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Geforce als dedizierte PhysiX-Karte

Letzte Antwort: in Grafikkarten

Hallo!

Ich hab seit zwei Tagen testweise eine zweite Geforce-Karte (GTX 260) in meinem Rechner, die meiner GTX 570 in besonders anspruchsvollen Spielen (Batman Arkham City Dx11) zusätzlich auf die Sprünge helfen soll. Bitte keine Kommentare wie: "wieso eine PhysiX-fähige Karte noch zusätzlich verstärken? du bist wohl..." ich bin gerade am abwägen ob ich sie drin lasse oder nicht. Viel bringen tut's ja wirklich nicht. Nur, wenn die GTX 570 mit der reinen Grafikberechnung zu 90+% ausgelastet ist, kann ihr die GTX 260 unter die Arme greifen. Ansonsten entlastet sie sie nur.

Ich hab die Tage wirklich viele viele Testläufe gemacht, dabei ist eine Frage offen geblieben:
Warum kann die GTX 260 zu maximal 53% (Windows 7 64bit) bzw. zu 63% (Windows XP 32bit) ausgelastet werden?
Wenn die reine Physikberechnung weiter gesteigert wird, bricht die Framerate ab eben erwähnten Auslastungenwerten ein.
Mit der Geschwindigkeit vom PCIe-Steckplatz sollte das eigentlich nicht zusammenhängen, da ich Benchmarks mit 8x und 16x gemacht habe und die Grenze für die mögliche Auslastung der GTX 260 in beiden Fällen exakt gleich is.
Auch eine Übertaktung des PCI-Taktes um 10% ändert daran kein Bisschen.

Weiß da jemand was?
Noxar hat den Thread editiert
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Experte in Grafikkarten

Leider ist das von Nvidia so beabsichtigt, dass bei normalen Consumer-Karten nicht alle Shaderunits für PhysX genutzt werden (können). Deshalb macht z.B. eine Karte unterhalb einer GTS 450 kaum Sinn, weil sonst kaum Leistung rüber kommt. Mit genau dieser ziemlich bevormundenden Haltung hat Nvidia sein PhysX schön ins Abseits gestellt - PhysX ist in der jetzigen Form quasi tot. Würden nicht ab und zu noch Spiele für PhysX eingekauft - kein Mensch würde sich mehr Gedanken drüber machen. Ich spiele Metro 2033 oder Batman Arkham City auch nicht mit PhysX, trotz geeigneter Hardware. Das wäre Leichenfledderei :D 

Danke FormatC für die schnelle, informative Antwort!
Tja... technisch bevorzuge ich nVidia vor ATI aber moralisch, oder wie man sagen soll, sind sie auf dem Holzweg!
Zuerst die Sache, dass sie in ihren Treibern ATI ausgrenzen und es nicht möglich machen, dass eine Geforce als Physix-Karte einer ATI-Karte beistehen darf (besser eine kleine Geforce verkaufen als gar keine!) und dann das! Jetzt sehen sie auch schon ihre eigenen Produkte als "Feind" an - nVidia muss echt paranoid sein :D 

Echt schade das ganze! PhysiX macht die Spielwelt schon um einiges lebendiger.
Der Stromverbrauch im idle hat mich auch total überrascht - nur 20Watt mehr! Das wäre echt alltagstauglich gewesen, vorausgesetzt es würde mehr bringen als nur 10-15%.

Mir ist da während der ganzen Testerei eine Idee gekommen:
Wenn eine zweite Karte die PhysiX-Berechnung übernehmen kann, dann müsste das doch auch in anderen Bereichen der
Grafikberechnung gehen. Wäre doch toll wenn pAranoidia die Treiber so weiterentwickeln würde, dass eine zweite Geforce
zum Beispiel PhysiX und Tesselation berechnen kann oder oder, dann wäre man beim Bau seines Systems wesentlich flexibler, könnte auch unterschiedliche Karten kombinieren und das alles ohne die Mikroruckler von SLI :) 

Wegen der Leistung: die GTX 260 läuft mit 700MHz (55nm-Version) auf GTX 280-niveau = GTX 460 (das sagt zumindest die Theorie). In Batman AC wird sie zu maximal 30% ausgelastet. Im Benchmark von Mafia II is sie sogar mal auf 72% hoch.
Noxar hat den Thread editiert
Experte in Grafikkarten

Als Nvidia AGEIA geschluckt hat, hat man zunächst versucht, die alten PhysX-Beschleuniger (die faktisch noch auf alten Nvidia-Chips basierten) gegenüber den theoretisch besseren Gerafikkarten zu bevorzugen, indem man die Karten ab der 8er Reihe künstlich ausbremste. Dazu gehörte auch, dass CPU-PhysX erst zeit Kurzem überhaupt multithreaded laufen kann.

Bei mir gibts keine Sympathie oder Antipathie - bei mir zählen nur Leistung und Features, keine Namen und Logo-Farben. Nur mit PhysX hat es sich Nvidia arg verschissen. Die Gängelung der Kunden mit wenigen, gekauften Spielen, bei denen die Mitbewerber künstlich ausgebremst werden, ist nicht wirklich geeignet, mir diese Technik etwas näher ans Herz zu legen. Ohne Dir zu nahe treten zu wollen - ich habe in einem Artikel mal die notwendige Leistung ausgetestet. Eine GTX 580 braucht mindestens eine GTX 460 für eine optimale Unterstützung. Die GTS 450 reicht gerade mal für eine GTX 560 Ti. Sinnlose Stromverschwendung für ein paar kunstvoll demolierte Vasen?

Es gibt für die Physik bessere und vor allem plattformübergreifend nutzbare Bibliotheken, die OpenCL/ComputeShader und nicht CUDA nutzen. Solange Nvidia jedoch die Studios schmiert, solange tritt alles auf der Stelle. Havok in GPU-Hardware, das wärs. Nur ist da leider Intel dagegen...
FormatC hat den Thread editiert

Nönö trittst mir nicht zu nahe. Ich find "ein paar zerbrochene Vasen" recht cool, nur is es halt so echt keine Lösung wenn ATI-Benutzer ausgeschlossen werden.
Da muss wohl wieder Microsoft her und wie bei DirectX eine Schnittstelle für Physikberechnung programmieren für die ATI und nVidia dann eigene Karten entwickeln können... zuviele Köche verderben den Brei.
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