Ihre Frage
sticky

[GUIDE] Lüftersteuerung für Nvidia-Grafikkarten per BIOS-Mod

Stichwörter:
  • Geforce
Letzte Antwort: in Grafikkarten
18. Juli 2009 23:39:43

Vorwort
Weil die Lüftersteuerung durch Tools wie RivaTuner und Nvidia Sytem Tools
bei mir nicht richtig funktioniert hat bzw. ein wenig zu umständlich war,
habe ich beschlossen das BIOS meiner Zotac GTX 260² 896MB 55nm zu modifizieren.
Dieser GUIDE kann aber auch auf alle anderen Nvidia Grafikkarten übertragen werden,
solange diese von NiBiTor unterstützt werden. Wie das ganze bei SLi funktioniert,
weiß ich nicht, darum werde ich es auch nicht erklären.

Wozu eine Lüftersteurung?
Im Idle bzw. beim Surfen oder Chatten möchte ich das mein PC so leise wie möglich ist.
Da nervt mich jedes Lüftergeräusch.
Unter Last kann die Grafikkarte von mir aus so laut sein wie sie will,
da übertönt mein Soundsystem bzw. mein Headset den Lärm.
Der Nvidiatreiber regelt den Lüfter auf 40% im Idle. Das ist mir persönlich zu laut.

Vorteile:
+Es laufen keine nervigen Programme/Tools im Hintergrund welche die CPU-Last erhöhen
+Es müssen keine Programme/Tools in den Autostart gesetzt werden. Dadurch ist Windows schneller verfügbar
+Man muss nicht nach dem Neuaufsetzen von Windows die Lüftersteuerung erneut anpassen


Nachteile:
-Wenn man das originale BIOS verliert oder die Grafikkarte kaputt geht, dann ist die Garantie futsch.
Eigentlich ist die Garantie allein schon durch das modifizieren bzw. flashen futsch.
Solange ihr euer Original-BIOS abspeichert und eure Grafikkarte zurückflashen könnt,
wird das keiner bemerken das diese einst modifiziert war ;) 
-Wenn ihr nicht aufpasst, kann eure Grafikkarte nachher nur noch als Ventilator dienen.
Dies passiert nur wenn ihr etwas falsch eingestellt habt oder wenn euch die Sicherung während des Flashens ausfällt,
denn dann macht die Grafikkarte ihrem Namen keine Ehre mehr, ihr werdet auf eurem Monitor nur noch schwarz sehen

Mehr über : guide lueftersteuerung fuer nvidia grafikkarten per bios mod

19. Juli 2009 15:00:50

1.0 - Die Vorbereitung

Was wird benötigt?


EVGA Precision Tool:
Hiermit könnt ihr vor dem Flashen testen, wie heiß eure GPU bei XY-Drehzahl wird.
>Download<


Furmark:
Ein OpenGL Benchmark, mit dem man die Grafikkarte ganz schön zum Schwitzen bringt.
>Download<


NiBiTor:
Mit diesem Tool kann man jegliche Dinge an der Grafikkarte modifizieren. Spannung, Takt, Lüfterdrehzahl etc.
Es ist sehr mächtig und man sollte deswegen sehr aufpassen was man damit anstellt.
Ich werde hier aber nur erklären wie man die Lüftersteuerung anpasst.
>Download<


nvFlash:
Mit diesem Tool flasht ihr eure modifizierte BIOS-Datei auf eure Grafikkarte.
Diese Version funktioniert nur unter DOS-Ebene. Ich finde das es auch besser ist, denn unter Windows ist das Flashen gefährlicher.
>Download<


USB-Stick:
Ob nun 128MB oder auch 8GB, er sollte nur bootfähig sein. Die meisten sind bootfähig, es gibt aber auch Ausnahmen.


