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Systemplatte, die X-te

Letzte Antwort: in Produkte: Meinungen, Erfahrungen, Empfehlungen

inzwischen gibt's ja einige Beiträge zur Systemplatte. Leider ist fast alles veraltet :D 

Bin z.Zt. am überlegen an einer VelociRaptor (VR) mit 300GB, die aber schweineteuer ist im Vergleich zu anderen 7200 rpm Platten. Alternativen @today wären die
* WD Black Caviar 640 GB (2 Platter 320 GB, ich vermute die 500 GB ist eine alte Ausführung mit 2x 250GB))
* Seagate 7200.12 ?? GB (???)
oder die gute, alte Samsung F1 (HD322HJ) 320G (Single Platter)

Tja, leise sollte sie sein - und schnell :pt1cable: 

Lt. Seagate's Barracuda 7200.12 hard drive empfiehlt sich ja die 7200.12 nicht unbedingt dafür. Die WD soll wiederum recht laut sein. Gibt's Vergleiche zu den 3? Erfahrungen? Alternativen?

Ich habe eine Samsung F2 500GB - schöne leise, aber eben schön gemächlich mit 17 ms - z.Zt. im Gehäuse (CM ATCS840), da gibt's etwas Entkoppelung mittels "gummierter" Stifte, welche m.E. allerdings nicht viel bringen.

Viele Grüße
Olaf

Mehr über : systemplatte

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In einem guten Gehaeuse hoert man die Caviar Black nicht! Die Samsungs schneiden bei "file copy"-Tests sehr gut ab, sind aber generell langsamer bei "random access" und "mixed read-write". Die letzteren beiden Dinge sind jedoch wichtig fuer eine Systemplatte. Du kannst auch eine Caviar Blue nehmen, die irgendwo zwischen Samsungs und den Blacks liegt.

Tja, gutes Gehäuse ... Lt. div. Testberichten hört man die Caviar Black doch sehr deutlich - mehr als andere. Inzwischen komme ich zur Überzeugung, dass das CM ATCS 840 kein gutes Gehäuse ist :fou: 

Noch mehr gelesen, noch mehr verwirrt:

* Western Digital's Caviar SE16 640GB hard drive
* Western Digital's Caviar Black hard drive
* Western Digital's RE3 hard drive
* Seagate's Barracuda 7200.12 hard drive
* Samsung SpinPoint F1 320GB vs. Western Digital Caviar Blue 320GB

Scheint sich aber eine WD Blue herauszukristallisieren. Welches ist besser: Western Digital Caviar Blue 320GB, 16MB Cache, SATA II (WD3200AAKS) oder die Western Digital Caviar Blue 640GB, SATA II (WD6400AAKS) hinsichtlich Lautstärke und Leistung? Anscheinend die 640GB Platte.

Grüße
Olaf

Systemplatten:
"Hauptsystem":
Raptor WD740GD - 10k und niedrige Zugriffszeiten sind halt wichtig, auch wenn die Platte ansonsten nicht mehr top aktuell ist.

Sekundäres System:
Fujitsu U320 SCSI - 10k: Wie zuvor: Keine aktuelle Platte, nicht mehr unbedingt die schnellste, aber durch 10k sind die Zugriffszeiten niedrig.

Wenn Du eine SCHNELLE Systemplatte haben wollen würdest, dann läge die Velociraptor halt noch recht deutlich vorne. Die Zugriffszeiten sind so schnell durch nichts zu ersetzen. Dafür werden die Zugriffsgeräusche auch hörbar sein.


"Gute Gehäuse", "schlechte Gehäuse", etc... Ob man eine Festplatte hört oder nicht, hat nichts mit der Qualität des Gehäuses zu tun, sondern ehr damit, ob eine Eigenfrequenz (Resonanz!) getroffen wird oder eben nicht.
Nun kann man zwar einerseits behaupten, daß ein "gutes" Gehäuse so optimiert sein muß, daß alle Eigenfrequenzen des Gehäuses außerhalb der anzutreffenden Frequenzen aller Komponenten zu sein haben, da das aber auch alle Oberschwingungen beinhalten müsste, ist es nicht nur "schwierig", sondern teilweise fast aussichtslos.

Allerdings können "klapprige" Gehäuse natürlich stark dazu beitragen Vibrationen akustisch gut hörbar zu machen.

Idealerweise wäre ein Gehäuse wohl 500kg schwer und aus einem massiven Block Edelstahl gefräst. ;) 

Spaß bei seite...

