Eigenbau Fileserver - Mainboard, LAN & Raid Controller?
Letzte Antwort: in Rund ums Netzwerk: LAN, WLAN & Sicherheit
Hallo zusammen.
Ich möchte mir einen kleinen Fileserver zusammenbasteln.
Der Server muss nicht allzu viel können, er muss einfach schnell sein. Mit schnell meine ich eine hohe Datenrate.
Da der Server meistens läuft, sollte er, was den Stromverbrauch angeht relativ sparsam sein. Mein Ziel ist es unter 40 Watt Idle zu bleiben.
Da die CPU dabei die Schlüsselkomponente ist, habe ich mich schon ein wenig informiert und bin auf den AMD Sempron 140 für den AM3 Sockel gestossen. Diese CPU ist spottbillig und verbraucht nur 45Watt unter Volllast.
Jetzt habe ich noch ein Problem mit dem Mainboard. Das sollte natürlich auch nicht allzu viel Strom verbrauchen. Eigentlich suche ich ein mATX Mainboard, aber wenn es das ultimative Fileservermainboard nur in Standard ATX gibt, werde ich mich auch mit dem vergnügen. Es sollte aber auch mit dem Sempron kompatibel sein.
Eigentlich wollte ich ja ein Intel Atom mini ITX Mainboard verwenden. Aber ich denke das taugt nichts, denn die haben alle nur 2 SATA Anschlüsse und nur einen PCI Steckplatz für eine Raid-Controllerkarte. Da aber der onboard Gbit Netzwerkadapter alles andere als 1000Mbit/sec. bringt benötige ich noch eine Netzwerkkarte, welche aber keinen Platz mehr hat, da ja bereits ein Raidcontroller im PCI Port steckt...
Wie sieht das denn allgemein mit Onboard LAN Controllern aus? Taugen die generell nicht allzu viel und ich muss zu einer Intel PCI-Netzwerkkarte greifen, oder bringen die eine gute Datenrate? Ich erwarte natürlich nicht die theoretischen 125MB/sec. aber so um die 90-100MB/sec. will ich schon haben.
Zum Raid Controller. Ich möchte 4 Platten mit jeweils 1 Terra anschliessen. Das ganze im Raid 1 (Mirroring) also 2 Terra gespiegelt auf 4 Platten. Da Raid 1 nicht wirklich viel Rechenleistung benötigt sollte ein anständiger Onboard-Raidcontroller genügen. Oder irre ich mich da?
Als Netzteil habe ich das Enermax PRO-82+ 385Watt herausgesucht, hat eine gute Effizienz und ich bin mit Enermax bisher immer gut gefahren.
Die Harddisks will ich in Wechselschubladen verbauen, dabei bin ich auf folgendes gestossen:
]http://www.raidsonic.de/de/pages/products/backplanes.php?we_objectID=5592]
Das sind doch einfach 4 Schubladen, welche eine SATA oder SAS Festplatte aufnehmen und als SATA an den PC weitergeben. Also 1-1 und nicht mit zusäzlichem Controller und anderem zeugs, was eventuell die geschwindigkeit oder die Stabilität beeinflusst?
Das sind jetzt gerade sehr viele Fragen aufs Mal und ich hoffe bald Antworten zu bekommen.
Vielen Dank und freundliche Grüsse:
Felix
Ich möchte mir einen kleinen Fileserver zusammenbasteln.
Der Server muss nicht allzu viel können, er muss einfach schnell sein. Mit schnell meine ich eine hohe Datenrate.
Da der Server meistens läuft, sollte er, was den Stromverbrauch angeht relativ sparsam sein. Mein Ziel ist es unter 40 Watt Idle zu bleiben.
Da die CPU dabei die Schlüsselkomponente ist, habe ich mich schon ein wenig informiert und bin auf den AMD Sempron 140 für den AM3 Sockel gestossen. Diese CPU ist spottbillig und verbraucht nur 45Watt unter Volllast.
Jetzt habe ich noch ein Problem mit dem Mainboard. Das sollte natürlich auch nicht allzu viel Strom verbrauchen. Eigentlich suche ich ein mATX Mainboard, aber wenn es das ultimative Fileservermainboard nur in Standard ATX gibt, werde ich mich auch mit dem vergnügen. Es sollte aber auch mit dem Sempron kompatibel sein.
