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WHS-NAS als File- und Backupserver

Letzte Antwort: in PC im Eigenbau: Zusammenstellung und Konfiguration

Hallo Community,

wir überlegen uns einen WHS-NAS als File- und Backupserver zu bauen und ich würde mich über zahlreiche hilfreiche Tipps freuen.

Aktuelle Sitaution:

Wir haben ca. 10 Windows Rechner, einen Server und 2 NAS "Würfel" im Netzwerk. Die NAS Würfel dienen als Speichererweiterung für den Server.
Die Daten auf dem NAS Würfeln werden über das Netzwerk auf ein Bandlaufwerk gesichert. Der Nachteil dabei ist, dass über die NAS Würfel kein Rechtemanagement möglich ist und dass die Übertragungsgeschwindigkeiten nur sehr gering sind.
Das Datenvolumen auf den NAS Würfeln beträgt ca. 2 TB und wird in der nächsten Zeit nicht rapide ansteigen.

Meine Überlegung ist nun, einen kleinen WHS Server zusammenzustellen, der die Aufgabe der NAS Würfel ersetzt und gleichzeitig das Backup der gelagerten Dateien anstößt und durchführt.

Das Backup soll über eine extrern angeschlossene USB3 Festplatte oder über einen SATA Wechselrahmen, die jeweils täglich getauscht werden, erfolgen. Das Bandlaufwerk soll nicht mehr zum Einsatz kommen.

Da ich mich in den letzten paar Jahren nicht sehr intensiv mit aktueller Hardware auseinander gesetzt habe, benötige ich nun einige Empfehlungen
für entsprechend geeignete Hardware. Sollte jemand zusätzlich noch Vorschläge für ein geändertes Konzept haben, bin ich dafür auch sehr dankbar.

Ich habe mir bereits ein paar Gedanken über die Ausstattung der Hardware gemacht:

Mainboard: -Onboard Grafik, Gigabit LAN, ECC Unterstützung, USB3-Anschluss (ggf. USB3 Controller Karte), mind. 5 SATA 6GB/s Anschlüsse Raid-5 fähig (ggf. über SATA Controller)

CPU: -geringer Energieverbrauch und ausreichend Leistung für oben genannte Aufgaben

RAM: -Mind. 2GB ECC

Netzteil: -geringer Energieverbrauch, ausreichend Anschlüsse für 5 Sata Platten und sonstige benötigte Hardware

Festplatten: -möglichste schnell, ausfallsicher

Gehäuse: -eher uninteressant

Nun noch die Frage, an welcher stelle dieser Konfiguration der "Flaschenhals" sitzt und ob diese Lösung einen merklichen Vorteil zu unserem jetzigen zustand bringt. Die aktuelle Schreibgeschwindigkeit auf den NAS-Würfeln liegt bei ca. 25MB/s

Über zahlreiche Antworten würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße

deliri0m
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Danke für die schnelle Antwort, Loikas.

Das Gerät sieht auf den ersten Blick schon mal gut aus. Allerdings habe ich dazu noch eine Frage.

In einem Testbericht auf wurde erwähnt, dass ein Backup nur über den USB2 Frontanschluss möglich ist.
In meinem Konzept war die Idee, eine externe USB3 Festplatte oder eine SATA mit Wechselrahmen anzuschließen und darauf zu sichern.

Die Geschwindigkeit sollte, was das Backup des Würfels betrifft, in meinem Vorschlag "eine ganze Ecke" schneller gehen, oder?

Liebe Grüße
deliri0m

Edit: Außerdem habe ich gelesen, dass durch die Verwendung eines Atom Prozessors die Datenübertragungsraten relativ gering ausfallen. Wichtig an dem System ist eine sehr schnelle Datenübertragung. Der Energieverbrauch ist zwar interessant, aber wichtiger ist die Geschwindigkeit, da diese uns momentan Probleme macht.

USB 3.0 stellt kein Problem dar wenn du einen USB 3.0 controller nachrüstest. 1 PCI Express Steckplatz ist ja vorhanden. Den kriegst ab 15 Euro aufwärts...

Was den Atom angeht: ich habn Celeron mit 2,66GHZ als Backupserver mit Windows Home Server und sende Daten übers Netzwerk mit 69MB/s also sollts der Atom mit je 1,6Ghz auch packen?

