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AMD Fusion: Wie alles begann, wo die Entwicklung hingeht und was es bedeutet

AMD Fusion: Wie alles begann, wo die Entwicklung hingeht und was es bedeutet
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You've already read about APUs, and maybe you're even using them now. But the road to creating APUs was paved with a number of struggles and unsung breakthroughs. This is the story of how hybrid chips came to be at AMD and where they’re going.

You've already read about APUs, and maybe you're even using them now. But the road to creating APUs was paved with a number of struggles and unsung breakthroughs. This is the story of how hybrid chips came to be at AMD and where they’re going.

“Danach kommen die taktischen Manöver, und es gibt nichts Schwierigeres. Die Schwierigkeit besteht darin, das Ungezielte ins Gezielte zu verwandeln, das Unglück in den Sieg.”

    —Sun Tzu, Die Kunst des Krieges

Als wir 2002 Dave Orton, damals Präsident von ATI Technologies, interviewed habe, war einer seiner ersten Sätze ‘Es ist immer das geschäftliche Potential, das Mitarbeiter motiviert.’ Seine Worte hätten kaum prophetischer sein können, denn schon kurz danach fusionierte seine Firma mit der CPU-Schmiede AMD. Die wirkliche Frage ist aber nicht, ob etwas möglich ist – nicht einmal, ob die Möglichkeit in die Realität umgesetzt wird. Die Gretchenfrage ist, ob eine potentielle Möglichkeit rechtzeitig genug umgesetzt wird.

Dave OrtonDave Orton

Orton verbrachte den Großteil der Neunzigerjahre bei Silicon Graphics, verließ SGI aber im Jahr 1999, als im Technologiebereich fast alles möglich schien, und begann bei einer kleinen Core-Logikschmiede namens ArtX. ArtX erhielt den Zuschlag für die Entwicklung des Nintendo Gamecube, von dem dann über 20 Millionen Stück verkauft wurden. Im Herbst dieses Jahres stellte ArtX dann ihr erstes integriertes Chipset bei der Comdex aus und wurde über Nacht ein begehrter Übernahmekandidat.

Letztendlich wurde ArtX von ATI erworben und Dave Orton wurde zum Präsidenten und COO von ATI befördert. Aber dann kam der Dot-Com-Crash, es gab Probleme mit dem Grafiktreiber, angekündigte Liefertermine wurden zur Makulatur und eine Weile lang schien es, dass ATI nichts gelingen konnte.

Orton schaffte den Turnaround, indem er die beiden Entwicklungsteams von ATI und ArtX fusionierte und einen 12-monatigen Entwicklungszyklus für eine neue Chiparchitektur und einen sechs- bis neunmonatigen Zyklus für inkrementelle Produktverbesserungen einführte. Die einzelnen Produktteams erhielten mehr Einfluss und mehr Verantwortung. Und allmählich, über eine Zeitspanne von rund 18 Monaten hinweg, permanenten Demütigungen von Nvidia ausgesetzt, schaffte ATI den Turnaround – die Firma fand den Weg auf die Gewinnerstraße zurück.

‘Man muss auf den Ausgangspunkt zurückblicken und die Stärken und Schwächen sehen’, sagt Orton. ‘Und permanent entwickeln. Man darf sich nie mit dem Status Quo zufriedengeben. Man muss sich ein Ziel setzen und dann konsequent darauf hinarbeiten.’

Als die Firma endlich wieder rund lief, war Orton klar, dass der nächste Schritt gemacht werden musste – aber wohin? Bei unserem Gespräch 2002 gab es keinerlei Hinweise auf die bevorstehenden Fusion. ATI war gut darin, Northbridge-Chips mit integrierter Grafik zu bauen, und die Beziehung zu Intel, wo die Ansicht vorherrschte, dass Chipsatzgrafik gerade eben gut genug für Büroanwendungen sein musste, war eher partnerschaftlich denn ein Konkurrenzverhältnis.

Aber ich erinnere mich an eine prophetische Stelle im Interview, wo Orton sagte: ‘Wenn ich einen Aspekt der Computertechnologie ändern könnte, dann würde ich mir wünschen, dass die Innovation auf einer viel breiteren Basis stattfände. Ich bin mir der Vorteile von Standards voll bewusst. Standards schaffen Geschäftspotential.’

Während des damaligen Interview beklagte sich Orton zwei Mal über die Megastaus im Silicon Valley, wobei er sagte, wenn er etwas beliebiges erfinden könnte, ohne Rücksicht auf physikalische Gegebenheiten, dann wäre es der so etwas wie der Transporter aus der Fernsehserie ‘Raumschiff Enterprise’. Offenbar meinte er es ernst und hat seine Konsequenzen aus den Verkehrsproblemen gezogen, denn 2007 trat er von seinem Posten als Executive Vice President bei AMD zurück, um mehr Zeit für seine Familie zu haben. Aber wir haben einige Jahre übersprungen. Zuerst ging er nämlich nach Texas.

