Wo die wilden Karten herkommen: Ein Fabrikbesuch bei Zotac in China

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25 Kommentare
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  • smg72523889
    ähmm, ohne jetzt zu meckern möchte ich anmerken, dass es sich bei der GraKa auf bild 18 nicht um das low-end modell gt520 passiv-gekühlt handeln kann, außer zotac/pcpartner hat es geschafft eine graka mit bis zu 225W passiv zu kühlen (siehe 2x6-poliger Stromstecker)....
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  • benkraft
    Korrekt, ich hatte vergessen, den dritten "Schnitt" zu erwähnen. Zwischen Bild 19 und Bild 20 ging es noch einmal an ein anderes Band, wo eine Low-End-Karte endmontiert wurde. Der Text wurde entsprechend ergänzt. Danke für den Hinweis!
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  • klomax
    Interessanter Einblick! - Danke für diese kommentierte Bilderserie, die auch etwas zum Nachdenken anregt.

    Einer muss die Dinger ja bauen, und jetzt ist es eben eine Fabrik im aufstrebenden Schwellenland China, dass viele Menschen in Lohn und Brot bringen muss.

    Das sieht nach harter, konzentrierter Akkordarbeit aus, damit wenig Ausschuss produziert wird.
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  • alexl
    Interessante Serie und ein schöner Einblick. Habe mich schon immer gefragt welche Schritte ein board durchläuft.

    Es bleibt natürlich immer ein bitterer Beigeschmack beim Thema Hardware und Arbeitsbedingungen aus China.
    Es gibt eigentlich keine Möglichkeit wirklich guten Gewissens Hardware zu kaufen, da es auf dem Gebiet einfach null transparenz gibt und es auch recht wenig Interesse daran gibt diese zu schaffen (zumindest nicht so, dass es bei mir angekommen wäre). Weder von Politikern, noch von den Herstellern noch von den Verbrauchern. Selbst Image-Größen wie Apple scheinen ja Konzerne unter Vertrag zu haben die unter schlimmen Bedingungen schuften lassen (Foxconn). Vermutlich nur die Spitze des Eisberges.

    Da wäre es interessant zu erfahren ob sich Zotac bei dieser Serie z.B. vorbehalten hat die Bildauswahl beeinflussen zu dürfen.

    Leider habe ich keine Große Hoffnung, dass sich die Hardware Enthusiasten sehr dafür interessieren wie ihre Produkte entstehen.

    Besonders besorgniserregend finde ich z.B. den Kommentar zu eurem letzten Bild: "Die meisten machen sogar 10-Stunden-Schichten, um ihr Gehalt aufzubessern. Dürften sie das nicht, würden die meisten sich eine andere Arbeit suchen, wie man uns sagte. Die 50-Stunden-Woche ist dort also beiderseits gewünscht."

    Wenn sie das Gehalt halbieren würden, dann wären vermutlich sogar 100 Stunden Wochen gewünscht "beiderseits"...

    Ich würde mir wünschen, dass ihr mal z.B. Grafikkartenhersteller-charts macht in denen ersichtlich ist welche Konzerne fair gegenüber Mitarbeitern sind und evtl. gar noch nachhaltig (Umweltschutz) arbeiten.
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  • klomax
    alexlEs gibt eigentlich keine Möglichkeit wirklich guten Gewissens Hardware zu kaufen, da es auf dem Gebiet einfach null transparenz gibt und es auch recht wenig Interesse daran gibt diese zu schaffen (zumindest nicht so, dass es bei mir angekommen wäre).


    Ja, das ist wirklich schwierig. - In meiner Familie wird bei der Anschaffung penibel genau recheriert, was nicht aus China kommt (und das ist in einer bestimmten Preis- und Produktklasse nahezu unmöglich, bzw. es kommt aus der VRC).

    Graduell kann man dann Taiwan, Shanghai und Singapur versuchen außeinanderzuklabüsern, bez. der (vermeintlich) besseren Lohn- und Arbeitsbedingungen. - Auch aus Vietnam kommt eine Menge Zeugs (Drucker, Turnschuhe), und auch Japan (Lumix, DVD-RAMs).

