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Intel Core i7: Lauter Ungereimtheiten

Intel Core i7: Lauter Ungereimtheiten
Von
Core i7 ohne Turbo-Modus und Übertaktungsschutz

In wenigen Tagen soll der neue Intel-Prozessor in den Handel kommen. Doch sie reißen nicht ab, die Diskussionen um Intel Core i7. Vor allem unser kürzlich veröffentlichter Artikel Intel Core i7: Schneller mit Bremse sorgte etwas für Unruhe und teilweiser Verunsicherung in der Branche. Die Quintessenz des umfangreichen Testparcours lautet: Schneller neuer Prozessor, aber eingeschränkte Overclocking-Fähigkeiten besonders beim teuren Spitzenmodell Core i7 Extreme Edition. Denn bisher konnte der Käufer einer solchen Premium-CPU per Multiplikator bequem den Takt erhöhen - quasi bis der Arzt kommt. Das ist so manchem Anwender die 1000 Euro wert. Nicht so beim neuen Core i7 Extreme Edition. Anstatt des freien Multiplikators übernimmt ein sogenannter Turbo-Modus die Regie. Bei unseren Tests funktionierte der Turbo-Modus nicht, obwohl ein Intel-eigenes Tool diese Funktionalität vorgaukelte. Dazu mehr in diesem Artikel.

In den neuen Core-i7-Prozessoren ist ein Übertaktungsschutz (overspeed protection) eingebaut, der über die Limitierung der Verlustleistung (130 Watt TDP) extremes Overclocking verhindern soll. Bei unseren Tests und Messungen war der Übertaktungsschutz ohne Funktion - auf Basis der hauseigenen Intel-Platine DX58SO. Somit war ein extremes Übertakten selbst des kleinen Core i7 920 von 2,6 GHz auf 3,8 GHz möglich. Das zeigen eindeutig die Messungen der Verlustleistung. Der Clou an der Sache: Die Einsteiger-Version (Core i7 920) kostet lediglich 280 Euro.

Kann also der Kleine mehr als der Große? Ist der Große gar obsolet? Wir wissen es nicht. Zumindest haben wir Testergebnisse auf Basis des DX58SO. Und Intel zeigte sich über unsere Ergebnisse überrascht und kontaktierte die Redaktion USA/Deutschland häufiger als in den vergangenen Wochen. Es wurden Bios-Updates und Einstell-Parameter ausgetauscht. Einträge im US-Forum erfolgten durch Intel-Mitarbeiter.

Unser US-Kollege Chris Angelini wies beim Asus Rampage II Motherboard leichte Performance-Sprünge nach, indem er die Parameter im Bios nach oben setzte.

Neue Erkenntnisse bringt unser Artikel Intel Core i7: Keine Leistungsbegrenzung, der im Zusammenspiel mit dem Asus P6T Deluxe den Multiplikator nach oben freigibt.

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  • Anonymous , 5. November 2008 18:50
    der turbomodus funktioniert imho nur, wenn ein kern voll ausgelastet ist und die andern nicht. dadurch kann der gesammte prozessor gut gekühlt werden und ein thread (oder zwei mit HT) wird schneller ausgeführt.
    bei meinem t9400 funktioniert das so, wird auch von cpuz angezeigt.
    piis
  • soella , 5. November 2008 19:22
    Immer diese GHz/MHz verwechslung, jetz sinds schon über 5000GHz...

    Jetzt müssen wir AMD die Daumen drücken, ich will keine Core i7 "Diktatur", sieht man ja, was da rauskommt...Hoffentlich läuft Deneb dann auch mit 3-4GHz!
  • Chris986 , 5. November 2008 19:23
    @graphit: Ein T9400 hat weder Turbo Modus noch HT.
    ...
  • Anonymous , 5. November 2008 19:34
    Respekt: "5247 GHz"

    Wäre doch toll wenn die Übertaktungssperre wirklich wirkungslos wäre.
  • Anonymous , 5. November 2008 19:38
    Übrigens spricht die SuperPi-Zeit eindeutig dafür, dass die CPU tatsächlich 5,3XX Ghz geschafft hat. Lavasys zeigt nur 3,8XX Ghz an, weil ich vom Standard-Multi ausgeht. Dieser wurde allerdings deutlich hochgesetzt, sodass nun ein falscher Wert angezeigt wird...
  • baizer , 5. November 2008 19:53
    Oder CPU-Z zeigt einen falschen Multi an (wie das Intel-Tool ein paar Bilder davor.)
  • tedstriker84 , 5. November 2008 20:08
    Warum wird die ganze Zeit von der Erhöhung des FSB geredet, ich dachte die neue Architektur hat garkeinen FSB mehr?!?!!
  • basti42 , 5. November 2008 20:39
    http://media.bestofmicro.com/N/Q/166742/original/lavasys-cpu-z.png

    wie man bei dem bild sieht sind es auch aufeinmal nur noch 2 cores
  • cl1985 , 5. November 2008 21:33
    Zitat :
    dass die Standard-Leistungsbegrenzung von 130 Watt und 110 A aufgehoben wird


    lol für 110A bräuchte man ein ca 5cm dickes Kabel zum Prozessor hin (Vgl: http://mitglied.lycos.de/lvane/design/drahttabelle.pdf) - würde glaub ich ziemlich witzig aussehen. Die TDP wäre dann vergleichbar mit der Leitungsaufnahme eines Staubsaugers ca. 1300 Watt. Derartige Rekorde wird wohl auch das neuste Modell von Intel nicht schaffen können. Also glaub ich handelt es sich hierbei wohl um einen Tippfehler.
  • Anonymous , 5. November 2008 21:46
    wieso, 130W / 1,4V sind doch immerhin ~93A

