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Alt + Neu = Eigenbau-NAS

Letzte Antwort: in PC im Eigenbau: Zusammenstellung und Konfiguration

Guten Morgen,

ich habe jetzt einige Zeit mit alten Komponenten (P3 1Ghz, FSC Systemboard, 512MB SDRAM, 40GB IDE) getestet und möchte nun mit diesen alten Komponenten und einigen neuen mein NAS unter FreeNAS produktiv einsetzen. Board, CPU und RAM sind so ziemlich gesetzt, da leise, energiesparend gleich dreifach als Ersatzteillager vorhanden. DVD-LW und Midi-Tower sind noch vorhanden, das Netzteil soll aus Sicherheitsgründen durch ein kleines, neues von Enermax, Seasonic oder BeQuiet erneuert werden. Einsatzzweck ist das Vorhalten von Foto-, mp3- und Video-Dateien, die derzeit an 4 Stellen im Haus abgegriffen werden können.

Haupt-Spielwiese bilden damit das oder die Laufwerke(e). Nach derzeitigem Stand reichen 1GB Speicherplatz aus. Eine Sicherung ist nicht erforderlich, die Fotos werden laufend von meinem Rechner gesichert, mp3s und Videos sind Radio- bzw. TV-Aufzeichnungen, deren Verlust zwar blöd aber verschmerzbar wäre. Aber da bin ich für Ideen offen, Festplatten kosten ja nicht mehr die Welt. Weiterhin besteht die Idee, für das FreeNAS-System eine kleine SSD einzusetzen, damit die Datenplatte so viel wie möglich schlafen kann. Für die Laufwerke werden Erweiterungskarten benötigt, das Board hat 2 IDE- und 3 PCI-Anschlüsse.

Oder bringt das alles nichts und ich sollte eine Fertig-Kiste kaufen?

Danke im voraus!

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Wenn Du (fast) alles an Hardware hast, ist es ein sinnvoller Einsatz. Allerdings würde ich keine SSD nehmen, da die Mehrkosten die Stromersparnis in den nächsten Jahrzehnten nicht wettmachen würden. Ich würde eher in einen Raidcontroller investieren, um einen HDD-Ausfall und damit einem Datenverlust vorzubeugen.
Freenas ist übrigens ne coole Sache.

Nun, die Idee das OS nicht auf der Datenplatte zu haben, ging er in die Richtung, dass nicht alle zukünftigen Platten laufend in Betrieb sind, nur weil das OS mal wieder irgendetwas tun möchte. Aber vielleicht muss es ja keine SSD sein, sondern es reicht z.B. eine CompactFlash-Karte reicht auch aus, denn selbst die alte IDE-Platte ist ja schon schnell genug. Es gibt doch bestimmt einen CF-IDE-Adapter, oder?

Wenn ich nun einen Raid-Controller und zwei Festplatten nehmen würde, hat jemand eine Empfehlung dafür?

@peter: Brauchst Du für Deinen P3 800 tatsächlich einen Lüfter? Die P3 1000 hier laufen schon immer passiv.

Naja, ich denke, dass auch durchaus Passiv-Betrieb möglich wäre. Da aber der Lüfter nicht wahrnehmbar ist (und damit meine ich auch nicht wahrnehmbar), spielt das keine Rolle.

Ich finde die Lösung über USB-Stick einfacher als über CF.

Ohne es ausprobiert zu haben, stört mich gedanklich der boot über eine Diskette. Da müsste ich mal nachsehen, ob ich für FreeNAS nicht sogar eine konfigurierte CD erstellen kann, die dann als bootdevice dient. Im Gegensatz zu Deiner Kiste würde ich auf eine DVD-LW nicht verzichten, das liegt eh ungenutzt im Schrank. Läuft die Kiste bei Dir tatsächlich 24/7 durch oder nutzt Du WOL?