Eigentlich wollte ich ja ein Intel Atom mini ITX Mainboard verwenden. Aber ich denke das taugt nichts, denn die haben alle nur 2 SATA Anschlüsse und nur einen PCI Steckplatz für eine Raid-Controllerkarte. Da aber der onboard Gbit Netzwerkadapter alles andere als 1000Mbit/sec. bringt benötige ich noch eine Netzwerkkarte, welche aber keinen Platz mehr hat, da ja bereits ein Raidcontroller im PCI Port steckt...
Wie sieht das denn allgemein mit Onboard LAN Controllern aus? Taugen die generell nicht allzu viel und ich muss zu einer Intel PCI-Netzwerkkarte greifen, oder bringen die eine gute Datenrate? Ich erwarte natürlich nicht die theoretischen 125MB/sec. aber so um die 90-100MB/sec. will ich schon haben.
Zum Raid Controller. Ich möchte 4 Platten mit jeweils 1 Terra anschliessen. Das ganze im Raid 1 (Mirroring) also 2 Terra gespiegelt auf 4 Platten. Da Raid 1 nicht wirklich viel Rechenleistung benötigt sollte ein anständiger Onboard-Raidcontroller genügen. Oder irre ich mich da?
Als Netzteil habe ich das Enermax PRO-82+ 385Watt herausgesucht, hat eine gute Effizienz und ich bin mit Enermax bisher immer gut gefahren.
Die Harddisks will ich in Wechselschubladen verbauen, dabei bin ich auf folgendes gestossen:
]http://www.raidsonic.de/de/pages/products/backplanes.php?we_objectID=5592]
Das sind doch einfach 4 Schubladen, welche eine SATA oder SAS Festplatte aufnehmen und als SATA an den PC weitergeben. Also 1-1 und nicht mit zusäzlichem Controller und anderem zeugs, was eventuell die geschwindigkeit oder die Stabilität beeinflusst?
Das sind jetzt gerade sehr viele Fragen aufs Mal und ich hoffe bald Antworten zu bekommen.
Vielen Dank und freundliche Grüsse:
Felix
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Jetzt hab ich grad vorhin einen Test mit Gbit Netzwerk gmacht, mit erschreckendem Ergebniss.
Ich habe zwei Sony VAIO Notebooks mit Marvell Yukon Gigabit Netzwerkadapter mit gekreutztem Netzwerkkabel verbunden und kopierte eine Datei.
Die Datenrate war bei 25MB/sec! Was bremst das Netzwerk so extrem, liegt das am Netzwerkadapter oder am System (Windows 7 pro)? Das verwendete Kabel ist zwar nur Cat 5e, aber dafür nur 50cm lang, macht das trotzdem soviel aus?
Wird das bei meinem Fileserver auch so lahm sein, was kann ich dagegen machen?
P.S. Sorry für Doppelpost, habe die Bearbeitenfunkion nicht gesehen.
Ich habe zwei Sony VAIO Notebooks mit Marvell Yukon Gigabit Netzwerkadapter mit gekreutztem Netzwerkkabel verbunden und kopierte eine Datei.
Die Datenrate war bei 25MB/sec! Was bremst das Netzwerk so extrem, liegt das am Netzwerkadapter oder am System (Windows 7 pro)? Das verwendete Kabel ist zwar nur Cat 5e, aber dafür nur 50cm lang, macht das trotzdem soviel aus?
Wird das bei meinem Fileserver auch so lahm sein, was kann ich dagegen machen?
P.S. Sorry für Doppelpost, habe die Bearbeitenfunkion nicht gesehen.
40W? Vegiss es.
90MByte/s? Vergiss es.
Im Moment kommt es nach meinen Beobachtungen noch stark auf die CPU an. Laptops haben klassischerweise die halbe Leistung bei doppeltem Preis.
PCI-Karten wirst Du nicht in die von Dir gewünschten Regionen bekommen. Onboard Adapter sind viel schneller. Wenn sie nicht an der PCI-Bridge hängen. Ich habe aber noch keine PCI-Karten in der hundert und mehr Euro Preisklasse getestet. Mit Fifo und hardware-processing könnten die schneller als 40MByte/s sein.
NAS sind in der Regel noch langsamer aber mein Netzteil hat 12W. Idle wird nach 20min die Platte abgeschaltet.
90MByte/s? Vergiss es.
Im Moment kommt es nach meinen Beobachtungen noch stark auf die CPU an. Laptops haben klassischerweise die halbe Leistung bei doppeltem Preis.