HP USB Disk Storage Format Tool:
Mit diesem Tool und den Bootfiles verwandelt ihr euren USB-Stick in eine bootfähige Diskette.
>Download<


Bootfiles:
Diese 3 DOS-Dateien machen euren USB-Stick bootfähig.
>Download<


Benutzt am besten immer die aktuellsten Versionen.
19. Juli 2009 15:01:38

1.1

Nun wählt ihr euren gewünschten USB-Stick aus.
Wenn ihr darauf Daten habt, sichert diese bitte, nach dem Formatieren ist alles weg!
Unten wählt ihr den Pfad mit den entpackten Bootfiles.
Danach auf Start klicken.


Mit Ja bestätigen.


Mit OK bestätigen.

Nun sollte euer USB Stick bootfähig sein.
Jetzt könnt ihr die 2 Dateien des Tools nvFlash auf den USB-Stick verschieben.
Ähnliche Ressourcen
19. Juli 2009 15:02:12

1.2

Nachdem ihr NiBiTor geöffnet habt, folgt ihr diesen Schritten:








Speichert euer originales Grafikkartenbios irgendwo ab
und sichert es am besten ein zweites mal,
indem ihr eine Kopie macht.

Dann kommen wir zur eigentlichen Sache.









Nun könnt ihr entscheiden wie euer Grafikkartenlüfter reagieren soll.

Mit min Duty cycle stellt ihr die minimale Drehzahl ein.
Ihr solltet am besten mit dem EVGA Precision Tool vorher testen
wie warm eure Grafikkarte bei XY-Drehzahl wird. Unter Last, so wie auch im Idle.
Last könnt ihr mit dem Tool Furmark simulieren.

Die Temperatur sollte wenn möglich nicht 95°C übersteigen.
Findet ein vernünftiges Verhältnis zwischen Temperatur und Drehzahl.





Ich habe bei mir im Idle eine Lüfterdrehzahl von 25% eigestellt, dabei bleibt die GPU zwischen 62°C und 65°C.
Ab 85°C regelt der Lüfter so lange hoch bis die Temperatur nicht mehr steigt und hält die Drehzahl.
Bei mir pendelt er sich nach einer Weile bei 45%-50% Drehzahl und einer Temperatur von max. 88°C ein.


Wenn die Temperatur unter 85°C beträgt, regelt sich der Lüfter langsam auf 25% runter.
Dies passiert wenn ihr z.B. das Spiel beendet habt.
Falls die Temperatur einmal über 105°C steigen sollte (kann eigentlich nicht passieren),
dann regelt der Lüfter auf 100% hoch und versucht die Temperatur unter 105°C zu bringen.

Die Ramp rate ist die Beschleunigung der Lüfterdrehzahl. Ich habe mich für 11.8 sek entschieden.
Vergesst nicht Automatic Speed und Acoustic Enhancement auszuwählen.

Ihr müsst natürlich beachten das ihr diese Werte nicht 1:1 von mir übertragen könnt,
da jeder ein anderes Modell mit anderem Lüfter bzw. eine ganz andere Grafikkarte hat.
Dies müsst ihr wie oben schon geschrieben, mit dem EVGA Precision Tool herausfinden.




Nun könnt ihr euer modifiziertes BIOS auf eurem USB-Stick als *.rom abspeichern.
Der Name darf maximal 8 Zeichen und keine Umlaute oder Sonderzeichen besitzen.
Ich habe mein BIOS GTX260 genannt.
Nehmt einen leichten Namen, denn diesen brauchen wir gleich nochmals.



Das ganze sollte dann so aussehen.
Ignoriert bitte das NiBiTor Symbol bei mir, bei euch müsste die Datei ein weißes Symbol haben.

