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Grundsätzliche Frage zu Dual Channel

Letzte Antwort: in Motherboards, Chipsätze & RAM

Hallo.

Ich habe mal eine Grundsatzfrage zum Dual- oder jetzt auch Tripplechannel-Prinzip.
Theoretisch kann man es doch mit einem RAID 0 - System vergleichen, oder nicht? Bei einem RAID 0 werden die Daten doch aber gleichmäßig auf beide beteiligten Platten oder in diesem Fall RAM-Riegel geschrieben, wodurch dich die Bandbreite erhöht und im Gegensatz dazu die Kapazität nur eines Speichers verfügbar ist.

Wenn ich das ganze aber praktisch anwende passiert folgendes:
Beim Starten des PC wird Dual-Channel mit allen 4 1 - GB - Riegeln angezeigt. Also habe ich insgesamt 4 GB verbaut. Jetzt würde ich erwarten, daß mir im Betrieb 2 GB im Dualchannelbetrieb zur Verfügung stehen. Bei einem 64bit-Linux kann ich jedoch die kompletten 4 GB nutzen, bei WinXP und Vista, beide 32bit, logischerweise nur ca. 3,25. (Dieses Phänomen ist mir bewusst und ich erwarte keine Diskussion darüber.)

Warum also ist das so?

Gruß es!
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Experte in Motherboards

vonnordmann sagte:
im Gegensatz dazu die Kapazität nur eines Speichers verfügbar ist.
Alles richtig bis auf diesen Satz. Wenn Du es mit RAID vergleichen möchtest, dann verringert sich bei RAID (ohne Redundanz) also RAID0 die Kapazität nicht.

im singel-channel modus werden deine speicherriegel sequentiell angesprochen. sie sind ein linear aufgebauter speicherraum: d.h. wenn du z.b. 2x 1GB riegel hast und daten im physischen adressraum bis unter 1GB angesprochen werden, so wird nur auf deinen ersten riegel zugegriffen - von 1- 2GB adressraum auf den 2ten Riegel usw.

im dual channel wird aber ein interleave-modus verwendet, d.h. quasi die (z.b.) ersten 4kB sind auf dem ersten riegel, die zweiten 4kB auf dem zweiten, die dritten 4KB wieder auf dem ersten usw.

damit wird im allgemeinen die hohe bandbreite bei größeren zugriffen erreicht, indem parallel von beiden riegeln gelesen wird, da die daten auf beiden verteilt sind.
Experte in Motherboards

Um mal ein Gefühl für die Größenordnung zu bekommen: Im Dual-Channel Interleave Modus wird pro Cacheline interleaved. D.h. Ping-Pong zwischen beiden Speicherbänken alle 64 Byte.

Beim Festplatten RAID liegen typische Stripesizes im Bereich 16kb - 128kb.

7oby sagte:
Um mal ein Gefühl für die Größenordnung zu bekommen: Im Dual-Channel Interleave Modus wird pro Cacheline interleaved. D.h. Ping-Pong zwischen beiden Speicherbänken alle 64 Byte.

Beim Festplatten RAID liegen typische Stripesizes im Bereich 16kb - 128kb.

öhm ja... etwas in dem bereich war zu vermuten. die 4kB waren nur exemplarisch, da ich die genaue größe nicht kannte.

Zitat :
Um mal ein Gefühl für die Größenordnung zu bekommen: Im Dual-Channel Interleave Modus wird pro Cacheline interleaved. D.h. Ping-Pong zwischen beiden Speicherbänken alle 64 Byte.

Beim Festplatten RAID liegen typische Stripesizes im Bereich 16kb - 128kb.


Daß RAM schneller ist als eine Festplatte, habe ich auch mal gelernt. Hier ging es um das grundsätzliche
Verständnis des sozusagen-RAID-Verbundes, der mir nicht einleuchten wollte ;) 

Zitat :
damit wird im allgemeinen die hohe bandbreite bei größeren zugriffen erreicht, indem parallel von beiden riegeln gelesen wird, da die daten auf beiden verteilt sind.


Genau, prinzipiell wie Stripping im RAID 0. Nur eben ein "klein wenig" schneller...
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