Ihre Frage

Rechner zusammenstellen: Bitte um Bewertung c't-Artikel Heft 23 S. 148

Letzte Antwort: in Produkte: Meinungen, Erfahrungen, Empfehlungen
1. November 2009 08:18:26

Nachdem ich hier von Euch kürzlich absolut klasse beraten wurde, als ich einen Rechner für einen Freund zusammenstellen wollte (Weltenspinners Komposition wurde letztlich gewählt), habe ich mich entschieden, mir auch selbst einen neuen zu gönnen.


In der aktuellen c't, Heft 23/2009, S. 148ff ist ein ausführlicher Artikel zu neueren AMD-Mainboards.

Mir gelingt es noch nicht, ein gutes Fazit zu ziehen, daher bitte ich Euch um Rat.


Danke.



Meine Überlegungen/Ziele/Fragen/Randbedingungen:



1 Energieverbrauch

Ein geringer Verbrauch ist mir wichtig. Es ist selbstverständlich nicht das einzige Merkmal an dem alles ausgerichtet werden soll. Es geht um Angemessenheit.

2 Lautstärke

Spielt keinerlei Rolle, weil mein Rechner in einem separaten Abstellraum steht.

3 Grafik onboard

Das Merkmal finde ich sehr attraktiv

4 Zukunftsicherheit

Was meine ich damit vor allem?
Mittelfristig möchte ich ein 30-Zoll-Display anschaffen. Aber jetzt noch
nicht.
Ideal wäre es, wenn das Mainboard daher einen 30-Zöller versorgen kann,
ohne dass eine Grafikkarte dazugesteckt werden muss.
HD-Fähigkeit muss ich vermutlich nicht extra erwähnen, da ja schon
günstige MB, wie das meines Freundes, laut Deiner Aussage das problemlos
können.
Wenn ich den c't Artikel richtig verstehe, muss es ein Board mit DualLink DVI sein, richtig?

5 SATA-Hotplugging

Wichtig ist mir noch, das man SATA-Platten "hotpluggen" kann.
Aber das ist vermutlich Standard bei modernen Boards, oder?
Ich möchte mir dafür eine Schublade beschaffen.

6 AMD/Intel

Ich bin keineswegs auf AMD eingeschossen.
Wenn es gute Argumente für Intel gibt: her damit.
Im Fazit der c't wurde ja eine klare Tendenz postuliert: AMD-Boards seien nicht so reif wie ihre Verwandten für Intel, auch in der Vergangenheit.

7 Sound

Ich besitze eine hochwertige PCI-Soundkarte für Aufnahmen.
Die Qualität des Onboard-Sounds einiger Boards soll laut c't Test sehr gut sein.
Wenigstens für das Abspielen wäre also die PCI-Soundkarte nicht nötig.
Wißt ihr, was Soundkarten so in etwa verbrauchen, in Differenz zu Onboard-Sound?
Was vermutlich nicht geht (in meinem OS): Müheloses manuelles elektrisches Umschalten (die eine an, die andere aus) per Software zwischen Onboard-Sound und PCI-Sound.

8 CPU: Keine Games, kein Video-Rendering

Von daher ist vermutlich für mich Mittelklasse in der Leistung ausreichend.
Aber vielleicht weiß ich nur nicht, bei welchen meiner Anwendungen sich mehr CPU-Leistung besonders positiv bemerkbar macht.
Weltenspinner empfahl im anderen Thread den AMD 240e. Spricht irgendwas gegen diesen Prozessortyp?

9 Suspend to RAM

Ich besaß noch nie ein Board mit dem die ACPI-Modi "Suspend to RAM" und
"Suspend to Disk" sauber funktionierten.
Absolutes Muss. Aber laut c't Artikel ist das wohl bei modernen Boards (Ausnahme Sapphire) kein Problem.

10 OS: Linux

Distribution: Kubuntu 9.10 (64bit)
Gastsystem in einer virtuellen Maschine: Win XP

11 RAM

Wenn ich es richtig verstehe, ist DDD2 nicht kompatibel zu DDR3.
Schade, ich habe vier 1GB-Riegel "DDR2, 400, CL3, PC3200".
Hätte sie gerne erstmal weiterverwendet. Pech.
Da ich eine virtuelle Maschine nutze, möchte ich mir die Erweiterbarkeit auf 16GB offenhalten.
Aber die meisten MB können das offenbar.

