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Dauerbetrieb geeignet, Raid-erprobt, >= 1TB und schnell?

Letzte Antwort: in Produkte: Meinungen, Erfahrungen, Empfehlungen

Hi.

Ich hatte bisher zwei 500 GB WD Platten (sogenannte "Server-platten" die nach 15k bzw. 19k Stunden den Geist aufgegeben haben :D , wie gut dass die von WD darauf 5 Jahre Garantie geben, diese Trottel) in meinem System als RAID0. Liefen über den auf dem Mainboard eingebauten Intel ICH9R controller. Mein Rechner läuft meistens 24/7. Nach gut 2 Jahren ist die erste Platte abgeraucht (nach ca 15k Stunden), und ein gutes halbes Jahr später die zweite. Obwohl ich die Platten von WD ersetzt bekomme habe ich keine Lust mehr ständig mein OS neu installieren zu müssen.

Daher möchte ich jetzt lieber auf den Speed-Vorteil bei Schreibvorgängen verzichten und zwei Platten als RAID1 (anstatt RAID0) betreiben.

Zunächst eine Frage: mir sind diese SoftRAID Controller (wie der ICH9R) nicht wirklich geheuer, daher würde mich interessieren: wenn ich da 2 (gleiche) Platten betreibe, als "1" Volume (RAID1) erstelle und dann eine Platte kaputtgeht ... funktioniert die andere Platte dann
a) nur unter diesem Controller weiter
b) würde auch ohne die Benutzung des Controllers weiter funktionieren (a.k.a. der Controller verändert, bei RAID1, die Platten nicht auf abartige Weise so dass diese nur mit dem Controller noch zugreifbar sind)?


OK, dann zum eigentlichen Thema:
Ich suche: SATAII Festplatte die gut im Dauerbetrieb funktioniert (falls Lebenszeit nicht so lange ist ist mir das egal, so lange sie kürzer als die Garantiezeit ist und ich sie umtauschen kann, kann es mir ja Dank RAID1 egal sein).

Kapazität: 1 TB, gern auch 1.5 TB oder 2 TB.

Preis: nicht großartig über 130€

Einsatz: Wird partitioniert, installiere darauf auch das OS! [Edit: ich installiere Ubuntu-Variante und Windows 7, 64bit Versionen]

Falls ihr irgendwelche weiteren Angaben braucht, lasst es mich wissen ;) . Viele Grüße und Danke!

PS: Von den Tests die ich hier so gelesen habe scheint die Seagate Barracuda XT (2TB Modell) recht gut zu sein. Natürlich gibt's dann auch die Western Digital RE4, aber die ist halt auch eine dieser Pseudo-Dauerbetrieb Platten (genau wie meine zwei RE2's die nach 2 Jahren kaputtgingen, lächerlich, aber wenigstens ist der Support von WD gut) ... was aber ja bei RAID1 egal wäre. Allerdings sähe dann die Western Digital Caviar Black 2000GB deutlich besser aus. Hat 2 TB für 130€ (anstatt bei der RE4 wo ich nur 1TB für 96€ bekomme). Geht zwar sicher auch nach ca. 2 jahren kaputt, hat aber 5 Jahre Garantie...
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Beste Lösung

Aktuell ist das Einzige, was ich sehe, das Dir 150MB/s bei über 1TB ausfallsicherem Speichervolumen liefert, ein Hardware RAID5. Dafür brachst Du aber mindestens 3 Festplatten - also entweder 2,5"-Platten in einem geeigneten Rahmenausbau oder eine externe Lösung. Dafür muss man aber Genaueres über verfügbare Steckplätze, das Gehäuse sowie die Investitionsbereitschaft wissen.

Ich habe seit knapp einem Jahr 2 Western Digital Caviar Green (WD15EADS) (1,5 TB) in einem RAID1 laufen:

Der Rechner hat eine Gesamt-Uptime von über 360 Tagen und läuft seit 160 Tagen ununterbrochen. Hier sind die SMART-Daten der Platten:
http://nopaste.info/cf213c4785_nl.html
http://nopaste.info/08128e9c75_nl.html (Der riesige Wert vom UDMA CRC Error Count kam durch ein kaputtes SATA-Kabel zustande.)

Die beiden Platten laufen auf einem Atom-Board mit einem ICH7-Controller.
Die Platten sind nur mit dem Controller lesbar, mit dem sie erstellt wurden. Ein Ausfall eines Controllerchips sollte jedoch sehr unwahrscheinlich sein - eher geht dir das Netzteil oder eine der Festplatten kaputt.