19. Juli 2009 15:02:43

2.0 - Das Flashen unter DOS
Das Flashen wird unter DOS-Ebene ausgeführt. Das heißt, ihr müsst euren Computer neu starten.
Ich entschuldige mich schonmal für folgende Bilder,
sie sind mit meiner N95 Kamera gemacht worden :kaola: 


Nach dem rebooten seht ihr den BIOS-Post-Screen.
Nun könnt ihr mit einer bestimmten Taste
(bei mir ist es beim Gigabyte GA-MA770-DS3 F12) das Boot Menu
öffnen, um von eurem zur Floppy mutierten, USB-Stick zu booten.
Es sollte eigentlich immer im Post-Screen stehen mit welcher Taste ihr in das Boot Menu kommt.


+ Hard Disk (Bei anderen Motherboards kann die Untergruppe auch anders heißen, evtl. HDD, etc.)


Bei mir wird der USB-Stick als USB-HDD0 erkannt. Erneut mit Enter bestätigen und abwarten.


Nun gebt ihr in die Konsole folgenden Befehl ein:
nvflash.exe

Dannach immer wieder mit Enter bestätigen, bis die Konsole wieder verfügbar ist.


Jetzt gebt ihr diesen Befehl ein:
nvflash -4 -5 -6 NamenDeinesBioses.rom


Dann mit Enter bestätigen.


Es erfolgt eine Abfrage ob das BIOS wirklich geflasht werden soll.
Diese bestätigt ihr mit Y bzw. Z,
denn im englischen Tastaturlayout befindet sich das Y an der Stelle von Z.
ACHTUNG! Schaltetet euren PC während des Flashvorgangs nicht aus!


Wenn alles geklappt hat, dann sieht es wie folgt aus.
Nun könnt ihr den PC mit der Tastenkombination Strg+Alt+Entf, neu starten.

Jetzt lasst ihr einfach euer Windows booten und freut euch über eine leise Grafikkarte.
Eventuell müsst ihr euren Grafikkartentreiber neu installieren,
falls die Grafikkarte von Windows als Standard-VGA-Grafikkarte erkannt wird.

Ich übernehme keine Haftung für jegliche Schäden an der Grafikkarte.
Wenn euer Update fehlschlägt, dann solltet ihr immer eine PCI-Grafikkarte zur Hand haben.

MfG Hotpizza

PS: Wer Fehler findet, soll diese bitte Melden. Kritik vertrage ich auch ein wenig :) 
19. Juli 2009 23:22:16

Schön gemacht, schaut gut aus.

Greetz
20. Juli 2009 13:32:10

Danke :) 
20. Juli 2009 16:47:54

Möglicherweise avanciere ich mich zum Spielverderber, aber meine Begeisterung für Postings wie diesem hält sich in Grenzen.

Allgemein:
. Wozu braucht jedes Forum eine (schlechtere) Kopie von Guides, die es woanders schon gibt? Wie z.B. dieser:
http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=39184...
. Wäre da nicht eine Linksammlung zu guten Guides sinnvoller?

Ausarbeitung:
. Mir missfällt, wenn Deep-Links auf irgendwelche Chip.de Downloadserver angegeben werden. Wenn in 3 Monaten jemand einen Download probiert, landet er möglicherweise bei einer älteren Version, die für seine Grafikkarte gar nicht mehr funktioniert. Ein Link auf die jeweilige Homepage u. optional einen alternativen Mirror.
. es fehlen Links zu weiterführender Dokumentation.

