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Community-Test der Samsung SSD 840 Pro

Stichwörter:
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Letzte Antwort: in Festplatten, optische Laufwerke und Controller
22. Juni 2013 15:48:03

Hallo,

ich heiße Lukas, bin 20 Jahre alt und komme aus Geseke, Kreis Soest in NRW.
Zur Zeit besitze ich ein Acer Aspire 7750G mit folgenden Ausstattungsmerkmalen, welches ich als Primärsystem während meiner Ausbildung zum Technischen Informatiker nutze.



Als Prozessor ist ein Intel Core i5 2410m verbaut, der zwischen 2.4 GHz und 3,1 GHz je nach Auslastung taktet.
Als Hauptspeicher besitzt das Notebook 4 Gbyte DDR-3 Speicher, der mit effektiven 1333 MHz taktet.
Als dedizierte Grafikkarte kann das Notebook auf eine HD 6650M mit einem Gbyte GDDR-3 Speicher zugreifen, das reicht für die meisten Spiele (Grade Spiele wie Call of Duty) zureichend aus.
Neben einem optischen Laufwerk verfügt das Notebook noch über 2 USB-2-Ports, darüber hinaus besitzt es noch einen USB-3-Port, damit auch schnelle sequenzielle Datentransfers möglich sind.
Nun zum wichtigsten Teil: Die Festplatte.
Dabei handelt es sich um eine 500 GByte große Toshiba HDD im 2.5 zoll-Format.
Sie dreht mit 5400 R/PM und liefert selbst dafür eine ausreichende Performance.
Dennoch laufen Dateiaufrufe in bestimmten Situationen (beispielsweise nach dem Start des Betriebssystems) nicht immer rund und es kommt zu nervigen Wartezeiten.



Das wirkt sich nicht unbedingt positiv auf die Arbeitsgeschwindigkeit während Lernphasen aus, vielleicht können wir die Zeiteffizienz ja durch die Samsung SSD etwas- oder sogar deutlich steigern...

Hier noch kurz zur Planung meines Projektablaufs:

Ich mache, sobald ich die SSD einbaue, täglich Updates, beschreibe Erfahrungen und positive sowie negative Besonderheiten des Alltags mit einer SSD.

Wenn es irgendwelche Fragen gibt, dann könnt ihr diese im Thread stellen. Tipps für Ergänzungen würde ich persönlich auch gerne lesen.


Update:

Tag 1 mit der SSD:


Als ich heute nach dem Feierabend zu hause ankam, war die SSD da, einfach mal alles auspacken.

Die SSD wird in einer kleinen effizient gestalteten Schachtel geliefert, in der sich diverse Anleitungen zum Einbau sowie die Software-CD befinden.

Nach dem Auspacken habe ich dann mein Notebook aufgeschraubt und zuerst die kleine Spange, die ich zum einbauen in mein Acer-Notebook benötige, an die SSD geschraubt. Passte alles auf den Nanometer genau.



Danach habe ich die SSD einfach in den vorgesehenen Schacht gelegt und dann in Richtung der Anschlüsse geschoben. Wie ein Schlitten rutscht sie rein und passt formperfekt hinein. Schnell noch die Schraube der Spange am Innenleben des Notebooks verschraubt und die SSD sitzt bombenfest im Klapprechner.





Dem Notebook habe ich dann noch schnell die Serviceklappe wieder eingeklippt, diese einfach wieder verschraubt und die ganze Installation ist schon vorbei. Ich behaupte mal, dass selbst ungeübte und auch Menschen, die sonst eher mit betagterer Hardware umgegangen sind, diese Installation innerhalb von wenigen Minuten und sogar ohne die mitgelieferte Anleitung zustande bringen werden.



Nach dem Systemstart habe ich dann einfach blind im Startbildschirm von Windows 8 nach "Formatieren" gesucht, und fand dann auch schnell unter den Einstellungen "Festplattenpartitionen erstellen und formatieren".



Dort dann habe ich dann den Datenträger ausgewählt und erstellt. Der Partition habe ich einfach die maximale Größe zugeordnet.



Sofort wird die SSD dann als Partition im Explorer erkannt. Schnell noch per Rechtsklick formatiert und man hat seine SSD einsatzbereit.



