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Goldrausch: Edelmetall von Motherboards recyclen

Goldrausch: Edelmetall von Motherboards recyclen
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Eine wahre Goldgrube?

Gold (chemisches Element mit dem Symbol ‘Au’ für Aurum) wird hauptsächlich zur Herstellung von Schmuck verwendet. Doch dieses Edelmetall ist auch für die Computer- und Elektronikindustrie wegen seiner guten elektrischen und thermischen Leitfähigkeit sowie seiner Eigenschaft als rostfreies Metall unersetzlich. Allein in der IT-Industrie werden jedes Jahr mehrere hundert Tonnen  Gold verwendet (2003 waren es zum Beispiel 318 Tonnen).

Gold findet sich in nahezu allen Komponenten, die in der IT-Industrie eingesetzt werden: Prozessoren, Motherboards, Erweiterungskarten, Speichermodule, usw. Selbstverständlich sind die in einem Bauteil verwendete Mengen an Gold verschwindend gering, allerdings wurde die Rückgewinnung dieses Edelmetalls aus aus den elektronischen Bauteilen durch die in den vergangenen Jahren stetig steigenden Goldpreise wirtschaftlich immer lukrativer – für rückgewonnenes Gold muss man immerhin nicht in Minen graben. Daher haben sich einige Unternehmen genau auf diesen Bereich spezialisiert.

Heute wollen wir Ihnen zeigen, wie man das Gold eines Motherboards “von Hand” zurückgewinnen kann. Achtung, die für dieses Experiment verwendeten Chemikalien sind, insbesondere in der hier verwendeten Konzentration, extrem gefährlich. Wir raten Ihnen dringend davon ab, dieses Experiment selbst durchzuführen.

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  • DrCoqring , 20. August 2010 08:37
    ein freund von mir hat das Gold von den Diabetes Teststreifen gesammelt ^^
    auch verrückt!
  • miserable one , 20. August 2010 08:46
    cooler artikel!

    ist zwar nicht unbedingt zu empfehlen das nachzumachen, aber gut zu wissen(auch als chemiemüffel),und mal was anderes:) 

    jetz weiss ich ja wie ich mir meine zukünftigen pc's finanziere :D :D :D 
  • checkmate , 20. August 2010 09:02
    @über mir
    Ja klar, ca. 500€ Equipment und Material stehen 3,50€ Erlös gegenüber. Wie willst du dir mit -496,50€ einen PC leisten?

    Zitat :
    nicht unbedingt zu empfehlen das nachzumachen
    ist ziemlich gelinde ausgedrückt. Hast du dir einen Ex-geschützten Bereich eingerichtet? Naja, ist ja nur Spaß. Industrielle Anlagen für die Trennung von Metallen mithilfe von Säuren sind schon ganz Kaliber.
  • Techniker Freak , 20. August 2010 09:41
    Das miserable diese Aussage nicht ernst meint sollte doch jedem klar sein ;) 

    Ich finde das ist ein interessantes Projekt, sowas sollte in Schulen gemacht werden. Handtücher in Schwefelsäure auflösen oder eine Natrium/Wasser Reaktion kann zwar ganz lustig sein aber selbst Gold aus Elektroschrott zu gewinnen ist mal was neues und auch nicht so schnell vorbei.
  • Pascha , 20. August 2010 09:56
    Das ist ein sehr heikles Thema die Rückgewinnung von Gold aus alten PC´s und Elektronik Komponenten. Hier wird sehr viel Schindluder betrieben.

    Ich habe vor ca. 2 Jahren einmal eine Reportage über Bangladesh gesehen, wo Straßenhändler auf Teppichen ausgebreiteten Elektronikschrott verkauft haben, der nach Recherche der Reporter anscheinend über Händler aus diversen Industriestaaten dort hin gebracht wurde.