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  • Master-P@guest , 27. August 2012 08:57
    Fantastisch geschrieben und sehr informativ. Danke!
  • phil81i , 27. August 2012 11:27
    Nach der Lektüre des Artikels frage ich mich allerdings, warum bei diesen Zukunftsaussichten die AMD Aktien in der Nähe ihres 40 Jahres Tiefstkurses rumdümpeln. Ich glaube hier der Schreiber doch etwas die rosarote Brille aufgehabt.
  • lala11@guest , 27. August 2012 12:16
    Endlich mal wieder ein Artikel der Interessant ist, normalerweise würde ich fordern mehr davon, aber das wäre Utopie ^^ Wobei ich mir eine zynische FB-Brille beim Autor auch nicht verkneifen kann :D 

    HSA ist durchaus eine nette Geste an die Programmierer Sachen zu vereinfachen, für den DT wird es wohl zu spät sein, für den Mobilen Sektor hingegen lassen sich klar Vorteile erzielen ....

    Man darf gespannt sein, ob man das Ruder noch in finanzielle sichere Gewässer drehen kann - Tea/Coffee-Time ;) 
  • benkraft , 27. August 2012 13:49
    Vielleicht interessiert dich ja auch ein Interview mit VIA, das am Donnerstag bei uns laufen soll...?
  • Baladin@guest , 27. August 2012 16:40
    Aktien haben REIN GAR NICHTS MIT REALWIRTSCHAFT ZU TUN. Aktienhandel ist KRANK.
  • phil81i , 27. August 2012 16:41
    Ne, Guest Accounts sind krank ;) 
  • nichtich@guest , 27. August 2012 21:07
    @Baladin: Jein. Man muss nur wissen, dass Aktien zu mind. 50 % Psychologie sind und Herdentrieb tödlich. Ob's krank ist, naja, mag dahin gestellt sein, vielleicht in Sonderfällen, aber in der Regel ist es eine sinnvolle Sache, auch gerade für Privatleute. Nur wer sich damit nicht beschäftigen will und sollte weder mit Aktien hantieren, noch von seiner Bank sich irgendwas (z.B. Fonds) aufschwatzen lassen, denn keiner verwaltet das eigene Geld so verantwortungsvoll wie man selbst. Bankberater sind so ziemlich der überflüssigste Beruf den es gibt.
  • Lord Nelson , 28. August 2012 21:20
    Danke für diesen sehr aufschlussreichen und spannenden Artikel! Nicht jedermann wird die Muße haben, sich so viel durchzulesen, aber ich finde, es hat sich gelohnt.
    Ob HSA in den nächsten Jahren wirklich so schnell an Aufschwung erfahren wird, wie im Artikel angedeutet, bleibt abzuwarten. Jedenfalls hoffe ich, dass es so wird, denn das würde nicht nur AMD wieder richtig ins Geschäft zurückbringen, sondern tatsächlich der gesamten Industrie und letztendlich auch dem Privatanwender nützen.
  • bugmenot , 30. August 2012 12:38
    Wie funktioniert das Drucken hier? Voll doof!
  • benkraft , 30. August 2012 12:59
    Zitat :
    Wie funktioniert das Drucken hier? Voll doof!



    Mit dem Drucksymbol unter dem Artikel.
  • Voyager , 30. August 2012 20:18
    Netter Artikel aber bis jetzt nützt einem das HSA Konzept kaum etwas ausser er will ein Video mit AMD OpenCL encoden , dummerweise geht das mit Intels Quicksync aber noch wesentlich schneller, von daher geht der Punkt immernoch an Intel. Sowas hätte zur Ausführlichkeit mit dazu gehört. AMD sollte doch einfach mal sagen in welchen Anwendungsbereichen das HSA in 2-3 Jahren einfliessen könnte nur da ist im jedem Artikel totale Ebbe. So bleibt das Konzept auch noch lange Zeit eine theoretische Nische und AMD muss sich weiterhin mit den Intels vergleichen lassen und Verluste machen. AMDs Folien zeigen seit Jahren immernur das gleiche siehe HSA Roadmap aber davon kann sich der normale Mediamarkt Kunde nichts kaufen wenn er hinterher merkt das trotzdem alles langsamer funktioniert als auf einem Intel PC. Selbst in dem Artikel hätte uns man dochmal informieren können Wo und an Welcher Stelle das HSA etwas bringt nach Einschalten des PC. So bringt der Artikel garnichts.
  • krutoistudent1@guest , 31. August 2012 15:35
    @voyager lies doch mal den text

    sehr informativer artikel, hoffe auch das mehr programmierer darauf eingehen
    aber das hauptproblem bei amd ist und bleibt die leistung der cpu bei anwendungen, die nur auf einen kern zugreifen (im vergleich zu intel liegen die dann 30%-50% hinten)
    es gibt halt situationen bei programmen, die nicht auf mehrere kerne oder gpu verlaggert werden können und solange amd's cpu's in diesem bereich nicht deutlich zu legen können, sieht die zukunft nicht so rosig aus, leider
    (bspw. die single core leistung der fx-prozessoren ist schlechter als die der älteren amd cpus, für mich etwas total nicht verständliches, dass man nach jahren eine cpu entwickelt die hinter der alten zurück bleibt...) und dann wundern sich die leute über rekord preise bei intel, wenn man halt fast ein monopol hat ist das kein wunder