    kommt doch fast hin. wird ja direkt neben der cpu erst so viel, und dann die vielen leiterbahnen....
  • fruechtetee , 5. November 2008 21:46
    Aber echt:
    Es wird über den QPI der MHz Wert, welcher dann Multipliziert wird, angegeben - kein FSB!
    Der TurboModus schaltet sich wie schon gesagt erst unter gewissen Kriterien aus!
    Schaltet mal manuell 3 Kerne ab und haut dann ein Benchmark drüber.
  • Anonymous , 5. November 2008 21:46
    Ohh, hat sich da ein Fehler in den Nehalem eingeschließen, wie damals bei Barcelona. Sollten wir dieses Problem nicht an den Haaren packen und medienträchtig verbreiten, ähnlich auf dem Niveau "Bild" oder wie es damals bei Barcelona gemacht wurde. Ein Schelm der dabei böses denkt.
  • derGhostrider , 5. November 2008 21:59
    Zum Stromverbrauch:
    Wie schon gesagt: Rechnet doch mal selber nach, bevor ihr meint, daß man ein Fingerdickes Kabel bräuchte!

    1V * 110A = 110W.

    Außerdem haben die CPUs nicht ganz ohne Grund über 1000 goldene Kontakte.

    ---------

    @THG:
    Wie wäre es, wenn man erstmal den anderen Artikel berichtigen würde, bevor man sich in einem weiteren auf die falschen Werte im ersten bezieht?
  • derGhostrider , 5. November 2008 22:12
    AAAAAAAAAAAAAAAAAAARGH!

    17A auf 12V Leitung bedeutet NICHT 200W Verlustleistung, sondern 200W Leistungsaufnahme.

    Die Verlustleistung ist nur der Teil der Leistung, der ungewollt (also in Form von Abwärme oder elektromagnetischer Abstrahlung) abgegeben wird.

    --------

    Der FSB heißt nun QPI - das ist so nicht ganz korrekt. Es gibt keinen klassischen FSB mehr. Das, was nun vorhanden ist, heißt QPI.
    Vermutlich ist die äußere Taktung, was von THG immer angesprochen wird, wenn von "der FSB wurde auf 133MHz gesetzt" (oder ähnlich) geschrieben wird, gemeint.

    Mensch, passt doch bitte EIN BISSCHEN beim Schreiben auf!

    1. Der FSB ist tot.
    2. CPUs werden mit einem externen Referenztakt angesteuert. Durch die Multiplikatoren ergeben sich somit interne Taktraten. Ein Taktsignal hat nur nicht zwingend etwas mit dem anliegenden Bus zu tun.
    3. Für die Datenübertragung zum restlichen Chipsatz gibt es bei Intel nun QPI - so ähnlich wie der HyperTransport Link von AMD. Nur natürlich neu und viiiiiiel besser (laut marketing).
  • RJdaMoD , 5. November 2008 22:27
    @derGhostrider

    Das kann ich mir jetzt leider wirklich nicht verkneifen:
    Worin verwandelt denn der Prozessor seine aufgenommene elektrische Leistung?
    ;-)
  • derGhostrider , 5. November 2008 22:32
    @rjdamod: Etwas Leistung wird doch glatt dafür benötigt, um die Transistoren selbst zu schalten.
  • Stratowski , 5. November 2008 22:32
    Die Info, dass der 920er und 940er keinen Turbomodus besäßen stimmt nicht.
    Und die Schlagzeile des ersten Berichts ist so auch nicht richtig, denn scheinbar kann man die Verlustleistungsgrenze bei allen CPU's abschalten bzw. erhöhen.
    Ich berufe mich auf die Berichte anderer Hardwaretestseiten.
  • daimonion81 , 5. November 2008 23:07
    Der Turbo-Modus sollte auf allen Core i7 CPU's verfügbar sein, alles andere wäre zu Zeiten von Green IT und dem fraglichen Nutzen einer Quad-Core CPU nicht nachvollziehbar.

    Aber laut Ankündigungen soll es den Modus ja geben, aber: Es war immer von dynamischer Übertaktung die Rede, wenn die anderen Kerne bei Single-Thread-Anwendungen mehr oder weniger idlen. Alle Kerne bei max. Auslastung zu prüfen ist imho Unsinn.
    Vielleicht testet mal jemand das Single-Thread Verhalten...

    Dabei sollte ein Kern seinen Multiplikator erhöhen, während die Anderen die Ihren verringern.
  • alfalfa , 5. November 2008 23:39
    Mal nebenbei:
    Wenn ich lese "Die Einsteiger-Version (Core i7 920) kostet lediglich 280 Euro.", dann stör ich mich etwas an dem Wort "lediglich", auch wenn es nur einen Vergleich zum viel teureren Topmodell beschreibt.
    Bei AMD bekomm ich das Topmodell Phenom X4 9750 schon für um die 160,- Euro.
    Aber leider kann dieser ja dem Core i7 auch nicht annähernd Paroli bieten.
    Und genau das ist das Problem... Intel kann die Preise diktieren, weil es in diesem Segment keine Konkurrenz gibt.

    Schade...

    Trotzdem sehe ich mich noch lange nicht genötigt, mehr Leistung zu benötigen, als mein derzeitiger Brisbane X2 @3,0 GHz mir bietet.
    NEIN, ich bin kein "Fanboy" und würde auch wieder Intel kaufen, wenn die Preise dem entsprächen, was an Leistung geboten wird.
  • metal_alf , 6. November 2008 00:11
    Ich hab mal ein Munkeln gehört dass AMD so schnell wie möglich auf 32nm springen will, wenn möglich noch vor Intel ... ich hoffe das passiert bald!
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