    Die Dorfbevölkerung hat sich dort dann z.B Motherboards und ähnliches von den Händlern gekauft und Die haben das dann in Heimarbeit mit simpelsten Werkzeugen, Säure und sonstigen Chemikalien zerlegt und die somit gewonnnenen Metalle und Edelmetalle wieder an die Händler verkauft.

    Wie Ihr euch vorstellen könnt war natürlich der erhaltene Lohn gerade mal so viel, daß es den Menschen dort gerade so langte ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Was nicht mehr bedeutet, als das sie sich davon ein Säckchen Reis kaufen konnten.

    Die rührten da teilweise mit den Händen ohne jeglichen Schutz in den Chemikalien herum und der gesundheitliche Zustand der Leute war auch dementsprechend schlecht. Das die Brühe natürlich später einfach irgendwo in der Pampa ausgegossen wurde war da völlig normal.

    Das Geld machten letztendlich dubiose Händler die das Dorf mit Reis Chemikalien und dem Elektronik Schrott versorgten sowie die gewonnnen Materialien wie Kupfer Gold usw. wieder auf und weiter verkauften. Die verdienten also mehrfach an den Menschen dort.

    Als ich mir das angesehen hatte, war ich auf jeden Fall schockiert.
    Ich weis leider nicht mehr wie die Reportage hies und hab auch auf die schnelle nichts gefunden, sonst hätte ich das mal verlinkt.

    Ich halte diesen Artikel jedoch für recht bedenklich, auch wenn davon abgeraten wird sowas selbst zu machen.
  • miserable one , 20. August 2010 10:51
    erstmal @techniker: dankesehr für dein "verständnis" ^^

    und pascha, ich muss dir rechtgeben, dass die von dir geschilderte situation mehr als bedenklich und schockierend ist.

    allerdings müssten wir aus den industrieländern dann über jede mahlzeit, über jedes luxusgut so denken.
    schließlich werden diese ja größtenteils in entwicklungsländern unter teilweise lebensverachteten umständen gefertigt.

    ich persönlich finde den hinweis darauf gut, es sollte ja schließlich nicht vergessen werden, allerdings ist dies nen computerforum.

    sist kein angriff, nur meine einschätzung der sache
  • Deathdrep , 20. August 2010 11:32
    @Pascha

    das erinnert mich an ... ich glaube die Elfenbeinküste war es, diese Schiffsfriedhöfe wo tausende halbnackte Menschen diese Asbestverseuchten Ungetümer auseinander nehmen ... für einen Spottpreis. Durch den Asbeststaub und die allgemeine Gefahr von einem Schiffsteil einfach erschlagen zu werden, werden diese Arbeiter dort teilweise keine 30 Jahre alt (und sehen mit 20 aus wie mit 50).

    greez
  • Anonymous , 20. August 2010 13:12
    Entsorgen aber richtig das ist wichtig.
    Da kommt in den Jahren schon ein Haufen Schrott zusammen, den hätte ich gerne, zumindest die Metalle ,da kann man reich mit werden, meine ich gegenfalls.
  • checkmate , 20. August 2010 17:27
    Wenn du die (verschiedenen) Metalle billig separierst, dann wirst du reich. Schrottverwertung im allgemeinen ist schon ein gutes Geschäft.
  • Ebkor , 20. August 2010 23:31
    Also im schweizer Fernsehn kam kürzlich auch eine Reportage, allerdings ging es da um alte Röhrenmonitore, aus denen Kupfer gewonnen werden soll, ebenfalls in Afrika.
    Die Bildschirme werden gehäuft und mit Benzin übergossen, sodass beim Verbrennen der Kunststoff wegschmilzt.
    Wie das aussieht könnt ihr euch ja etwa vorstellen.
    Das schlimme ist aber eigentlich, dass das nicht nur bei Elektronik so ist, sondern allgemein die Abfälle unserer Wegwerfgesellschaft. Vieles wird dort "recycelt".
    Zum Artikel selbst: Auf jeden Fall interessant zu lesen, hätte selbst nicht gedacht dass so viel Gold in einem Mainboard ist. Wie Techniker Freak schon sagte wäre das eigentlich wirklich guter Schulstoff, wir selbst haben in der Schule genau 1x ein Experiment gemacht und das war Knallgas, und erst noch verbotenerweise. Nicht einmal Salzwasser trennen oder so.


