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Samsung 840 Pro Community Test - Einsatz in Grafik/Video Workstation

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Letzte Antwort: in Festplatten, optische Laufwerke und Controller
26. Juni 2013 10:00:30

Hi,

ich bin einer der glücklichen Gewinner des Testsausschreibens :) 

leider hängt die SSD immer noch auf dem Versandweg und so wie es aussieht könnte sie bestenfalls heute nur mit der zweiten Fuhre kommen, wenn die fährt :( 
Aber loben wir den Tag nicht vor dem Abend.


Ich will euch hier erstmal meine Workstation vorstellen, die mittlerweile schon weit über2 Jahre auf dem Buckel hat und hier und da an ihre Leistungsgrenzen kommt:

Supermicro 743TQ-865B-SQ (http://www.supermicro.com/products/chassis/4U/743/SC743...)
Intel Core i7-2600K (OC auf 4GHz, passiv gekühlt)
32GB DDR3-1333 Kingston
Sapphire Radeon HD6950 Flex-Edition (für 3x DVI Monitore ohne aktiven DP-Adapter)
Creative X-Fi Titanium
3ware 9750-8i (8port RAID Controller)
1x Intel SSD 320-series 120GB
2x Western Digital WD6400AAKS im RAID1
6x Western Digital WD20EARS im RAID6




die CPU wird komplett passiv gekühlt. Im Gehäuse sind 4 8er Lüfter, die die Luft in einem Stück von vorn nach hinten durchschieben und damit alle Festplatten und alle Komponenten kühlen.
An der Rückseite ist noch ein Kühler der die Luft im Bereich der CPU gezielt absaugt, was der CPU und gesamten Systemtemperatur noch ein klein wenig zugute kommt.
Da das Netzteil einen eigenen Lüfter hat der von vorn nach hinten arbeitet (ein ATX Netzteil passt hier daher leider nicht sinnvoll rein, sonst hätte ich ein 350W Bequiet eingebaut), ist der obere der 4 Gehäuselüfter stillgelegt und der Bereich zur CPU abgetrennt, um die Luftströmung nicht zu verändern.

das weiße Stück etwas unter der Grafikkarte ist ein Stück Styropor, so geschnitten, dass die Luft von dem Lüfter gezielt den RAID Controller kühlt, da dieser nicht so langsamdrehende Lüfter ausgelegt ist und daher die Luft komplett zu ihm gelenkt werden muss.


dank einer Backplane kann ich die Festplatten sogar im laufenden Betrieb wechseln, wenn es denn mal nötig sein sollte. Aber auch so verbessert es die Verkabelung/Ordnung im Gehäuse deutlich und macht den Einbau/Ausbau der Festplatten erheblichst einfacher (man muss das Gehäuse nicht öffnen).


der oberen Teil mit den 5,25" Schächten lässt sich auch gut heruasnehmen, hier steckt die eigentliche SystemHDD drin.
Naja, ich Held habe erst danach festgestellt, man kann ja auch die einzelnen Caddys rausziehen, solange der große Käfig noch im Gehäuse steckt, das nächste mal :D 


und da steckt auch die SystemHDD drin. Zum Testen kommt auch eine 7200UPM RAID Edition von WD zum Einsatz, um mal einen Vergleich zu haben gegen eine schnelle mechanische HDD.
Wenn ich es die Woche noch schaffe werde ich auch gegen ein RAID0 aus 4x 15k SAS vergleichen. Aber versprechen kann ich leider nichts, da ich am Freitag leider keine großartige Zeit mehr habe :( 




Ein Bild von meinem Arbeitsplatz gibt es nicht, da ich umziehen werde in ein paar Wochen gibt es derzeit keinen echten Arbeitsplatz mehr, ich führe den Test am Boden sitztend aus :X
Eventuell reiche ich später ein Bild nach.




Warum will ich den Test machen?
die 320er Intel SSD wird klein und scheint auch nicht unbedingt die schnellste zu sein. Es gibt Sachen wo sie mir scheinbar zu langsam wird. Allerdings hat sie auch nur SATA2 und kein SATA3 Interface.



