Rückblick: 10 Overclocking-Legenden
Der Blick zurück
Ein richtiger PC-Enthusiast will eigentlich immer die beste, neueste und schnellste Hardware besitzen. Leider setzt das beschränkte Budget diesem Wunsch oft genug eine ziemlich harte Grenze. Die Lösung: preiswertere Komponenten kaufen und ihnen per Overclocking Beine machen.
Wir möchten einen kleinen Rückblick bieten und schauen auf einige der Komponenten zurück, die in der Disziplin Overclocking Ausnahmetalente darstellten.
Den Anfang macht eine geradezu legendär gewordene Troika aus Chipsatz, Mainboard und CPU, die für viele unserer älteren Leser wohl den ersten Kontakt mit diesem Thema darstellte....
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Mein erster OC-Kontakt war ca. 1995 mit einem 486SX/25 (MHz. Da Doom/Doom2 immer ruckelte, tauschte ich den 25 MHz-Quarz auf dem Motherboard mit einem 32 MHz-Quarz (33MHz hatte der Elektronikladen nicht). Da das Teil einfach gesteckt und mit einem Kabelbinder fixiert war - kein Problem auch für mich Grobmotoriker. Dann noch ein kleiner passiver Kühler auf die CPU, die standardmäßig ohne Kühler kam - und schon fluppte DOOM!
Diese OC Tradition behielt ich bei. Vom PI 133@166 (endlich Fußball ruckelfrei gucken), PII 266@350, PII 350@466, P4 2,4@ 3 GHz zum aktuellen E6600 2,4@ 3 GHz. Nur den zwischenzeitlichen Pentium D 830 habe ich nicht hochgejubelt, der war einfach zu heiß. Der nächste wird wohl ein SandyBridge 2500K, den ich vorhab von Anfang an mit moderaten 4 GHz zu betreiben.
Vor 20-Jahren war die CPU noch mit 33/50MHz getaktet da waren 50MHz der Turbo!
Schönes Thema! Was mir lediglich fehlt ist der Sprung von Athlon/Duron zu den Athlon XP Varianten. Da war es echt populär sich nen XP 2500 zu holen und diesen auf mind. XP 3200 Tackt zu jagen. War wahnsinns Kombi zu der Zeit, welche ich selbst mein eigenes genannt habe mit XP 2500@3400 + GF6800LE@GT.
Auf AMD Seite dürfen auf jeden Fall der Venice 3000+ und der Opteron 144, beide Sockel 939 nicht fehlen. 40 - 50 Prozent plus war hier eigentlich immer drin, wenn des Rest des Systems nicht rumbockte.
@n3rd stimmt hab ich mir auch gedacht ... das war Jahrelang der Klassiker unter Overclockern ...
Habt die AMD XP Reihe vergessen. Da gab es einige die sich sehr weit freischalten ließen. Duron 1400 (Applebred-Kern) Man konnte bei sehr vielen den Cache frei schalten und es war ein Ahtlon. Und die meisten liefen dann auch mit 2,2-2,4 GHz und mehr.
@ashrakk da kann man aber bereits mir der "kleinsten" Variante von Venice anfangen, dem 2800+. Bezüglich der Opterons bzw. Xeons von Intels Seite... naja, es waren ebenfalls gute OC gespanne, aber diese Kosteten "etwas" mehr. Der Sinn des Posts ist eher low Budget Items@OC = HighEnd bzw. obere Mittelklasse. Sonst kann ich ja auch erwähnen das bei mir immer noch ein Tyan S4882 Board mit 4x880er CPUs läuft ( 2,4Ghz@2,9Ghz ) mit 16 GigRam werkeln. Frag daher lieber nicht was sie gekostet haben!
Der Opteron 144 war nun wirklich nicht teuer. Teilweise lag er preislich mit seinen jeweiligen Desktop-Verwandten sogar gleichauf.120€ - 130€ war damals ein normaler Onlinepreis für ihn, Ebay jetzt mal aussen vor.Und Venice 2800+ ???: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste [...] ren#Venice
Oder meinst du einen Newcastle oder Clawhammer?
Genau die meine ich!
...