LG
Loikas
Experte in PC im Eigenbau

Ein Server sollte auch Platz genug zur Verfügung stellen, um ausreichend interne Datenplatten beherbergen zu können. Dann gibt es auch kein Performanceproblem und das Ganze ist energieeffizienter. Vielleicht den Server in ein größeres Gehäuse wie das Sharkoon Rebel 12 Economy packen ... da passen von Haus aus 18 Laufwerke rein - was sich aber noch erweitern lässt. Die NAS-Würfel dann zur Datensicherung.

NAS ist nicht Back-up!
Ein Back-up sollte immer auf eine Festplatte durchgeführt werden, welche immer sicher im Tresor oder Schrank liegt.
Wenn dein NAS Gerät ein Schaden hat, KANN es zu Datenverluste führen, ganz abgesehen von menschlichen Fehler wie z.B. alle Daten aus Versehen löschen.
Experte in PC im Eigenbau

Stimmt nicht.

Ein Backup wird auf jeden Fall über mehrere Datenträger angelegt. Und es wird auf jeden Fall eine Außerhaussicherung angelegt.

Zum Beispiel:

Tägliche inkrementelle Backups auf das eine NAS, zum Beispiel mit Acronis True Image.
Wöchentlich inkrementelle Backups auf das andere - oder besser noch mit einem anderen Sicherungsprogramm wie zum Beispiel dem zu Windows gehörendem.
Alle 2 bis 4 Wochen ein Backup (inkrementell) auf eine externe Platte, die dann außer Haus gelagert wird.

Absolut einverstanden!
Trotzdem ist für mich ein NAS kein Back-up. Wenn der RAID-Controller abgeraucht ist, brauchst du einen identischem um die Platten zu lesen. Deswegen ist die externe Platte so wichtig.
Experte in PC im Eigenbau

Ich würde zur Sicherung auch keinen RAID machen - lieber unabhängige (große) Festplatten ...
Insofern hier aber zwei identische NAS-Würfel vorlägen, hätte sich das Problem wegen Redundanz auch erledigt.

Zunächst ein mal Danke für die zahlreichen Antworten.

Ich versuche mal einzeln darauf einzugehen.

Zitat :
WHS kann kein RAID - und sofern ihr eine Domänenstruktur habt, weiß ich auch nicht, ob der sich einbinden lässt ...

Wir haben eine Domänenstruktur, also fällt WHS wohl weg. Wir haben hier aber noch eine Lizenz für MS Server 2008 rumliegen, wenn man da dann die nicht benötigten Dienste abstellt, sollte ein Raid und die anderen benötigten Funktionen möglich sein, richtig?

Zitat :
Ein Server sollte auch Platz genug zur Verfügung stellen, um ausreichend interne Datenplatten beherbergen zu können. Dann gibt es auch kein Performanceproblem und das Ganze ist energieeffizienter. Vielleicht den Server in ein größeres Gehäuse wie das Sharkoon Rebel 12 Economy packen ... da passen von Haus aus 18 Laufwerke rein - was sich aber noch erweitern lässt. Die NAS-Würfel dann zur Datensicherung.


Ein Umbau des aktuellen Servers ist nicht möglich, da die Vorgabe vom Chef lautet, am Server nichts zu ändern.

Zitat :
NAS ist nicht Back-up!
Ein Back-up sollte immer auf eine Festplatte durchgeführt werden, welche immer sicher im Tresor oder Schrank liegt.
Wenn dein NAS Gerät ein Schaden hat, KANN es zu Datenverluste führen, ganz abgesehen von menschlichen Fehler wie z.B. alle Daten aus Versehen löschen.


Wir haben nicht vor den NAS als Backup zu verwenden, sondern als datenlager. Wir möchten nur die Möglichkeit haben den NAS schnell und stressfrei zu sichern. Meine Idee war hier, eine USB3 oder SATA HD im Wechselrahmen anzuschliessen, das Backup anzustarten und nach Beendigung, die HD (USB3 oder SATA im Wechselrahmen) in den Tresor zu legen.
Dies würde wahrscheinlich alle 2 Tage nach Feierabend angestartet werden z.B. mit Acronis True Image.

Zitat :
USB 3.0 stellt kein Problem dar wenn du einen USB 3.0 controller nachrüstest. 1 PCI Express Steckplatz ist ja vorhanden. Den kriegst ab 15 Euro aufwärts...