Auf den Platten sind jeweils 7 Partitionen eingerichtet, ich habe ALLES gespiegelt - also das Betriebssystem als auch die Nutzdaten. Auf die Platten wird so gut wie ständig zugegriffen - zum einen liegen darauf meine Thunderbird- und Firefox-Profile, welche ich übers Netzwerk mounte, zum anderen laufen einige Serverdienste. Wirkliche Pausen haben die Platten also nicht.

Abgesehen von dem kaputten SATA-Kabel, was sich mit zehntausenden Logeinträgen und einer jämmerlichen Performance bei Festplattenzugriffen bemerkbar machte, läuft das System absolut rund.

MfG Jimini

Nachtrag: ich habe die Geschwindigkeit vergessen: übers LAN liegt die Geschwindigkeit bei ~76MB/s lesend und ~50MB/s schreibend, lokal bei ~95MB/s (bei direkten Zugriffen auf die Platte, nicht aufs RAID1). Klar, das sind keine Spitzenwerte, aber es ist ja auch nur ein Atom-Board. Mit einem potenteren Controller dürfte da annähernd Gigabit-Geschwindigkeit drin sein.

Hi Jimini, danke für die Angaben. Ich muss sagen dass in meinem Fall die SMART Werte der jetzt kaputten Platte leider keinen Hinweis auf den Ausfall gaben (ich meine: im Voraus). Erst dann als die Platte bereits im Eimer war kamen dann plötzlich Smart Events, und dann 2 Reboots später Smart Errors.

Ich finde die Tatsache recht beunruhigend dass zwei im RAID1 betriebene Platten nur mit dem ICH(7) Controller lesbar sind. Kann mir das sonst wer bestätigen? Denn ein Ausfall des Chipsatz ist durchaus möglich/wahrscheinlich, nämlich dann wenn das Mainboard kaputt geht (mein Mainboard hat ja jetzt schon Macken, einer der Gründe wieso mein Rechner 24/7 läuft, denn es ist relativ zeitaufwändig den Rechner überhaupt zum Kaltstart zu "überreden").

Es gab mal eine Google-Studie (Heise-Link), die besagte, dass 36% der untersuchten Festplatten vor dem Ausfall keine entsprechenden SMART-Daten lieferten. Insofern hast du Recht - wenn es keine bösen SMART-Daten gibt, heißt das nicht, dass die Festplatte nicht trotzdem bald kaputtgehen kann. Allerdings hat man andererseits kaum Möglichkeiten, die "Gesundheit" einer Platte zu testen. Bei einer Uptime von über 9000 Stunden pro Platte denke ich aber, dass die kritischen ersten Monate vorbei sind.

Was die Lesbarkeit einer einzelnen Platte aus einem RAID1 an einem anderen Controller angeht, so ist das auch nur ergoogeltes Wissen meinerseits. Ich würde das ja direkt mal testen, aber 160 Tage Uptime hemmen meine Motivation da ein bisschen ;) 

Du könntest dir natürlich auch einen SATA-Controller kaufen, wenn du deinem Board nicht traust. Je nach Preis (und Paranoia-Level) kannst du dir dann ja auch noch einen Ersatzcontroller zulegen, für den Fall, dass der verbaute kaputtgeht.

MfG Jimini

Hi.
Danke für den Link =). Ich hab auch ein wenig gegoogelt, und es scheint wirklich so zu sein dass man die Platten nur mit dem gleichen Controller auslesen kann. Was für ein sinnfreies Konzept... schließlich wird der Inhalt doch nur gespiegelt.

Würde ich nur Linux benutzen könnte es mir egal sein, ich könnte das in Software (im Kernel) erledigen lassen und dann sind die Platten problemlos mit jedem Standard S-ATA Controller lesbar. Naja, was solls.

Hat hier jemand Vorschläge für einen günstigen <= 50€ Hardware Controller? Ich suche deshalb nach einem günstigen da ich denke dass mein Mainboard es höchstens noch ein Jahr aushält. Aber bereits jetzt in einen teuren Controller investieren möchte ich nicht (wenn, dann einen guten Controller um daran mehrere SSDs anzuhängen mit mit ca 500 MB/s rumzuprahlen xD). Die Anforderungen die ich hätte wären:
- Schnittstelle: PCIe, habe sowohl 1x als auch schnellere Lanes im Mainboard zur Verfügung. Muss einfach nur schnell genug sein um SATAII voll auszunutzen (2 Barracudas kommen bestimmt auf bis zu 240 MB/s ... keine Ahnung ob dafür ein PCIe 1x ausreicht?)
- Treiber für Windows 7 und Linux
- betreibe nur 2 Platten daran
- Mir egal ob es in Wirklichkeit auch nur so ein FakeRAID Müll ist, so lange ich die Platten dann am nächsten Mainboard noch lesen kann....