Ich hätte natürlich einfach das System neu aufsetzen können, aber ich wollte vorher einmal das Migration Tool verwendet haben. Die mitgelieferte CD einlegen, das Tool installieren und fer- stopp!- Das Tool bietet mir direkt nach der Installation von CD ein Update der Software an. Okay, warum nicht?
Das Update dauerte 2 Sekunden. Reibungslos weitermachen.

Ein Fenster öffnet sich, und klärt in jeder gewünschten Sprache einmal über die Funktion, Risiken, beachtenswerte Faktoren und über die Laufwerke auf.
Danach kommt man gleich zur Partitionsauswahl, in der man X- zu einer Samsung-SSD migrieren kann.



Ich habe nur C: ausgewählt, D: ist sowieso soweit unbeschrieben gewesen. Auf Start drücken.

Jetzt kommt für mich das beeindruckendste Erlebnis im Test bis jetzt: Die Geschwindigkeit, mit der das Tool die Windows-Partition auf die SSD migriert:



Innerhalb von nur 3(!!!!!) Minuten hatte ich die gesamte Partition mit Windows auf die SSD kopiert. Wenn man davon ausgeht, dass das ja nur ein paar GB sind, sollte man beachten, dass es sich bei einem installierten Betriebssystem um extrem viele kleine Dateien handelt, und nicht um einen großen Datenblock (vgl. Archiv, Iso), den man sequenziell übertragen kann.

Zwischenfazit:
Eine effiziente Verpackung ohne unnötiges Material, eine Software-CD und die Anleitungen- das ist ein angemessener, wenn auch nicht umfassender Lieferumfang. In meinem Falle ist das jetzt kein Ding, aber vielleicht wäre die Beigabe eines SATA 6GB/s Kabel nicht verkehrt.
Zu dem Einbau der SSD kann ich nur 3 Worte sagen: Das ist einfach! Nach nur 3 Minuten war das Notebook aufgeschraubt, die SSD eingebaut und wieder zugeschraubt.
Die SSD wird sofort von Windows erkannt, man muss sie allerdings als Partition in den Explorer bringen.
Das Migration Tool ist einfach nur genial. Es ist intuitiv, man muss wenig beachten und kann die Platte einfach mit dem alten Windows beschreiben, und das in einer beeindruckenden Geschwindigkeit- Tadellos!


Update 2:
Samsung Magician



Das System ist jetzt über die SSD gebootet und läuft nun darauf. Die alte Festplatte ist formatiert und in ein großes Datengrab umgewandelt.
Die Bootzeit beträgt jetzt... 7 Sekunden. Das hängt aber auch von dem sehr kurzen Post Code und vom aktivierten Quick Boot des BIOS ab.
Vorher war das System innerhalb von 45 Sekunden betriebsbereit.

Bei Samsung Magician handelt es sich um ein umfangreiches Wartungswerkzeug, mit dem man die SSD sowie das OS auf die Benutzung einer SSD optimieren kann.

Nach dem Start zeigt der Magician einen Statusbildschirm an, der den Zustand der ausgewählten Speichermedien anzeigt und sogar angibt, wie viel der Datenträger in seiner Lebensspanne schon geschrieben hat. Allein das ist schon praktisch und interessant.



Außerdem bietet das Tool viele Einstellungsmöglichkeiten, die das System auf Performance, Speichereffizienz, Effizienz etc. optimieren. Unter Advanced kann man die verschiedenen Voreinstellungen nach belieben anpassen.



Das Tool selbst kann auch die SSD an sich optimieren, das habe ich auch sofort getan. Nach 2-3 Minuten war der Vorgang abgeschlossen.



