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Beste Umsetzung eines Gigabit-Lan für all meine Netzwerkgeräte?!

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Letzte Antwort: in Rund ums Netzwerk: LAN, WLAN & Sicherheit
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18. Juli 2011 12:59:48

Hallo zusammen,

ich habe eine bitte an euch Fachleute. Für alle meine Geräte würde ich die bestmögliche Lösung mit eurer Hilfe zusammen herausfinden um mein Netzwerk am effektivsten zu nutzen.

Auch wenn ich sonst in Sachen PC relativ erfahren bin, so habe ich das Netzwerkthema mit 10/100/1000 MBPS nie wirklich erforscht bzw lernen wollen

Nun zu meinem Wunsch bzw. der Aufzählung meiner Geräte:

- AVM FRITZ!Box WLAN 3170 Router (4 Ports) (100Mbit tauglich)
- 1 Desktop PC mit LAN-Anschluss (sowohl 100MBit als auch 1GBit)
- 1 Desktop PC mit WLan-Stick (soll auch auf 1Gbit Lan umgestellt werden)
- 1 MacBook mit WLan (bleibt Wlan)
- 1 Notebook mit WLan (bleibt Wlan)
- 1 Nas-Storage Netzwerkfestplatte (1Gbit tauglich)
- 1 Playstation 3 (soll per LAN angeschlossen werden, 1Gbit tauglich)
- Internetleitung 18.000
- Power-LAN-Adapter mit 200MBPs tauglichkeit


Aktuell ist alles wie folgt verbunden:

Die Fritzbox steht im Gang, erhält direkt das Kabel aus der Telefondose und ich speiße das Internetsignal per PowerLan in das Stromnetz meiner Wohnung ein. In meinem Büro gehen dann insgesamt 3 Stromstecker aus den jeweiligen Steckdosen immer per Lankabel derzeit in die PS3, den HauptPC und die Netzwerkfestplatte.

Da ich die Netzwerkfestplatte gerne häufiger nutzen und mehr integrieren würde, möchte ich beim Datenzugriff die bestmögliche Verbindung aufbauen über mein LAN.

Wie sollte ich also hier am besten vorgehen? Meine Überlegung war, einen 1GBit Switch einzubauen, wo ich aber keine Ahnung hab ob die Idee so überhaupt funktioniert und Sinn ergibt?

Ich könnte doch einfach mit nur einem Stromadapter aus der "Wand" das LAN-Kabel in den Switch einspeisen und dann alle Geräte am Switch mit dem Inetsignal versorgen, richtig? Habe ich hier dann andere neue IP´s die durch den Switch erzeugt werden, oder bliebe alles zu meiner vorherigen Variante identisch, außer das jetzt ein Switch zwischenhängt?

Und würde nicht auch der Datenverkehr zwischen HauptPC, Netzwerkplatte und PS3 deutlich schneller werden?

Wo sind in meinen Gedankengängen und Netzwerkgeräten die Flaschenhälse? Was macht wo "zu" oder verlangsamt meine Pläne?

Ich hoffe ihr könnt mir meinen Gedankendschungel etwas lichten und mir helfen mein HomeLan besser zu verstehen und zu planen
18. Juli 2011 14:15:02

Also deine Idee an sich ist schon ganz passend. Du greifst das Internetsignal in deinem Büro ab und führst es hier direkt auf den Gigabit-Switch. Die Verbindung zur Fritzbox wird weiterhin mit 100Mbit bzw. der realen PowerLAN-Geschwindigkeit den Switch versorgen. Bei 18MBit Internet sollte das problemlos reichen.

Die IP-Adressen vergibt nicht der Switch sondern der Router! Heißt der DHCP Server im Router wird die IP-Adressen vergeben sofern die Clients für den Bezug dynamischer IP-Adressen konfiguriert sind. Es schadet aber auch nicht IP-Adressen von statischen Rechnern (also unportablen Geräten) statisch zu vergeben. Gerade im Fall der PS3 kann es dazu kommen, dass man mal einen Port freigeben oder weiterleiten muss. Dafür sollte die PS3 dann schon immer die selbe IP haben denn sonst mußt du das Forwarding immer wieder ändern.

