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RAID 10 Blockgröße

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Letzte Antwort: in Festplatten, optische Laufwerke und Controller
29. November 2017 11:34:02

Hey Friends.

Gibt es jemanden, der sich intensiv mit RAID befasst hat und Erfahrungen dazu abgeben kann?
In unserem Server rüsten wir komplett auf SSD um. Es sollen zwei RAID10 ODER 2 RAID5 entstehen.

4x Samsung 850Pro 512 GB und 4x Crucial MX300 1TB RAID10 ODER
3x Samsung 850Pro und 3x Crucial MX300 1TB

SSD sind bereits vorhanden.

Betriebssystem auf dem Samsung RAID ist ESXI mit Server 2008 und Server 2016
Die Crucial RAID Platten werden für Sicherung und sonstiges verwendet.

Ich habe natürlich schon DIVERSE Foren durchforstet mit diversesten Ergebnissen.

Angeblich soll die Performance steigen mit der größtmöglichen Stripesize des Controllers (unserer Unterstützt max 1024KB) andere widerum berichten, dass es abhängig ist vom Einsatzzweck des RAID (Dateiserver, Betriebssystem......)

Klar könnte ich jetzt diverse Szenarien ausprobieren aber das ist schon echt umständlich.

Meine Konkrete Frage ist:
Welche Blockgröße (Stripesize) ist bei RAID10 bzw RAID5 am performantesten?

Mehr über : raid blockgroesse

29. November 2017 12:57:00

Vielleicht ein wenig Gedankenhilfe:

Fürs Backup ein Raid 10 aus SSDs ist aber echt total Oversized, Kosten/Nutzen total daneben, aber was ist denn das "sonstiges"?

Zu der konkreten Frage, DIE Antwort darauf gibt es nicht, denn es fehlt wie du schon vorher geschrieben hast das Einsatzszenario. Liest du ausschließlich kleine Logfiles von dem Volume oder willst du große Files darauf speichern. Platt vereinfacht ausgedrückt, kleinere stripes = mehr IOPS, größere Stripes = mehr MB/s, bei den SSDs würde ich mir aber keine Gedanken mehr über IOPS machen. Wenn ihr solch hohe performance benötigt, dann kauft ein gescheites SSD SAN und macht keinen Eigenbau aus End-User Hardware.

Generell würde ich dir die standard stripe-size des Controllers empfehlen, sollte dann 256kb sein. Außerdem ist ein guter Mittelwert für alle Szenarien, wenn ihr nicht gerade vor habt für jeden Einsatzweck (Fileserver, SQL, ExCh, etc.) einzelne Arrays zu erstellen und zu testen. Das ist sicher auch die Empfehlung die du oft gelesen hast.



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29. November 2017 13:50:09

Du wirst ggf. schon dran scheitern, das SSDs dazu neigen zu unterschiedlichen Zeiten sanitize / trim / GC oder ähnliches auszuführen.

im raid saublöd... das muß der controller schon drauf halten, da ist fast wie asrock + memory QVL - nimm nur ne teure raidkarte + SSD von der QVL.

ansonsten pure storage hat ein kunde von mir im einstz und ist zufrieden - ja die lassen sich das gut bezahlen, taugt aber dann auch.
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29. November 2017 14:21:25

Hi Ryu, danke soweit :) 

Es handelt sich um einen Wortman Terraserver mit Adaptec 8 Port RAID Controller, 2x Xeon 56xx und 96GB RAM. Also keine Enduser Equipment Bastellösung ;) 
Das Mandantenprogramm empfiehlt ab 5 Mitarbeitern ein RAID10 für die Windows Server Anwendung.

Auf dem RAID10 aus Crucial SSDs liegen 2 Test VMs mit Win7, Win10, Cisco Callmanager und virtualisierte Synology, außerdem wir dort der Inhalt der Datenpartition D vom Server 2008 aus dem Samsung RAID täglich sowohl unkomprimiert (Inkremetell) als auch komprimiert (80GB pro Sicherung, 14 Versionen Rückwirkend) gesichert. Von dort werden dann beide Laufwerk D Sicherungen auf eine Synology kopiert und von der Synology dann zu Strato.........safety first seitdem ein unbedarfter Fujitsu Techniker damals eine Löschung der gesamten Daten verursacht hatte und wir zum Glück 3 Tage vorher ein Backup erstellt hatten.

