Intel: CEO will mehr Mut zum Risiko

Intel steht vor großen Veränderungen. Noch sind mehr als die Hälfte der gefertigten Prozessoren für PC-Systeme bestimmt, doch die Bedeutung der Chips nimmt ab - seit Jahren sinken die Absätze von Desktop-PCs und auch Notebooks. Neue Konkurrenz droht durch Qualcomm, im kommenden Jahr werden erste ARM-SoCs des Chipentwickler in Notebooks installiert, die Windows 10 als Betriebssystem nutzen. 

Der aktuelle Intel-CEO Brian Krzanich wandte sich zum Jahresabschluss nun an seine Mitarbeiter und verkündete, dass sich der Hersteller neu erfinden wolle: Weil Daten mittlerweile zu einem der wertvollsten Güter von Unternehmen geworden sind, will sich der Chiphersteller in Zukunft stärker auf die Entwicklung von Chips konzentrieren, die für die Verarbeitung von Daten benötigt werden. Konkret nennt Krzanich fünf Bereiche: Speicher, FPGAs, IoT, Künstliche Intelligenz und Autonomes Fahren.

Dazu wünscht sich der Intel-Chef auch eine neue Unternehmenskultur. Künftig soll mehr Mut zum Risiko gezeigt werden, um neue Dinge auszuprobieren, größere Entwicklungssprünge zu realisieren und frühzeitig neue Geschäftsmodelle zu erschließen. Gerade an dieser Stelle zeigte sich der Chiphersteller in der jüngeren Vergangenheit träge. So wurde die Entwicklung hin zu mobilen Geräten verschlafen, die Entwicklung von SoCs für Smartphones wurde den Konkurrenten überlassen.

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1 Kommentar
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  • bigreval
    Qualcomm, AMD ... nennt man das nun "Mitbewerber" oder Konkurrenz? Na ja, eines davon soll doch das Geschäft beleben oder wie war das???
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