Wegen der neuen Platten: bisher überzeugt mich die Barracuda XT am meisten. Nicht ganz billig, aber ziemlich schnell. Und auf jeden Fall viel Speicherplatz.

Statt des RAIDs würde ich eine Datensicherung machen - zum Beispiel inkrementelle Backups mit Acronics True Image Home. Ein Raid 1 würde nur Ausfallsicherheit bieten - bei größerer Belastung der Festplatten, mehr Krach, mehr Stromverbrauch. Kommt es zu einem anderen Fehler als dem Ausfall einer Festplatte, zum Beispiel Virenbefall oder "menschliches Versagen" oder was weiß ich, bringt Dir der RAID1 gar nichts. Hochverfügbarkeit scheint mir auch nicht Dein Problem zu sein. Außerdem hast Du so die typischen RAID-Sorgen nicht, mit denen Du ja schon konfrontiert wurdest.

Wenn Du Performance bei großem Datenvolumen willst, wäre eine VelociRaptor ein guter Ansatz. Damit bist Du durchaus so schnell wie mit einem RAID0, außerdem ist das Ding sehr stabil und sparsam. Auch eine WD Caviar Black wäre ein guter Ansatz. Je größer, desto schneller. Es macht auch Sinn, Daten und System zu trennen. Dann kann man auch was kleineres für das System nehmen, auch eine SSD.

Für Datensicherungen und als Datenplatte eine WD Caviar Green 2TB.

Also wäre deine Idee folgendes:
- eine z.b. 100 GB SSD für System und wichtigste Programme
- eine >= 1 TB VelocityRaptor oder Barracuda XT (ich glaube die Velocity Raptor ist kaum schneller als die Barracuda, oder? Jedoch deutlich teurer)
- eine günstige (langsame), gleichgroße externe USB Platte, die als manueller Spiegel dient

Darüber hinaus hab ich noch ne andere externe 1 TB platte auf die ich u.a. das SSD-System-Image speichern könnte.

Hab ich das so richtig verstanden?

Ich weiß ja nicht genau, was für ein Datenvolumen Du hast und wie schnell was davon sein muss, aber ...

... zwei WD Caviar Green 2TB sollten im Normalfall den Bedarf decken. Die ist nämlich nicht nur leise und sparsam - sondern auch schnell. Insofern es bestimmte kleinere Datenmengen gibt, die besonders schnell sein sollen, auf beide Platten dann eine möglichst kleine Partition am Anfang von zum Beispiel 50GB bis 100GB dafür anlegen. Den Rest für Daten und zur Datensicherung partitionieren.

Eine VelociRaptor gibt es nur bis maximal 600GB - und ist deutlich schneller als eine Barracuda XT. Es ist die schnellste SATA-Platte aut dem Markt - mit Abstand.

Für das System eine SSD oder ein Caviar Black oder eine VelociRaptor.

Wenn ich mehr über Deine Daten weiß, kann ich zielgenauer raten.

Ich hatte bisher 1 TB gehabt. Da ging mir allerdings der Platz schon langsam aus: Grund: Videoschnitt, wobei die Rohdaten, also die Video-Clips, in unkomprimierter Form vorhanden sind, d.h. die nehmen hunderte von GB ein. Um diese Videos flüssig im Editor abzuspielen braucht man an die 150 MByte/sec (HD Material). Umso schneller ich diese Daten lesen kann, umso besser. Mein altes RAID mit den "alten" WD RE2 platten kam nichtmal im RAID0 an 150 MB/sec.

Jetzt könnte ich mir als Alternative folgendes vorstellen: 2 Caviar Green 2 TB im RAID1 (jedoch weiß ich nicht genau wie schnell die im RAID1 lesen können, bzw. um wieviel langsamer die sind als die Barracuda XT). Und dann sorge ich dafür dass ich die Daten (d.h. die ganze Platte) regelmäßig per Acronis auf ein externes 2 TB Laufwerk sichere. Dadurch hätte ich Ausfallsicherheit und Datensicherheit.