Der E 2140 hätte es auf Intel Seite verdient, in die Galerie aufgenommen zu werden. Das OC Wunder für ein Taschengeld, nur 49€ damals: http://www.tomshardware.de/Intel-P [...] 39892.html
Für mich war die E7xxx Reihe von Intel ein echtes OC-Schnäppchen. Die Teile ließen sich dank dem hohen Multi und dem niedrigen FSB ohne Probleme auf 3,6g ghz aufwärts Takten. Meiner rennt immer noch ohne Probleme und teuer waren Sie auch nicht im Vergleich zu den E8xxx.
Mein Athlon64 3000+ lief damals auch als mit 2,4 ghz. Dürfte dann glaube ich auf dem Niveau eines 3800+ gewesen sein. Die Athlon 64er waren schon was schönes. Mit dem 3000+ konnte man jeden P4 3ghz bei Game-Benchmarks kalt machen. Das hat sich aber AMD auch ordentlich bezahlen lassen.
OC hatte ich soweit bisher eigentlich immer, lohnenswert, betrieben. Angefangen mit einem K6-II bis zum Q6600. Mein persönliches OC-Wunder war bisher allerdings ein S.939 Opteron 165 auf einem A8N-Sli-Premium, übertaktet von 2 x 1,8GHz auf 2 x 3 GHz bei 1,4VC, FSB 333MHz und 9er Multi. 2 x 2,7 GHz waren auch sogar mit Spannungssenkung dabei (1,125VC von ursprünglichen 1,35VC).
Irgendwie findet die Cedar Mill Serie überhaupt keine Erwähnung.
Diese Prozessorgeneration, welche noch auf der Netburst Architektur beruht, ist auf den Sockel 775 adaptiert worden. Die Leistungsfähigkeit ist zwar eher bescheiden, dennoch hat diese Celeron/Pentium 4 Serie die höchste Übertaktbarkeit. Standardtakte von 3.0-3,6Ghz.
Mit Wasserkühlung schon auf über 4,5Ghz, mit LN2 jedoch ist der momentan höchste erreichte und beweisbare Takt bei über 8200 Mhz.
Die Conroe Celerons konnten mit Luftkühlung auf über 100% des orignalen Taktes angehoben werden ! Der Celeron 420 z.B. mit 1,6Ghz Normaltakt schafft problemlos 3,2Ghz mit dem passenden Mainboard!
...das waren noch Zeiten! Den 300A hab ich immer noch im Schrank liegen! Bis jetzt hat KEIN übertaktetes System so wenig gezickt wie der Gute alte "Celi"
Auch nicht zu vergessen sind die legendären Pentium M (Banias, Dothan). Asus bot seiner Zeit einen Adapter an der auf einige wenige Mainboards passte.
Mein 1,73Ghz M735 lief auf 2,8 Ghz. In Benchmarks hat ein overclockter Dothan so ziemlich alles auf dem Markt versenkt.
Wie ich meine alte 9500er sehe, gott waren das noch Zeiten
Der gute alte 440BX.... Haaaach das waren noch Zeiten *träum*
Mir fehlt ein wenig etwas, was vor dem Celeron-Schrott ein absoluter Knüller war, geradezu ein Schlag ins Gesicht für diejenigen, die sich die ersten (unverschämt teuren) Pentiums kauften. DER 486er überhaupt kam nämlich von AMD: Am5x86-P75.
4x 33MHz = 133MHz und ließ sich sogar noch problemlos auf 4x 40MHz takten = 160MHz.
Mit 133MHz war der bereits recht klar schneller als ein P60 und P66. Bei einigen Anwendungen/Spielen/Tests kam er an den P75 heran. Nach dem Übertakten hat er den P75 locker in die Tasche gesteckt und konnte mit dem P90 mithalten.
Vor allem zu der Zeit, als diese CPUs gerade "aktuell" waren und somit die modernere Architektur des Pentiums ins Leere lief.
Den Venice 3000+ hatte ich auch auf einem A8N SLi. Ging gut das Teil mit 800Mhz Mehrtakt. Danach einen Opteron 165 der ebenfalls statt 1,8GHz mit 2,6Ghz lief. Wäre sicher noch mehr drin gewesen aber irgendwie fehlte da auch ein bisschen die Erfahrung und das Geld für Ersatz beim Fehlschlag.
Welche CPU wohl auch gut ging war der kleinste Pentium 4 Northwood mit 1,8GHz. Auf dem richtigen Brett und dickem Speicher waren 2,4GHz drin (FSB 266 statt 200). Anno 2002 sicher eine Top-CPU.