Was ist Deiner Ansicht nach besser am USB-Stick? Es gibt ja CF-IDE-Adapter für kleines Geld und CF-Karten sind auch nicht teuer. Insgesamt also nur wenig teurer als ein Stick, dafür steckt der Stick nicht im Weg herum... ;) 

Natürlich kannst du das OS auch von ner Live-CD starten, das sollte kein großes Problem darstellen. Ich wollte halt nicht permanent ein CD-Laufwerk angeschlossen haben.
Ich nehme an, dein Board unterstützt ebenfalls kein Booten von USB?

Meine Kiste läuft tatsächlich 24/7 durch, wobei man das ganze durch etwas Konfigurationsarbeit wohl auch über WOL laufen lassen könnte.

Den USB-Stick habe ich genommen, weil ich davon noch welche rumliegen hatte, die Dinger bekommt man ja mittlerweile als Werbegeschenke geradezu nachgeschmissen. Außerdem stört der Stick jetzt nicht wirklich, er belegt halt einen der beiden USB-Ports, aber die nutze ich ja eh nicht. Falls man 10€ investieren möchte, kann man ja auch nen Nano-Stick nehmen. So einen hatte ich zwar auch noch, aber der war mir für den Server zu schade. ;) 

Zum Raid-Controller: Einen solchen habe ich ja auch verbaut, allerdings hab ich bisher nur eine einzelne Platte dranhängen. Wie's leistungsmäßig mit nem Raid-Verbund hinhaut konnte ich also noch nicht feststellen.

Der Gedanke an den bösen herumflitzenden Staubsauger hat mich überredet, keinen USB-Stick stecken zu lassen... ;)  Und ob ich jetzt einen Nano-Stick oder eine CF-Karte nehme, macht dann auch kaum einen Unterschied. Beides muss ich kaufen.

Da wie gesagt heute schon das "streamen" von der alten IDE-Platte geht, mache ich mir um die Performance keine Sorge. Wenn Raid, dann nur Raid 1, wobei bei den wenigen Änderungen auf der Platte sicherlich auch eine Sicherung ausreichend ist.

Ok, Feuer frei für Empfehlungen für Festplatten und Raid- bzw. Sata-Controller.

Zum Raid-Controller: Da hier keine großen Anforderungen zu bewältigen sind, reicht m.M.n. auch was günstiges. Ich hab z.B. den hier.

Was die Festplatten betrifft, würde ich was leises + sparsames nehmen, also Samsung ECO oder WD Caviar Green. Wieviel Kapazität möchtest du denn?

Die 1,5TB- sowie die 2TB-Platten haben z.Z. ein ähnlich gutes P/L-Verhältnis. Bei ner Neuanschaffung würde ich aber lieber gleich ein wenig mehr Kapazität nehmen, grade bei nem RAID, wo man doppelt investieren muss.
Ich denke, die Western Digital Caviar Green 2000GB für unter 90€ ist auf jeden Fall einen Blick wert. Mit korrektem Alignment (dafür gibts ein simples Tool) ist die auch für 32bit-Systeme Win XP geeignet.
Problem bei der WD: Da gibts ein ziemliches Wirrwarr mit der Platteranzahl, da sowohl Modelle mit 3 Plattern als auch welche mit 4 Plattern auf dem Markt sind.
Bei den Samsung Ecos ist die Sache m.W. einfacher: Die 2TB-Modelle F3-Reihe arbeiten durchgehend mit 4 Plattern, die neuen F4 mit 3 Plattern, allerdings sind die F4 noch recht teuer (über 100€).
Was Lautstärke und Leistungsaufnahme anbelangt, denke ich, dass die WD leicht im Vorteil sind. Testberichte gibts im Netz zur Genüge, da ist auch recht viel auf geizhals.net verlinkt.

Die WD EARS-Modelle arbeiten bereits mit 4kb Sektorgröße, womit Windows XP (32bit oder 64bit ist egal, war mein Fehler) Probleme hat. Das bedeutet konkret: Unter Win XP hast du mit ner EARS ab Werk massive Performance-Einbußen. Um das zu umgehen, gibts von WD ein Tool, mit dem man die Platten auch für Win XP fit machen kann. Wie das bei Linux-Distris aussieht, weiß ich nicht, da klappts aber womöglich ohne das Alignment-Tool.