PCI-Karten wirst Du nicht in die von Dir gewünschten Regionen bekommen. Onboard Adapter sind viel schneller. Wenn sie nicht an der PCI-Bridge hängen. Ich habe aber noch keine PCI-Karten in der hundert und mehr Euro Preisklasse getestet. Mit Fifo und hardware-processing könnten die schneller als 40MByte/s sein.
NAS sind in der Regel noch langsamer aber mein Netzteil hat 12W. Idle wird nach 20min die Platte abgeschaltet.
Hi,
Ich habe zwei Sony VAIO Notebooks mit Marvell Yukon Gigabit Netzwerkadapter mit gekreutztem Netzwerkkabel verbunden und kopierte eine Datei.
Der Test ist nicht wirklich aussagekraeftig, da du dabei den ganzen SMB-Stack dabei hast und zudem eine Windows-Workstation (unterstelle ich mal, dass du die benutzt) nicht unbedingt als Fileserver geeignet ist. Zudem musst du noch bedenken, dass die Festplatten der beiden Rechner auch noch ein Engpass sein koennen.
Besser sind Tools wie iperf, wenn es um die Performance eines Netzwerkes geht... oder eben leichtgewichtigere Protokolle.
Mit iPerf direkt, oder mit HTTP oder FTP schaffe ich zwischen meinen Testsystemen (AMD 64 X2 4400+ mit Intel PCIe-Gigabit-Karte vs. Lenovo Thinkpad X61s, auch Intel Gigabit, beides unter Gentoo Linux) das Gigabitnetz zu saettigen (wenn es von RAMdisk zu RAMdisk geht, sonst bremst die Notebookplatte, im grossen Rechner habe ich ein hinreichend schnelles RAID). Das sind dann nutzbar zwischen 100 und 110 MB/s. Unter Windows habe ich bislang Werte in dieser Groessenordnung nicht gesehen, das hat aber nicht viel zu sagen, da ich Windows auf keinen aktuellen Rechnern installiert habe.
Nimm einfach eine per PCIe angebundene Intel Gigabit-Karte... das lohnt fuer den Zweck wirklich. Die Realtek-Dinger, die auf den meisten Boards onboard sind, sind im Grunde nur Sondermuell fuer ernsthafte Verwendungen.
Viele Gruesse,
Jan
Zitat :
Ich habe zwei Sony VAIO Notebooks mit Marvell Yukon Gigabit Netzwerkadapter mit gekreutztem Netzwerkkabel verbunden und kopierte eine Datei.
Der Test ist nicht wirklich aussagekraeftig, da du dabei den ganzen SMB-Stack dabei hast und zudem eine Windows-Workstation (unterstelle ich mal, dass du die benutzt) nicht unbedingt als Fileserver geeignet ist. Zudem musst du noch bedenken, dass die Festplatten der beiden Rechner auch noch ein Engpass sein koennen.
Besser sind Tools wie iperf, wenn es um die Performance eines Netzwerkes geht... oder eben leichtgewichtigere Protokolle.
Mit iPerf direkt, oder mit HTTP oder FTP schaffe ich zwischen meinen Testsystemen (AMD 64 X2 4400+ mit Intel PCIe-Gigabit-Karte vs. Lenovo Thinkpad X61s, auch Intel Gigabit, beides unter Gentoo Linux) das Gigabitnetz zu saettigen (wenn es von RAMdisk zu RAMdisk geht, sonst bremst die Notebookplatte, im grossen Rechner habe ich ein hinreichend schnelles RAID). Das sind dann nutzbar zwischen 100 und 110 MB/s. Unter Windows habe ich bislang Werte in dieser Groessenordnung nicht gesehen, das hat aber nicht viel zu sagen, da ich Windows auf keinen aktuellen Rechnern installiert habe.
Nimm einfach eine per PCIe angebundene Intel Gigabit-Karte... das lohnt fuer den Zweck wirklich. Die Realtek-Dinger, die auf den meisten Boards onboard sind, sind im Grunde nur Sondermuell fuer ernsthafte Verwendungen.
Viele Gruesse,
Jan
Stimmt, die HDD des einen Notebooks ist ultra langsam und schafft echt nicht mehr als 30MB/sec. Erstaunt mich aber, denn das Notebook ist gar nicht soo alt, etwa 3-4Jahre.
Naja, habs jetzt nochmals mit NetIO gemessen und erreichte dabei bis zu 60MB/sec, und das mit billigen onboard Netzwerkadaptern. Mit einer anständigen Netzwerkkarte über PCI-Express müsste da Mintestens 80MB/sec drin sein.