12 Lüfterregelung

Nur wenn der Lüfter einen relevanten Anteil am Gesamtverbrauch hat, werde ich Lüfterregelung als Kriterium reinnehmen. Laut c't Test können nur einige MBs den Lüfter ganz ausschalten.

13 SSD

Falls man sowas als Beschleunigung einsetzen möchte: Muss man da auf bestimmte Merkmale des MBs achten?

14 Preis

Gerade beim MB kommt es mir nicht auf ein paar Euro an.
Wichtig ist mir, dass langlebige Teile im MB verbaut werden und der Hersteller als zuverlässig gilt, auch was die Pflege der Treiber angeht.

15 Netzteil

Würdet ihr für eine gute Zukunftssicherheit ein Netzteil mit mehr als 300W wählen?
Ich kann mir bisher noch keine Bauteile vorstellen, die das nötig machen könnten. Aber ihr seht da sicher klarer.

Mehr über : rechner zusammenstellen bitte bewertung artikel heft 148

1. November 2009 09:23:14

1. Sollte drinn sein

2. Das sowieso

3. Eigentlich hat man damit zeitweise mehr Ärger als nutzen. Das Programm muss das Teil zu 100% unterstützen, sonst klappts net mit Ruckelfrei, da die Grafikkarte + CPU (üblicherweise) zu klein sind.

4. Jawohl Dual Link DVI

5. Das hat weniger was mit dem Board als mit der Umstellung auf AHCI zu tun, Hotplug gehört da dazu. Wenn du die Platten im IDE Mode installierst, klappts logischerweise nicht mehr ;) .

6. Guade Sach

7. Das für einer Soundkarte ist vor allem die sauber geschirmte D/A Sektion auf dies leider irgendwann ankommt. Wenn du digital raus und reingehst ist der onboard passabel, wenn nicht, dann nicht.

8. Was den für anwendungen?

9. ..

10. ..

11. 16GB? Dann bist du mit einem i7 deutlich besser aufgehoben. Das ist deutlich günstiger zu erreichen. Du bist dir ja bestimmt im klaren was ein 4 GB Riegel kostet oder?

12. Dich kratzen tatsächlich max 2W für einen Highspeedlüfter mit um die 2kU/Min. Wow.

13. Logo, es sollte SATA 2 haben ;) . Nein mal ernsthaft, musst auf nix achten, nur auf das OS (Win 7 / TRIM Befehl).

14. Also schonmal nicht Asus, ich habe gestern versucht einen Soundkarten treiber runterzuladen. Nicht möglich, die wollen ihren Downloadrobo da benutzen wofür man aber blechen muss ;) .
1. November 2009 09:42:03

@Levi88

3
Kannst Du (oder jemand sonst hier) da von konkreten Erfahrungen mit HD-Playern unter Linux berichten?
Würde wirklich eine Erhöhung der CPU-Leistung das Ruckeln beseitigen?

5
OK. Wenn ich Dich richtig verstehe, können das aber alle modernen Boards und es ist daher kein Entscheidungskriterium zur Auswahl eines konkreten Modells, richtig?

7
Bei Aufnahmen hängt ein Mischpult mit Mikrophonvorverstärker zwischen Soundkarte und Mikro.
Das Mischpult verfügt über keine digitalen Ausgänge.
Ob es Mischpulte mit solchen Ausgängen gibt, habe ich noch nicht recherchiert.
Insgesamt kann ich mir nur schwer vorstellen, dass ein Onboard-Sound klanglich wirklich mit einer (von der c't mal als Referenz bewerteten) hochwertigen separaten Soundkarte konkurrieren kann.
Aber ich kann mich natürlich täuschen.

8
Virtuelle Maschine; Foto-Workflow-Anwendung (vermutlich wird es Lightzone von der Firma Lightcrafts werden, weil es die einzige für Linux verfügbare ist) für das verlustfreie Arbeiten mit Fotos im RAW-Format; Audacity (Audio-Aufnahme), Video-HD-Player (weiß noch nicht welchen).
Was anderes mit Rechenbedarf fällt mir nicht ein.

11
Bei den aktuellen Preisen auf keinen Fall 16GB, klar.
Mir geht es nur um Aufrüstbarkeit, sobald die Preise mal unten sind.
i7 wird sicher viel Energie verbrauchen - im Vergleich zum 240e, oder?
Gibt es überhaupt ein Intel-Pendant zum AMD-240e?

