Das ist bei Doppelchipkarten immer so, deshalb ist die HD 4870 X2 recht gut konzipiert, weil sie schon 2x 1GB als Standard hat. Doppelchipkarten funktionieren wie zwei einzelne Grafikkarten, nur eben auf einer Platine.
Jeder Grafikchip zeichnet ein eigenes Bild (AFR-Modus), deshalb benötigt er auch einen eigenen Grafikspeicher, den er nicht teilen kann. Die Mikroruckler entstehen hauptsächlich durch die Synchronisierung der einzelnen Bilder, die jeder Chip berechnet und die dann als Reihenfolge am Bildschirm erscheinen.
Das ganze betrifft auch 4CF, wenn man z.b. 2x 3870 X2 koppelt, man hat zwar 4 Grafikchips, insgesamt 2 GByte Grafikspeicher, aber eben nur 4x 512 MByte in der Realität. Ich schreibe das bei den Tests immer in die technischen Daten: 2x512, 2x1GB oder 4x512. Wenn Crossfire oder SLI nicht unterstützt wird oder der Treiber nicht optimiert ist, kostet der zweite Grafikchip sogar Leistung und bringt weniger Speed als eine Einzelchipkarte.
Bei X2 oder GX2 kann man dann folgenden Trick anwenden, man schaltet auf Multimonitor um, dann wird Crossfire oder SLI absichtlich unterbunden und es wird nur ein Chip verwendet. Die Karte ist dann Kühler und versucht nicht auf den zweiten Chip zuzugreifen, kann ein paar Frames bringen, solange der Treiber Crossfire oder SLI noch nicht unterstützt. Das sollte man aber mit fraps testen, wie hoch der Gewinn oder Verlust ist, da man die Mehrleistung durch einen zweiten Chip nicht immer gleich sehen muss und manchmal nur messen kann.