Erstmal: Sorry das ich erst jetzt 'ne Woche später die Zeit habe auf Deinen Thread zu Antworten.
Aber kommen Wir zur Sache:
1.) Der am stärksten angegriffene "Rechner" im Netz ist der Router, da er direkten Kontakt mit dem Internet hat. Er ist zwar relativ imun gegen Angriffe, wenn er unter einem gehärteten Linux mit NetFilter Firewall läuft, aber dennoch kann er schon bei einer kleinen Sicherheitslücke {teilweise sagar automatisch von Botnetzen} gehackt werden. Verhindern kann man das nur mit einem möglichst flach aufgebautem und gut gegen Angriffe abgedichteten Linux, das möglichst nur das interne Netz beschützen und internetzugriffe Routen soll. Selbst wenn der dann gehackt wird, heißt das noch lange nicht das der Angreifer Zugriff aufs interne Netz kriegt.
2.) Dennoch muß man alle Rechner im Internen Netz immer Sicherheits- und Update-technisch auf dem neuesten Stand halten, da kommst Du nicht drum rum, denn:
a) kann sonst ein Hacker oder Wurm, wenn doch mal den Router überwindet, in Windeseile das komplette interne Netz übernehmen (und versklaven),
b) selbst wenn der Router dicht hält, haben die normalen internen internetfähigen Rechner immernoch (relativ) direkten Zugriff aufs Internet. Und schon das Ansurfen
einer manipulierten oder infizierten Webseite, kann eine Sicherheitslücke eines schlecht geschützten Rechners ausnutzen, um den Rechner zu infizieren oder einen Trojaner zu installieren, der sich dann auf die anderen Rechner im internen Netz ausbreiten kann.
c) ohne gute aktuell gehaltene Antivirus-Software, reicht es auch schon einmal den USB-Stick oder die Speicherkarte der Freundin der Frau einzustecken, um mal eben die neuesten Urlaubsfotos anzusehen, damit ein Schädling vom USB-Stick auf dem Rechner landet, um dann den Rest des Netzes zu infizieren.
Daher ist auch auf den internen Rechnern eine fernünftige Firewall, ein Antivierenprogramm (mit Verhaltensbasiertem Schutz und Malware- und Rootkit-Schutz) und regelmäßige Windowsupdates pflicht!
3.) Wäre es extrem Riskant gerade Deine Sicherheitskritische Warenwirtschaft auf dem gleichen Server, der auch für die die Routerfunktionen zuständig ist, zu betreiben. Ein Angreifer müßte den Route-Server nur teilweise knacken um direkten Vollzugriff auf Deine Warenwirtschaft zu kriegen, sogar ohne die
Network
Adress
Translation, die das interne Netz am meisten schützt, zu überwinden.
4.) Du kannst zwar alle eingehenden Mails erstmal auf den Linux-Warenwirtschaftsserver packen {per Client-fähigem IMAP Server, der die Mails vom e-Mail-Server im Internet als Client abholt und zum internen Netz hin als e-Mail-Server auftritt}, und per Server-Antivirusprogrammen scanen,
aber Du hast dann erstmal einen haufen potentieller e-Mail-Viren und Würmern auf Deinem sicherheitskritischen Warenwirtschaftssystem. Und selbst wenn es nur selten E-Mail-Schädlinge gibt die Linux Systeme erfolgreich angreifen können, gibt es sie ab und zu eben doch . Wenn dann nicht alle Systemdateien auf dem sichersten Stand sind, hast Du wieder den Salat.
Ganz nebenbei kann ein Windows-Client mit ausreichend sicherem Mail-Client {z.B. Thunderbird}
und einem sehr guten Antivierenprogramm die infizierten Mails auch selbst ausfiltern.
Daher würde ich davon abraten den Warenwirtschaftsserver auch für andere Sachen (außer vielleicht einem Medienserver) einzusetzen.