Das Betriebssystem wird vorerst mal Windows XP sein, aber das ist nur als übergang, danach kommt eventuell Windows Home Server Edition oder ein Linux. Wobei das nicht allzu viel Perfomance bringt, da die Clients alle mit Windows laufen.
Der Stromverbrauch müsste schon zu schaffen sein:
CPU idle 15Watt (ev. undervoltaged)
Mainboard ca 10Watt
HDD's im Sleep ca 5Watt
Sonstiges ca 10Watt (Netzwerkadapter)
Netzteil 88% effizienz (40Watt*1.12=44.8Watt)
Sollte eigentlich im Idle mit 44.8Watt auskommen. Unter Last ändert sich das natürlich schnell, aber so ein Fileserver ist ja nicht ununterbrochen auf Volllast.
Naja, habs jetzt nochmals mit NetIO gemessen und erreichte dabei bis zu 60MB/sec, und das mit billigen onboard Netzwerkadaptern. Mit einer anständigen Netzwerkkarte über PCI-Express müsste da Mintestens 80MB/sec drin sein.
Das Betriebssystem wird vorerst mal Windows XP sein, aber das ist nur als übergang, danach kommt eventuell Windows Home Server Edition oder ein Linux. Wobei das nicht allzu viel Perfomance bringt, da die Clients alle mit Windows laufen.
Der Stromverbrauch müsste schon zu schaffen sein:
CPU idle 15Watt (ev. undervoltaged)
Mainboard ca 10Watt
HDD's im Sleep ca 5Watt
Sonstiges ca 10Watt (Netzwerkadapter)
Netzteil 88% effizienz (40Watt*1.12=44.8Watt)
Sollte eigentlich im Idle mit 44.8Watt auskommen. Unter Last ändert sich das natürlich schnell, aber so ein Fileserver ist ja nicht ununterbrochen auf Volllast.
Felix8952 sagte:
Der Stromverbrauch müsste schon zu schaffen sein:
CPU idle 15Watt (ev. undervoltaged)
Mainboard ca 10Watt
HDD's im Sleep ca 5Watt
Sonstiges ca 10Watt (Netzwerkadapter)
Netzteil 88% effizienz (40Watt*1.12=44.8Watt)
So wenig kann ich fast nicht glauben. Aber möglich ist's vielleicht.
Die Effizienz des Netzteils ist eventuell auf Vollast bezogen.
quixx sagte:
Die Effizienz des Netzteils ist eventuell auf Vollast bezogen.
OK, das stimmt. wenn ich da nur 15% brauche, sinkt die effizienz wahrscheindlich auf ca 80% ab. Dann wär ich auf ca 50Watt Idle.
Ist immernoch sehr wenig.
Klar mit einem Intel Atom oder einem fertig-NAS käme ich vermutlich nochmals 20Watt runter, aber Intel Atom Boards sind mir zuwenig aufrüstbar und ein NAS zu langsam.
Felix8952 sagte:
OK, das stimmt. wenn ich da nur 15% brauche, sinkt die effizienz wahrscheindlich auf ca 80% ab. Dann wär ich auf ca 50Watt Idle. Ist immernoch sehr wenig.
Klar mit einem Intel Atom oder einem fertig-NAS käme ich vermutlich nochmals 20Watt runter, aber Intel Atom Boards sind mir zuwenig aufrüstbar und ein NAS zu langsam.
Mein Fertig-Nas kann nur 12W brauchen, sonst raucht das Netzteil.
Dann kann es auch die Platte abschalten. Da nehme ich an, es ist noch erheblich weniger als "nichtmal 12W" braucht.
Hi,
Der Stromverbrauch müsste schon zu schaffen sein:
CPU idle 15Watt (ev. undervoltaged)
Mainboard ca 10Watt
HDD's im Sleep ca 5Watt
Sonstiges ca 10Watt (Netzwerkadapter)
Netzteil 88% effizienz (40Watt*1.12=44.8Watt)
Nur mal zum Vergleich...auf Arbeit haben wir einen Testrechner mit folgender Config gebaut:
Intel Core i7 860 (Lynnfield)
Mainboard Intel DP55WB (Micro-ATX)
4 GB Kingston Value RAM DDR3-1333
Seagate 7200.12 mit 500 GB
nVidia Geforce 9400
Seasonic 80+ Netzteil mit 380 Watt
Aus der Steckdose zieht das Ding im Idle (Gentoo Linux, 64 Bit) 44 Watt in dieser Config. Da wir wissen wollten, wie weit man mit der Lynnfield-Technik und dem sehr sparsamen Ibex-Peak runtergehen kann, haben wir mal ein bissel gebastelt.