Was für Anwendungen habe ich, die solch eine Leistung benötigen?
Maxon Cinema 4D R14 Studio - damit rendere ich Videos oder erstelle Grafiken. Dieses Programm selbst braucht allerdings nur viel GPU und CPU Leistung. HDD ist fast irrelevant
Adobe Production Premium CS5:
After Effects - ist der Leistungsfresser schlechthin. Zehntausende Einzelbilder werden von der HDD gelesen und zu einem Video zusammengefügt. Hier spielt die HDD eine massiv entscheidende Rolle. Aber der RAM auch. Da leider nur mikrige 32GB RAM von den aktuellen i7 unterstützt werden, müssen die meisten Daten von HDD nachgeladen werden.
Premiere Pro - verarbeitet nur noch die fertigen Compositionen von AE, daher braucht es nicht mehr so viele Daten von der HDD zu lesen. Ich teste trotzdem ob ich einen Unterschied merke
Photoshop - Ab und an erstelle ich Gigapixel Panoramas/Grafiken, z.B. zum Großformatdruck auf Werbebanner oder so. Eine einzelne Photoshopdatei hat dann gut und gerne mal bis zu 20GB. Die zu öffnen und zu speichern dauert...

Adobe Lightroom 4.3 - Die 22MP Rohdaten-Bilder die meine 5D MarkIII erzeugt wollen schnell geöffnet und verarbeitet werden. Und mir ist das ganze stellenweise massivst zu langsam. Arbeiten mit Lightroom ist kein Workflow sondern ein Workstuck. Woran es hauptsächlich hängt konnte ich noch nicht ergrünen. Eventuell bringt eine schnelle SSD hier was.


Mehr über : samsung 840 pro community test einsatz grafik video workstation

27. Juni 2013 13:13:24

Gestern Nachmittag war es endlich soweit, die SSD war bei mir eingetroffen. Und sie durfte sich sogleich mit dem Testparkour vertraut machen :D 
wie schon geschrieben, durch anstehenden Umzug gibt es keinen Arbeitsplatz bei mir, daher der Einfachheit halber lag dann alles auf dem Boden und nur ein Monitor statt 4.



Die SSD war schön verpackt, wobei eine kleine Polsterung rundherum wäre bei den Transportmanieren einiger Lieferanten eventuell besser gewesen, aber es kam alles heile na.



nanu, wer war denn da vorher schon an der Verpackung gewesen.?







Die Verarbeitung der SSD ist nicht unbedingt perfekt. Sehr dünnes Blech und die Passgenauigkeit der Kanten... naja, also etwas mehr könnte es schon sein. Tut der Funktionalität zwar keinen Abbruch, aber so schwer ist es ja auch nicht, gute Spaltmaße einzuhalten


Bei Intel klappt das ja auch besser, deren SSDs sind insgesamt gefühlt höherwertiger, haben ein erheblich massiveres Gehäuse mit annähernd Null Spalt.



Der Lieferumfang lässt beim Anblick der Quickinstall zu wünschen übrig, hat man bei vielen anderen Retailverpackungen Kabel, Schrauben und 3,5" Adapter dabei. Hier ist das ganze zwar abgebildet, aber allein so eine 3,5" Platte kostet einzeln schon ordentlich Schotter. Bei Intel ist sie mit 1,5€ Aufpreis in der Retailverpackung mitsamt Kabel und Schrauben enthalten.



Auch die Aufkleber sind alles andere als hochwertig, eine weitere Stelle wo Samsung gespart hat. Solche Details machen bei anderen Hersteller einfach ein runderes Gesamtbild.





