Platte verloren wird ist das doch etwas heftig.

Ich Frage mich ja wie das zB mit Platten wie den Raptoren ist? Funktioniert das da anständig? Welche Firmware ist da drauf? ;) 
Es wurde ja auch dafür geworben das es günstige große Platten für Unternehmen mit guten Zugriffszeiten seien.
22. November 2008 15:09:48

Nunja, wenn Du ein RAID-1 hast, und es 50% der Betriebszeit nur mit Rebuilds beschäftigt ist, da ständig irgendeine der Platten einen Timeout provoziert, dann ist das RAID doch fast wertlos. Es steigt sogar die Beanspruchung der Platten dadurch, daß alle Nase lang Fehler auftreten und eben die Rebuilds durchgeführt werden müssen.

Wie gesagt: Am zweiten Tag, ca 30min nach dem Einschalten hatte ich einen Timeout. Keinen 30s hänger, sondern einen normalen Timeout - OHNE RAID!

Ich hatte die Wahl zwischen 9650 und 9690 und habe ganz klar den 9690 gewählt. Der bringt halt doch einige Verbesserungen mit und erlaubt Dir auch SAS-Platten anzustöpseln. Und wenn es nur mal um eine 15k oder SSD geht. Schaden tut das nicht. *G* Du hast ja zwei Multi-Lane-Anschlüsse und kannst somit einen, das entspricht 4x SATA) für SATA nutzen und den anderen für SAS.

Ich glaube, daß man sogar an einer Backplane, wie ich es nun habe, SATA und SAS mischen kann, nur eben nicht in einem Array. Das müsste ich nun aber nochmal nachlesen. Wildes Mischen über alles erdenkliche geht leider nicht. ;) 

Vergleiche einfach mal die Übersichten auf der 3ware Seite. Der 9690 ist einfach das modernere Produkt. Eine konsequente Weiterentwicklung.
(Und für gerade mal 400 Ocken auch noch bezahlbar)

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Raptoren:
Meine WD740GD wird GAR NICHT vom 9690SA-8i erkannt.

Die Velociraptor-Platten fallen in der ersten Version REIHENWEISE am RAID-Controller aus. Das ist wohl regelrecht katastrophal. Hier ein copy&paste von dem Support-Menschen bei 3ware, was er mir gester geschickt hat:

Zitat :
For example, WD came out with their new VelociRaptor WDC WD3000GLFS drives which were stand alone desktop drives which failed miserably on our raid controllers. Then with the next release WDC WD30000BLFS (RAID Edition) they worked flawlessly.

Mach Dir also selbst ein Bild.
22. November 2008 23:55:13

Lass' Dir Montag mal die Firmware Version SD1A schicken:

"Bis jetzt halten sich alle drei im Raid 5 ohne degrade, mit der alten Firmware hats keine stunde gehalten. "
http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?p=51284...

hier auch noch:
http://www.forumdeluxx.de/forum/showthread.php?p=106607...

TLER hast davon natürlich auch nicht, aber das wusstest Du ja schon _bevor_ Du die Platte gekauft hast. Aber die Frage war eben auch: Braucht man sowas wie TLER für'n RAID. Und ich denke wie Du auch, dass man es braucht.
23. November 2008 18:38:34

@7oby: Ich werde nochmal beim Support nachfragen, ob die Festplatten dann mit dem Update für RAID geeignet sind.
Wenn die Antwort dann, wie zu erwarten, nein lauten wird, oder wenn die "Reallocated Sectors" nicht wieder zurückgenommen werden, dann werde ich die Firmware nichtmal auf die Platten spielen.

Für mich gibt es keine Kompromisse mehr. Wenn der vom Support die Angaben auf der Homepage ignoriert und somit das sagt, was bisher wohl alle gehört haben, dann gehen die Platten zurück. Datensicherheit ist mir wichtiger als maximale Größe, ansonsten hätte ich wohl auch keinen Hardware-RAID-Controller sondern irgendein Software-Gespuddel.
24. November 2008 22:59:44

Hallo!

1. Ich habe vom Support die Aussage erhalten, daß die Festplatten doch für den Einsatz im RAID geeignet sind, und zwar genau so, wie es auf der Homepage steht. Sinngemäß sagte der Supporter: Die prinzipielle Eignung für RAID-Systeme wird mit dem Kauf entsprechend der Angaben auf der Homepage erworben. Zusammen mit der 5 Jährigen Garantie.

2. Die Firmware habe ich eingespielt. Bisher keine Probleme. RAID-1 ist erstellt, ein "Rebuild" (ich habe einfach das RAID-Level migriert) wird gleich fertig.

3. Bad-Sectors sind, so der Support, solange nicht schlimm, solange die Zahlen nicht ständig steigen. Die sollen sogar behebbar sein, indem man mit dem DOS-Tool eine bestimmte Formatierung (Zero Fill) durchführt.

Die Festplatten wurden ganze drei Tage und drei Stunden NON-STOP von mir gequält. Von Freitag Mittag bis Montag Nachmittag. Eine Festplatte, die, die bisher nicht so intensiv getestet wurde, hat einen weiteren Bad Sector aufgeführt, ansonsten gibt es keine Veränderungen.

Sobald der Rebuild fertig ist, werde ich mit weiteren Tests auf dem dann erstellten RAID-1 weitermachen.

Also: Im Moment (nur auf Grund von Hörensagen, flüchtigen Schnelltests und den Aussagen von Seagate) sieht es glatt so aus, als wenn das Firmwareupdate tatsächlich gut ist.