    Jedes einzelnen Bauteil kann man allerdings nicht aus diesen Ländern erwarten, mal abgesehen von den guten Kondensatoren u.Ä. .
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  • soukyuu@guest
    Eine 50 Stunden-Woche ist auch hier nichts außergewöhnliches, viele kleine Firmen bringen durch einen einfachen Trick ihre Mitarbeiter dazu, länger zu arbeiten - wer keine Überstunden macht, bzw. u.U. am Samstag nicht kommen will, wird durch einen ersetzt, der das mitmacht. Man muss also gar nicht nach fernes China blicken, um komische Zustände zu finden.
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  • benkraft
    Quote:
    Da wäre es interessant zu erfahren ob sich Zotac bei dieser Serie z.B. vorbehalten hat die Bildauswahl beeinflussen zu dürfen.


    Nein, eine Zensur hat nicht stattgefunden - nur eben wie im Text erwähnt dahingehend die Einschränkung, dass wir nur bestimmte Fertigungsstrecken ablichten durften (weil an anderen eben für andere Firmen gefertigt wurde). An keiner Stelle stellte man sich uns vors Objektiv und verbat das Knipsen.

    Ob es natürlich in Bereichen, in die man uns nicht gelassen hat, anders aussah, kann ich nicht sagen. Insgesamt machte die Anlage aber auf mich einen besseren Eindruck, als ich erwartet hatte, wenn man manche Schauergeschichten hört. Klar, es ist Akkordarbeit, aber man hatte nirgendwo den Eindruck des "sich vor dem Peitschenknall duckenden Arbeiters".

    Was das Gehalt angeht, ist es schwer, eine neutrale Aussage zu treffen. Ich habe das bewusst so geschrieben, weil eine Wertung schwer möglich ist. Dazu sind auch die Kulturen, Erwartungen und andere Faktoren zu unterschiedlich.

    Quote:
    Ich würde mir wünschen, dass ihr mal z.B. Grafikkartenhersteller-charts macht in denen ersichtlich ist welche Konzerne fair gegenüber Mitarbeitern sind und evtl. gar noch nachhaltig (Umweltschutz) arbeiten.


    Schöne Idee - leider wäre die schwer umsetzbar. Was ist "fair" gegenüber Mitarbeitern? Die 40 Stunden Woche? 50 Stunden, aber besseres Gehalt? Raucherpausen?

    Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Aspekt, da gebe ich dir Recht - aber ich glaube, bei den Preiskriegen, die wir derzeit sehen (und - seien wir ehrlich - die wir als Käufer mit der Erwartung niedriger Preise auch mit anstiften), ist alles über die gesetzlichen Vorschriften hinaus einfach zu viel erwartet. Das können sich Firmen wie Apple leisten, die ihre komplette Linie darauf auslegen und als Lifestyle-Produkte entsprechende Margen haben. Komponenten-Hersteller, die bei jedem Bauteil auf den Cent genau nachrechnen müssen, können es eben nicht, wenn es nicht andere auch machen. Denn eine etwas teurere Öko-Linie, die sich nicht verkauft, bringt keiner Seite was (und ist so gesehen sogar noch krasserer Elektroschrott, weil hergestellt und dann nicht mal eingesetzt).
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  • thomaz
    yeahh.

    wieder ein elediger versuch die sklavenarbeit in china salonfähig zu machen.

    AUCH FÜR DICH IST SCHON EIN CHINESE GESTORBEN UND DU BIST DARAN SCHULD !!!
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  • Bartsches
    @thomaz höhhh? Bleib mal auf den Teppich... was wolltest du mit deinem Post jetzt konkret bewirken?
    Oder versucht du dich einfach in der Kunst des Trollens?

    @alexl charts fänd ich auch schon, auch wenn Sie wohl nicht umsetbar ist... aber hey, du kannst ja im Forum ein Topic aufmachen, und da Kriterien diskutieren lassen, vllt. kommt ja was schönes dabei heraus^^

    Ansonsten denke ich, dass bekannt ist, dass die Arbeitsbedingungen, unter denen Waren für uns gefertigt werden, inhuman sind. Zotac dürfte da wohl eher noch als Positivbeispiel gelten, auch wenn ich da nicht wirklich gerne Arbeiten würde. In dem Zusammenhang wäre ein Bericht über wirklich schlimme Arbeitsbedingungen schön, die Hoffnung darauf wohl leider aber auch unrealistisch...
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  • grizzly2011@guest
    Das ist kein Klebstoff!!
    Hierbei handelt es sich um Lötpaste (15-45µm große Metallkugeln mit Flussmittel gemischt)
    Metalle sind z.B. Zinn/Kupfer/Silber Legierungen
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  • benkraft
    thomazyeahh.wieder ein elediger versuch die sklavenarbeit in china salonfähig zu machen.AUCH FÜR DICH IST SCHON EIN CHINESE GESTORBEN UND DU BIST DARAN SCHULD !!!