Auf Los geht es Los. Der Einfachheit halber um mehrere Tests auszuführen hab ich die Festplatten nicht eingebaut sondern nur angeschlossen.







was für ein Windows läuft überhaupt
vorweg, damit folgende Sachen in einem Zusammenhang stehen:
Es läuft ein Windows 7 Ultimate x64. Dieses ist seit 3 Jahren kontinuierlich im Einsatz und es sind recht viele Programme installiert. Zum Testzeitpunkt hab ich Laufwerk C auf 60GB abgespeckt mit ca. 200.000 Dateien, dies ist ausschließlich nur Windows und Programme und von diesen angelegte Userdaten im AppData.






Überspielen des Systems auf die neue SSD

Festplatten klonen ist für mich nichts neues, ich habe schon einige tausend Systeme auf eine neue HDD geklont, mit unterschiedlichsten Programmen. Eins der besten Programme ist wie ich finde immer noch Acronis True Image. Es ist sehr schnell, erkennt so ziemlich alle Festplatten/RAID Controller und Chipsätze und bietet eine große Flexibilität. Eine kostenlose Alternativ ist noch Parted Magic, welches wie ich finde aber etwas umständlich sein kann, weil es zu viele Funktionen versucht zu vereinen.
Da Samsung ein eigenes Migrations-Tool mitliefert, steht die Frage im Raum, wie gut ist dieses.

Ablauf mit Acronis / Parted Magic
CD einlegen, davon booten, nach 30-60sek ist man in einer grafischen Oberfläche und wählt mit wenigen Klicks den Clonvorgang aus und kann den PC nach Abschluss automatisch herunterfahren lassen um die alte HDD abzuklemmen.


Wie schnell ist Acronis?
-> von einer 7200UPM HDD auf Samsung SSD dauerte 10min
-> von einer 120GB Intel SSD auf die Samsung SSD dauerte 6min




Ablauf mit dem Samsung Data Migration Tool
Im laufenden Windows die CD einlegen (diese ist nicht bootfähig) und manuell das Setup starten. Die Software will sich installieren. WTF?? Es ist absolut schwachsinnig, dass so eine Software sich installieren müsste. Sie wird von Prinzip her nur ein einziges mal verwendet und könnte daher als Standalone Executable ausgeführt werden, die keinen Dreck auf der Festplatte hinterlassen müsste.
Naja, egal. Nach der Installation will die Software sich von Version 1.0xxx auf 2.0xx updaten.... Auch nicht schlecht, eine nagelneue SSD und schon ein kompletter Versionssprung bei der Software.
Das Update dauert vergleichsweise lange. Ungefähr 2-3 Minuten hat allein der Download benötigt, vermutlich waren die Server überlastet.
Nachdem das Programm endlich gestartet war, konnte man recht einfach das ganze starten, SystemHDD wurde sofort erkannt, die SamsungSSD brauchte eine Weile eh sie angezeigt wurde.

Danach hat das ganze gestartet. Erstmal wurde noch die eingelegte CD durchsucht, was auch immer der finden wollte, es hat das ganze zumindest stark verzögert. Nach einer Weile wurden dann alle Files transferiert.

Die angezeigte Zeit hinkte der real verbrauchten Zeit von Anfang an um 10-20 Sekunden hinterher, die Uhr von dem Programm war die ersten 30sek langsamer als Realzeit gelaufen. Wieso auch immer.

Nach einer Weile war es abgeschlossen. Was fällt auf: Im Gegensatz zu Acronis hat das Samsungtool die Startpatition von Windows von 110MB auf 400MB vergrößert, was völlig unnötig ist. Bei Acronis wurde die unverändert belassen und nur die Hauptpartition vergrößert.
Und das System startet zwar von der SamsungSSD, aber nicht alle Programme funktionieren. Denn obwohl ich dafür gesorgt hatte, dass sämtliche Programme geschlossen waren, waren durch Hintergrunddienste vermutlich noch hier und da Filehandles offen und dadurch wurden nicht alle Dateien übertragen. Kurzum, das Windows war nach der Migration mehr oder minder unbrauchbar.

Naja, zum Glück hab ich ja noch Acronis da.

