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Was bringt DDR3-RAM auf Core 2, Core i7 und Phenom II?

Was bringt DDR3-RAM auf Core 2, Core i7 und Phenom II?
Von , Achim Roos
Core 2, Core i7, Phenom II: Welcher Prozessor profitiert wirklich von schnellem Speicher?

Dieser Artikel ist der Abschluss einer Artikelreihe, in dem wir den Einfluss verschiedener DDR3-Geschwindigkeiten und –Timings verglichen haben. Bisher hatten wir folgende Artikel veröffentlicht:

RAM-Geschwindigkeit: Phenom II X4 mit DDR3

RAM-Geschwindigkeit, Teil II: Core i7 mit DDR3-800 bis DDR3-1600 getestet

Es fehlte lediglich der Einfluss verschiedener Speichersorten auf den Core 2 Quad. Auf unserem englischen Schwestermagazin finden Sie den entsprechenden Artikel:

DDR3 Memory Scaling: Intel’s Core 2 Quad Examined

In diesem Abschlussartikel führen wir die Ergebnisse aller drei Analysen zusammen und vergleichen die relativen Performance-Unterschiede zwischen den verschiedenen Plattformen. Am Ende ist gut ersichtlich, welche Plattform besser und welche weniger von schnellem DDR3-Speicher profitiert.

Bei allen drei Testprojekten haben wir die gleichen Benchmarks benutzt und die Systeme mit unterschiedlichen Speichergeschwindigkeiten zwischen DDR3-800 und DDR3-1600 getestet. Dabei haben wir sowohl gemächliche als auch stramme Timings eingesetzt. Anhand dieser Tests wollen wir effektive Performance-Niveaus bekannter Speicherkonfigurationen hervorheben. Zusätzlich haben wir in allen drei Fällen noch einen weiteren Benchmark-Durchlauf durchgeführt, der verdeutlicht, welchen Einfluss eine erhöhte Prozessortaktung im Vergleich zu den Unterschieden beim Speicherausbau hat.

Der Vorteil von teurem Speicher aus dem Enthusiasten-Segment ist in den meisten Fällen mindestens fraglich. Unsere Tests haben zudem ergeben, dass stramme Timings normalerweise von größerem Vorteil sind als hohe Speicher-Taktraten. Letztlich ist es allerdings wichtig, dass Sie sich die Benchmarks ansehen, die für Ihre Ansprüche entscheidend sind.

Mit diesem Artikel stellen wir einen Vergleich der Performance-Vorteile an, die sich durch die Verwendung von schnellerem DDR3-Speicher auf drei der beliebtesten Plattformen ergeben: Hierbei kommen der Phenom X4 von AMD als 955-Modell (3,2 GHz), der Core 2 Extreme QX9770 von Intel mit 3,2 GHz als Repräsentant der Core 2 Quad-Familie und der Intel Core i7 975 mit 3,33 GHz, der derzeit modernsten Desktop-Lösung fuer Enthusiasten und Profis zum Einsatz.

In welchem Maß profitieren diese drei Architekturen von schnellerem Speicher? Für welche Plattform ist der Vorteil am größten und wo können Sie auf teuren Speicher getrost verzichtet? Die folgenden Ergebnisse verdeutlichen das Performance-Niveau bei DDR3-1600 Geschwindigkeit und schnellen CL8-Timings, die auf DDR3-1066 normiert sind, was wiederum 100% entspricht.

Bitte beachten Sie, dass auf der Ergebnisliste für den Core i7 3,47 GHz vermerkt sind: Zwecks einheitlicher Ergebnisse haben wir die Taktrate manuell auf dieses Niveau eingestellt, da der Turbo-Modus von Intel einzelne Kerne bei hoher Auslastung automatisch auf diesen Takt übertakten würde.

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  • Anonymous , 14. Juli 2009 22:32
    Leider bildet Euer Test beim Phenom II die Realität eben NICHT gut ab. Es gibt DDR3 1600er RAM für AMD mit CL7-7-7-24 (OCZ) zu kaufen (~60Euro für 2x2GB), doch Ihr habt bei 1600er Geschwindigkeit lediglich CL8 und CL10 getestet, mit dem Fazit, dass 1333 bei CL7 schneller ist - nach Eurer Interpretation sich also 1600er beim Phenom gar nicht lohnt. Und das ist FALSCH. Eine Zusammenfassung der drei Artikel macht Eurern Test - was den Phenom II angeht - also leider nicht besser.
  • Anonymous , 14. Juli 2009 22:33
    Leider bildet Euer Test beim Phenom II die Realität eben NICHT gut ab. Es gibt DDR3 1600er RAM für AMD mit CL7-7-7-24 (OCZ) zu kaufen (~60Euro für 2x2GB), doch Ihr habt bei 1600er Geschwindigkeit lediglich CL8 und CL10 getestet, mit dem Fazit, dass 1333 bei CL7 schneller ist - nach Eurer Interpretation sich also 1600er beim Phenom gar nicht lohnt. Und das ist FALSCH. Eine Zusammenfassung der drei Artikel macht Eurern Test - was den Phenom II angeht - also leider nicht besser.
  • zeromaster , 14. Juli 2009 22:36
    Das dürfte am Finalen Fazit aber nicht viel ändern.
    Zitat :
    Allgemein muss gesagt werden, dass ein Performance-Vorteil von wenigen Prozent die Investition normalerweise nicht wert ist.