1x4GB statt 2x2GB kann man ja aufgrund des Preisunterschiedes vergessen. (Und vermutlich wäre 2x2 auch wegen Dualchannel flotter, oder nicht. Nur aus Neugier.)
Wenn man irgendwann mal auf 16GB aufrüsten will, muss man also die 2x2GB abstoßen.

12
Ausschlaggebend für eine Entscheidung wäre das sicher nicht, logisch.
Aber wenn ich das Merkmal ohne Nachteile mitnehmen kann, tue ich es.

14
OK. Von Asus wurde mir auch im anderen Thread schon abgeraten.
Ähnliche Ressourcen
1. November 2009 10:43:40

Hi,

ohne dir den Spass zu nehmen... ich rate DRINGEND von AMD-Grafikchips unter Linux ab. Deren proprietaere Treiber sind unterirdisch und die Opensource-Alternativen an vielen Stellen stark eingeschraenkt. Ich habe auf Arbeit schon etliche Stunden versenkt, irgendwelchen 690G oder 780G Sondermuell "vernuenftig" zum Laufen zu bringen. Vernuenftig heisst hier nicht, dass es mal eben startet und gut aussieht, sondern wochenlange Studentennutzung moeglichst ohne Reboot ueberlebt.

MANCHMAL geht es problemlos mit den ATI-Treibern, aber niemand garantiert, dass es das nach dem naechsten Update auch noch tut (meistens nicht!). Mit nVidia hatte ich solche Probleme noch nie (unter Linux, wohlgemerkt!).

Wenn du ein AMD-System haben willst, dann nimm eins mit nVidia-Grafik bzw. nVidia-Chipsatz, da gibt es auch vernuenftig funktionierende Onboard-Grafiken, die fuer deinen Fall mehr als ausreichen.

Die Kritik an ASUS verstehe ich nicht... was hat das komplizierte Downloaden eines Windows-Treibers mit einem Linux-System zu tun? Zumindest unter Linux habe ich mit Asus wesentlich bessere Erfahrungen als z.B. mit Gigabyte gesammelt.

Auf Arbeit haben wir aktuell einen neuen Pool mit ASUS M3N72-D, AMD Phenom 2 940 und 8 GB RAM. Laeuft unter Linux (Gentoo) wesentlich problemloser als jedes Board mit AMD-Chipsatzgrafik. Treiber laden, geht. Die 690G-Ausstattung eines anderen Poolraums hat schon mehr Arbeitsstunden vernichtet, als ein paar von den Rechnern wert sind.

Edit:

Wenn es dir um geringen Stromverbrauch geht, dann schau dir mal die Lynnfield-Plattform an. Auf Arbeit testen wir gerade einen i7 860 auf dem kleineren der beiden Intel-MikroATX-Boards (auf der Intelseite zu finden). Mit 4 GB RAM, einer GT9500 und einer 500GB Seagate braucht das Ding unter Linux im Idle 44 Watt. Betreibt man ihn headless ohne Grafikkarte und schaltet die Platte in Standby, ist man bei 19.

Das macht derzeit kein AMD-System nach.

Viele Gruesse,

Jan
1. November 2009 10:52:57

3. Sry mit Linux kann ich nicht dienen, würde aber von vornherein auf eine seperate Nvidia Grafikkarte (ala GT220) setzen (passiv). Der Treiber ist @ Linux auf jedenfall besser ^^. Dann benötigst du noch einen unter Linux laufenden Player mit Hardwarebeschleunigung..

5. Jedes Board mit SATA 2 oder SAS (2) kann das.

7. Der Audiochip wird in 99,999% der Fälle keine anständig geschirmte D/A Sektion haben d.h. Rauschen. Ich weiß ja net :p .
Solang allerdings das Mischpult n digitaleingang hat, wärs wurscht, weil dann ist da drinn auch deine D/A Sektion ;) .

11.
Das würde ich eher mal andersrum sehen. Der i7 hat Powergates und kann komplette Kerne absolut Stromlos machen. Das bedeutet das der Leerlaufbedarf absolut außer Konkurenz steht. Lies dir des einfach mal genauer durch.
http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/2009/test_intel_core_i5-750_core_i7-860_core_i7-870/33/#abschnitt_leistungsaufnahme
Kurzum, dass System hat sehr viel Dampf, wenn man so will.
Ein i5 750 würde btw ausreichen, mit 2-3 Vortuellen Maschinen würd ich persönlich jedoch zum 860 greifen.
Musst du wissen was du genau haben möchtest. Prinzipiell ist der 240e sicherlich nicht schlecht.
Dualchannel ist natürlich schneller.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, 8 GB reichen für ne Menge virtueller Maschinen *grins*.