Raid 5 mit Crucial scheidet aus DA bei RAID5 eine ungerade Zahl an Platten verwendet werden sollte, da bei einer geraden Anzahl an Platten immer wieder mal zeitgleicher Zugriff von Stripe und Parität auf einer Platte auftritt,w as bei einer ungeraden Anzahl nicht so ist. 3x Crucial RAID 5 sind aber genauso viel Speicher wie 4x im RAID10. Und im RAID10 dürfen maximal sogar 2 Platten ausfallen, nur halt nicht beide aus einem Stripeset.

Es ist ESXI installiert, auf dem Samsung RAID kommt eine Windows Server 2008 und 2016 VM mit Thin provisioning drauf, Auf dem anderen RAID auch 2 VMs plus sicherungsaufgaben.

Ein SAN benötigen wir nicht, SQL Server und Exchange haben wir auch nicht lokal.
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29. November 2017 15:29:47

für so gemischte workloads würde ich aber auch mit der standard stripe size arbeiten und fertig... mit tendenz zu kleiner wegen iops...
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29. November 2017 15:36:29

Das klingt nicht besonders Anfordernd an die Hardware... der Aufwand das zu optimieren zu wollen ist sicher nicht die Arbeit wert. Wenn ich mir hier ansehe mit wie vielen Servern (VMs auch über ESXI) wir auf dem SAN arbeiten und sich das Storage zu Tode langweilt, wow... und da ist auch nichts auf Anwendungen hin optimiert am Storage. Das wird bei dem Server nicht viel anders sein.
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29. November 2017 16:49:20

Ok, ich denk ich werd es bei Standard Stripe 256-512 lassen, je nachdem was der Adaptec vorschlägt.

Zum Server:
Das gute Stück wurde uns quasi aus der Hauptkanzlei geschenkt, die haben den Server als reinen fileserver genutzt, nichtmal per Terminal darauf gearbeitet wie bei uns ^^ Der hat sich pur gelangweilt der Server. Er hat nun bei uns den alten Fujitsu Single Core Econel mit Software RAID abgelöst der nur max 8GB RAM hatte und ans Limit kam.

Dass der Server selbst für unsere Anwendungen "etwas" overpowered ist streite ich nicht ab ^^

Ich danke Euch trotzdem bis hierhin.
Da der Windows Server aktuell auf einem HDD RAID1 läuft kann ich mit dem blanken Samsung RAID10 etwas rum spielen und werden zwischen 256 / 512 / 1024 und crystal disk mark allein aus interesse mal etwas rumspielen. Melde mich hier zurück
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29. November 2017 16:55:28

robberlin sagte:
... DA bei RAID5 eine ungerade Zahl an Platten verwendet werden sollte, da bei einer geraden Anzahl an Platten immer wieder mal zeitgleicher Zugriff von Stripe und Parität auf einer Platte auftritt,w as bei einer ungeraden Anzahl nicht so ist.


Was hat das mit der Anzahl der Platten zu tun? Hast Du da irgendwelche Hintergrundinfos, was das Problem sein soll?
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30. November 2017 03:47:34

Lass die vorgegebenen Einstellungen des Controllers drin. Die werkeln im Schnitt optimal. Wichtig ist eine BBU und aktivierter Write Back Cache. 100% Leistung wirst du aus den SSDs in dem Verbund nur in bestimmten Situationen herausholen. Bei SSDs hilft unter Umstaenden ein kleineres Stripe Size, je nach dem wie viel CPU-Leistung der RAID-Controller hat und wie viel IO die SSDs packen.

Das Testen auf das fuer den Zweck optimale Stripe-Size kannst du dir in dem Fall wohl sparen. Das kostet dir mehr Zeit als dann im Endeffekt an leistung gewonnen wird. Bei extrem aufwaendigen Datenbank-Operationen kann ich mir eher einen Sinn dabei herbeidenken, aufwaendig fuer das Szenario zu benchen.