Exkurs Zugriffszeit:
Viel weniger als 17ms wirst Du mit keiner 7200rpm Platte hinbekommen. Vielleicht schaffst Du 14 bis 15ms, was schon eine deutliche Verbesserung darstellen würde, aber weniger wohl auf keinen Fall. Das liegt einfach an den Festplatten selbst.
ca 9ms Zugriffszeit werden von den Herstellern angegeben, aber das ist ja nicht alles, was an Verzögerungen auftritt. Die Tatsächliche Zugriffszeit setzt sich im wesentlichen aus der Rotationslatenz und der "seek time" zusammen. Zusätzlich gibt es noch kurze Zeitspannen wie "settle time" und "transfer time", die aber mindestens eine Größenordnung kleiner sind und somit vernachlässigt werden können.

Die Seek Time ist wohl der Wert, der von den Herstellern angegeben wird, und der die durchschnittliche Zeit für Bewegungen des Schreib-/Lesekopfes angibt.

Das ist aber eben nur die halbe Wahrheit, wenn man die Sache aus der Sicht des Benutzers betrachtet, da der wissen möchte, wie lange es dauert, bis Daten von der Platte geliefert werden. Es fehlt nämlich noch eine wichtige Größe.

Die Zeit, die eine Speicherscheibe für eine vollständige Rotation benötigt, beträgt bei 7200rpm ca 8,3ms.
Bei 10000rpm sind das nur noch 6ms.
Statistisch gesehen ist natürlich nicht jedes mal die volle Zeit nötig, aber wohl ungefähr die Hälfte.

Zusätzlich kommen halt noch kurze Verzögerungen (Settle Time, Transfertime, ...) hinzu.

Man kann die Zugriffszeiten künstlich verschlechtern, indem man die Festplatte nicht fixiert. So gibt es "Entkopplungen", bei denen die Festplatte nur an Gummibändern aufgehängt wird. Hierdurch schwingt die gesamte Festplatte. Laut Newton 1 "Aktion = Reaktion" bewirkt die Auslenkung des Schreib-/Lesekopfes also auch eine Auslenkung der gesamten Platte. Dies führt dazu, daß der Arm nicht so schnell und so präzise ausgelenkt werden kann, wie er eigentlich sollte, was dazu führt, daß die Seek-Time ansteigt, unter umständen auch die Error-Rate, was erneute Transfers bedingt und die Zugriffszeit bis zum fehlerfreien Transfer weiter erhöht.

Eine Festplatte zu schwammig einzubauen ist also schlecht.


Genug davon. Es soll nur zeigen, daß eine andere 7200rpm Platte keine Wunder in der Zugriffszeit bringen kann.
Je langsamer der Schreib-/Lesekopf bewegt wird, desto leiser kann dies von statten gehen. Klar: Keine abrupten Beschleunigungen = keine starken Vibrationen = keine lauten Geräusche = keine hohe Leistung.

Kleines Beispiel zum Vergleich:
Während Desktop Platten satte 8.9ms seek time brauchen, schaffen das die schnellsten SAS Platten in rund 3.2ms.
Bei den schnell drehenden Platten hat man also geringere Rotationslatenz UND schnellere Aktuatoren.

Also: Genau überlegen, was wichtig ist: Schnell oder leise.

Einerseits
derGhostrider sagte:
"Gute Gehäuse", "schlechte Gehäuse", etc... Ob man eine Festplatte hört oder nicht, hat nichts mit der Qualität des Gehäuses zu tun, sondern ehr damit, ob eine Eigenfrequenz (Resonanz!) getroffen wird oder eben nicht.

und andererseits
derGhostrider sagte:
Allerdings können "klapprige" Gehäuse natürlich stark dazu beitragen Vibrationen akustisch gut hörbar zu machen. Idealerweise wäre ein Gehäuse wohl 500kg schwer und aus einem massiven Block Edelstahl gefräst.


Ich sehe da keinen Widerspruch zu meiner Aussage, sondern eher einen zwischem dem ersten und dem zweiten Zitat. Nicht umsonst sind "gute" Gehaeuse meist ein ganzes Stueck massiver gebaut. ;)  Auch wenn die Eigenfrequenz getroffen wird, ist eben immer noch die noetige Energie zur Anregung die Schwingung bei einem massiver gebauten gehaeuse groesser.

Klar kann man nicht alle Oberschwingungen abdecken, der Frequenzraum ist ja in dieser Richtung nicht beschraenkt, sondern hat nur auf der anderen Seite die Grundschwingung als Begrenzung. Aber die Amplitude der Oberschwingungen wird halt immer kleiner, darum ist das auch gar nicht notwendig. Damit genug fuer heute mit dem Physiker-Talk. ;) 


"Weiche" Aufhaengung betreffend, finde ich z.B. Antecs P180/182 sehr gut.

