FSP präsentiert Hydro-X-Netzteile von 450-650 Watt

Interessanterweise setzt FSP auf eine neue Plattform aus eigenem Hause. Während bisher sowohl für die eigenen Produkte als auch die der OEM-Kunden in der Gold-Klasse im mittleren Watt-Bereich Schaltungen auf Basis von Active Clamp eingesetzt wurden, entscheidet sich FSP beim Hydro X für Half-Bridge LLC.

Im Sekundärbereich kommt wie auch bei der neuesten Active-Clamp-Generation DC-DC-Technik zum Einsatz. Diese Form der unabhängigen Spannungsregulation ist inzwischen in der oberen Preisklasse Standard, um auch bei asymmetrischer Belastung präzise Spannungen zu ermöglichen. Der Hersteller verspricht eine maximale Abweichung von einem Prozent.

Zudem kann so bei Bedarf die gesamte Nennleistung auf der heute entscheidenden +12-Volt-Leitung geliefert werden. Bei der Bestückung der Elektronik setzt FSP auf Qualität: Es kommen ausschließlich 105-Grad-Elektrolykondensatoren japanischer Marken sowie Polymer-Feststoff-Modelle taiwanischer Marken zum Einsatz. Der verbaute 12-cm-Lüfter setzt auf ein doppeltes Kugellager und gilt daher als sehr langlebig.

Besonders stolz ist FSP auf die erhöhte Effizienz im Standby-Betrieb. Durch die Auswahl eines speziellen Controller-ICs soll diese bei einem Ampere Last von rund 75 auf 82 Prozent gesteigert worden sein. ErP-konforme Mainboards dürfen allerdings maximal 0,45 Ampere auf der +5-Volt-Standby-Schiene vom Netzteil abrufen, damit das Gesamtsystem den gültigen 1-Watt-Grenzwert der EU einhalten kann.

Bei den Anschlüssen verzichtet der Hersteller auf modulare Bauweise, alle Kabel sind fest mit dem Netzteilgehäuse verbunden. Mit Ausnahme des Kabelstrangs für den 20+4-Pin-Haupststecker sind alle Kabel als schwarze Flachbandkabel ausgeführt. Großzügig zeigt sich FSP bei der Stecker-Anzahl: Schon das 450-Watt-Modell verfügt über zwei 6+2-Pin-PCIe-Grafikkartenstecker, die stärkeren Modelle mit 550 und 650 Watt gar über derer sechs.

Der Erfolg des Hydro X im deutschen Markt wird schlussendlich stark von der Preisgestaltung abhängen. Die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen mit 79,99 Euro für 450 Watt, 89,99 Euro für 550 Watt und 99,99 Euro für 650 Watt für nicht-modulare Gold-Netzteile eher hoch. Solange die neuen Spannungswandler in den einschlägigen Preisvergleichen nicht gelistet sind, bleibt daher abzuwarten, ob die Straßenpreise ausreichend niedriger liegen werden.

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