12.
Einfach Lüfter mit Leistungsaufnahme unter 1W @ 12V kaufen.. zB Scythe Gentle Typhoon.

14. War nur als aktuelles Beispiel gesehen, ich hab da nochn paar mehr Dinge. So hat jeder hier seine persönlichen Erfahrungen inkl. entsprechenden Vorurteilen :) .

--EDIT--
@ JanR: Ich kann nur als Windowsnutzer sagen: Vieles, was Asus tut, ist nicht nett und bestimmt nicht plattformbezogen. zB den miesen Support gibts auch für Linux *grins*.
1. November 2009 18:58:03

Hi,

der Linuxsupport ist eigentlich fuer alle Consumerboards gleich, naemlich Null. Wenn man das haben will, muss man ein Workstation- oder Serverboard nehmen - Supermicro und Tyan haben da ein paar nette Boards (kosten auch entsprechend, dafuer koennen sie ECC mit dem passenden Prozessor).

Ich glaube nicht, dass du bei dem Prozessor fuer Full-HD ein Grafikmonster brauchst. Wenn AMD, dann, wie oben geschrieben, nvidia-Chipsatzgrafik. Wenn die dann doch nicht reicht, kannst du immer noch nachruesten.

i7860 vs i5 750: Unter Linux bringt das Hyperthreading richtig was. Ich wuerde von daher auf keinen Fall den verkrueppelten i5 750 nehmen. Der 860 schlaegt bei unseren ueblichen Versuchen (z.B. Kompilieren) einen i7 920 recht spielend. Turbo usw. gehen natuerlich auch unter Linux. Man sollte aber nicht auf die absolut unsinnige Idee kommen, den ondemand Governor zu aktivieren. Performance ist wesentlich schneller und verbraucht genausowenig Strom, denn die Power Control Unit der Nehalems kann das wesentlich besser als jede Software.

Viele Gruesse,

Jan
1. November 2009 19:34:03

@JanR

Bist Du Dir in Bezug auf den Linuxsupport bei AMD-Grafik sicher, dass dies auch für 785 auf aktuellen Kernels gilt.

Ich habe noch einen Bekannten gefragt, der sagt, dass ihm die Probleme von der alten 690er Onboard-Grafik bekannt sei. Bei den aktuellen 785 kenne er bisher keine Probleme.

Ich frage das nicht, weil ich gerne AMD nehmen möchte. Ich bin vollkommen offen und folge gerne den besten Argumenten/ Erfahrungen.

Zu nvidia-Onboard-Grafik:

Gibt es denn überhaupt welche, die so leistungsfähig wie die 785 von AMD sind?
Wie erwähnt ist es mir wichtig, dass HD-Video kein Problem bereit, genauswenig wie Output für einen 30-Zöller.

44W bei Eurem i7 860, GT9500, RAM und Festplatte ist wirklich ein toller Wert.

Sogar geringer als der von jedem, der im c't Artikel getesteten Systeme mit AMD-Boards.

Andererseits spricht
http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren...
von einem mindestens doppelt so großen Verbrauch im Leerlauf bei einem System mit i7 860.

Mir ist insgesamt noch nicht klar, ob wirklich starke Argumente gegen die Verwendung von Onboard-Grafik sprechen.

Übrigends habe ich das Board Gigabyte GA-MA785GMT-UD2H*, welches mir Weltenspinner in einem anderen Thread empfohlen hatte, problemlos für einen Freund unter Linux Kubuntu 9.10 verwendet.
Ich musste keine Treiber manuell installieren.

Die Eigenschaften der i7 CPUs klingen in der Tat interessant.
Kerne zu und abschalten, einzelne Kerne hochtakten. Coole Sache.

Eine Preisgegenüberstellung von einem i7 860 System versus AMD 240e muss ich noch machen.
Hab' noch keine Vorstellung.