Wenn ich das richtig verstehe, brauchst Du

1. ein paar hundert GB die garantiert 150 MB/s packen, aber quasi nur als temporäres Arbeitsverzeichnis dienen
2. 2TB Speichervolumen, der schnell genug ist, normales HD-Material abspielen zu können
3. eine solide Datensicherung

Ich sehe allerdings nicht, wofür Du Ausfallsicherheit brauchst. Ich würde das hier nach wie vor für kontraproduktiv halten, da sinnlos, aber eine zusätzliche Problemquelle.

Die VelociRaptor (600GB) (WD6000HLHX ist noch etwas schneller als die getestete) würde Dir mindestens zwischen 98,4 MB/s und 157 MB/s bringen, wäre also groß genug, aber nicht garantiert schnell genug.

http://www.tomshardware.de/WD6000HLHX-Velociraptor-600G...

Entweder Du akzeptierts, dass die Rapor nicht immer garantiert schnell genug, dafür aber völlig problemlos ist, oder Du nimmst zwei Kleinere im RAID0. Einzeln wären das 220 €, zwei davon mit jeweils 300GB wären 270 €, würden Dir aber garantiert auch als Mindestgeschwindigkeit genug Performance bringen. Noch spürbar schneller wären zwei 450GB-Raptoren (WD4500HLHX) im RAID0, da die SATAIII-Versionen etwas schneller sind und auch Festplattenvolumen Geschwindigkeit bringt.

Als Datenablage entweder eine WD Caviar Green 2TB (WD20EARS), oder, wenn Du es Dir leisten kannst, eine WD Caviar Black 2TB (WD2002FAEX). Der Performancevorteil der Black würde sich beim Hin- und Herkopieren der Daten positiv bemerkbar machen.

Zur Datensicherung entweder eine WD Caviar Green 2TB, oder, wenn Du es Dir leisten kannst, zwei davon oder eine WD Caviar Green 3TB. Zur Datensicherung verwendest Du Acronis True Image Home und machst automatisierte tägliche inkrementelle Backups als Image. Passiert mit Deinen Daten etwas, spielst Du einfach die komplette Partition der gewünschten Version zurück, möchtest Du auf eine ältere Version einer einzelnen Datei zurückgreifen, geht auch dieses ganz einfach.

Für das System selber, also Betriebssystem und Programme, wäre eine SSD natürlich ideal. Du kannst aber auch dafür einen Teil der VelociRaptoren nutzen, vor allem, wenn Du die als RAID0 laufen lässt. Dann am Anfang eine kleine schnelle Partition anlegen, zum Beispiel 100GB.

Gut wäre natürlich auch, die Festplatten auf unterschiedliche Controller zu verteilen. Ich kenne leider Dein Mainboard nicht, kann also nicht sagen, was hier nutzbar wäre. Bei der Green 3TB gehört ein extra SATA-Controller zum Lieferumfang, den solltest Du dann natürlich nutzen. Ansonsten am besten noch einen dazu kaufen - nichts teures, aber einen SATAIII-Controller für die Raptor(en).

Hi.
So, zunächst muss ich sagen dass ich nur 2 Festplatten einbauen kann. Mein Gehäuse ist wg. Wasserkühlung etwas eingeengt, und ich habe nur noch einen Festplattenkäfig drin, und da passen halt nur 2 platten rein.

Der andere Punkt ist dass ich nicht "normales HD" Material habe. Das ganze Material das ich habe ist vom Typ "150 MB/sec für flüssiges Abspielen", ein "kleineres" Arbeitslaufwerk würde da nicht viel nützen.

Meine Entscheidung "pro RAID1" ist zum einen Geschwindigkeit beim Lesen. Der Grund warum ich statt dessen nicht RAID0 nehme ist die Ausfallsicherheit. Die möchte ich deshalb, da ich sonst, sobald eine der beiden RAID0 Platten kaputt ginge, gezwungen wäre, die externe Sicherungsplatte als Hauptplatte einzubauen und auf der tagelang weiter zu arbeiten (bis ich die defekte Platte ausgetauscht habe). Allerdings würde das gar nicht gehen, da ich gerne mein "WD MyBook II" als Backup-Platte verwenden würde (also eine externe USB-Platte die ich als RAID0 betreiben kann und dadurch ein logisches 2TB Laufwerk erhalte).

Eine Lösung mit zwei 2TB Platten im RAID1 erscheint also bisher noch am sinnvollsten. Falls mir das Mainboard abraucht kann ich ja immer noch ein neues Mainboard einbauen, die 2 internen Platten formatieren bzw. ein neues RAID1 Volume mit dem neuen RAID controller erstellen, und von der Backup platte die Daten wiederherstellen.