Wie schnell ist das Samsung Data Migration Tool?
-> von einer 7200UPM HDD auf Samsung SSD dauerte 12min
-> von einer 120GB Intel SSD auf Samsung SSD dauerte 12min

der Speed war die ersten 1000MB um die 5-6MB/s, egal ob eine HDD oder SSD die Quelle war. Danach stieg die Geschwindigkeit kontinuierlich auf bis zu maximal 80MB/s an. Egal ob von HDD oder SSD kopiert wurde.




Kurzum, das Samsung Data Migration Tool ist IMHO Schrott. Lasst die Finger davon. Ladet euch Parted Magic herunter, das ist kostenfrei, oder holt euch Acronis wenn ihr öfter was clonen wollt. Damit geht es _erheblich_ schneller, zuverlässiger und einfacher.







Wie schnell bootet ein vollgepacktes Windows 7
Man muss bedenken, das System läuft seit über 3 Jahren und hat schon einige Softwaresuites gesehen und zig Updates hinter sich usw. Es ist aber denke ein alltägliches System das man im produktiven Umfeld häufiger vorfinden könnte und daher ein sehr Realitätsnaher Einsatz für die SamsungSSD.

Aufgrund von mehreren gemappten Netzlaufwerken und umfangreicher IPv6 und IPv4 Konfiguration, gibt es beim Hochfahren kurze Wartezeiten von ca. 30sek, die unabhängig von der Festplatte sind. Allerdings lassen sich trotzdem deutliche Unterschiede erkennen.

Die Zeiten sind nach Abschluss des POSTS vom BIOS (welches es durch einen Piepser bekanntgibt) bis zum vollständigen Erreichen des Desktops mit voller Funktion aller im Autostart geladenen Programme.


-> 500GB 7200 UPM HDD : 2 Minuten, 30 Sekunden
-> Intel 320series SSD: 1 Minute, 10 Sekunden
-> Samsung Pro 840 256: 1 Minute, 0 Sekunden



Ich hätte es fast nicht gedacht, durch die Samsung bootet mein Windows fühlbar schneller, auch Programmstarts von umfangreichen Softwaresuites wie After Effects oder Photoshop gehen noch schneller als vorher.






After Effects Geschwindigkeit
Hier kommt mein Steckenpferd wo mich die Performance am meisten Interessiert. Ich habe dazu ein älteres Projekt genommen, welches aus 75.000 Einzelbildern in FullHD besteht, mit ~120GB Gesamtgröße, welche in einem einzelnen AfterEffects Projekt zu einem Film zusammengefügt werden. Es sind allerdings bis zu 3 Kompositionsebenen ineinander.
D.h. After Effects muss zum Darstellen von einem einzigen Frame im Viewport bis zu 60 Einzelbilder von der Festplatte laden. Daher ist diese Software mit die Anspruchsvollste auf der Welt überhaupt bezüglich Hardware.
Da mir die vorherige HDD zu langsam war hatte ich mir ein HardwareRAID0 aus 4x 15.000 UPM SAS2 Festplatten aufgebaut. Dort sind die Projektdaten gelagert und werden entsprechend schnell geladen. Das RAID0 hatte einen deutlichen Schub gebracht zum Bearbeiten der Frames. Da die CPU nie erkennbar voll ausgelastet war, geh ich davon aus, dass durch die SSD ein erneuter Schub stattfindet.


Dazu habe ich einige Screencaptures aufgenommen. Das erste zeigt den Start von After Effects (von SSD) und das Laden des Projektes bei dem alle Footages neu geladen werden müssen (wenn man Teile vom Projekt neu rendert kommt es des öfteren vor, dass man die Footages ersetzt). im ersten Video werden die 75.000 Files neu vom SAS-RAID0 geladen. Schön zu hören im Hintergrund :D 


Im zweiten Video versuche ich nun ein paar Frames live rendern zu lassen in reduzierter Auflösung. Die SAS Festplatten sind recht ordentlich gefordert wie man hören kann.




