Recht kühl und nicht zu laut: Gainward GTX 1070 Ti Phoenix im Test

Platine und Spannungsversorgung im Detail

Die Platine erscheint aufgeräumt und ist im Vergleich zur GeForce GTX 1080 aus gleichem Haus in dieser Revision leicht abgeändert worden. Anstelle des Designs mit 4+2 Phasen, bei denen die vier gedoppelten GPU-Phasen insgesamt 8 echte Regelkreise bilden, lässt man bei der GeForce GTX 1070 Ti einfach eine Phase für den Speicher weg.

Beiden Designs gemeinsam ist aber der fehlende neunte Power-Stage-Chip, mit dem man optional einen Loadbalancer für die oberste Phase zwischen Mainboard-Slot und PCI-Express-Buchse hätte realisieren können. Die einzelnen Phasen sind somit erneut fest einem betreffenden Versorgungsanschluss zugeordnet und somit bei der Speisung nicht variierbar.

Gainward setzt auf den µP9511 von uPI Semiconductor Corp als PWM-Controller, der sich auf der Platinenrückseite befindet. Die eine Phase für den Speicher wird von einem kleineren Buck-Controller angesteuert. Die acht Regelkreise der GPU nutzen einen SiC632 von Vishay, der als Integrated Power Stage die High- und Low-Side, sowie die Gate-Treiber in sich vereint. Für die eine Phase des Speichers setzt man hingegen auf einen S7340 von Sinopower als einfachen Dual-N-Channel MOSFET.

Der Spannungswandlerbereich auf der Rückseite wirkt sehr aufgeräumt und hier greift dann auch, im Verbesserung zu den älteren Modellen, das neue, dicke Wärmeleitpad, welches die Backplate jetzt erstmals aktiv in die Kühlung mit einbezieht.

GPU-Spannungsversorgung

PWM-Controller
uP9511
UPI Semiconductor
8-Phase PWM-Controller

VRM
SiC632
Vishay
Integrated Power Stage
High- und Low-Side
Gate-Treiber

Spulen
Encapsulated Ferrite Choke
Magic Coils
Foxconn
33 nH

Speicher und -Spannungsversorgung

ModuleMT51J256M32HF-80
Micron
GDDR5, 8.0 Gb/s
8 Gigabit (32x 256 MBit)
acht Module

PWM-Controller
1 Phase
Buck-Controller
OEM

VRM
SM7340
Sinopower
Dual N-Channel Enhancement Mode MOSFET


Spulen
Encapsulated Ferrite Choke
Magic Coils
Foxconn
22 nH

Sonstige Komponenten

Überwachung
INA3221
Monitoring Chip
Ströme, Spannungen

BIOS
25U4033E
EEPROM BIOS
Eingangs-
Bereich
Gemeinsamer Shunt für den 8-Pin und 6-Pin-Anschluss

Weitere Details


Sonstige
Merkmale

- 8-Pin + 6-Pin PCI-Express Anschlüsse zur Spannungsversorgung
- keine größere Filterspule im Eingangsbereich
Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
2 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • Ruvinio
    Mir ist gerade vor ein paar Tagen eine Phoenix 1080 GLH gestorben, trotz eigentlich unbedenklicher GPU-Temperatur von max. 67°C. Und zwar genau aufgrund der Mängel, die Ihr unter den Kühlerdetails beschrieben habt und die Gainward nun bei der 1070 Ti behoben hat.

    Alle 8 Phasen wiesen deutliche Verfärbungen aufgrund der Hitzeentwicklung auf. Bei zwei Phasen schienen sogar die Lötstellen angeschmolzen zu sein. Bei einer Phase hat sich auf der Innenseite der Backplate ein richtiger Hitzefleck gebildet, d.h. die eigentlich SPIEGELNDE Oberfläche der Innenseite (ich dachte echt, ich sehe nicht richtig, wieso zum Geier hält man die Hitze durch die Spiegelung aktiv DRINNEN??) war an der Stelle blind geworden.

    Hätte ich das mal eher gewusst, dann hätte ich selber ein Wärmeleitpad auf die Phasen geklebt und die Innenseite der Backplate angerauht. Dann würde meine Karte wohl noch leben. Aber so isse jetzt hinüber und ich habe den Hersteller gewechselt.

    Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis alle Phoenix 1080 GLHs auf die gleiche Art sterben. Wohl dem, der Garantie hat.
    0
  • FormatC
    Nun ja. Das war schon immer ein Kritikpunkt und ich bin ja schon froh, dass viele Hersteller endlich die Kühlung der VRM mit integrieren, bzw. wenigstens Pads nutzen. Eigentlich bin ich doof, da ich ja diesen Mehrumsatz mit ausgelöst habe, nicht rechtzeitig Aktien der Pad-Hersteller gekauft zu haben :D

    BTW;
    Bitte mal die Bilder zu mir schicken, Mailadresse kannst Du per PN haben :)
    0