Grafikkarte raus... braucht man auf einem Server nicht und unter Linux schon gar nicht, wenn man das Ding eh headless benutzen will. Das brachte dann 23 Watt im Idle. Nun noch die Platte in Standby geschaltet (was ja auch kein Thema ist fuer die angedachte Anwendung... 19 Watt aus der Steckdose. Das ist also moeglich, OHNE spezielle Lowvoltage-Teile oder so zu kaufen, in diesem Fall sogar mit einem Quadcore, der bei einem Request sehr schnell wieder da ist - so lange eben, wie die Platte zum Hochdrehen braucht. Ansonsten war da nichts weiter optimiert.
Mit Ibex Peak kann man unter Weglassen ueberfluessiger Dinge (Grafikkarte) also sehr viel rausholen... bei 19 Watt primaer hat das fragliche Netzteil sicher keine 80% Wirkungsgrad mehr, eher 60 oder weniger - das System selbst duerfte also nur knapp ueber 10 Watt liegen.
Viele Gruesse,
Jan
Zitat :
Der Stromverbrauch müsste schon zu schaffen sein:
CPU idle 15Watt (ev. undervoltaged)
Mainboard ca 10Watt
HDD's im Sleep ca 5Watt
Sonstiges ca 10Watt (Netzwerkadapter)
Netzteil 88% effizienz (40Watt*1.12=44.8Watt)
Nur mal zum Vergleich...auf Arbeit haben wir einen Testrechner mit folgender Config gebaut:
Intel Core i7 860 (Lynnfield)
Mainboard Intel DP55WB (Micro-ATX)
4 GB Kingston Value RAM DDR3-1333
Seagate 7200.12 mit 500 GB
nVidia Geforce 9400
Seasonic 80+ Netzteil mit 380 Watt
Aus der Steckdose zieht das Ding im Idle (Gentoo Linux, 64 Bit) 44 Watt in dieser Config. Da wir wissen wollten, wie weit man mit der Lynnfield-Technik und dem sehr sparsamen Ibex-Peak runtergehen kann, haben wir mal ein bissel gebastelt.
Grafikkarte raus... braucht man auf einem Server nicht und unter Linux schon gar nicht, wenn man das Ding eh headless benutzen will. Das brachte dann 23 Watt im Idle. Nun noch die Platte in Standby geschaltet (was ja auch kein Thema ist fuer die angedachte Anwendung... 19 Watt aus der Steckdose. Das ist also moeglich, OHNE spezielle Lowvoltage-Teile oder so zu kaufen, in diesem Fall sogar mit einem Quadcore, der bei einem Request sehr schnell wieder da ist - so lange eben, wie die Platte zum Hochdrehen braucht. Ansonsten war da nichts weiter optimiert.
Mit Ibex Peak kann man unter Weglassen ueberfluessiger Dinge (Grafikkarte) also sehr viel rausholen... bei 19 Watt primaer hat das fragliche Netzteil sicher keine 80% Wirkungsgrad mehr, eher 60 oder weniger - das System selbst duerfte also nur knapp ueber 10 Watt liegen.
Viele Gruesse,
Jan
Nicht schlecht... hätte nicht gedacht, dass ein Leistungsfähiges System wie dieses so sprsam sein kann.
Was wurde denn an der CPU alles verändert? Warscheindlich gab es nur schon mit dem Entfernen der Grafikkarte eine Leistungsreduktion von ca. 15Watt.
Das Mainboard, welches ich höchstwahrscheindlich verwende (Asus M4A78-HTPC) Hat eine onboard Grafik, welche ich hoffentlich im BIOS ausschalten kann.
Aber wenn ein Quadcore System dermassen auf Energiesparen getrimmt werden kann, müsste bei meinem Sempron auch viel zu machen sein.
Noch ein anderes Thema. Wie siehts eigentlich mit Dual-Gigabit-LAN und Port Thrunking aus?
Kann man damit eine hohe Datendurchsatzsteigerung erreichen?
Was wurde denn an der CPU alles verändert? Warscheindlich gab es nur schon mit dem Entfernen der Grafikkarte eine Leistungsreduktion von ca. 15Watt.
Das Mainboard, welches ich höchstwahrscheindlich verwende (Asus M4A78-HTPC) Hat eine onboard Grafik, welche ich hoffentlich im BIOS ausschalten kann.