    Polemik bewirkt nichts und wird im Allgemeinen auch nicht als produktives Argumentieren angesehen. Hier wurde darüber hinaus nicht versucht, irgendwas salonfähig zu machen. Das würde ein "Schönreden" implizieren. Ich meine eigentlich nicht, dass ich mir das vorwerfen müsste. (Übrigens, was hätten wir davon?)
    Mir steht aber auch eine Verurteilung nicht zu. Dir übrigens ebenso nicht - zumal du nicht vor Ort warst um dir alles anzusehen und selbst ein Bild zu machen.

    Wenn du ein wenig konkreter mit deiner Aussage wirst und Argumente oder wenigstens Stichpunkte vorbringst, können wir gern darüber diskutieren. Wenn du aber nur selbstgerechte Aufstachelparolen loswerden möchtest, lassen wir es am besten beide bleiben.

    @grizzly - Danke, du hast Recht. Ich hatte mir während der Tour das falsche Stichwort aufgeschrieben. Das Tempo war gleich von beginn an zackig.
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  • El-Locko
    Von der Fotostrecke sieht es fast genauso aus wie bie Nokia(Bochum) in der Fertigungsstraße. Auch die SMT Technik und das Backen der Kleinteile mit Spulen ist komplett identisch. Die "ollen" Spulen sehen recht simple aus, sind aber teilweise mit 10.000 Bauteilen bestückt die passgenau darauf sitzen müssen, damit sich der Roboter beim Durchlauf nicht im Raster vergreift.
    Die Zulieferer von Zotac sind mit Sicherheit viel schlimmer, was Accord und gedrückte Löhne angeht. Foxconn ist zudem einer der wichtigsten Zulieferer für Platinen, und das nicht nur in China, sondern weltweit.
    Die Zustände für die Mitarbeiter bei Zotac scheinen doch recht Human zu sein. Es gibt viele andere Berichte aus dem asiatischen Raum, wo dies nicht so ist. Ihr werdet sicherlich denken 220€ ist extrem wenig, aber für Arbeiter in China schon weit über dem Durchschnitt. Die Arbeit ist sicher Hart und auch streßig. Ich vermute die zusätzlichen Überstunden kommen der ferngebliebenen Familie zu Gute.
    Und was die Bezahlung betrifft, auch bei Nokia standen Leiharbeiter an der Fertigungsstrasse die 900€ verdienten und gerne Überstunden machten. Denn mit 900€ als Alleinverdiener kommt man schon in Deutschland nicht sehr weit.

    Interressant wäre vielleicht ein Interview mit Mitarbeitern gewesen die nicht selektiert vorgeschoben wurden. Dort hätte man den grössten Eindruck über die Hintergründe bei Zotac(PC Partner) erhalten können.

    Ein Einladung zur Besichtigung ist allerdings schon gutes Marketing und gehört aber leider zur Seltenheit. Hier scheint Zotac schon etwas stolz auf seine Fertigung zu sein.

    Mfg El-Locko.


    ps. Blöde Software lässt mich nicht kommentieren. Stattdessen werde ich aufgefordert mich einzuloggen, was schnell den Text frisst. Und dann ist man eingeloggt und kann trotzdem nur im Forum posten. Mist ist das.
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  • Kurt_Sichtig@guest
    Klasse diese erste kleine Fotoreportage. Sehr interessant, was da so abgeht, welche Prozesse die Karten durchlaufen und unter welchen Bedingungen die Arbeiter dort schuften. Ich persönlich wünsche mir mehr von diesem Blick hinter die Kulissen, weil das einfach nur faszinierend ist zu wissen, wie (m)eine Grafikkarte oder andere Komponenten zusammengeschraubt werden.

    Einziger Kritikpunkt, den ich an dieser Stelle ausdrücklich loswerden muss ist, dass die Fotos grottig sind. Sicher war während der Führung keine Möglichkeit gegeben, sich stundenlang dem optimalen Bildaufbau zu widmen aber ein paar Grundkenntnisse sollten schon angewendet werden.