Thema:
. Die drei genannten "Vorteile" sind lächerlich im Vergleich zu den Gefahren. Wer braucht einen solchen Guide? Doch nur ein Noob. Und ein Noob zerflasht sich die GPU. Das ist meine Erfahrung. Habe letzte Woche noch jemanden davon abgebracht seine GPU mit einem inkopatiblen VideoBIOS zu flashen. Das Ding hätte nicht mehr gebootet. Zwar ist NiBiTor Idiotensicher, aber wer kann sich schon in die wirren Gedanken eines Noobs hineinversetzen?
. Hier fehlt ganz substanziell Hintergrundwissen. Im verlinkten Computerbase Forumthread ist klipp u. klar erläutert was TRange slope und ramp time bedeuten. In den Händen eines Noobs stellt er sich die Werte so ein, dass sie zwar "FurMarkproof" sind, aber zusammen mit einer heißen CPU im Game u. vielleicht sogar Mass Effect, was vermutlich noch höhere Temperaturen erzeugt, knallt einem die GPU Temperatur möglicherweise durch die Decke. Vielleicht taktet sich die GPU runter, vielleicht gibt's 'nen Reset. Was mir fehlt ist: Wieviel Sicherheitspuffer bei den Temps werden benötigt? Woran erkennt man wenn der GPU zu heiß wird. Der methodische Aspekt bei der Arbeit mit EVGA Precision Tool. Ich vermisse ganz konkret: Wenn ihr 2 Monate mit Settings X,Y stabil gearbeitet habt, dann könnt ihr sie flashen u. bei ungeklärten Abstürzen kommt man so wieder zurück zu Standardsettings.

Nochmal zusammenfassend: Wenn jemand eine klicki-bunti Anleitung für das Erstellen einer Slip-Stream CD erstellt, dann funktioniert die oder eben nicht. Wenn jemand eine Anleitung erstellt für den permanenten Eingriff in die Lüftersteuerung, dann riskiert der Anwender Stabilität u. auch bleibende Hardwareschäden.

Vielleicht lässt sich der ein oder andere Aspekt noch nachrüsten im Artikel, ansonsten mach' einfach die roten Warnhinweise DICKER u. FETTER!
20. Juli 2009 19:17:22

Zitat :
Allgemein:
. Wozu braucht jedes Forum eine (schlechtere) Kopie von Guides, die es woanders schon gibt? Wie z.B. dieser:
http://www.computerbase.de/forum/s [...] p?t=391848


Ich habe nichts kopiert, aber trozdem Danke :) 

Zitat :
. Wäre da nicht eine Linksammlung zu guten Guides sinnvoller?

Das könntest du bei fast jedem Guide in diesem Forum behaupten.

Zitat :
Ausarbeitung:
. Mir missfällt, wenn Deep-Links auf irgendwelche Chip.de Downloadserver angegeben werden. Wenn in 3 Monaten jemand einen Download probiert, landet er möglicherweise bei einer älteren Version, die für seine Grafikkarte gar nicht mehr funktioniert. Ein Link auf die jeweilige Homepage u. optional einen alternativen Mirror.

Da muss ich dir Recht geben. Ich hab es jetzt mal so gut wie möglich ausgebessert. Beim Precision Tool kann ich nicht direkt von EVGA verlinken, da muss man sich für das herunterladen anmelden.

Zitat :
. es fehlen Links zu weiterführender Dokumentation.

Ich verstehe nicht was du damit meinst.

Zitat :
Thema:
. Die drei genannten "Vorteile" sind lächerlich im Vergleich zu den Gefahren. Wer braucht einen solchen Guide? Doch nur ein Noob. Und ein Noob zerflasht sich die GPU. Das ist meine Erfahrung.


Ich sehe das nicht so. Wenn der Noob sein BIOS zerflasht, dann nur weil er etwas falsches eingestellt hat, bzw. die Regeln nicht befolgt hat.

Zitat :
Habe letzte Woche noch jemanden davon abgebracht seine GPU mit einem inkopatiblen VideoBIOS zu flashen.


Hier ist das BIOS 100% kompatibel, da man das eigene benutzt...

Zitat :
Zwar ist NiBiTor Idiotensicher, aber wer kann sich schon in die wirren Gedanken eines Noobs hineinversetzen?

Wohl war. Ich werde größere Warnschilder aufstellen.
Wenn der "Noob" dann trotz Warnung doch flasht und die Grafikkarte nicht mehr funktioniert, dann ist das sein Problem, er wurde ausdrücklich gewarnt.