------

@Levi88:
Der 9690SA kann keine SATA-I Platten ansprechen! Das ist auch der Grund dafür, daß meine "alte" Raptor (WD740GD) nicht funktioniert. Die wird schlichtweg gar nicht erkannt. Die 9650er können SATA-I und SATA-II.

Hand auf's Herz: Wer will alte Festplatten in Zukunft anschließen? Ich nicht.
26. November 2008 20:24:34

derGhostrider sagte:
1. Ich habe vom Support die Aussage erhalten, daß die Festplatten doch für den Einsatz im RAID geeignet sind, und zwar genau so, wie es auf der Homepage steht.
Bin immer dankbar für allerlei Praxiserfahrung.

Zum Thema: "Braucht man eine RAID Edition Platte (und damit meine ich das TLER Feature)?" haben wir jetzt aber auch keine abschließende Antwort. Kommt wohl ein bißchen auf die Zicken der Platte und des Controllers an. Hier mal ein Beispiel für eine Kombination, die extrem nervig ist, da die Platte 1x wöchentlich aus dem RAID fliegt:
http://www.forumdeluxx.de/forum/showpost.php?p=10667043...

Ist in dem Beispiel ein billiges Host-RAID. Bei ihm speziell noch stressig, da er die Partitionstabelle löschen muss bevor er's wieder einhängen kann. Er muss die Platte dazu in ein anderes Gehäuse bauen.

Das gibt's auch anders: Billigste Host-RAIDs, die mit Non-RAID Platten jahrelang einwandfrei im RAID0 laufen.

--

Kommt also immer drauf an. Wer weniger Risiko eingehen will, besser RAID Edition Platte.

Wenn Du nochwas zu den 1,5TB Platten rausfindest (egal was), gerne per PN an mich. Falls ich den Thread in 1/2 Jahr nicht mehr verfolge oder so. Danke. Auch einschneidende Erfahrungen bei Kunden, Bekannten, etc.
29. Dezember 2008 10:19:42

@ derGhostrider, darf ich mal fragen woher du den 9690SA hast^^?. Denn ich kann den in keinen Onlineshops finden. Nur bei eBay (USA) kann man die finden. Hast du zufällig einen aus den USA gekauft?

Gruß 8800 GTX
29. Dezember 2008 12:45:43

au weia. ich habe bei SATA-RAID-Controller geschaut.

Danke 7oby
30. Dezember 2008 17:08:26

Ich habe meinen Controller damals woanders bestellt. Die hatten da wohl gerade eine Aktion, da gab es den Controller für knapp unter 400 Ocken.

Jetzt sind die Preise wieder anders.

Da habe ich bestellt:
http://webshop.schneider-consulting.it/3ware-9690SA-Ser...

Die 4-Port Version ist günstiger und eventuell wäre auch der 9650 für Dich interessant. Kein SAS, dafür aber deutlich günstiger in der Anschaffung.
30. Dezember 2008 17:11:41

wenn ich einen von beiden bestelle dann in den USA. Die Preise sind dort echt der hammer. Komme damit unter 150 € (wegen dem Zoll) und verzichte auf Garantie (RMA?)
31. Dezember 2008 01:16:57

Nunja, Portokosten nicht vergessen... Frage lieber erstmal beim deutschen 3Ware-support an, ob die Herstellergarantie für Deutschland / Europa auch für Controller gilt, die Du in den USA gekauft hast.
Im Gegensatz zur Gewährleistung ist das nunmal eine rein freiwillige Angelegenheit und unterliegt somit der Willkür des Herstellers.

Auch bei einem Warenwert unter 150Euro solltest Du Dich darauf einstellen zum Zoll fahren zu müssen und dort ein paar Euro abzugeben.

Ich habe mal über eBay USA RD-RAM gekauft (war zu dem Zeitpunkt unglaublich billig) und bei einem Gesamtwert von ca 44 Euro mußte ich auch zum Zoll um mein Paket abzuholen. Angekreuzt war sogar "Gift" (also Geschenk, was ohne Zoll auskommen sollte).

Die Zöllner haben meistens keine Ahnung von Hardware und somit auch keine Ahnung, was man in der Hand hat. Vor ein paar Monaten habe ich einen Bericht gesehen, daß die inzwischen dann selbst googlen um einen Preis zu bestimmen. Total dämlich! Wenn man ein Schnäppchen gemacht hat und die einen (vielleicht sogar veralteten) Mondpreis in einem Shop finden, dann wird man unter Umständen richtig übel zur Kasse gebeten.
Also am besten die Rechnung (PDF ausdrucken, Mail ausdrucken, etc) mitnehmen.
31. Dezember 2008 01:37:31

Nunja, habe soeben eine Antwort bekommen, die ich dem eBay-Mitglied (USA) gestellt habe.

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=390019429117&ssPageName=STRK:MEWA:IT&ih=026

Hiervon habe ich schon eine Antwort bekommen:
We do not know the history of the units we receive. We fully test and inspect the units to ensure functionality and visual quality of the units.
Shipments outside of the United States

We currently only ship on your Fed-Ex/DHL/UPS account. There will be a $5.00 handling Fee added to your invoice. Duties, taxes or other non-routine customs brokerage charges, the buyer is solely responsible for. The actual value will be entered on the customs label.
The Value Store Team


Also schonmal keine Neuware und ohne Garantie :( 

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was kann man denn hierzu sagen?
zwar ein früheres Modell, aber das müsste ja auch reichen

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&rd=1&item=190270710060&ssPageName=STRK:MEWA:IT&ih=009

umgerechnet 130 Euro