@Toudoku:
Man kann aber auch in guten Gehäusen einfach Pech haben.
Mein Chieftec BigTower ist nun bestimmt nicht mehr neu, aber gewiß ein gutes Gehäuse. Mit der 10k SCSI-Platte habe ich in dem Gehäuse aber einfach Pech. Ohne Tricks wird der gesamte Rechner nach ein paar Minuten dermaßen laut, daß es einem tierisch auf die Nerven geht.
Durch Silikonscheiben, die zwischen Platte und Festplattenkäfig sowie von außen zwischen Schraubenkopf und Käfig gepresst wurden, konnte ich das Problem weitestgehend beheben. Der Rechner ist nun nichtmal mehr halb so laut. Interessant ist dabei, daß ich lange Zeit davon ausgegangen war, daß einer der Lüfter den Krach verursachen würde und auch kein "blechernes scheppern", wie eben bei günstigen Gehäusen manchmal der Fall, zu hören war. Es wurde also auch nicht einfach die Seitenwand in Schwingungen versetzt (auch wenn man sie abnahm, hat sich nichts verändert). Nennen wir es einfach mal eine "Inkompatibilität" zu dieser speziellen Platte. ;) 

Also nicht gleich das Gehäuse verdammen, nur weil man die Platte hört. Vielleicht reicht ein um die Festplatte gewickeltes Gummiband bereits aus!

Ebenso kann man natürlich in einem billigen Gehäuse glück haben.
(Also das war mit dem vorherigen Posting gemeint... Ein gutes Gehäuse ist keine Garantie dafür, daß alles toll ist; nur weil man die Platte hört, muß das Gehäuse nicht schlecht sein; auch bei billigen und klapprigen Gehäusen kann man Glück haben; nur weil man die Platte nicht hört, muß das Gehäuse nicht "toll" sein.)

Also müsste ich die Frage bzgl. der Systemplatte konkretisieren, wenn einem SSD und VR zu teuer sind. Was ist State-Of-The-Art bei den 7200 rpm Plattern als Systemplatte? Kriterium: Speed, Laustärke und Ausgewogenheit zwischen diesen beiden Kriterien.

Mir fällt zumindest auf, das in den Reviews (insbesondere den auf techreport.com) die VR als ruhig/schwingungsarm beschrieben wird - weniger als viele 7200 rpm Platten. Ggf. aber lautere Zugriffe. Aber für 300GB ca. 210 Euro ausgeben ist schon heftig. Die SDD sind ja noch teurer, auch wenn bei OCZ Vertex neue Controller drauf sind, die Dampf machen und zudem halbwegs preiswert sind. Evtl. wird's ja Mitte des Jahres/nach der CBit billiger?

Oder einfach eine halbwegs akzeptable kaufen und dann eine SSD, wenn's preiswert wird ist (in 1-2 Jahren)?

Grüße
Olaf

Die Platte, die alle Kriterien zu 100% erfuellt gibt es nicht. Man muss, auch im Zusammenhang mit dem Restsystem, einfach selbst Laustaerke, Zugriffszeit, Kopiergeschwindigkeit und andere Plattenparameter und den annehmbaren Preisrahmen wichten.


@derGhostrider: Wahrscheinlichkeitsamplituden sind eben nicht auf Quantenphenomaene beschraenkt ;) 

Bei mir fungiert aktuell eine Samsung SpinPoint F1 320GB als Systemplatte und ich bin absolut zufrieden damit, meine WD Raptor war zwar subjektiv einen Tick schneller noch als Systemplatte aber die Samsung ist der Aufgabe durchaus gewachsen, Probleme gabs bisher keine und ich hab die Platte kurz nach Erscheinen gekauft.

Ich habe hier 2 Rechner. In meinem Bierkistenmod ist die 320 GB SpinPoint F1 untergebracht, in meinem großen Rechner werkelt die 640GB WD Cavia Blue. Zu beiden Platten kann ich sagen, dass diese für 7200er schnell sind. In den Benchmarks HD-Tune und HD-Tach ist die WD beim lesen sowie schreiben etwa 5 MB/s schneller. Im Alltagsbetrieb merkt man das nicht.
Bei der Lautstärke hingegen hat die Samsung leicht die Nase vorn. Ich finde die WD hat etwas lautere Zugriffsgeräusche. Mittlerweile habe ich die WD in eine Bitumenbox verfrachtet. Darin ist diese logischerweise unhörbar. In Sachen Temperatur herscht Gleichstand.

Letztendlich sind beide Platten sehr Empfehlenswert. Jede hat ihre Vor- und Nachteile, die sich gegenseitig aufwiegen finde ich. Leider kann ich bei der Entscheidungsfindung nicht weiter helfen. Außer das die Größe den ausschlaggebenden Punkt markiert.
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