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Zwölf Tools, die den Rechner flott halten

VON BENJAMIN KRAFT., RICO MOSSESGELD. 07:30 - FREITAG, 14. OKTOBER 2011
Mehr Zeit für Arbeit oder Spiele

Mit der Entscheidung für Windows als Betriebssystem geht man einen gewissen Kompromiss ein: Einerseits bekommt man Flexibilität, Kompatibilität und eine Auswahl an Anwendungen, die derzeit kein anderes Desktop-OS zu bieten hat. Andererseits ist Windows auch eine beliebte Zielscheibe für Malware, Spyware und Viren. Tief im System stecken oft noch Überreste längst deinstallierter Programme, und oft genug bringen unnötige Systemdateien das System zum Kriechen.

Im Folgenden stellen wir zwölf Anwendungen vor, die dafür sorgen, dass der PC rund läuft. Die Liste reicht von einer Anwendung, die Spiele beschleunigen soll, bis hin zu Tools, die im Hintergrund nach bremsender Software suchen.

(Titelbild: wwarby auf Flickr)

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doll-by-doll 14/10/2011 10:03
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Einige Programme sind durchaus zu gebrauchen!

theras88 15/10/2011 11:48
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Ich stimme doll-by-doll zu. ich kenne noch nicht alle, werde aber einige noch ausprobieren, besonders bei meinem P4 Laptop. Das erste mal Glary hat mir glatt 3Gb mehr platz geschafft.

dome94 15/10/2011 21:36
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jep
ich benutze regelmäßig Spybot S&D und CCleaner
was ich noch sehr gut finde ist HiJackThis
schade dass nicht noch TuneUp Utilities getestet wurd^^

bugmenot 16/10/2011 11:30
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Ich kenne TreeSize Free nicht, aber WinDirStat kann das auch sehr kompfortabel und mit praktischer Visualisierung zum Auffinden großer, schlummernder Platzverbraucher. Auf Verzeichnisse oder Partitionen anwendbar.

bugmenot 16/10/2011 11:32
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Website zum freien Download: http://windirstat.info/

w7withouttuning@Guest 16/10/2011 20:25
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Für Windows 7 bringen die rein gar nichts. Alle Tuning Tips und Programme sind so gut wie nutzlos (siehe z.B. die SSD Tuning Tips: bringen Null und Nichts).

Noldi 16/10/2011 22:32
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Anstatt TreeSize Free probiert mal das kostenlose WinDirStat aus. http://windirstat.info/ das kann auch mit Netzlaufwerken umgehen...

QuFu 17/10/2011 13:51
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kennt jemand ein gutes hardware-indentifizierungs-tool, welches KEINEN installer benötigt? so etwas braucht man ja meist nur einmal pro rechner, deswegen versteh ich das nicht so ganz...

für 32bit xp gabs mal so ein kleines pcwelt-tool "pcwHWinfo", etwas hakelig, aber sehr aufschlussreich und ohne installer. für olle "xp notebooks" immer noch sehr nützlich.

wozu für solche kleinen tools überhaupt installer? hat man angst, dass es sonst nicht professionell genug anmutet? :-D

dome94 17/10/2011 15:06
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jo GPU-Z, Coretemp und ich glaub auch CPU-Z gibts al Zip Datei - ist aber doch egal^^

QuFu 19/10/2011 10:13
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@dome94: ja ich kenne diese kleinen netten progamme, aber die machen doch eigentlich was ganz anderes... :-)

zumindest kann ich damit nicht den soundchip oder cardreader eines notebooks rausfinden, wenn diese gänzlich unbekannte geräte sind.

derGhostrider 17/11/2011 16:17
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Schlangenöl.
Registry Cleaner (damit meine ich alle Tools, die die Registry "aufräumen") entfernen zu 95% nur wertlose Einträge, die absolut nichts mit der Geschwindigkeit des System zu tun haben. Die Restlichen 5% sind dann eine Grauzone, die auch Risiken beinhalten kann.
Viele der Tools umgehen z.B. alle Einträge, in denen "install", "setup", "exe", etc vorkommen. Gelöscht werden dann Listen von Programmen wie z.B. die 10 zuletzt geöffneten Dateien von den Programmen oder die letzten Suchanfragen, usw.
Das ergibt dann schnell mal 150 gelöschte Reg-Keys, die das Programm vollmundig ausgibt und man hat das Gefühl 150 Einträge gelöscht zu haben, die das System verlangsamen würden. Tun sie aber nicht. Genau so wenig, wie eine Textdatei mit den Einträgen das System verlangsamen würde.

Entfernen die Tools hingegen mehr, geht das ganz schnell nach hinten los. So hatte ich selbst mal einen Regcleaner, der soetwas wie einen erweiterten oder gründlichen Modus anbot. Natürlich habe ich den dann mal benutzt und als Folge waren die Registrierungen(!) einiger meiner Programme gelöscht worden.

Bei TuneUp stehen Seitenweise tolle Optimierungsoptionen in der Benutzeroberfläche, die vollständig über Windows-eigene Boardmittel erreicht werden können. Dazu müsste man auch irgendwo im Forum einen alten Beitrag von mir finden können, da ich mir einmal die Mühe gemacht habe sämtliche Funktionen zu begutachten und die Windows-Eigenen Einstellungen für die gleichen Funktionen raussuchte.