Aber wenn ein Quadcore System dermassen auf Energiesparen getrimmt werden kann, müsste bei meinem Sempron auch viel zu machen sein.
Noch ein anderes Thema. Wie siehts eigentlich mit Dual-Gigabit-LAN und Port Thrunking aus?
Kann man damit eine hohe Datendurchsatzsteigerung erreichen?
Felix8952 sagte:
Nicht schlecht... hätte nicht gedacht, dass ein Leistungsfähiges System wie dieses so sprsam sein kann.Felix8952 sagte:
Noch ein anderes Thema. Wie siehts eigentlich mit Dual-Gigabit-LAN und Port Thrunking aus?
Kann man damit eine hohe Datendurchsatzsteigerung erreichen?
Hab ich vor 8Jahren mal an einem Router in der "2xVollAussstattung S-Klasse" Preisklasse versuchen lassen. Ging schief. Aber vielleicht schafft der Billig-switch das? Mac-Adressen umschalten für jedes Paket.
Hi,
Nicht schlecht... hätte nicht gedacht, dass ein Leistungsfähiges System wie dieses so sprsam sein kann.
Was wurde denn an der CPU alles verändert? Warscheindlich gab es nur schon mit dem Entfernen der Grafikkarte eine Leistungsreduktion von ca. 15Watt.
An der CPU haben wir nichts geaendert, die lief ganz normal "stock" mit aktiviertem C6-Modus. Die grosse EInsparung kam alleine durch das Entfernen der Grafikkarte. Da es damit keine PCIe-Geraete an der CPU mehr gab, hat vermutlich deren PCIe-Rootkomplex ebenfalls abgeschaltet oder zumindest in einen Sparmodus geschaltet, was ebenfalls dazu beitraegt.
Kann's auch fast nicht glauben.
Lynnfield hat Powergating fuer die Kerne. Im C6 sind die effektiv ausgeschaltet. Der PCIe-Rootkomplex hat nichts zu tun (insbesondere keine Lanes zu treiben) und der "Chipsatz" ist ja nur eine Southbridge, an der auch nichts dranhing (einzig aktiv war das eingebaute Gigabit-LAN). Das kommt schon hin.
Wenn man Vollgas gibt (also 8 Kopien von mprime startet), dann ging der Stromverbrauch mit Platte und Grafikkarte auf etwa 150 Watt hoch. Kommt also in etwa hin.
Das Mainboard, welches ich höchstwahrscheindlich verwende (Asus M4A78-HTPC) Hat eine onboard Grafik, welche ich hoffentlich im BIOS ausschalten kann.
Das Ding halte ich fuer Sondermuell, schon deswegen:
Atheros L1E Gigabit LAN
Die Dinger sind noch schlimmer als die die Realtek-Teile... also unnuetz. Wer weiss, was das deaktiviert noch an Strom verbraucht.
Was das Deaktivieren der Onboardgrafik an Stromersparnis bringt, weiss ich nicht... ich halte von den AMD-Chipsaetzen UND deren Grafik ohnehin nichts, da unter Linux recht problembehaftet (ist aber meine persoenliche Meinung, kein Bashing, bei anderen gehen sie). Fuer AMD-Rechner nehme ich nur nVidia, hat sich bei uns auf Arbeit extrem bewaehrt. Die 10 Poolrechner mit AMD+nVidia machen um Laengen weniger Probleme als die 24 Rechner mit AMD+AMD.
Das oben erwaehnte Intelboard hat uebrigens GBit-LAN von Intel... und zwar das Teil in der Southbridge, das die meisten anderen Boardhersteller deaktivieren, weil es billiger ist, einen kompletten Chip + PHY von Realtek und Co dranzupappen als das PHY fuer das Intel-LAN draufzuloeten.
Mit einem i3 (der seine Grafik auf einem P55-Board ohnehin deaktiviert) koennte das aehnlich sparsam laufen wie mit unserem Lynnfield.
Viele Gruesse,
Jan
Zitat :
Nicht schlecht... hätte nicht gedacht, dass ein Leistungsfähiges System wie dieses so sprsam sein kann.
Was wurde denn an der CPU alles verändert? Warscheindlich gab es nur schon mit dem Entfernen der Grafikkarte eine Leistungsreduktion von ca. 15Watt.