Wortmann muesste ein Programm haben, womit man regelmaeßig Abbilder der Laufwerke in die Terra-Cloud schubsen kann. Die Kosten steigen dann, je nach Menge der Daten, an. Waechst dafuer aber mit. Dann habt ihr mit der Synology zwei Sicherungen. Musste mal gucken ob diese Loesung vielleicht billiger und Schneller ist.
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30. November 2017 07:25:57

Danke für die Rückmeldungen.

@My Runner:
Den genauen Zusammenhang kenne ich nicht mehr. Der Teacher eines größeren Serverherstellers mitH am Anfang und P am Ende hatte das auf einer Schulung plausibel erklärt. Es geht wohl darum, dass es für einen Logikcontroller performanter ist eine Datei in 2 Stripes, 4 Stripes, 8Stripes zu splitten als in 3, 5 oder 7 und auch der Rebuild läuft bei 2,4,8 Stripes performanter. Da Du bei 2,4,8 Stripes jedoch noch eine Platte zusätzlcih benötigst sind also 3,5,9 Platten angeblich eine optimale RAID 5 Formung. Man kann wohl auch irgendwie nachweisen, dass sich bei einer geraden Zahl an Platten die Wahrscheinlichkeit höher ist,dass sich auf einer der Platten zeitgleich 2 I/O Operationen trfefen die dann korrelieren und sich gegenseitig behindern und für Wartezeit sorgen.

@ffcmad:
Der Server ist out of Service, darum haben wir den bekommen. Wir hätten zwar verlängern können aber das war deutlich teurer als nen Ersatzmainboard, 2 Netzteileinschübe und ein Paar HDDs, einen Ersatz RAID Controller samt ZMM und BBU zu erwerben für den Fall der Fälle ^^

Der Adaptec Controller hat ein Flash Modul verbaut mit 4GB und 512MB Cache inklusiv Pufferkondensator.

Zum Sichern nehme ich iperius Backup oder VEEM Free. Die können beide Hot Backups machen :) 
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2. Dezember 2017 20:40:39

Also unser RAID10 aus den Crucial Platten kommt bis 500MB Dateigröße auf 1700MB Lesen und Schreiben (dann ist der Cach vom ZMM Modul voll. Bei Dateien 1GB bzw 2GB Größe kommen mit 1100MB/s von den Platten und mit ungefähr 980MB/s wird geschrieben.
Nicht Sequenziell gehts hoch auf immerhin 120MB/s statt 9MB/s wie vorher mit HDD.Stripesize 256Kb
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3. Dezember 2017 20:33:27

Das klingt doch ordentlich :) 
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vor 18 Minuten

Wir haben 3 Samsung 850Pro SSDs über amazon.de direkt bei Amazon gekauft und 1 SSD über Prime Now bei Amazon.
3 SSDs haben die Modellnummer MZ-7KE512 hergestellt in Korea
1 SSD hat zwar auf der Verpackung zwar MZ-7KE512 zu stehen, allerdings steht auf der SSD selbst hergestellt in China

Auf der 1 SSD steht auch nicht Samsung 850Pro sondern V-NAND 850Pro. Das hat uns stutzig gemacht.

Noch gravierender waren die Schreibraten:
die 3 gleichen Samsung SSD schaffen gerade so 155MB/s schreiben!
Die 1 SSD schafft sogar nur 67MB/s schreiben und nur 367MB/s lesen!

Eine 840Pro die wir noch hatten zeigte an selbben Anschluss deutlich bessere Performance

Fazit:
3 SSDs deutlich unter der Herstellerangabe
1 SSD ein totalausfall in Bezug auf die Leistung

GGf ist Amazon hier auf eine Lieferung Plagiate hereingefallen, wobei die Platten laut Samsung Magician Software angeblich original sein sollen.
Das wäre ein echtes Armutszeugnis für Samsung.

Wir schicken alle SSDs zurück und holen jetzt Crucial SSDs - Davon hatten wir bereits 4x 1TB MX300 erworben, die halten was sie versprechen.
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