Spüren kann ich jetzt natürlich keine Unterschiede. Denn so schnell, dass man in der Zeit zurück reist, ist nichts. Schneller als sofort geht nicht. Eingaben, Programmaufrufe und Browsen im Explorer werden nun durch die Reaktions- und Bildaufbaugeschwindigkeit des Bildschirms begrenzt. :) 


Ferner sind noch Firmware-Updates über das Tool möglich, die 840 Pro wurde aber mit aktueller Firmware ausgeliefert. Man kann auch die Speicherkapazität der SSD im Menüpunkt "Over Provisioning" einstellen. Das gibt dem Controller exklusiven Zugriff auf bestimmte Speicherbereiche, was die Lebensdauer und Leistung der SSD gravierend erhöhen soll.
Neben einigen Benchmarks zum sequenziellen lesen und schreiben sowie den IOPS beinhaltet das Programm auch noch die Möglichkeit, seine SSD sicher zu löschen, falls mal wieder das BKA klingelt. Das probiere ich aber erst zum Abschluss des Tests mal aus ;)  (Ohne BKA am besten.)

Für Besitzer einer Samsung-SSD ist dieses Tool echt eine Empfehlung. Wie das Migration Tool höchst intuitiv und dazu auch noch umfangreich.

Mehr über : community test samsung ssd 840 pro

25. Juni 2013 17:14:58

Höäy, Zusatzbeitrag:
Ein Updaten des Startposts bedeutet Unstick!

Ich bitte einen Moderator darum, den post neu als Sticky anzuheften. Danke!
26. Juni 2013 13:55:36

Update 3:
Programmierungsumgebung auf SSD ausprobieren


Heute habe ich dann mal meine benötigten Programme installiert. Die Installation auf der 840 Pro dauerte wirklich nur eine halbe Minute, bei meiner HDD waren dies immer ein paar Minuten, genug Zeit, um noch einmal durch den Saal zu laufen und den anderen Studenten dabei zuzusehen, wie diese bereits eifrig am Arbeiten waren...

Microsofts Visual Studio habe ich dann auch gleich in meinen Autostart gepackt, um mal zu schauen, wie schnell ich jetzt nach einem Systemstart arbeitsfähig bin. Vom drücken des Power-Buttons bis zum öffnen der Umgebung dauert es keine 20 Sekunden mehr. Früher konnte ich im Bus meine versäumten Hausaufgaben aufgrund von Zeitmangel nicht mehr nachholen, da alleine der Systemstart fast so lange dauerte wie die Busfahrt selbst. Dann noch nach dem Systemstart Visual C# zum laufen zu bringen? Nope.
Jetzt habe ich alles sofort betriebsbereit und kann selbst während kleinen Pausen kurz das Notebook hochfahren, kleine Ideen umsetzen und das Notebook wieder schließen. Das bedeutet, dass die SSD nicht nur den Alltag ein kleines bisschen schneller und runder macht, SONDERN sogar neue Möglichkeiten öffnet, die vorher einfach nicht machbar waren.



Ausprobieren macht jetzt noch mehr spaß!
Ähnliche Ressourcen
29. Juni 2013 19:30:49

Update 29.06.
Alltagsgefühl:


Was soll ich groß darüber schreiben? Es ist halt der Unterschied zwischen einer HDD und einer SSD. Und ich wage hier behaupten zu können, dass es sich hierbei um eine verdammt gute SSD handelt. Ich wurde ja schon mal von einer Vertex im Stich gelassen, die nach 2 Jahren einfach so aufhörte zu funktionieren. Und da waren meine Gedanken bezüglich Flash-Laufwerken natürlich prädestiniert schlecht. Von der Samsung SSD kann ich jetzt natürlich nicht sagen, ob sie länger halten wird, als die Vertex, aber ich werde mich in späterer Zeit gerne noch mal hinsetzen, um ein Update zu schreiben. Vielleicht in einem Jahr?
Jetzt kann ich nur sagen... Im Vergleich zu einer HDD ist sie natürlich schneller. Aber es ist wirklich alles schneller, der Systemstart, der Programmstart an sich etc.
Mein in XAMPP aufgesetzter PHP-Server ist jetzt pfeilschnell, seitdem er über die SSD läuft. Anfragen werden in Millisekunden verarbeitet und es kommt sofort immer zu einer Ausgabe. Ob die SSD dafür allerdings in großen Servern geeignet ist, weiß ich nicht.
Am besten gefällt mir das Verhalten des Rechners nach dem Start. Früher musste ich immer noch kurz warten, bis das Betriebssystem alle Daten geladen hatte, die es braucht, bevor die Festplatte frei war, um zum Beispiel den Browser zu öffnen. Jetzt kann ich sowas wirklich mal eben bei machen, ohne nervige Wartezeiten.
Was jetzt doof ist: Immer, wenn ich an einem PC arbeite, der nicht über eine SSD verfügt, kommt mir alles extrem träge vor. Selbst, wenn die Hardware noch so vielversprechend ist (Quadcores, viel Arbeitsspeicher in unseren Workstations).