Über Sinn und Unsinn von Gigabit-LAN kann man streiten. Ich z.b. möchte nicht mehr mit nur 10MB/s über mein Netzwerk kopieren. Und gerade im Bezug auf die PS3 können die 100MBit schnell knapp werden wenn man einen FullHD Film übers Netzwerk streamt.

Gigabit-Switches kosten nicht viel und wenn man den Luxus haben möchte, warum nicht? Man sollte nur daruf achten, dass die Kabel mindestens Kat5(e)-Standard erfüllen. Für GigabitLAN brauchst du alle 8 Adern im Kabel und am besten vernünftig geschirmt. KAT6 wird immer empfohlen aber auch mit KAT5e habe ich Übertragungsraten von 80-90MB/s

18. Juli 2011 14:48:11

Das klingt schon mal sehr vielversprechend und geht in die Richtung wie ich es mir auch selbst soweit versucht hatte logisch zu erklären ;) 

Das heißt, der Router hat ja auch schon bis dato die IP´s via DHCP vergeben, dann dürfte das zwischenschalten des Switches ja eigentlich nichts an den bereits vergebenen Nummern ändern, weil ja hinter dem Switch wieder die gleiche "Konfiguration" wartet, richtig?
Ähnliche Ressourcen
18. Juli 2011 14:53:16

Es gibt Leasezeiten der IP-Adressen. Im groben heißt dass, dass IP-Adressen eine gewissen Zeit quasi für einen bestimten Client reserviert ist. Darauf würde ich mich aber nicht zwingend verlassen und nach ablauf der Leasetime kann es passieren, dass wenn du den Laptop vor dem PC einschaltest, die IPs anders vergeben sind. Ich glaube aber die Fritzbox kann reservieren. Dann hast du quasi eine statische IP vom DHCP ;) 

Der Router sendet ein Broadcast, es ist vollkommen egal wie viele Switches du dazwischen hängst solang kein zweiter DHCP-Server da rein funkt.

18. Juli 2011 15:31:43

Perfekt, dass heißt ich schalte einfach den Switch dazwischen und habe dann meine 4 Geräte mit deutlich höheren Netzwerkraten und kann diese perfekt ansteuern, richtig? :) 
18. Juli 2011 19:28:07

Unter den Gigabitgeräten wirst du gerade beim kopieren dein blaues Wunder erleben. Netzwerktechnisch sollte es auch kein Problem geben. Es ändert sich ja fast nichts! Ein Switch ist ein passives Netzwerkelement. Du solltest wenn möglich beim Switch-Kauf darauf achten, dass der 10/100/1000 kann und vorallem das der im Mischbetrieb läuft. Ich hatte einen von Netgear da hing der 100MBit Router mit dran und alle 3 Tage kams mal vor dass der Switch alle Ports auf 100MBit gesetzt hat. Das passierte in dem Falle weil ein Gerät nicht Gigabittauglich war. Referenzen im Internet helfen dort aber sicher weiter.
18. Juli 2011 20:05:59

Ok, wie schnell sind 7,6 MB zwischen meinem Rechner und der NAS-Storage? Zu langsam?

Habe den ASUS GX-D1051 genommen. Dort steht in der Manual dass bei grün leuchtender LED eine 1GBit Verbindung besteht. Gelb wäre 100Mbit.

Aber aktuell blinkt er bei NAS und PC jeweils Grün weil ich rüberschiebe und jetzt ist er bei 8,3 MB.

Weiß grad nur nicht ob das ok oder gar zu langsam ist?
18. Juli 2011 20:31:14

8,3 MB/s sind eigentlich zu wenig. Versuchs mal mit einer großen Datei, einer DVD-Iso oder so. Kontrollier bei der Netzwerkverbindung ob die Adapter auch 1GBit/s anzeigen.
18. Juli 2011 20:36:43

Wieviel sollte ich als Richtwert im Auge haben? Hab jetzt aktuell 10,9 MB

Und bei meiner Netzwerkkarte im PC steht Geschwindigkeit 1,0 Gbits/Vollduplex

Update:

bei meiner NAS Platte habe ich gerade folgende Funktion unter Netzwerk gefunden:

Ethernet Frame Size Properties

Ethernet Frame Size, dort kann ich folgendes wählen:
1,518 bytes
4,102 bytes
7,422 bytes
9,694 bytes


Hat das mit Kopiergeschwindigkeit bei der Storage zu tun?
18. Juli 2011 22:25:32

So, folgendes Update mit bitte um kräftige Mithilfe um eine Lösung meines Problems zu finden.

