[Gamescom] Gigabyte: Neue Skylake-Mainboards und Wargaming-Kooperation

Na, wer erkennt den Redner?Na, wer erkennt den Redner?

Auf der Gamescom 2015 zeigte Gigabyte nicht nur die neuen Logos, die demnächst die bereits bestehenden drei Produktlinien G1 Gaming (für Gamer), Super Overclock (für Übertakter) und Ultra Durable (stabile und haltbare Plattformen für alle Anwender) zieren werden, sondern hatte auch neue Mainboards für Intels Skylake-CPUs im Gepäck.

Vorerst wurden allerdings nur Modelle auf Basis des Z170-Chipsatzes gezeigt. Zumindest ein Teil der Mainboards - etwa das Z170X-SOC Force - war so neu, dass diese noch nicht zur Computex gezeigt worden waren. Wir stellen hier zunächst nur die Top-Modelle von Gigabyte vor, Bilder zu den restlichen Modellen finden sich im Anhang.

Die kleineren Chipsätze (H170, B150, H110) folgen laut Information von Intel sowie den Mainboard-Herstellern ebenso wie die kleineren und nicht über den Multiplikator übertaktbaren CPUs (i7-6700, i5-6600, i5-6500, i5-6400, i7-6700T, i5-6600T, i5-6400T) erst im September 2015.

Zwischen dem Q4/2015 und Q2/2016 folgen dann die Skylake-S-Prozessoren für den Einsteigerbereich: Celeron, Pentium und Core i3.

G1 Gaming

Gigabytes G1 Gaming-Mainboards verfügen über einen USB 3.1-Controller von Intel, der über PCIe 3.0 x4 angebunden wird und damit bei gleichzeitiger Nutzung von zwei USB 3.1-Ports deutlich mehr Bandbreite zur Verfügung stellt als bei vielen Mainboards der Konkurrenz, die auf eine Anbindung über PCIe 2.0 x2 setzt.

Z170X-Gaming G1Z170X-Gaming G1

Die maximale Bandbreite liegt daher theoretisch bei 32 statt 10 GByte/s - laut eigenen Messungen des Herstellers steigt der mögliche Datendurchsatz in der Praxis um ganze 108 Prozent.

Zusätzlich bietet Gigabyte einen über SATA Express angebundenen Einschub für die 5,25-Zoll-Schächte von Gehäusen an, der über einen USB 3.1-Typ-C-Steckplatz verfügt. Das Gerät kann bis zu 100 Watt an Strom liefern, um Smartphones, Tablets oder Kameras schnell aufladen zu können.

Beim neuen Z170-Chipsatz lässt sich der BCLK dank eines zusätzlichen, speziellen ICs nun bequem in 1-MHz-Schritten zwischen 90 und 200 MHz justieren; die traditionellen CPU-Straps 1.0 (100 MHz), 1.25 (125 MHz) und 1.67 (167 MHz) fallen weg. Die Übertaktung ist somit in sehr viel feinerer Form als zuvor möglich.

Die aktuellste G1-Mainboard-Reihe unterstützt Quad-Crossfire sowie Quad-SLI und bietet eine kleine Adapterplatine, mittels derer sich eine U.2-SSD (SFF-8639-Anschluss) am M.2-Steckplatz verwenden lässt: Gemeint  sein dürfte auch hier vor allem Intels SSD 750 (unser Test) als erstes Laufwerk mit dem neuen NVMe-Controller (Non-Volatile Memory Express) und der Möglichkeit zur Nutzung einer Anbindung über PCIe 3.0 x4.

Bei der Netzwerkanbindung treibt es Gigabyte auf die Spitze und integriert gleich zwei Killer E2400-Gigabit-LAN-Ports einschließlich Killer E1535-Chip für ac-WLAN und Bluetooth 4.1. Damit dürfte das Z170X-Gaming G1 das derzeit einzige Mainboard auf dem Markt sein, auf dem Killer Doubleshot X3-Pro umgesetzt wird: Alle drei Netzwerkverbindungen können parallel genutzt werden.

Dadurch steht beispielsweise einem Spiel mit höchster Priorität ein eigener Gigabit-LAN-Port zur Verfügung, während alle anderen Netzwerkaktivitäten auf die zweite LAN- und die WLAN-Verbindung umgeleitet werden.

Viel Mühe hat sich Gigabyte auch bei der Verbesserung der Klangwiedergabe gegeben. Das Gaming G1 setzt auf Realteks ALC1150 in Verbindung mit Creatives Sound Core 3D-Chip und einem Burr Brown-DAC. Zum Einsatz kommen zudem spezielle Kondensatoren und das bereits bekannte AMP-Up-Technologie: Gigabyte liefert drei verschiedene OP-AMPs mit, die ausgetauscht werden können, um die Klangcharakteristik den eigenen Wünschen anzupassen.

Damit kann sich das Gigabyte Z170X-Gaming G1 als erstes Mainboard mit dem SoundBlaster-120dB-Zertifikat schmücken. Während der Präsentation der Klangqualität des Mainboards wurden seitens Gigabyte mehrere Lieder aus unterschiedlichsten Genres angespielt – Publikum wie auch Verantwortliche waren sichtlich begeistert, teilweise wurde geklatscht und mitgesungen.