An der CPU haben wir nichts geaendert, die lief ganz normal "stock" mit aktiviertem C6-Modus. Die grosse EInsparung kam alleine durch das Entfernen der Grafikkarte. Da es damit keine PCIe-Geraete an der CPU mehr gab, hat vermutlich deren PCIe-Rootkomplex ebenfalls abgeschaltet oder zumindest in einen Sparmodus geschaltet, was ebenfalls dazu beitraegt.
Zitat :
Kann's auch fast nicht glauben.
Lynnfield hat Powergating fuer die Kerne. Im C6 sind die effektiv ausgeschaltet. Der PCIe-Rootkomplex hat nichts zu tun (insbesondere keine Lanes zu treiben) und der "Chipsatz" ist ja nur eine Southbridge, an der auch nichts dranhing (einzig aktiv war das eingebaute Gigabit-LAN). Das kommt schon hin.
Wenn man Vollgas gibt (also 8 Kopien von mprime startet), dann ging der Stromverbrauch mit Platte und Grafikkarte auf etwa 150 Watt hoch. Kommt also in etwa hin.
Zitat :
Das Mainboard, welches ich höchstwahrscheindlich verwende (Asus M4A78-HTPC) Hat eine onboard Grafik, welche ich hoffentlich im BIOS ausschalten kann.
Das Ding halte ich fuer Sondermuell, schon deswegen:
Zitat :
Atheros L1E Gigabit LAN
Die Dinger sind noch schlimmer als die die Realtek-Teile... also unnuetz. Wer weiss, was das deaktiviert noch an Strom verbraucht.
Was das Deaktivieren der Onboardgrafik an Stromersparnis bringt, weiss ich nicht... ich halte von den AMD-Chipsaetzen UND deren Grafik ohnehin nichts, da unter Linux recht problembehaftet (ist aber meine persoenliche Meinung, kein Bashing, bei anderen gehen sie). Fuer AMD-Rechner nehme ich nur nVidia, hat sich bei uns auf Arbeit extrem bewaehrt. Die 10 Poolrechner mit AMD+nVidia machen um Laengen weniger Probleme als die 24 Rechner mit AMD+AMD.
Das oben erwaehnte Intelboard hat uebrigens GBit-LAN von Intel... und zwar das Teil in der Southbridge, das die meisten anderen Boardhersteller deaktivieren, weil es billiger ist, einen kompletten Chip + PHY von Realtek und Co dranzupappen als das PHY fuer das Intel-LAN draufzuloeten.
Mit einem i3 (der seine Grafik auf einem P55-Board ohnehin deaktiviert) koennte das aehnlich sparsam laufen wie mit unserem Lynnfield.
Viele Gruesse,
Jan
Hmm, die Intel CPU's sind mir einfach zu teuer... Da komm ich nur mit MB und CPU schon auf 200€...
Beim Sempron kostets nur noch ca. 100€.
Bei meinem Mainboard werde ich sowiso einen anständigen Netzwerkadapter per PCIe verwenden. Hätta da an sowas gedacht: Intel EXPI9402PTBLK Pro (]http://www.digitec.ch/ProdukteDetails2.aspx?Reiter=Details&Artikel=145557]) Vorausgesetzt Dual Gigabit Lan bringt wirklich was und ich diese Karte in den 16x PCIe Slot meines Mainboards stecken kann.
Ich will eigentlich schon bei dem Mainboard bleiben, ist warscheindlich das einzige mATX Mainboard mit 2 PCIe1x und 1x PCIe16x Anschlüssen, welches den Sempron unterstützt. Ausserdem kann ich das noch als Mediacenter benutzen, jenn das Serverprojekt nichts taugt.
Und soo extrem auf jedes einzelne erspahrte Watt bin ich auch nicht aus. Er sollte einfach nicht gerade 100Watt verbraten nur mit ein wenig Netzlaufwerke freigeben. Ausserdem läuft der Server nicht 365 Tage im Jahr. Die meiste Zeit ist er im Standby (Nachts, Tagsüber wenn ich nicht zuhause bin)
Beim Sempron kostets nur noch ca. 100€.
Bei meinem Mainboard werde ich sowiso einen anständigen Netzwerkadapter per PCIe verwenden. Hätta da an sowas gedacht: Intel EXPI9402PTBLK Pro (]http://www.digitec.ch/ProdukteDetails2.aspx?Reiter=Details&Artikel=145557]) Vorausgesetzt Dual Gigabit Lan bringt wirklich was und ich diese Karte in den 16x PCIe Slot meines Mainboards stecken kann.