Eine SSD ist also nicht nur für einen Poweruser etwas, sondern wirklich eine enorme Zeitersparnis. Das trifft aber denke ich auf viele SSDs zu, die relativ gute Spezifikationen haben.
Ich habe übrigens jetzt zwei weitere Samsung-SSDs bestellt, und ich freue mich, dass ich dann für jedes meiner Systeme eine zur Verfügung haben werde.

Alles zusammengefasst, meine Empfehlungen und ein umfassendes Fazit gibt es dann morgen!
30. Juni 2013 21:05:26

Fazit und Empfehlungen


Eine schnelle, hochwertige SSD mit netten Softwaretools

Samsung hat mit der 840 Pro eine SSD geschaffen, die nicht nur durch ihre Geschwindigkeiten beeindruckt, sondern auch durch ein kleines Aufgebot an nützlicher Software zu gefallen weiß. So ist meine persönliche Meinung zu dem Migration Tool, dass es hervorragend einfach zu bedienen ist und alles relativ schnell auf die Samsung-SSD überspielen kann.
Das Samsung Magician Tool ist ein nettes kleines Gadget, welches sich durch einige Optimierungsmöglichkeiten für das System, Festplattenbenchmarks und Statusanzeigen auszeichnet. Außerdem bietet es die Möglichkeit, die Firmware der SSD zu überspielen/updaten.
Berichte ich nun von dem Erlebnis, welches mir die Samsung SSD 840 Pro liefert, kann ich nur sagen, dass es wie erwartet keine negativen Auffälligkeiten gibt. Der Umstieg von einer HDD auf eine SSD liefert immer einen enormen Schub an Zeiteffizienz, das ist bei der 840 Pro nicht anders. Da die SSD mit 5 Jahren Herstellergarantie daherkommt, sind die 20% Mehrpreis gegenüber der Konkurrenz absolut gerechtfertigt.
Jetzt komme ich an den Punkt, an dem ich ein Problem habe, Probleme der SSD aufzuzählen. Was kann ich da jetzt berichten? SSD auspacken, anschließen, loslegen. Mehr ist da nicht zu tun. Wenn man die Software von der beiliegenden CD installieren möchte, dann ist diese auch rasch betriebsbereit, diese ist aber auch im Internet erhältlich. Ist dann erst einmal das Betriebssystem darauf installiert, fliegt das System förmlich dahin. Programme starten selbst direkt nach dem Systemstart sofort ohne Wartezeit und auf der SSD laufende Server sind gefühlte 600% schneller als vorher.

Bevor ich jetzt irgendetwas an meinen anderen Systemen aufrüste, bekommt jedes dieser eine SSD eingebaut. Ich habe schon öfters Hardware ausgetauscht, beispielsweise den RAM von 8 auf 16 GB in meinem Spielerechner aufgerüstet, die CPU von einem Dualcore auf einen Quadcore etc. aber im Anwendererlebnis hat sich da selten so viel getan, wie beim Upgraden einer SSD. Meine Empfehlung also: Sind CPU und Arbeitsspeicher ausreichend vorhanden, dann gibt die SSD dem System den absoluten Leistungsschub, den man auch bemerkt!
Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich die Samsung SSD 840 Pro absolut uneingeschränkt und mit bestem Gewissen empfehlen kann!



Hier weise ich noch darauf hin, dass Samsung sowie Tom's Hardware alles, was sich von mir in diesem Thread befindet, für ihre Zwecke nutzen dürfen. Ich verzichte auf mein Urheberrecht und gestatte o.G. die Benutzung des gesamten Inhalts.
1. Juli 2013 15:48:25

Ach schade... Aber ich kann es vererben :>
Aber ich darf anderen gestatten, mein Geschriebenes zu verwenden.