Was den Atom angeht: ich habn Celeron mit 2,66GHZ als Backupserver mit Windows Home Server und sende Daten übers Netzwerk mit 69MB/s also sollts der Atom mit je 1,6Ghz auch packen?


LG
Loikas

Was mich an dem gelesenen Testbericht und der USB3 Thematik verwirrt hat ist, dass in dem Testbericht stand: "Die Backupfunktion steht nur für den an der Fronstseite liegenden USB Anschluss zur Verfügung. eSATA und USB Anschlüsse an der Rückseite sind für den Anschluss weiterer Festplatten zur Speichererweiterung.

Was die Atom CPU betrifft habe ich noch etwas geforscht und folgende Aussage aus einem C'T Artikel gefunden:
"Atoms unterstützen kein ECC-RAM und die meisten bieten nur Unterstützung für 32Bit Betriebssysteme."
Da WHS oder MS Server 2008 meines Wissens 64Bit Betriebssysteme sind, kommt das nicht unbedingt für uns in Frage.
Experte in PC im Eigenbau

Ich denke, dass die beste Lösung wäre, einen Server selber zu bauen, alle Daten, auch die von den NAS, darauf abzulegen und die NAS dann zur Datensicherung zu verwenden.

Wenn Du mir sagst, wie groß die Datenmenge wäre und ob es spezielle Daten gibt, die besonders schnell sein müssen (wie groß wäre das Volumen?), kann ich Dir ja eine Konfig dafür machen.

Die Frage wäre hierbei lediglich, ob man wirklich einen MS Server 2008 dafür nimmt. Die Domänenstruktur ist ja bereits vorhanden, ein einfaches Win7 Professional hätte den Vorteil, dass Zusatzsoftware wesentlich günstiger wäre, zum Beispiel Acronis True Image zur Datensicherung, Antivirensoftware, etc.

Also die Datenmenge insgesamt beträgt ca. 4TB. Wir haben sehr viele Datenbanken (Volumen ca. 2TB) auf die so schnell wie möglich zugegriffen werden soll. Um noch etwas Luft nach oben zu haben, würde ich ein Gesamtvolumen von ca. 6TB vorschalgen und davon dann rund 2TB mit möglichst schnellem zugriff.

Ich bin schon auf die Konfiguration gespannt und schonmal vorab ein Dankeschön!
Experte in PC im Eigenbau

2TB für Datenbanken wundern mich gar sehr. Wahrscheinlich sind hier auch sämtliche zu dem jeweiligen System gehörenden anderen Dateien inkludiert, wie zum Beispiel eingebundene Bilder oder Dokumente, kann das? Was mich auch wundert - da Ihr die Daten auf NAS habt, wahrscheinlich im RAID5, dürfte das eigentlich grottenlangsam sein, besonders bei vielen gleichzeitigen Datenbankzugriffen.

Jedenfalls habe ich erst mal als Diskussionsgrundlage eine Konfig hingestellt:

Gehäuse
Sharkoon Rebel 12 Economy 67 €
Lian Li EX-H34A 3x55€ = 165 €
Damit ist Platz für 20 3,5"-Laufwerke vorhanden, 12 davon von vorne zugänglich und HotSwap-fähig.
Mainboard
Intel S3420GPLX 230 €
CPU
Intel Xeon UP X3470 290 €
Prolimatech Genesis Kühlkörper 60 €
Zaward Golf Fan GII schwarz 2x11€ = 22€
Arbeitsspeicher
Kingston ValueRAM DIMM Kit 8GB PC3-10667E ECC CL9 2x100€ = 200 €
HDD Betriebssystem und Software
Western Digital RE4 500GB 2x60€ = 120 €
Im RAID1 am Mainboard.
HDD Subsystem
Adaptec RAID 5805Q 740 €
Intel X25-M G2 Postville 80GB 150 €
Western Digital RE4 2000GB 4x215€ = 860 €
Die Festplatten im Raid5, die SSD wird dabei als Cache verwendet, will heißen, der Controller kopiert die am häufigsten verwendeten Daten auf die SSD und leitet alle Leseanfragen dahin um. Damit sind diese Daten extrem schnell. Der Rest des Arrays wird dementsprechend entlastet - auch die übrigen Daten, die sowieso schon wegen des hardwarebasierten RAIDs schnell sind, werden dadurch quasi nochmals schneller.
Beim RAID5 würde es sich lohnen, die Partition(en) für die Datenbank am Anfang anzulegen, also im schnellen Festplattenbereich - Daten, die außen liegen, sind schneller.