Nun liegt das gesamte Projekt auf der neuen Samsung SSD. Erneut ersetze ich alle Files. Also das eigentliche Laden der Files ging gefühlt deutlich schneller... aber die CPU hatte nun ordentlich zu kämpfen, daher war der Schub nicht wirklich erkennbar. AE war nur schneller wieder Einsatzbereit.


Das zweite Video mit dem Abspielen will ich mir an der Stelle ersparen, denn es sieht identisch aus wie das Video wo von den SAS HDDs abgespielt wird, nur ohne die Geräusche.

Hier kommt also für mich eine kleine Enttäuschung:
Die SAS Drives im RAID0 sind gerade so schnell, um einen auf 4GHz OCed i7-2600K annährend voll auszulasten. Denn was ich jetzt erst festgestellt habe, AE kann beim Live-View nur ein Kern auslasten ......
Einzig beim finalen Render kann es alle 8 Cores nutzen. Und GPU Leistung kennt AE leider auch noch nicht, es kann zwar etwas OpenGL aber das bringt nix bisher.


ich müsste also warten, bis es bei AE vllt irgendwann mal eine richtige OpenCL Unterstützung gibt, damit die Radeon-Karten auf ihre Kosten kommen oder ich würde eine CPU mit erheblich mehr Single-Thread Leistung benötigen. Aber eine realistische Steigerung zu meinem i7 gibt es noch nicht, trotz das er schon über 2 Jahre alt ist.
Wenn die Daten einmal im RAM geladen sind, ist AE wunderbar schnell, allerdings reichen 32GB RAM auch gerade mal für 15-30sek im Schnitt aus. Allerdings gibt es keine Single-Socket CPU die derzeit mehr als 32GB RAM kann. Und ein großer Xeon ist für AE einfach bei weitem zu langsam.
Also einfach mal abwarten, wann AE irgendwann mal OpenCL spricht, damit eine schnelle GPU die Arbeit der CPU abnehmen kann. Dann kann die SSD auch endlich ihre Vorteile bei After Effects ausspielen.




Aber das ist ja nicht das einzige Projekt wo mich die Leistung der SSD interessiert.






Öffnen und Bearbeiten von Gigapixel-Bildern in Photoshop
ein frisch gerendertes, 1,2Gigapixel großes Bild, mit 76800 * 16000 Pixel Abmessung. Dieses soll in Photoshop composed und mit Wasserzeichen versehen werden.

Die PSB (Photoshop Large Document Format) Datei ist 7,2 Gigabyte pro Ebene groß.


Zeitdauer, bis Photoshop die Datei gelesen hat und vollständig anzeigen kann:

-> 7200UPM HDD, 500GB: 90 Sekunden (~80MB/s)
-> 15k SAS2 HwRAID0: 28 Sekunden (~260MB/s)
-> 120GB Intel 320SSD: 39 Sekunden (~185MB/s)
-> 256GB Samsung SSD: 22 Sekunden (~330MB/s)


Wow, was mir hier erstmals auffällt, dass 4x 15.000er SAS HDDs an einem RAID Controller die Intel SSD so deutlich übertrumpfen beim sequentiellen Lesen.
Und die Samsung SSD toppt hier alles.
Die Zeit zum Schreiben der Daten kann ich leider nicht angeben. Photoshop zeigt hier keinen Status an und es scheint auch einiges über den Cache von Windows zu laufen, sodass sich nicht sagen lässt, wann die Datei nun wirklich geschrieben ist und wann nicht.
Hier hatte allerdings der RAID Controller die Nase gefühlt vorn, weil dieser schlichtweg durch seinen 1GB großen Cache plus den HDD Cache in der ersten Sekunde 2GB an Daten schlucken kann und dann gemütlich mit ein paar hundert MB/s weiter schreibt. Eine einzelne SSD kann hier nur bei noch größeren Datenmengen oder vielen kleinen Dateien einen Vorteil ausspielen.








Fazit:

Die Samsung SSD bietet eine herausragende Performance, die sogar die Leistung meiner vorhergehenden Intel 320series SSD in den Schatten stellt. Der Start von Windows läuft nun noch schneller ab, umfangreichste Softwaresuites sind im Nu gestartet.

