Google Fuchsia: Neues Echtzeit-Betriebssystem für Mobilgeräte

Google bietet mit Android und Chrome OS zwei durchaus erfolgreiche Betriebssysteme an, entwickelt im Hintergrund jedoch mit Fuchsia ein weiteres OS, das sich durch zwei wesentliche Unterschiede auszeichnet: Zum einen soll es sich um ein Echtzeit-Betriebssystem handeln. Zum anderen verabschiedet sich die Softwareschmiede bei Fuchsia vom Linux-Kernel - und damit auch von der GPL-Lizenz. Das neue Google-OS wird zwar ebenfalls unter Open-Source-Lizenzen, nämlich unter BSB, MIT und Apache 2.0, diese sind allerdings weniger streng ausgelegt, was die Weitergabe von in Eigenleistung entwickeltem Code anbelangt.

Google setzt bei Fuchsia auf einen Kernel namens Magenta, der von den eigenen Entwicklern bewerkstelligt wurde und laut Dokumentation für den Einsatz von modernen Smartphones und PCs konzipiert, die auch über größere Arbeitsspeicher verfügen können und mit verschiedener Peripherie verbunden werden können. 

Daneben ist auch eine Nutzung im Bereich des Internets der Dinge denkbar. Denn gerade wenn Maschinen untereinander kommunizieren, können Verzögerungen - etwa im Falle von Autos - zu sicherheitsrelevanten Problemen führen.

Für die Entwicklung der Apps wie auch der Armadillo genannten UI - die optisch stark an das mit Android 5.0 eingeführte Material Design erinnert - wird der Google Flutter SDK genutzt. Dieser basiert auf Dart, jene Google-Weiterentwicklung von JavaScript. Mit Escher steht auch ein eigener Renderer für die Vulkan-Grafik-API zur Verfügung.

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