Was mich interessiere würde:
- Gibt es bei der Raptor Caviar Black 2TB Unterschiede zwischen WD2002FAEX und WD2001FASS? Von letzteren habe ich bisher viel schlechtes gehört bzgl. Zuverlässigkeit

- Wie genau kann ich TrueImage automatisiert nutzen? Ich hab da immer die "neu-start + von CD starten + USB-Laufwerk anschließen" Vorgehensweise im Kopf

Bevor ich mir weiter den Kopf zermartere ...

Poste doch mal Deine gesamte Konfig (wirklich komplett, also auch Gehäuse, Netzteil, externe Platten...) - und sag mal etwas zu Deiner Investitionsbereitschaft. Handelt es sich übrigens um private oder gewerbliche Nutzung? Welche Software verwendest Du?

Im vorab: ein RAID1 bringt Dir zwar Ausfallsicherheit - aber keinerlei Performancevorteil. Acronis macht die Sicherung im laufenden Betrieb - in welcher Form automatisiert bleibt Dir überlassen. Ein Neustart ist da nicht nötig. Das geht zum Beispiel zu bestimmten Zeiten, beim Runterfahren des Rechners, permanent, etc, etc, etc - was bei Dir am besten passt.

Warum machst Du kein Windows-Soft-RAID. Einen Geschwindigkeitsvorteil bietet das ICH-SoftRAID auch nicht, da brauchst Du schon einen anständigen Hardware-RAID-Controller (150 € aufwärts). Je nach Windowsversion ist die RAID1-Fähigkeit dabei (Windows 7 Prof/Ultimate, Server 2003/2008/R2) oder lässt sich nachpatchen (Windows XP, Windows 7 Home ?).
Allerdings sind solche RAIDs grundsätzlich je nach Ansprechverhalten der Platten nicht superstabil (egal ob Windows oder ICH, habe mit beiden ähnliche Erfahrungen gemacht ) Besser wäre tatsächlich ein Robocopy-Job oder ähnliches (Acronis), der zu bestimmten Zeiten die Daten auf die zweite Platte automatisiert wegsichert.

Ich hatte bisher RAID0 SoftRAID und das war absolut stabil. Das einzige was kaputtging waren die Platten selbst... Und das hat mir auch durchaus einen Geschwindigkeitsvorteil gebracht (komme auf 130 MB/s, die Platten "damals" waren halt langsamer).

Wieso sollte ein RAID1 keine Lesegeschwindigkeit von 150 MB/s schaffen können? Aus welchem triftigen Grund?

Weitere Daten über mein System poste ich morgen, muss leider weg.

Naja, weil die Lesegeschwindigkeit von RAID0 -fast- doppelt so schnell ist, wie bei einem RAID1, schließlich liest der Controller die Datenstripes immer abwechselnd von beiden Platten, so dass sich deren Transferleistung fast addiert (wenn der Controller schnell genug ist). Bei einem RAID1 liest er nur von der Hauptplatte - Schreiben tut er immer auf beide gleichzeitig. Sicherlich gibt es Platten, die eine DAUERtransferleistung von 150 MB/s schaffen, aber ich weiß nicht ob heutige 7200 'er Platten dazu schon in der Lage sind. Geschwindigkeit + Sicherheit gibts nur in einem RAID5 mit einem ordentlichen Hardwarecontroller mit eigenem XOR-Prozessor. Um so mehr Platten desto mehr Geschwindigkeit. (Nicht umsonst fahre ich hier im Serverbereich mit einer Netapp, die 14x15000 U/min HDs in einem Raid 4 DP (ähnliche Geschwindigkeitswerte wie RAID 5, nur schneller im Aufbau im Fehlerfall) zusammenschließt. Da kann ich zwei GBit/s-Schnittstellen voll auslasten, auch bei konkurrierenden Zugriffen.

So. Ich hatte in den letzten Tagen etwas stress. Danke für eure Hinweise. Ich dachte tatsächlich dass ich bei RAID1 eine doppelte Lesegeschwindigkeit bekomme. Da dem nicht so zu sein scheint (was auch andere Google-Quellen so ergeben haben), werde ich erneut RAID0 einsetzen, und halt Backups auf externe Laufwerke fahren. Ich werde also höchstens externe Laufwerke kaufen um im Betrieb Backups zu erstellen, aber ansonsten nichts weiter investieren.

Gruß
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