Die Performance beim reinen Lesen und Schreiben von größeren Datenmengen geht unglaublich schnell. Insbesondere das Öffnen von großen Bildern macht den Arbeitsaublauf spürbar flüssiger.

Ein HardwareRAID0 mit 15.000er SAS Festplatten bietet ebenfalls eine gewaltige Performance die der Samsung SSD in nur wenigen Belangen nachsteht, allerdings zu einem hohen Kostenfaktor:
der hier genannte Rechner benötigt ohne HwRAID ~70-90W im Leerlauf und mit starker FestplattenIO.
Kommt das genannte RAID dazu, verbrät allein der RAID Controller dauerhaft 20W und die SAS Festplatten pro Stück 10-15W. Man kommt also auf 60-80W dauerhaften Stromverbrauch zusätzlich. Weiterhin kostet diese Spielerei mal eben um die 1000€ je nach Größe der einzelnen HDDs (in meinem Fall 73,5GB, zusammen also gleich groß wie die Samsung SSD)


Bei After Effects, wo ich mir den größten Performancegewinn erhofft hätte, wurde ich leider enttäuscht. Hier muss man einfach sagen, dass After Effects einfach gigantisch viel RAM und CPU Leistung benötigt. Solange es aber kein OpenCL unterstützt, und CPUs nur mit einem Kern belastet werden, bringt eine SSD hier nur an wenigen Stellen einen Vorteil. Leider.


Das Data-Migration Tool von Samsung sollte man lieber die Finger von lassen.





Heute Abend will ich noch schauen ob es bei Spielen etwas bringt. Die Ladezeiten von Batman Arkham City z.B. sind von der Intel SSD schon noch relativ behäbig.
27. Juni 2013 13:40:59

Hey,

gutes Review, gute Details und die Tests sind zwar schon spezieller, aber immer noch realistisch.
Was ich nicht ganz verstehe: Wieso gibt es teils Diskrepanzen in unseren Meinungen bezüglich des Migration Tools?
In meiner Ausbildung haben wir in ITS ständig mit Acronis gearbeitet, aber das richtet sich nicht an die Spontannutzer, die ihre ICQ und Skype- IMs behalten wollen... Für solche zwecke ist das Migration Tool ausreichend wie ich finde, und vor allem wäre es auch von ungeborenen bedienbar. Klarer Pluspunkt an das UI.

Beim Fazit bin ich großteils deiner Meinung, aber ich schreibe meines ja auch noch. Sagen kann ich aber schon: Selbst, wenn es meine vierte SSD ist, ist es die bisher beste.
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27. Juni 2013 13:56:14

Danke :) 

Das Migrationstool gefällt mir deshalb nicht, weil auf der eigentlich relativ frischen CD keine aktuelle Version drauf ist, dass es überhaupt erst sich ins System integrieren muss und dass nicht alle Daten unfallfrei auf die SSD kommen, und man keine Möglichkeit hat, die Partitionsgrößen zu beeinflussen (oder hab ich es übersehen).

Was wäre für Samsung so schwer gewesen, eine bootfähige CD zu machen, bei der wegen mir das gleiche Tool läuft nur halt auf einem eigenen System und damit unabhängig von der Festplatte. Das würde es IMHO wesentlich attraktiver machen.
27. Juni 2013 14:18:46

ich weiß, nur bringt mir ja nix, da nVidia erst seit kurzem in der Lage ist mehr als 2 Displays anzusteuern. Und liegt selbst dann im Stromverbrauch immer noch deutlich über AMD.
In Sachen Multimonitor hat AMD halt noch meilenweit die Nase vorn. Und 3-4 Monitore sind mir dann doch noch wichtiger als etwas mehr Performance durch CUDA.
25. Februar 2017 09:25:20

Und 3-4 Monitore sind mir dann doch noch wichtiger als etwas mehr Performance durch CUDA.