Zu Mikro-ATX, versus ATX:

Lohnt sich Mikro-ATX in Bezug auf Stromverbrauch.
Im c't Test verbrauchen die Mikro-ATXer nicht weniger als ihre ATX-Pendants.
In Punkte Ausbaubarkeit offenhalten ist ATX irgendwie netter, oder wie seht ihr das?




* Eine fiese Sache gab's mit dem Gigabyte-Board und dessen DVI-Output.
Die Bootsequenz wird an DVI offenbar in einer Auflösung ausgegeben, die das Display nicht kann.
Es bleibt während des Bootens schwarz.
Am analogen Output des Boards und einem geliehenen Display mit analogem Eingang: kein Problem.
Der Händler wußte keine Rat. Im BIOS scheint es keine Einstellung zu geben um den Mist zu beheben.
Aber das nur am Rande.
1. November 2009 19:51:57

Hi,

ich versuche mal, alle Punkte anzusprechen:

785: Es geht nicht darum, dass der Chipsatz oder die Grafik Mist sind, es sind die ATI-Treiber unter Linux. Wir hatten auch schon Konstellationen, die eine Weile problemlos liefen, aber dann haben wir irgendwas anders installieren muessen (anderes X, anderen Fenstermanager, was auch immer) und schon war alles superunstabil. Es mag gut sein, dass es bei deinem Bekannten jetzt laeuft, aber das garantiert absolut nichts fuer die Zukunft. Vermutlich findet man mit genug Aufwand immer wieder eine Kombination von X, Fenstermanager, ATI-Treiber und Kernel, die problemlos geht, aber will man sich das antun? Unsere Loesung ist derzeit der Opensource-Treiber, aber da verliert man sehr viel und 100% stabil ist das auch nicht (jedenfalls nicht fuer unsere Anforderungen). Mit nvidia gab es derlei Probleme noch nie. Von daher kann ich nur von AMD-Grafik abraten fuer den stabilen und sorgenfreien Linuxeinsatz.

Zur Performance der Onboardgrafik von nvidia kann ich nichts sagen, nur, dass sie fuer den Officebetrieb mehr als ausreichend ist. Video machen wir auf den Dingern nicht. Fuer die AMD-Grafik ist uebrigens auch nicht garantiert, dass ausgerechnet die Videobeschleunigung in vollem Umfang funktioniert... Von daher wuerde ich es - wenn AMD - mit der Onboardgrafik versuchen und dann notfalls eben doch eine Grafikkarte nachstecken. Ich hab hier zu Hause ein Quadro NVS 290 zu laufen, die etwa selbiger Onboardgrafik entspricht. Damit kann ich 2x1680x1050 problemlos treiben und auch Vollbildvideos (auf einem Bildschirm, der zweite ist hochkant) laufen problemlos trotz recht wenig CPU-Power (vier Jahre alter Athlon 64 X2 4400+). Alles Linux-only, versteht sich. Am besten mal googlen, da sollte sich finden lassen, was genau du minimal brauchst.

Stromverbrauch: Schau mal bei computerbase in die Zusammenstellung. Da steckte eine 9800 GTX engineering sample drin... keine Ahnung, wer auf solche Ideen fuer solche Messungen kommt. Unsere 9500GT braucht im Leerlauf wesentlich weniger und ohne sie sind es nochmal 20 W (!!!) weniger. Von daher muss da die kleinste Karte rein, die deinen Anspruechen genuegt, alles andere ist Verschwendung. Bedenke bei Messungen auch, dass X laufen muss, ohne ist die Karte nicht sauber initialisiert, was bei unserer 9500GT wiederum 5 W mehr bedeutet.

ATX vs Mikro-ATX: Der Stromverbrauch haengt davon ab, wieviel Unsinn auf dem Board drauf ist, nicht von der Groesse. Alles, was sich nicht 100% abschalten laesst (ob es reicht, das im BIOS zu tun, ist fraglich... gute Serverboards haben genau darum dafuer Jumper), braucht Strom. Je mehr Kram also drauf ist, desto mehr braucht das Ding. Das kleine Intel, das wir genommen haben, ist quasi nackt. Ausser Sound und LAN (uebrigens ein Intel 82574L, nicht der Realtek-Mist, den man sonst findet) hat das nichts. Wenn man hingegen 25 SATA-Chips und 4 Netzwerkadapter usw. hat, dann verballert das alles im Idle Strom.