ODD
LG GH22NS50 15 €
PSU
Seasonic X-Series X-560 120 €
USV
APC Back-UPS ES 700VA 90 €

Es sind wirklich 2TB. Nichts mit enthaltenen Bildern oder Dokumenten. Es sind sehr viele Datenbanken mit durchschnittlichen Größen von ca. 500MB-20GB. Aktuell liegen diese Datenbanken auf einem sehr langsamen NAS. Da die Datenbanken aber nur von wenigen USern gleichzeitig genutzt werden, "geht es von der Geschwindigkeit her grade noch so".

Die zusammenstellung sieht auf den ersten Blick schon mal interessant aus. Ich werde sie mir heute nachmittag noch einmal im Detail anschauen und sicher noch ein paar Fragen dazu posten. Eine Frage aber schon jetzt: bei welchen Bauteilen haben wir das größte Einsparpotential? Und welceh Auswirkungen hätten diese Einsparugnen? Die Frage wird mein Vorgesetzter als erstes stellen...

Vorab aber schon mal VIELEN DANK für die Unterstützung.
Experte in PC im Eigenbau

Man könnte beim Controller die Variante ohne SSD-Caching nehmen, also den Adaptec RAID 5805 und damit auch die SSD einsparen. Damit hätte man 300+150=450 € eingespart. Durch das hardwarebasierte RAID5 und die recht flotten vier Festplatten ergibt sich ein deutliche Performancesteigerung zum Istzustand, die nach Deinen Beschreibungen vielleicht schon ausreicht. Wichtig, wie gesagt wäre, die Datenbanken am Anfang des Festplattenarrays anzulegen. Insofern wäre es vielleicht sogar sinnig, am häufigesten genutzten Datenbanken zu separieren und auf eine ganz kleine Partition am Anfang des RAID5-Arrays zu plazieren und dann eine weitere Partition für die restlichen Datenbanken und auf dem Rest dann eine Partition die übrigen Daten.

Das SSD-Caching ließe sich auch nachrüsten, sollte Wachstum dies nötig machen. In diesem Zusammenhang gäbe es auch die Alternative auf Opteron zu setzten und zu gleichen Preis wie obige Plattform wesentlich mehr Arbeitsspeicher nachrüsten zu können und darüber hinaus auch eine zweite CPU nachlegen zu können. Ich weiß ja nicht, wie expansiv ihr seid.

Man kann am Ausbau des Gehäuses sparen - und an diversen anderen Punkten überall ein bisschen, das sich dann summiert - dazu kann ich noch mal kommen, wenn konkret gewünscht.

Die Frage wäre auch, die Funktionen des bestehenden Servers eventuell zu übertragen und diesen zu verkaufen. Auch für die Stromrechnung nicht irrelevant. Man kann das gut Etappenweise machen:

Schritt 1: die alten Sachen aktiv lassen, den neuen Server einbinden, die Daten in Kopie übertragen, die NAS deaktivieren und alle anfallenden Probleme lösen. Als Rückfalllösung stehen die NAS. Solange, bis alles gut läuft - dann werden sie zur Datensicherung eingesetzt.

Schritt 2: dann ein Image vom alten Server anfertigen, daraus eine Virtualisierung generieren und diese unter dem neuen Server laufen lassen - den alten abschalten und als Rückfalllösung stehen lassen. Die Funktionen des virtualisierten Servers Stück für Stück auf den neuen Server portieren - als Rückfalllösung steht immer sowohl die Virtualisierung als auch der physikalische alte Server. Ist der Vorgang vollständig abgeschlossen und funktioniert reibungslos, den alten Server rausnehmen und verkaufen. Der alte Server bleibt als Virtualisierung dauerhaft nutzbar - die Datei wird archiviert.

Wenn Hochverfügbarkeit wichtig ist, könnte man auch alles virtualisiert laufen lassen - eventuell sogar aufgeteilt auf verschiedene Virtualisierungen, die dann auf einem Server (Host) parallel laufen. Fällt der Server aus, können die Virtualisierungen auf diverse Arbeitsstationen verteilt und ein Betrieb aufrecht gehalten werden. Auch zukünftige Wachstumsszenarien wären viel besser handhabbar (Skalierung) und man würde sich letztlich völlig von der Hardware entkoppeln.

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