[Gamescom] Torment: Tides of Numenera in der Vorschau

"What does one life matter?", fragten uns die Entwickler des Rollenspiels Torment: Tides of Numenera und stellten damit gleichzeitig die Grundfrage des Games vor.

Ähnlich wie der inoffizielle Vorgänger Planescape Torment will der aktuelle Namensvetter viele philosophische Fragestellungen thematisieren.

Torment:Tides of Numenera basiert auf dem Pen&Paper-Ropllenspielsystem Numenera und spielt eine Milliarde Jahre in der Zukunft – die Erde hat schon Aufstieg und Untergang mehrerer menschlicher und außerirdischer Zivilisationen erlebt.

Dementsprechend gestaltet sich auch die Welt in einem abgefahrenen, futuristischen, aber häufig auch sehr eigenwilligen Design – einer Welt, die sehr fremd vorkommt, gleichzeitig aber in Erinnerung bleibt.

Auf der Gamescom-Präsentation zeigte man uns eine Stadt, die inmitten einer gigantischen Schnecke errichtet wurde – dementsprechend organisch gestaltete sich die Architektur und der Look der Stadt. Solche und andere extravagante Standorte soll es zuhauf geben.

Viel Zeit verbringen wir in den Dialogen im Spiel – ja, wie im auch von uns getesteten Pillars of Eternity muss man eine gewisse Affinität zu Texten mitbringen. Dafür wird man allerdings mit spannenden Geschichtchen und moralischen Fragen belohnt. Wie wir uns in den Dialogen entscheiden, bleibt uns überlassen, doch alles soll Konsequenzen in der Welt von Numenera haben.

Die Kämpfe finden rundenweise statt, wir können sie allerdings auch passend zur Handlungsfreiheit auch komplett umgehen. Sogar während der Kämpfe können wir mit einem Gespräch versuchen, die Wogen zu glätten. Das klingt theoretisch nach einer famosen Gameplay-Idee, wir können das Spiel durchspielen ohne eine einzige Person zu töten.

Fazit

Es klingt nach einem narrativen Mammut-Projekt, was die Jungs und Mädels von inXile Entertainment um Brian Fargo da vorhaben. Die "mindfucking" Welt von Numenera gefiel uns auf der Gamescom sehr – die Mischung aus Science-Fiction und Fantasy geht in der Optik und der Atmosphäre voll auf und ermöglicht einige abgefahrene Spielelemente.

Auch die philosophischen Thematiken in Torment sagen uns sehr zu, zusammen mit den zahlreichen Konsequenzen, die unsere Entscheidungen im Game auch haben sollen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Entwickler da nicht übernommen haben (denn das alles klingt schon überaus ambitioniert), doch auf der Gamescom machte das Gezeigte einen vielversprechenden Eindruck.

Schon im Juni kündigte der Entwickler an, die Veröffentlichung des Spiels auf das erste Quartal 2017 zu verschieben – daran halten sie auch auf der Gamescom weiter fest. Bisher ist Torment nur im Early Acces verfügbar, allerdings nicht auf Deutsch.

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