Die RAM Optimierer sind auch lustig, allerdings dachte ich, daß dieser Quatsch seit Win98 verschwunden wäre. Nicht benötigte Daten werden von Windows, wenn nötig, ausgelagert. Dafür gibt es, wer hätte das gedacht, die Auslagerungsdatei.
Solange aber noch Speicher verfügbar ist, sollte man ihn auch nutzen, BEVOR man die viel langsamere Festplatte dazu zwingt als Zwischenpuffer zu arbeiten. Aber genau das machen viele dieser Programme: Sie tun einfach so, als ob sie viel RAM benötigen würden, wodurch Windows anfängt auszulagern. RAM frei - Auslagerung voll. Bringt gar nichts, vor allem nicht geschwindigkeitsmäßig.
Erst recht nicht bei Vista oder Windows 7. Aber bei diesen Windows-Versionen gab es noch ein ganz anderes Problem: Ein neues Speichermanagement, das die User nicht verstanden haben.
Bei Vista werden im RAM per Superfetch spekultativ bereits Daten im Voraus abgelegt, die vielleicht benötigt werden. Somit sieht der Hauptspeicher recht voll aus.
FALLS der Speicher tatsächlich für etwas anderes benötigt werden sollte, werden diese Daten sofort entfernt. RAM ist sau schnell, das merkt man nicht. Sollten diese Daten aber sogar entsprechend der Voraussage benötigt werden, dann sind sie bereits vorhanden und müssen nicht erst geladen werden.
Der Speicher sieht also nur belegt aus, steht aber bei Bedarf sofort zur Verfügung.

Die größten Problem dieser ganzen Tools sind:

1. Der Placebo Effekt.
Man hat das Tool, das Tool macht auch irgendwas und zeigt sogar irgendwie an, dass es etwas getan hat. Allein dadurch hat man das Gefühl, dass es besser läuft.
Darauf bin auch ich früher reingefallen, bis ich es selbst nachgemessen habe. Das Ergebnis war erstaunlich: Die ganzen Registry-Optimierungen, durch die mein Rechner ja ach-so-toll lief, sorgten dafür, dass er in Wirklichkeit langsamer war.

2. Der "viel Software installiert" Effekt.
Je mehr Krempel man installiert und deinstalliert, desto schlimmer sieht es auf dem System aus. Irgendwann gibt es unzählige Reste von deinstallierter Software auf dem System. Diese Reste werden auch von den genannten Tools nicht oder nicht vollständig entfernt. Zudem können einige Tools bei Ihrer Installation sogar andere Programme beeinträchtigen. (DLLs ungefragt austauschen, Einstellungen verändern, etc) Das sind dann Effekte, die man auch durch die Deinstallation nicht beheben kann.
Und es stellt sich irgendwann die Frage, ob die Installation eines weiteren solchen Tools nicht mehr Schadet, als es letztendlich nützt.

Fazit:
Das beste System ist das, welches von Anfang an möglichst sauber gehalten wird und nicht erst mit unnötigen Tools bombardiert wird.


Beispiele:
Defragmentierung - ist auch in Windows integriert. Bereits unter XP war es schwierig ein Defragmentierungstool zu finden, das wirkliche Vorteile gegenüber dem bereits integrierten hatte. Geschwindigkeitsvorteile bei der Windows-Benutzung brachten sie im Vergleich nicht mehr. Bei Vista und Windows 7 ist das mindestens vergleichbar.

Programmresteentfernungstools - kann man sich sparen, wenn man unbenötigte Tools erst gar nicht installiert. Wer wenig installiert, der muß auch wenig entfernen. Installiert man dieses Tool nicht, dann hat man gleich eins weniger zu entfernen.

Speichermanagement - in neueren Windows Versionen sehr gut integriert, kein Tool nötig.

Überprüfung der CPU-Taktrate für Maximaltakt - Äh... bitte was? Der Takt sollte unbedingt immer dynamisch angepasst werden, wie es seit Jahren Standard ist. So bleibt die CPU-Temperatur deutlich niedriger (Stromsparmechanismen). Zudem gibt es auch keinen nennenswerten Geschwindigkeitsunterschied. Ganz im Gegenteil: Fester CPU-Takt könnte sogar die Turbo-Funktionen umgehen. Hoffen wir mal, daß das Tool nicht alle Kerne auf den nominalen maximal-Takt festsetzt.

Auslagern trotz genügend RAM: Bremst das System und ist unnötig. Es wird schon früh genug ausgelagert, wenn nötig. Sinnvoller und sorgenfreier wäre einfach den Rechner mit 8GB RAM oder mehr auszustatten.

Was übrig bleibt sind ein paar kleine Tools, die man mal nutzen kann oder die die Bedienung (regelmäßig) erleichtern.

Aber bei sogenannten "Tuning" Tools sollte man immer gaaaaanz vorsichtig sein.
Manchmal hilft auch schon Google, um die Stelle zu finden, an der man in Windows selbst die ach-so-tolle Tuning-Funktion findet. ;)