    Es geht schon los beim ersten Bild -- wieso bindet ihr die schöne aber schüchterne Mitarbeiterin nicht besser mit ein? Entweder ganz rauslassen oder besser: die Rezeption von weiter weg fotografieren, damit man auch erkennt, was das sein soll. Auf Bild 4 erkenne ich gar nix. Warum wird die Person, die euch erklärt, was da abläuft, nicht mit abgelichtet? Was soll der Blickwinkel? Was wird da überhaupt dargestellt? Oder letztes Bild -- da ist rechts ein Stück Fensterrahmen mit drauf und der Horizont ist schräger als auf einem Schiff im Sturm. So in Eile kann man doch gar nicht sein.

    Wenn Ihr schon so eine solch seltene Gelegenheit bekommt, eine Führung mitmachen zu dürfen, dann nehmt doch nächstes Mal bitte einen besseren Fotografen mit. Ist doch schade, sich so eine tolle Gelegenheit mit schlechten Bildern zu versauen...

    Bitte trotzdem mehr von den Reportagen. Idee ist klasse, Umsetzung hat noch Verbesserungspotential.
    -Kurt Sichtig

    PS: Ich vermute stark, dass die Bilder mit ner Digicam oder DSLR belichtet wurden. Hattet ihr vielleicht einfach zu wenig Speicherplatz an Bord, dass ihr nicht 1.000 unterschiedliche Bilder je Motiv machen konntet, von denen ihr euch die besten aussucht? Mensch Leute, so eine versaute Gelegenheit. Bitte verteilt redaktionelle Kopfnüsse.
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  • Milo
    Nette Bilderstrecke - ich finde sie gar nicht so schlecht wie mein Vorredner :)
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  • borizb
    "Aufnahmen von Erlkönigen machen können. Sagen wir mal so: PCPartner fertigt auch für Sapphire und AMD, und es spukten einige Referenzkarten herum, die es im Markt noch nicht gibt."
    Hmmm. Da kommen einem interessante Gedanken...
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  • Realwired
    @Kurt_Sichtig:
    Deine Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Bei diesen Bildern geht es doch nicht um den ästhetischen Gesichtspunkt, sondern um die Dokumentation einer Führung. Sicher kann man mit mehr Zeit und Aufwand 'schönere' Bilder schießen. Bei dieser Bildstrecke geht es doch aber um den journalistischen Aspekt - und der ist gelungen.
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  • Anonymous
    Schöne bunte Bilderstrecke!
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  • konkretor@guest
    Hallo Ben,

    wenn man mal so eine Fabrik besichtigung bekommt ist schon spannend.
    Ich finde es auch von PcPartner mutig und gut, das Sie mal zeigen wie sowas entsteht.

    Zum Thema Gehalt in China. Dort gibt es einen Mindestlohn und der ist deutlich niedriger. Man hätte noch Fragen können ob die Unterkunft auch gleich noch abgezogen wird. Was manche Unternehmer machen. Nicht jeder Unternehmer in China behandelt seine Mitarbeiter wie Sklaven.

    2000 RMB gilt in China schon als guter Lohn.


    Auch wenn Foxconn in der Kritik steht, liegt es auch an den Firmen die dort Ihre Geräte produzieren lassen. Ein Iphone kostet laut isupply 187 Dollar an Teilen. Apple Verkauft es für über 500 Dollar, hier in D über 600 Euro.
    Der Letzte Hersteller der Anfang 2000 noch Mainboards hier in Deutschland gefertigt hatte war Siemens. Das wurde auch eingestellt da zu teuer.

    Um hier mal ein Beispiel zu nennen.


    Wir als Konsumenten tragen auch Verantwortung.
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  • loginlog@guest
    Den Prozess in Picture 9 nennt man übrigens "Pick and Place", da die Bauteile, auf die schon vorher mit Lotpaste bedruckte Leiterkarte, nur noch aufgesetzt werden ;-)
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  • loggi1@guest
    Der RöntgenCheck dient zur Kontrolle der BGAs (Ball Grid Arrays, meist die VRAMs und GPUs), da diese die Lötstellen unter dem Bauteilkörper haben, kann man diese anders gar nicht überprüfen.
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