Ich will eigentlich schon bei dem Mainboard bleiben, ist warscheindlich das einzige mATX Mainboard mit 2 PCIe1x und 1x PCIe16x Anschlüssen, welches den Sempron unterstützt. Ausserdem kann ich das noch als Mediacenter benutzen, jenn das Serverprojekt nichts taugt.
Und soo extrem auf jedes einzelne erspahrte Watt bin ich auch nicht aus. Er sollte einfach nicht gerade 100Watt verbraten nur mit ein wenig Netzlaufwerke freigeben. Ausserdem läuft der Server nicht 365 Tage im Jahr. Die meiste Zeit ist er im Standby (Nachts, Tagsüber wenn ich nicht zuhause bin)
Hi,
Vorausgesetzt Dual Gigabit Lan bringt wirklich was und ich diese Karte in den 16x PCIe Slot meines Mainboards stecken kann.
Letzteres sollte gehen. Nur... was erwartest du davon? Wenn du sie trunken willst, dann muss das der Switch koennen (koennen laengst nicht alle!) und du musst dafuer sorgen, dass deine Platten das auch hergeben. Mit RAID1 schaffst du das nicht, aber du meinst vermutlich eher RAID10, weil du von 4 Platten ausgehst. Damit KOENNTE es klappen - so knapp 250 MB/s sollten das RAID10 schaffen, damit kannst du die etwa 200 MB/s eines Trunkpaares saettigen. Das geht natuerlich nur, wenn zwei Clients gleichzeitig linear das gleiche lesen, die Platten also nicht oder nur kaum hin- und her muessen, denn jeder Client hat ja nach wie vor "nur" Gigabit.
Statt der Dualkarte wuerde ich aber zwei einzelne fuer PCIe x1 nehmen (beide Intel natuerlich), das bringt das gleiche (Trunken per Treiber) und spart viel Geld. Statt trunken kannst du dann noch ueberlegen, ob du nicht einfach das Netz sinnvoll teilen kannst, um so zu der gewuenschten Bandbreite zu kommen.
Auf Arbeit habe ich in einen groesseren Server die verschiedenen Gigabit-Schnittstellen (momentan stecken 7 Stueck drin... 2 onboard (Broadcom), 4 auf einer Quad-Intel-Karte und nochmal eine Intelkarte alleine) so auf die zu versorgenden Netze verteilt, dass man auch ohne Trunking ziemlich beeindruckende Leistungen erreicht. Das Teil hat aber auch einiges mehr an Bums als das, was du bauen willst... das ist ein Dual-Quadcore-Xeon mit Hardware-RAID und satten 18 GB RAM.
Viele Gruesse,
Jan
Zitat :
Vorausgesetzt Dual Gigabit Lan bringt wirklich was und ich diese Karte in den 16x PCIe Slot meines Mainboards stecken kann.
Letzteres sollte gehen. Nur... was erwartest du davon? Wenn du sie trunken willst, dann muss das der Switch koennen (koennen laengst nicht alle!) und du musst dafuer sorgen, dass deine Platten das auch hergeben. Mit RAID1 schaffst du das nicht, aber du meinst vermutlich eher RAID10, weil du von 4 Platten ausgehst. Damit KOENNTE es klappen - so knapp 250 MB/s sollten das RAID10 schaffen, damit kannst du die etwa 200 MB/s eines Trunkpaares saettigen. Das geht natuerlich nur, wenn zwei Clients gleichzeitig linear das gleiche lesen, die Platten also nicht oder nur kaum hin- und her muessen, denn jeder Client hat ja nach wie vor "nur" Gigabit.
Statt der Dualkarte wuerde ich aber zwei einzelne fuer PCIe x1 nehmen (beide Intel natuerlich), das bringt das gleiche (Trunken per Treiber) und spart viel Geld. Statt trunken kannst du dann noch ueberlegen, ob du nicht einfach das Netz sinnvoll teilen kannst, um so zu der gewuenschten Bandbreite zu kommen.
Auf Arbeit habe ich in einen groesseren Server die verschiedenen Gigabit-Schnittstellen (momentan stecken 7 Stueck drin... 2 onboard (Broadcom), 4 auf einer Quad-Intel-Karte und nochmal eine Intelkarte alleine) so auf die zu versorgenden Netze verteilt, dass man auch ohne Trunking ziemlich beeindruckende Leistungen erreicht. Das Teil hat aber auch einiges mehr an Bums als das, was du bauen willst... das ist ein Dual-Quadcore-Xeon mit Hardware-RAID und satten 18 GB RAM.
Viele Gruesse,
Jan
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