    Damit bleibt alles wie gehabt (wie bei DDR2) und man kann getrost zu JEDEC-konformen/günstigem RAM greifen.
  • Anonymous , 14. Juli 2009 23:36
    Unterschlag mal nicht diesen Satz im Fazit:
    "Die Mehrinvestition in RAM mit niedriger Latenz ist ihr Geld normalerweise wert." Doch leider hat THG genau das eben nicht gemacht. Wer 1600er mit CL10 testet, bekommt den Speed den er verdient..
  • Anonymous , 15. Juli 2009 05:30
    @Zeromaster
    DDR3 1600 *ist* JEDEC-konform und was das günstig angeht, zwischen 4GB 1066 CL7 (~50euro) und 4GB 1600 CL7(~62Euro) liegen gerade mal 12 Euro. Kein wirklicher Grund also, das Potential der Plattform nicht auszunutzen.
  • Anonymous , 15. Juli 2009 08:04
    also irgendwie komme ich mit den benchmark charts nicht klar. Z.b. steht beim Mainconcept Refernc 1.6.1 bei der beschriftung der achse time[mm:ss] und in dem balken selber steht dann 102.4, was soll denn das jetzt sein? sekunden? oder irgend ein score? irgendwie blödsinnig so.
  • fruechtetee , 15. Juli 2009 11:46
    ... DDR3 + neues Board sind mir pers. imho nicht lohnenswert! Werde nun erstmal vom PII 940 auf den 955 bzw. 965 umsteigen (wenn er denn kommt) dann habe ich die Grundlage für DDR3 geschaffen.

    Ansonsten seh ich es erstmal nicht ein, vorallem da ich nie wieder unter meine momentanen 8GB gehen würde: Und da geht bei DDR3 halt nur 12GB was dann doch ins Geld geht (200€ RAM + 150-200€ Board + CPU 150-200€) und das mir kaum mehrleistung bringt: Dann lieber nen Crossfire :D 
  • avaka , 17. Juli 2009 10:32
    maximal 6% in Anwendungen die für den Privatanwender interessant sind. Wow echt unheimlich. Das sind in L4D oder FarCry2 bestimmt 6-8 FPS mehr (nicht dass das bei über 100FPS Auswirkungen hätte). Ganz ehrlich, es gibt natürlich eine sinnvolle Untergrenze von RAM-Geschwindigkeiten aber solange der RAM stabil läuft kann man zum Günstigsten greifen den man bekommen kann. Also DDR2 1066 und DDR3 1333. Alles drüber ist meiner Ansicht nach Geldverbrennung. Auch wenn es nur ein paar Euro sind die man spart ist die Effizienz dieser Euros in der Grafikkarte oder besonders einer schnellen Festplatte deutlich höher.
  • derGhostrider , 20. Juli 2009 14:00
    @avaka:
    Richtige Einschätzung!

    Zumal man nicht vergessen sollte, daß am Anfang des Artikels noch lang und breit die Benchmarks aufgezählt wurden, die a) keinen Vorteil verspüren oder sogar b) WENIGER Leistung zeigen!
    Würde man die noch in die Mittelwertbildung einbeziehen, sähe das Ergebnis noch deutlich schlechter aus.

    Wenn allein die Testanzahl verdoppelt wird, aber die zusätzlichen Tests alle bei 0% Gewinn liegen, ist der Mittelwert halbiert. Nun bedenke man noch, daß einige Tests langsamer abschneiden - da bleibt wirklich kein nennenswerter Vorteil mehr übrig.

    Es ist aus meiner Sicht schon etwas bedenklich, daß die Tests herausgestrichen wurden, da sie die Effekte des schnelleren Speichers somit überproportional gut darstehen lassen. Das sollte vielleicht im Fazit deutlicher gemacht werden.

    -------------

    @Anonymer Nutzer
    DDR3 1600 CL7 ist nicht JEDEC konform. Auch CL8 ist nur optional! JEDEC-konforme Timings für 1600er Speicher sind 9-9-9 und 10-10-10.
    Siehe JEDEC-Spezifikationen, "Page 160" (im PDF-Reader ist das Seite 175):
    http://www.jedec.org/download/search/JESD79-3C.pdf

    Unter "Note1" und "Note2" kann man zudem nachlesen, daß diese Timings nicht unterschritten werden dürfen für einen stabilen Betrieb.

    Bevor Du hier also meinst, daß THG nur Mist verbreitet, solltest Du lieber selbst die Spezifikationen lesen.