Ich habe mir nun heute Abend den ASUS GX-D1051 5 Port 1Gbit Switch gekauft und auch gleich verkabelt.

Dann hatte ich direkt versucht von meinem PC auf die Netzwerkplatte zu kopieren, bin aber nur auf magere 10Mbit im Schnitt gekommen. Um festzustellen ob aber alles auf 1Gbit läuft, habe ich dann zwischen 2 PC´s mit je 1Gbit Netzwerkkarte 2 Dateien mit einer Größe von 9GB verschoben und das hat angenehme 3 Minuten gedauert und schicke 85MB im Schnitt gebraucht.

Natürlich habe ich noch mal nach technischen Daten meiner Platte gesucht und bin auf folgendes Datenblatt gestoßen:

http://www.chip.de/preisvergleich/95567/Datenblatt-Buff...

Hier steht auch noch mal ganz klar: Gigabit Ethernet

Jetzt meine Frage, wieso funktioniert der schnelle Datenverkehr zwischen den PC´s, aber nicht zwischen PC und Netzwerkplatte?

Hoffe ihr könnt mir helfen!
19. Juli 2011 08:10:19

Kannst du mal eine kleine Skizze von deinem Netzwerk machen? Hast du die Verbindung so aufgebaut?:

Router -> Switch -> DLAN -> Endgeräte

oder so

Router -> DLAN -> Switch -> Endgeräte?

Bei Lösung Zwei hast du schonmal kein Gigabit-Ethernet, da das DLAN hier der limtierende Faktor ist.

Außerdem sind die Buffalo Gerät erfahrungsgemäß sehr langsam. Die haben eine sehr kleine CPU und kleinen RAM einbaut und können den GBit Anschluss dadurch niemals ausreizen. Wenn du dir mal gute (Einstiegs-) NAS anschaust, z.B. von Qnap,
dann siehst du mal was die an Rechenleistung drin haben:

http://www.qnap.com/de/pro_detail_hardware.asp?p_id=178


19. Juli 2011 08:36:07

Also das Netzwerk ist wie folgt aufgebaut:

Router -> DLAN -> Switch -> 4 Endgeräte

Somit sollen nur die 4 Endgeräte (2 PC´s, PS3 & Netzwerkplatte) in Form von 1Gbit miteinander kommunizieren.

Zwischen den beiden PC´s hat das hin und herkopieren ja auch perfekt funktioniert und ich denke mit 85MB hatte ich hier schon ne ordentliche Leistung.

Aber als ich etwas auf die NAS kopiert habe, waren es halt nur 8-10MB was trotz schwacher CPU auf dem Gerät nicht so extrem wenig sein kann, oder?
19. Juli 2011 08:56:12

Okay, dann ist das ganze auch wirklich ein Gigabit Netzwerk. Wie kopierst du denn? FTP, Samba, etc?
19. Juli 2011 11:45:57

Zwischen den beiden PC´s habe ich gestern einfach nur via Datenfreigabe kopieren + einfügen gemacht.

Auch von PC auf die Platte habe ich es mit Kopieren und einfügen probiert. Da war eben dieser krasse Unterschied erkennbar.

Kann sich grad irgendjemand spontan erklären wieso meine Platte nicht wie versprochen mit dieser Geschwindigkeit arbeitet?
19. Juli 2011 11:50:11

Hast du ganze Ordner kopiert? Es hängt auch von dem Protokoll ab, ob da vielleicht was falsch eingestellt ist. Du kannst auch mit den Einstellungen der Netzwerkkarte spielen, Jumbo-Frames, Paket-Größe etc, aber das kann dir im schlimmsten Fall bei falscher Konfig viel Datenmüll produzieren, und bei kleinen Dateien langsamer werden. Da würde ich dir von abraten.

