Winziger Computer verwandelt HDMI-fähige Bildschirme in Android-basierte Smart-TVs
Für Gelegenheitsnutzer – oder eine Runde 'Angry Birds' – braucht es keinen Super-Rechner. Da reicht ein Rechner im USB-Stick-Format (!) völlig aus.

ARM-basierte Geräte wie das Motorola Atrix haben bereits gezeigt, dass es für grundlegendes Computing nicht einmal mehr ein Netbook braucht. Auf einer Live-Demonstration in New York hat FXI Technologies nun die nächste Evolutionsstufe dieses Konzepts vorgestellt: Ein ARM-basierter Computer im USB-Stick-Format, der ohne jeglichen Smartphone- oder Tablet-Gepäck auskommt und einfach nur moderne Technik auf kleinsten Raum ballt.
FXI nennt seinen Prototyp Cotton Candy. Dieser Winzling-Rechner kann jedes HDMI-fähige Display in einen Smart-TV verwandeln, mit dem man dank integriertem WLAN im Web surfen kann und Apps wie YouTube und Netflix laufen lassen kann. Das Gerät kann dank eines microSD-Speicherkarten-Slots, der bis zu 64 GByte große Karten verarbeiten kann, sogar Daten – einschließlich Videos – lokal speichern. Eingabe und Bedienung erfolgen via Bluetooth.
Der während der Präsentation mit einem 42-Zoll-Fernseher verbundene Prototyp war mit Android 2.3 bestückt, soll künftig aber auch mit einer ARM-Version von Ubuntu bespielt werden können.

"Heutzutage wird die Funktionalität von Geräten oft durch die Bildschirmgröße limitiert", so Borgar Ljosland, Gründer und CEO von FXI Technologies. "Wir haben das Ganze auf den Kopf gestellt, den Bildschirm eliminiert und können nun die Leistung eines PCs und das Web auf jeden beliebigen Bildschirm bringen."
Am anderen Ende des USB-Stick-förmigen Rechners befindet sich ein USB-Port, mit dem das Gerät mit jedem Windows- oder Mac-Rechner verbunden werden kann, um dessen Tastatur und anderen Eingabegeräte zu nutzen. FXI demonstrierte dies mittels eines MacBooks, auf dem man dann die Android-Version von Angry Brids Rio spielen konnte. Auf einem Windows-basierten Lenovo ThinkPad funktionierte dies ebenfalls problemlos.

"Das Laptop-Beispiel zeigt, wie Cotton Candy dank FXIs Patent-geschütztem 'Any Screen Virtualization Protocol' den Bildschirm eines Host-Geräts übernehmen kann, um Inhalte aus dem Internet anzuzeigen", so Ljosland. "Wir glauben, dass Anwender solche Anwendungsbeispiele schnell aufgreifen werden, und dass FXIs per USB angebundene Computing-Geräte einen idealen Begleiter für eine Vielzahl von digitalen Geräten und Bildschirmen darstellen werden, die wir tagtäglich nutzen."

Die technischen Eckdaten des Cotton Candy-Prototyps können sich jedenfalls mit denen von praktisch jedem modernen Highend-Smartphone messen:
- CPU: Cortex A9, Dual-Core, 1.2 GHz, NEON-Erweiterungen
- GPU: Mali-400MP, Quad-Core, 266 MHz, OpenGL ES v2.0
- Video: 1080p, Multi-Format-Dekodierung (MPEG-4, H.264, H.263 )
- Kommunikation: WLAN (802.11 b/g/n), Bluetooth v2.1
- Schnittstellen: je 1x USB 2.0 und HDMI 1.4
Natürlich ist dies bisher nur ein Prototyp; die finale Version soll in frühestens einem Jahr fertig sein. Cotton Candy wird auch nicht der offizielle Name des Mini-Rechners sein. Aber mit einem avisierten Preis von rund 200 US-Dollar (ca. 149 Euro) wäre das Ganze eine durchaus interessante Anschaffung.
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Echt starkes Teil. Warum einen USB Stick mitnhemen, wenn man das ganze System dabei haben kann?
Es sollte bald etwas ähnliches aber viel preiswerteres geben...
Raspberry Pi =>für ca.: 20 EUR
700MHz ARM11
128MB of SDRAM
OpenGL ES 2.0
1080p30 H.264 high-profile decode
Composite and HDMI video output
USB 2.0
SD/MMC/SDIO memory card slot
General-purpose I/O
Open software (Ubuntu, Iceweasel, KOffice, Python)
Quelle: http://news.cnet.com/raspberry-pi- [...] z1LdvoHnzP