Zitat :
. Hier fehlt ganz substanziell Hintergrundwissen. Im verlinkten Computerbase Forumthread ist klipp u. klar erläutert was TRange slope und ramp time bedeuten. In den Händen eines Noobs stellt er sich die Werte so ein, dass sie zwar "FurMarkproof" sind, aber zusammen mit einer heißen CPU im Game u. vielleicht sogar Mass Effect, was vermutlich noch höhere Temperaturen erzeugt, knallt einem die GPU Temperatur möglicherweise durch die Decke. Vielleicht taktet sich die GPU runter, vielleicht gibt's 'nen Reset. Was mir fehlt ist: Wieviel Sicherheitspuffer bei den Temps werden benötigt? Woran erkennt man wenn der GPU zu heiß wird. Der methodische Aspekt bei der Arbeit mit EVGA Precision Tool. Ich vermisse ganz konkret: Wenn ihr 2 Monate mit Settings X,Y stabil gearbeitet habt, dann könnt ihr sie flashen u. bei ungeklärten Abstürzen kommt man so wieder zurück zu Standardsettings.


Gut. Dann werde ich eben noch einen Part, "Belastungstest" mit Prime und Furmark einführen. Ich denke das sollte deine Vorstellung gut genug emulieren.
Ich finde das sollte jeder für sich selbst entscheiden wie lange er erst einmal testen möchte. Aber gut, ich werde das mal in den Guide reinpacken.

Zitat :
Vielleicht lässt sich der ein oder andere Aspekt noch nachrüsten im Artikel, ansonsten mach' einfach die roten Warnhinweise DICKER u. FETTER!

Aye, Aye.

Ich wollte nur nochmal anmerken dass ich nichts kopiert habe...
Ich habe das aus Lust und Laune geschrieben und nicht eben einfach so kopiert....

Wenn ich Zeit und Lust habe, dann ergänze ich den Guide.
Ich bitte auch um Verständnis, das ist einer meiner ersten Guides...
31. Juli 2009 22:25:24

Schöne Anleitung.

Gute Arbeit.
11. August 2009 09:41:54

Sehr umfangreiche, gute Anleitung!
Hab dem überhaupt nichts hinzuzufügen.

Find es unsozial, dass du, hotpizza, seine Arbeit so durch den Dreck ziehst! Er hat bestimmt einige Stunden seiner Freizeit für euch geopfert.
11. August 2009 10:57:37

Bei Threads übers Flashen, die man grandios bebildert auf die Allgemeinheit loslässt und die damit Idiotensicherheit suggerieren, bekomme ich auch immer Angstschweiß und Sorgenfalten. Sicher zu Recht, weil sich meine Erfahrung diesbezüglich mit der von 7oby deckt. Insofern muss ich 7oby wirklich auf voller Linie Recht geben. Bis auf eine kleine Kleinigkeit:

Fast alle Guides der einschlägigen Foren sind leider nicht allgemeinverständlich genug abgefasst. Das gelingt mir auch nicht immer und manchmal geht es gar nicht. Der Nachteil zu großen (Detail-) Wissens ist nämlich stets der, dass man meist mehr Informationen reinpackt, als wirklich nötig. Dann erreicht man die komplette Volksverwirrung und man wundert sich übers kopfschüttelnde Heer der Ahnungslosen.

Vielleicht sollte man diesen Guide, der sicher einigen Aufwand gemacht hat, inhaltlich noch etwas "geradebügeln" und mehr und deutlicher auf die Gefahren hinweisen. Zumal immer noch der Beweis aussteht, ob man für den vielleicht erzielbaren Effekt wirklich das Risiko des Umflashens eingehen muss. Diese Betrachtung und das Abwägen des erreichbaren Mehrwertes zum Risiko fehlen mir hier.

+Es laufen keine nervigen Programme/Tools im Hintergrund welche die CPU-Last erhöhen
Wer so eine Karte hat, dessen Rechner merkt optimal programmierte Tools wie Rivatuner überhaupt nicht.