Begeisterte Luftgitarren-PerformanceBegeisterte Luftgitarren-Performance

Fortschritte gibt es auch bei den Bemühungen, die Mainboards der aktuellen Generation noch haltbarer zu machen. So verfügt das Z170X-Gaming G1 über ein 16+4+2 Phasen-Design in Verbindung mit einem neuen und schneller reagierenden digitalen IC zur Spannungsregulierung. Und auch Gigabyte nimmt sich der Problematik ausbrechender PCIe-Slots während des Transports an, falls eine schwere High-End-Grafikkarte verbaut wird: Die Plastikeinschübe wurden von außen mit einer Stahlblende für zusätzliche Stabilität versehen.

Für Modder gibt es eine farblich anpassbare LED-Beleuchtung für die Kühlkörper auf dem Board sowie eine LED an der Rückseite des I/O-Shields: Letztere kennen wir bereits von den Mainboards der Haswell-Generation und wer oft Stecker an der Rückseite seines Mainboards wechseln muss, wird dieses Feature zu schätzen wissen.

SOC Force

Das Z170X-SOC Force gehört zur Super-Overclock-Mainboard-Reihe und bietet teilweise von der G1 Gaming Reihe grundlegend verschiedene Eigenschaften. Natürlich setzt der Hersteller auch hier die Metallblenden zum Schutz der PCIe-Slots ein.

Z170X-SOC ForceZ170X-SOC Force

Ebenso wie beim G1 Gaming gibt es G1/4-Anschlüsse für die Spannungswandlerkühlung über einen Wasserkühlungskreislauf. Darüber hinaus bietet das SOC Force ganze drei über PCIe 3.0 x4 angebundene M.2-Slots (einschließlich RAID-Support) und mehrere Bedienknöpfe auf dem Mainboard, mit denen es sich auch außerhalb des UEFI über einen zusätzlichen IC übertakten lässt (Gigabyte OC touch).

Für Übertakter, die im extremen Bereich bei offenem Systemaufbau arbeiten, gibt es zwei zusätzliche USB-Anschlüsse an der Vorderseite des Mainboards unterhalb der SATA-Anschlüsse. Hier findet sich auch ein Stromanschluss für einen 6-poligen PCIe-Stromstecker, der eine stabilere Stromversorgung bei OC-Betrieb der Grafikkarten gewährleisten soll.

Ultra Durable

Abschließend ging Gigabyte auf die Ultra-Durable-Mainboard-Serie ein, die naturgemäß nicht mit der Feature-Gewalt der beiden zuvor genannten Mainboard-Modellreihen mithalten kann, aber dafür mit einer hohen Stabilität und Langlebigkeit in Verbindung mit einem guten Preis punkten möchte und sich somit an den wohl zahlenmäßig größten Anwenderkreis wendet.

Z170X-UD5Z170X-UD5

So verfügt auch das Z170X-UD5 über ein DualBIOS, lineares BCLK-Tuning, Realtek ALC 1150 Audio Codec und verstärkte PCIe-Slots. Die beiden USB 3.1-Steckplätze sind hier "nur" über PCIe 3.0 x2 angebunden. Außerdem gibt es zwei Intel Gigabit-LAN-Anschlüsse, zwei über PCIe 3.0 x4 angebundene M.2-Steckplätze und natürlich auch einen modernen USB-3.1-Steckplatz vom Typ C.

Komplett überarbeitete Tuning-Software

Gigabyte überarbeitet die Tuning-Software für seine Mainboards. So soll es sehr viel leichter werden, ein RAID-Verbund aufzubauen. Zudem wurde die Easy Tune-Software überarbeitet. Völlig neu ist 3D OSD: Hiermit lässt sich auch in DirectX-fähigen Spielen ein OSD auf den Bildschirm holen, das zahlreiche Informationen über Temperaturen, FPS-Rate, CPU, GPU und weitere Bereiche bietet.

Partnerschaft mit Wargaming

Z170X-Gaming 3Z170X-Gaming 3

Auf der Pressekonferenz kündigte Gigabyte eine Partnerschaft mit Wargaming an. Spieler von beliebten Titeln wie World of Tanks wird es somit eventuell interessieren, dass es beim Kauf verschiedener Gigabyte-Mainboards demnächst Bonus-Codes geben wird, die im Spiel eingelöst werden können. Explizit nannte der Hersteller hier zunächst das Z170X-Gaming 3.

Weitere vorgestellte Mainboards im Überblick

Z170X-Gaming 5Z170X-Gaming 5Z170X-Gaming 7Z170X-Gaming 7

Z170MX-Gaming 5Z170MX-Gaming 5Z170X-UD3Z170X-UD3

Z170XP-SLIZ170XP-SLIZ170-D3HZ170-D3H

Z170-HD3PZ170-HD3PZ170-HD3 DDR3Z170-HD3 DDR3

Z170M-D3HZ170M-D3H

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9 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Tesetilaro
    schick, das ist definitiv nen Blick wert :D Danke für den Überblick!
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  • Myrkvidr
    Man, das ist gerade ECHT frustrierend... Ich sitze hier mit meinem 2011-3er System, aber mein Mainboard ist im Prinzip schon wieder veraltet - die ganzen heißen Neuerungen gibt es für Sockel 1151... Mal sehen, ob es mit Broadwell-E nochmal ein Mainboard-Update für den "ollen" 2011er Sockel gibt.
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  • klomax
    Intel-Sockel werden rundum verwöhnt, ob bei den Features oder der Optik (letzteres kann ruhig dezenter bleiben...). :)

    Na ja, wenn AMD bis Ende nächsten Jahres nicht verhungert ist, gibbet's vielleicht auch was in Richtung AM4 UD3/UD5.
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