Viele Gruesse,

Jan
2. November 2009 07:17:40

JanR:
Deine 9500GT ist ein Strommonster gegen eine GT220, dass ist dir schon klar oder x.O.
http://www.computerbase.de/news/hardware/grafikkarten/nvidia/2009/juni/informationen_geforce_g_210_gt_220/
Irgendwo gabs auchn Test, find ihn aber grad net.

@ ibu, da ist auch eine ganz andere Hardware drinn. Das sind Spieler die da größtenteils nachlesen, also baut man auch ein entsprechendes Kärtchen ein.
Eine 9800GTX ist nicht wirklich ein Idlestromsparwunder ;) .

--EDIT--
http://www.hardwareluxx.de/index.php/artikel/hardware/grafikkarten/13387-zotac-geforce-gt220.html?start=3

2. November 2009 07:40:08

@Jan

[ATI oder Nvidia]

OK, Deine Erfahrungen sprechen eindeutig gegen ATI unter Linux.

Dann muss ich mich jetzt darauf konzentrieren, herauszufinden, welche Nvidia-Onboard-Grafik bei einem Board für Intel-CPUs (oder auch von AMD) für mein Ziel Nummer 4 wirklich mindestens erforderlich ist:
HD-Video und Dual-Link für ausreichend Grafikleistung für einen 30-Zöller (2560 x 1600).



Vielleicht liest ja jemand mit, der dazu was sagen kann.

In einem anderen Thread hier im Forum hatte Weltenspinner folgende Zusammenstellung erwähnt:
DFI JR GF9400-T2RS
Intel Pentium Dual-Core E6300, 2x2,80GHz

[ATX/Mikro-ATX/Jumper]

Interessant. Das auf Server-Boards Sachen elektrisch zuverlässig "abgeklemmt" werden können, auf Desktop-Boards nicht, wußte ich bisher nicht.

Schade, dass sowas bisher nicht zuverlässig über das BIOS geht.
Dann wären Erweiterbarkeit und Energieverbrauch keine "Feinde" mehr.

Zu Solid State Drives:

Muss man beim Mainboardkauf auf ein Merkmal achten, wenn man vorhat (oder es sich offenhalten möchte), SSD einzusetzen um bestimmte Prozesse (Startzeit von Programmen etc.) relevant zu beschleunigen?
2. November 2009 08:34:28

Hi,

Onboardgrafik: Wenn Lynnfield (i7 860), dann brauchst du nicht zu suchen, da gibt es noch keine.

Abschaltbarkeit: Das ueber das BIOS kann auch gut funktionieren, nur: Verlaesst man sich darauf?

SSDs: Das Mainboard sollte SATA2 koennen, aber das koennen seit mehreren Jahren eigentlich alle.

Vielleicht solltest du dir ernsthaft mal Workstation- oder Serverboards anschauen. Soviel teurer sind die nicht und auch ECC-Speicher kostet kaum mehr, bietet aber gerade fuer deinen Nicht-Spiel-Einsatzzweck sehr viel hoehere Datensicherheit (siehe auch juengste Googlestudie zu Speicherfehlern).

Viele Gruesse,

Jan
2. November 2009 08:52:53

Hi,

Zitat :

Deine 9500GT ist ein Strommonster gegen eine GT220, dass ist dir schon klar oder x.O.


Schon klar, die ist auch nicht mehr die allerjuengste, sondern eben das, was wir in die Testrechner stecken (billig, nVidia, DVI).

Ich bin ja ein grosser Freund der Quadro NVS Reihe. Die bekommt man in der eBucht sehr billig (weil spieluntauglich), sie sind hochwertig (Quadro eben) und verbrauchen extrem wenig Strom (meine NVS290 hat einen Vollastverbrauch von 21 Watt, etwa soviel wie die 9500GT im idle). Ich weiss aber nicht genau, ob sie FullHD sinnvoll unterstuetzt, kann ich mangels Monitor nicht testen. Fuer 1680x1050 reicht es, ebenso fuer den benutzbaren Dual-Betrieb mit einem Monitor hochkant (bei so einer Config geht Twinview nicht, da muss die Karte und die CPU also mehr machen als ueblicherweise).

zu 15 noch: Nimm ein moeglichst kleines 80+ Netzteil eines renommierten Herstellers. Wenn du keine Spielegrafik brauchst, reichen auch 300W (auf die Belastbarkeit der 12V-Schiene achten!).