+Es müssen keine Programme/Tools in den Autostart gesetzt werden. Dadurch ist Windows schneller verfügbar
Das starten von RivaTuner geschieht im Millisekundenbereich. Und bitte nicht vergessen, dass oft genug nur Registryeinträge umgesetzt werden. Das merkt man zeitlich überhaupt nicht.

+Man muss nicht nach dem Neuaufsetzen von Windows die Lüftersteuerung erneut anpassen
Wie oft setzt man Windows auf? gemachte Einstellungen lassen sich mit den meisten Tools bequem abspeichern und sichern.

Wie gesagt, es ist eine nette Spielerei, die aufgezeigten Vorteile sehe ich allerdings eher nicht so bombig.
11. August 2009 11:49:51

Eins mal vorweg, lasst eure Karten nicht über 100C°, nie über 100C° keines fall, meine Karte GTX 260 55nm hatte 86C°, ja schön und gut auf 100%.

Aber in GTA4 hatte sie kurz 105C°, dann 95C°.

Ich hab die mal Furmark laufen lassen, bei exakt 100C°, sagte dann mein Bildschirm gute Nacht und die Grafikkarte (das edle Ding) kündigte.

Keine Ahnung wieso die bei 100C° abgeraucht ist, meine alte (6800GS) rannte mit 110C° dauerbetrieb 3 Jahre durch.

Originale einstellungen, BIOS flash brachte relativ wenig.
11. August 2009 12:05:10

Zitat :
Keine Ahnung wieso die bei 100C° abgeraucht ist, meine alte (6800GS) rannte mit 110C° dauerbetrieb 3 Jahre durch.
Die Strukturbreiten sind geringer geworden und auch der RAM wurde empfindlicher.
30. August 2009 10:23:19

Gute Arbeit, das war bestimmt viel Aufwand die ganzen Screenshots usw.

Nur zur Lüfterprofiländerung sind die Risiken sehr hoch, ebenso und ganz besonders für Taktänderungen per BIOS. Man sollte vielleicht mindestens noch Hinzufügen, dass solche Karten erhöhter Pflege bedürfen. Die freiliegenden Kühlreserven neuer oder besser gesagt sauberer Karten sind mitunter für "schlechte Zeiten" gedacht. Die Kühler sollten alle 4-6 Wochen gesäubert werden oder man steuert auf die Katastrophe zu, denn man wandert viel näher an der Klippe entlang. Dieser Punkt wird auch in Zeitschriften oft vernachlässigt, wenn dort von "Silent im Eigenbau" die Rede ist.

Wenn man mich fragt gibt es nur EINE echte Anwendung fürs Flashen die für ein solch riskanter Unterfangen im angemessenen Gegenwert steht. Nämlich der Versuch aus (aktuellen) Geforcekarten Quadros zu zaubern um als Student oder Hobbyanwender eine bezahlbare Basis mit BUMMS! zu haben. Wobei man schon über sehr spezielle "Quellen" verfügen muss um solche BIOS-Dateien zu ergattern.
15. August 2012 15:53:28

Zunächst mal: Da hast Du Dir eine ganz schöne Arbeit gemacht und es ist auch wirklich gut verständlich. Wer bei all den Screenshots immernoch nicht weiß, was er tun sollte, der sollte es auch wirklich lassen.
FormatC / 7Oby stimme ich ebenfalls zu: Ja, die Risiken vielleicht nochmal deutlicher im ersten Posting in roter Fettschrift hervorheben, daß man, sofern man Fehler macht oder etwas ungeplant schief läuft. damit eben die Grafikkarte unwiederbringlich zerstören kann, aber es ist eben auch richtig, wie FormatC sagte, daß man es nicht übertreiben sollte mit dem Hintergrund.
Mir fehlen aber z.B. Erklärungen, was die Optionen beim BIOS-Flash bedeuten und warum man nvflash erst vollkommen ohne Optionen aufruft, nur um es dann zum Flashen zu benutzen. Ist der erste Aufruf überhaupt nötig?
Da fehlt mir also auch ein Satz, warum das da so steht.

