[Gamescom] Hands-On: FIFA geht auf der Messe in die nächste Runde

Bei einer Serie, in der die Grafik eh schon auf hohem Niveau und die Funktionsvielfalt immens war, sind Unterschiede von einem auf das andere Jahr nicht immer ganz leicht auszumachen. Verständlich also, dass EA der Demo einige Bildschirme mit Hinweisen auf Veränderungen implantiert hat. Zusätzlich wird aber auch immer am Spielgefühl geschraubt, damit sich der Kunde nicht ganz so verarscht fühlt, wenn dann FIFA 18 doch irgendwie nur ein FIFA 17++ sein sollte.

Apropos verarscht: Wer bei FIFA 17 enttäuscht war, dass die Geschichte um Alex Hunter abrupt endete, darf mit einem Jahr Verzögerung nun weiter spielen. Hoffen wir, dass dessen Geschichte nicht bis zu seiner und unserer Rente weitergedehnt wird. So viel Spaß die Sache ja machen mag, so albern ist die Aufteilung auf mehrere Spiele.

Natürlich wurde auch am unsäglichen Ultimate Team-Modus herumgeschraubt. Schließlich soll dieser auch zukünftig die Spieler mit kaufbaren Karten melken. Schon klar, dass auch die Mitarbeiter von EA von irgendwas leben müssen, aber die immer stärkere Fokussierung auf FUT wird immer nerviger. Die Kombination aus Vollpreisspiel und Pay2Win ist und bleibt dreist.

Herausgestellt wurde ein neues Flankensystem, dass wir aber nicht genug testen konnten. Es fiel auf, dass der Unterschied zwischen Sprinten und Nicht-Sprinten deutlich geringer ausfiel, aber vielleicht haben wir es auch nur nicht geschafft, das PS4-Gamepad richtig umzukonfigurieren.

Für deutsche Fans sind die größten Verbesserungen vermutlich die Aufnahme der dritten Liga und des DFB-Pokals in das Spiel. Auch wenn dies schon lange überfällig war, ist dies doch eine positive Entwicklung.

Ansonsten geht der Kampf der zwei Fußballplatzhirsche (FIFA und PES) mal ganz anders in eine neue Runde. Während man FIFA 18 in einer Spezial-Ronaldo-Fassung drei Tage früher als ohne ihn erhält, "wirbt" Konami in PES mit Luis Suarez. Man hat also nur die Wahl zwischen einem mutmaßlichen Steuerbetrüger mit einem Ego wie einem doppelstöckigen Bus und dem Beißer. Wer hier also nicht zubeißen (oder zuschlagen) will, kann stattdessen auch immer noch eine Angelsimulation spielen oder vielleicht mal wieder im Real-Life auf den Bolzplatz gehen.

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