Unser i7 860 kommt bei Vollast mit 8xmprime (Linuxgegenstueck zu prime95) auf 156 Watt primaer.

Viele Gruesse,

Jan
2. November 2009 09:18:38

JanR sagte:


Vielleicht solltest du dir ernsthaft mal Workstation- oder Serverboards anschauen. Soviel teurer sind die nicht und auch ECC-Speicher kostet kaum mehr, bietet aber gerade fuer deinen Nicht-Spiel-Einsatzzweck sehr viel hoehere Datensicherheit (siehe auch juengste Googlestudie zu Speicherfehlern).


Bist Du so nett und nennst mir mal ein Beispiel eines geeigneten Serverboards und Speicher (2x2GB, DDR3, PC3-10600), damit ich die Preise ermitteln kann?

Insgesamt kann ich es mir nur schwer vorstellen, dass das Anforderungsprofil für Server-MBs mit dem von Desktop-PCs für den Privatnutzer viele Überschneidungen aufweist.

Zum Beispiel dürfte die ACPI-Modi "Suspend to RAM" und "Hibernation" völlig unwichtig für Server-MBs sein.
Onboard-Grafik eh.

Aber vielleicht täusche ich mich.

Bin gespannt, was ein passendes Server-MB plus RAM kosten würde und welchen Energieverbrauch es (fertig gejumpert) hätte.
2. November 2009 20:21:04

Hi,

so unterschiedlich sind die Anforderungen gar nicht. Auch eine Workstation moechte man suspenden und auch ein Server muss wenig Strom verbrauchen, wenn gerade nichts los ist. Da ist es sogar noch wichtiger, denk nur an ein Rechenzentrum mit hunderten von Maschinen.

Du wirst lachen, Onboardgrafik ist fast ein Muss bei Serverboards. Die meisten kleineren Nutzer betreiben die Dinger an konventionellen KVMs und da braucht man einen Monitoranschluss. Meist haengt da irgendein billiger PCI-VGA-Controller dran, was fuer Primitivgrafik oder Textmode vollkommen ausreicht. Kann man aber per Jumper ausmachen, wenn man eine echte Grafikkarte will.

Wenn wir z.B. beim Lynnfield bleiben, dann schau dir mal das ASUS P7F-E an, oder, wenn es noch professioneller sein soll, das X8SIE von Supermicro. Beide fressen registered ECC RAM mit x8 Organisation (siehe Handbuch) und bieten SECHS Slots. Fuer viel Geld (derzeit) kannst du da 32 GB draufpacken, und zwar sehr sicheren ECC-Speicher.

Darauf dann einen Xeon 3460 und du hast eine echte nette Workstation.

Viele Gruesse,

Jan
4. November 2009 19:16:25

@JanR

Danke für die Details zu den Workstation-Boards. Ich werde mir das für die Zukunft merken.

Die Boards fangen also preislich offenbar bei 210€ an (Dein Beispiel ASUS P7F-E).
Das ist mir zuviel.

Auch der i7 860 liegt mir preislich zu hoch.

Der i5-750 kommt mit 155€ grundsätzlich in Frage.

@all

Ich möchte nochmal einige Punkte zu den beiden Strängen Intel- bzw. AMD-System klären.

A
Für den Fall, dass es ein Intel-System mit i5-750 und DDR3 RAM wird:

A1
Würdet ihr ein Board mit SATA3-Unterstützung (Zukunftsicherheit) wählen, oder ist das noch nicht ausgereift genug? Oder geht das unter Linux vielleicht gar nicht?

A2
Wenn SATA3 keine Rolle spielte:
Welches Board würdet ihr mir empfehlen?

B
Für den Fall, dass es AMD-System mit 2, 3 oder 4 Kernen, DDR3 RAM und nVidia-Grafik onboard wird:

B1
Wie schätze ihr den Nutzen der Steigerung der Anzahl der Prozessorkerne von 2 auf 3 bzw. von 2 auf 4 für eine virtuelle Maschine ein?
Während ich das Gastsystem nutze, beabsichtige ich nicht auf dem Wirt "besonderen Arbeiten ausführen zu lassen".

Ich kann mir bisher daher nicht vorstellen, dass ein weiterer Kern (Ich habe bei dieser Frage übrigends die Variante AMD-Board mit nVidia-Grafik onboard im Kopf) für das Arbeiten in einer VM viel bringt. Täusche ich mich?