---

Jolly91 sagte:
Keine Ahnung wieso die bei 100C° abgeraucht ist, meine alte (6800GS) rannte mit 110C° dauerbetrieb 3 Jahre durch.
Wie FormatC schon sagte, haben sich die Strukturbreiten verändert. Aber das ist noch nicht alles: Nur weil bei irgendwem irgendetwas funktioniert, ist das noch lange kein Garant dafür, daß es übertragbar ist.
Das stört mich bei fast allen OC-Anleitungen, da einige Leute gerne sagen: "Jede CPU vom Typ X kann man immer auf y GHz übertakten!"
Das ist prinzipiell falsch! Es gibt teilweise erhebliche Schwankungen bei der Chipausbeute. Dabei ist es z.B. relevant, ob der Die aus dem Randbereich oder dem Zentrum des Wafers geschnitten wurde, ob gerade Störstellen im Silizium an relevanten Stellen zu finden sind oder nicht, etc.
Die CPUs haben bei den Herstellern gewisse Tests durchlaufen (z.B. speed binning), die sicherstellen, daß die Kerne die normalen Taktraten problemlos wegstecken. Vermutlich mit etwas Freiraum nach oben.
Oberhalb der Spezifikationen muß das aber nicht zutreffen.

Nun der Übergang zum Thema hier: Nur weil man eine CPU, eine GPU oder sonst etwas hat, was eine Ewigkeit bei einer sehr hohen Temperatur durchgehalten hat, muß dies keineswegs für andere Teile dieser Bauart gelten und es ist schon gar nicht übertragbar auf irgendwelche ganz anderen Generationen. Man kann ja heute auch keine CPU mehr mit 5V betreiben, obwohl das früher mal normal war.
Naja, man kann schon - aber nicht lange. ;) 

Und noch OT als Leckerbissen: Einer teilweise defekte Festplatte wollte ich mal den Rest geben. So gut wie luftdicht und hervorragend Wärmeisolierend in mindestens 3cm dickem Schaumstoff verpackt, perfekt passend zur Form der Festplatte, habe ich diese über einen ganzen Tag hinweg maximal gestresst. (IOmeter, random-access benchmark).
Die Platte lief hervorragend. Irgendwann hatte ich genug und sie abgestöpselt. 1,5 Stunden nach dem Abschalten habe ich mir an der Festplatte die Finger verbrannt, als ich sie aus ihrer Isolierung nehmen wollte. Also: Ja, sie war heiß und es ging ihr trotzdem noch gut.
Gegenbeispiel: Wir hatten Notebooks im Unternehmen, deren Notebookfestplatten *zwingend* die 3mm Luft unter dem Gehäuse zum Tisch brauchten. Mitarbeiter, die die Notebooks auf Papierunterlagen (wellen sich gerne mal bei Wärme von oben) oder sonstigen weichen Untergründen betrieben haben, mussten feststellen, daß die Festplatten reproduzierbar starben.
Nachdem wir es wussten, haben wir den Mitarbeitern verboten die Notebooks auf Papierunterlagen zu betreiben und geraten, sie nur noch auf harten Unterlagen (Tischplatten) zu benutzen. Effekt: Es ist keine Festplatte mehr gestorben.
Kleinigkeiten machen manchmal einen Unterschied und ich bin mir absolut sicher, daß keine der NB-Festplatten auch nur annähernd die Temperatur der oben beschriebenen halb-defekten Test-Platte erreicht hat, bevor sie gestorben ist. Dennoch war's für sie zuviel.

Entschuldigt die Ausschweifenden Erzählungen. ;)