Weniger Platter bedeutet höhere Datendichte = höhere Geschwindigkeit, außerdem sollte die Leistungsaufnahme etwas niedriger sein.

Öhöm, FreeNAS basiert auf FreeBSD, und das ist keine Linux-Distri... :D 
Aber wie dem auch sei, so wie es aussieht, werden die 4kb-Platten seit einiger Zeit unterstützt. Genaueres bringe ich gerade im FreeNAS-Forum in Erfahrung. Danke erstmal für die Hilfe!

Also ich hatte mir mal ne IDE zu CF Adapter Config zugelegt. Der Adapter hatte Platz für 2 CF Karten. 2x4GB wurden auf jedenfall einwandfrei erkannt und sogar RAID0 war möglich. Allerdings lief alles im DMA33 Modus...Sprich: Das System startete sehr schnell (win2k war das damals) wegen den niedrigen Zugriffszeiten...aber grosse Dateien verschieben war dann eine Qual..wobei gross konnten die ja nicht sein^^.

Das einzige wirkliche Problem war die Installation. Da wurde der Adapter nicht direkt erkannt und folglich wurde auch kein Speicherplatz für die Betriebssysteminstallation gefunden. Mit WinXP hatte ich das Problem nicht. Unter Win2k konnte ich das Problem so lösen, dass ich Win2k zuerst auf einer Festplatte installierte und nachher im Desktopmodus die Installation startete.

Allerdings musst du die Anschaffungskosten für den Adapter + 2 Karten miteinbeziehen. Vorteil: Braucht kein Platz, Zieht kaum strom: Nachteil: Gegenüber Festplatten viel zu teuer. Speicherplatz. Wenn das Board ein schlechtes Layout hat und z.B. direkt hinter den Erweiterungsslots die IDE-Steckplätze sind, dann kann man u.U. keine langen Karten einbauen

Ob die Adapter unter Linux erkannt werden, weiss ich nicht...war damals noch nicht mit Linux dran.

Na, da reden wir aber über rund 20-25 Euro für Adapter und Karte, zwei Karten brauche ich nicht, zumindest wüsste ich nicht wofür, denn für ein schmales FreeNAS ist ein Raid eher überflüssig.

Vielleicht hast Du damals einen "schlechten" Adapter erwischt. Zumindest laut Hersteller werden neben Linux und Mac alle OS ab Win98 unterstützt, bootfähig ist er auch. Und was die Einbauproblematik anbelangt: ich nehme einen Adapter, der am Slotblech hängt und per IDE-Kabel verbunden wird. Und außerdem ist für ein FreeNAS-System die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass überhaupt Karten eingebaut werden, geschweige denn eine lange. ;) 
Vielleicht lag der mangelnde Geschwindigkeit ja auch an der langsamen Karte. Denn eigentlich besitzen CF-Karten eine IDE-Schnittstelle und brauchen damit nur nur auf IDE-Anschluss "umgepolt" zu werden.

Ich habe noch mal ein wenig bezüglich der 4kb-Sektor-Festplatten recherchiert. Ich habe keinen Hinweis darauf gefunden, warum man eine solche Platte einsetzen sollte, Vorteile sind wohl nicht vorhanden. Wohl aber das Gerücht, dass man aufgrund der anderen Aufteilung mehr Kapazität zur Verfügung steht und daher Festplatten als 4kb-Platte verkauft werden können, die so viele fehlerhafte Sektoren haben, dass es zu eine 512b-Platte nicht mehr reichen würde. Ob das stimmt, keine Ahnung, aber die Erklärung klang für mich logisch.
Prinzipiell geht die Installation wohl, findet jedoch keine Fürsprecher. Und wenn mich hier niemand vom Gegenteil überzeugt, umschiffe ich eher die möglichen Probleme und verwende eine 512b-Platte.
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