    Mfg Ebkor
  • Desolator , 21. August 2010 00:04
    Überspitzt gesagt kann man im Moment besser Gold durch Kernfusion herstellen, als es aus Elektroteilen zu recyclen.
  • master snowman , 21. August 2010 17:15
    wie wird das gold bei neuen bauteilen aufgetragen? antwort: mit elektrolyse. ..da stellt sich mir die frage, warum man nicht mit der gleichen elektrolyse das gold einfach vom einen gegenstand auf den anderen transveriert?
  • kor , 21. August 2010 17:31
    Gold wird nicht wegen seiner Leitfähigkeit eingesetzt (Kupfer Cu und vor allem Silber leiten viel besser den Strom) sondern da es durch elektrischen strom keine Oxidschicht ausbildet. was bei Kupfer passiert bei Silber braucht man dazu nichtmal Strom. Diese Oxidschicht ist sehr schlecht leitend was vor allem an Kontaktstellen äußerst Kontraproduktiv ist.
    Merall [S/m]
    Silber 61,39 · 106
    Kupfer ≥ 58,0 · 106
    Gold 44,0 · 106
    Aluminium 36,59 · 106
  • Meno , 22. August 2010 15:26
    Haben Gold und Silber nicht von Natur aus eine Oxidschicht?
    Ist das nicht so wie Alu, Edelstahl, etc., die "nicht rosten" können weil Sie eine Oxidschicht haben?
    Oder rosten Sie durch Ihre Zusammensetzung nicht - anlaufen können doch beide oder nicht?!
  • Anonymous , 22. August 2010 23:38
    Gold hat keine Oxidschicht! Gold ist Gold ist Gold. Silber läuft an, das ist aber Silbersulfid, kein Oxid! Aluminium bildet ohne Zutun Al2O3 und schützt sich so vor weiterer Korrosion.

    Daher wird Gold ja verwendet, da es mit sehr wenigen chemischen Stoffen reagiert und somit das darunterliegende Kuper schützt. Kupfer bildet nämlich mit der Zeit sogenannte Patina.
  • Desolator , 23. August 2010 16:01
    @ Meno: Masagin hat recht. Platinmetalle und Gold haben eine so hohe Elektronenaffinität, dass sie erst bei hohen Temperaturen von Sauerstoff oxidiert werden können und hunderttausende von Jahren so aussehen, wie sie eben aussehen.

    Gold kommt nicht umsonst so häufig gediegen vor. Es reduziert sich aus Mineralien heraus, indem es z.B. Schwefel oxidiert.

    Bei Aluminium, Zink, Zinn, Titan u.a. allerdings nutzt man den von dir genannten Effekt.
  • titus_pullo , 24. August 2010 16:17
    Wie sieht denn die wirtschaftliche Bilanz aus, wenn man noch die anderen Metalle dazurechnet, schließlich sind die in größerer Menge vorhanden und auch nicht gerade billig?
  • tahir , 29. Januar 2012 16:36
    kan einer mir erkleren wie das alles geht mit den gold??
  • tahir , 29. Januar 2012 16:37
    kann einer mir richtig erkleren wie das ganze,fonzonirt??
  • Deniz09@guest , 6. März 2012 09:59
    danke. hab dank eurem beitrag ein business aufgebaut für Motherboard recycling. gelinde gesagt geht es mir bestens. auch hab ich arbeitsplätze geschaffen (3 Asylbewerber welche mit den Chemikalien hantieren). Endlich küsst mich das Glück. Und wisst Ihr was - ich küss zurück. Daher Danke für die geniale Idee.
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