Zum kopieren von den ganzen Ordnern:

http://forum.discountnetz.com/buffalo-linkstation-pro-d...
19. Juli 2011 13:09:41

Ok super, hab jetzt auch mal den Support von Buffalo angerufen und dort hat man mir zu einem Firmwareupgrade geraten.

Ich soll zwar keine 80MB hinbekommen, aber 35-45MB sollten es trotzdem sein und das wäre immernoch das 4fache zu jetzt.
23. Juli 2011 18:20:33

m4soN sagte:
Also das Netzwerk ist wie folgt aufgebaut:

Router -> DLAN -> Switch -> 4 Endgeräte

Somit sollen nur die 4 Endgeräte (2 PC´s, PS3 & Netzwerkplatte) in Form von 1Gbit miteinander kommunizieren.

Zwischen den beiden PC´s hat das hin und herkopieren ja auch perfekt funktioniert und ich denke mit 85MB hatte ich hier schon ne ordentliche Leistung.

Aber als ich etwas auf die NAS kopiert habe, waren es halt nur 8-10MB was trotz schwacher CPU auf dem Gerät nicht so extrem wenig sein kann, oder?


Mhhh..., wenn
ich mich nicht irre kennt dein NAS keine Netzwerktopologien und die dürften ihm auch ziemlich Schnurz sein, da sein sogenannter "Ansprechpartner" der Router ist. Die beiden PC's kennen sich allerdings dank der Windoof-Dienste gegenseitig mit IP und Gateway. Somit kommunizieren sie nur über deinen Switch. Dein NAS muss allerdings jedesmal
den Router nach dem Weg fragen und somit deinen Flaschenhals DLAN nutzen. Da normale Switche IP-Pakete nur Anhand der MAC Adresse verteilen, kennt er die dazugehörige IP-Adresse nicht und muss den Router fragen. Es gibt aber auch programmierbare Switche, die allerings deutlich teurer sind und nur in grossen Netzwerken(>100Clients) zu finden sind.

Ich glaube ein 2ter 1GB Router hinter dem DLAN als Verteiler und DHCP Server ist hier optimal.

Wenn ich mich doch îrre, seih mir bitte verziehn.;)
23. Juli 2011 22:32:40

El-Locko sagte:
Dein NAS muss allerdings jedesmal
den Router nach dem Weg fragen und somit deinen Flaschenhals DLAN nutzen. Da normale Switche IP-Pakete nur Anhand der MAC Adresse verteilen, kennt er die dazugehörige IP-Adresse nicht und muss den Router fragen
Das ist nur halbrichtig. Der Switch arbeitet zwar in der Tat nur über MAC-Adressen, dennoch hat der Router damit nichts zu tun. Einfaches Beispiel: LAN ohne Router bzw ohne DHCP-Server. Statische IP-Vergabe... Wen soll der Switch dann fragen? Die Antwort sind lokale ARP-Tabellen. Diese Tabellen stellen den Zusammenhang zwischen MAC und IP her. Und im Ethernet-Header stehen die Ziel- und Quell-MAC-Adressen drin. Von daher sollte das kein Problem sein. Und selbst wenn, müßte die Kommunikation ja nur einmal hergestellt werden und nicht für jedes Paket gefragt werden ;) 

24. Juli 2011 07:18:37

Soweit mir bekannt ist, liegt die ARP Tabelle aber auf den PC's oder halt dem Router. Beim NAS bin ich mi nicht sicher das er eine ARP Tabelle besitzt.

Edit: Ich möchte dich gern an diese Forum verweisen. Du solltest eine aktuelle Skizze deines Netzwerkaufbau's mitbringen und dein Problem dort schildern. http://forum.nas-portal.org/content.php
24. Juli 2011 12:05:40

Klar liegt die ARP-Tabelle auf den PCs. Aber ein NAS schickt ja nicht von sich aus Daten an die Clients sondern antwortet nur auf Anforderungen. Wer die Daten fordert, hat sich zuvor über den Ethernetframe quasi identifiziert. Ob NAS-Laufwerke eine ARP-Tabelle haben weiß ich nicht.

So oder so, der Router bzw. das DLAN haben hier keinen Einfluss auf die Kommunikation über den Switch.