B2
Welches Board mit nVidia-Grafik onboard könnt ihr mir empfehlen?
(Der Test in der c't beschäftigt sich ja leider nur mit ATI-Grafik onboard.)
Es soll den Sockel AMD3 und DualLink aufweisen.
Die Grafik muss Full-HD darstellen können.
Am Rande: sehe ich es richtig, dass es bisher keine AMD-Boards mit SATA3-Unterstützung gibt?

B3
Lohnt sich aus Eurer Sicht das Warten auf einen Drei-oder Vierkernprozessor (e-Variante) der Revision C3? Zur Zeit gibt es nur C2.

Danke.
5. November 2009 07:24:41

A1:
Nein, dass Gigabyte Board schraubt für diesen Mistcontroller die Grafikkarte auf 8x zurück und das Asusteil ist zu teuer. Es gibt noch nichtmal Geräte mit SATA3.
Mach dir deswegen mal keine Gedanken. USB 3.0 ist interessanter und für sowas wirds beizeiten Extenderkarten geben

A2:
Intel P55KG

B1: Du täuscht dich. Du redest hier von einem OS. Wenn du jetzt nicht die letzte Müll VM nutzt können die alle Multithreaded, was dir auch extrem was bringt.
Bei Spielen war / ist das immernoch anders (mal so mal so) aber bei Anwendungen ist das Thema größtenteils schon durch.

B2: kA Ich bau sowas net.. also AMD Systeme Ich blick da auch nie durch.
Bin mir nichtmal sicher obs für AM3 überhaupt nen anständigen Nvidiachipsatz gibt.
Ich würd von dem Nforce Mist jedenfalls die Finger lassen und einfach eine normale Grafikkarte bauen. Das können se wenigstens.

B3: Nö. Wenn dus mitnehmen kannst, warum nicht, aber besser gehen tuts nicht und Stromsparen auch nur sehr wenig.

PS: Ich denke das des Brett für 210€ ein schlechtes Beispiel war. Ein Gigabyte P55 UD6 kostet wegen 6 Ramslots auch ziemlich viel ^^.
5. November 2009 08:12:58

Hi,

Zitat :

PS: Ich denke das des Brett für 210€ ein schlechtes Beispiel war. Ein Gigabyte P55 UD6 kostet wegen 6 Ramslots auch ziemlich viel ^^.


Fuer Workstationboards ist das halbwegs normal, man findet aber auch fuer vielleicht 50 Euro weniger was brauchbares.

Spieleboards sind natuerlich billiger.

SATA3 ist IMO derzeit ueberfluessig... wobei es auf fraglichem Gigabyteboard fuer die hier angesprochene Anwendung nicht stoert, wenn die Grafik mit x8 laeuft. Ist immerhin PCIe2.0. Meine Quadro NVS290 laeuft auch nur mit x8, und das nur PCIe 1.0 und es stoert nicht im geringsten, wenn man nicht spielt.

Nachtrag: Es gibt IMO keine nvidia-Boards fuer AM3. Duerfte an AMDs Politik liegen, aber im Grunde ist das auch egal. Geschwindigkeitsmaessig hat AM3 keinen nennenswerten Vorteil fuer die hier relevante Anwendung. 16 GB gehen auch mit DDR2.

Viele Gruesse,

Jan
5. November 2009 11:30:45

Erstmal Danke für Eure Kommentare :) 

@Levi88

B1: Ich benutze VirtualBox und ein einziges Gastsystem (WinXP), nicht mehrere parallel. Kann das Gastsystem wirklich einen dritten Kern sinnvoll nutzen, auch wenn die Gastanwendungen alle keine Mehrkernunterstützung aufweisen?
Vielleicht stehe ich auf der Leitung, aber ich kapiere noch nicht, warum mehr als zwei Kerne für das geschilderte VM-Szenario was nützen.

@JanR
Zu blöd, dass es keine AM3-Boards mit nVidia-Onboard-Grafik gibt.
Ich möchte zum Einen ungern nach einem Jahr, wenn ich Lust bekomme, den Speicher von 4 auf 8GB aufzustocken, erleben, dass dann DDR2-Speicher rar (und teuer) geworden ist.
Vor allem aber haben die AM3-Boards im c't Test deutlich besser abgeschnitten als die AM2+ Boards.

Schöne Grüße, Andreas
Ähnliche Ressourcen