Sharkoon Skiller SGS3 Gaming Seat im Test: Durchgedreht oder für Sitzenbleiber?

Gaming-Chairs, also der verlängerte Hosenboden der digitalen Sniper und Rollenspieler sind schwer in Mode. Das Angebot beginnt bei ca. 70 Euro und endet im irgendwo der nach oben offenen Skala. Doch was taugt so ein Vertreter der 300-Euro-Klasse wirklich?

Knapp 300 Euro sind schon eine Menge Holz Schaumstoff, keine Frage. Nur haben qualitativ angemessene Sitzmöbel schon immer ihren Preis. Das beginnt mit dem ergonomisch hochgezüchteten Sitzmöbel bei der graumelierten Chef-Sekretärin mit Dutt und endet neuerdings im Kinder- oder Jugendzimmer bei Kevin-Klaus und der Frage nach dem Skill-verstärkenden Unterbau. Diddl-Maus-Drehstühle sind mega-out und es muss endlich was männlich-herbes her. Da kommt so ein Gaming-Drehstuhl als Blick- und Hosenfang gerade recht. Nur sollte er eben auch halten und nicht gleich beim ersten Zocken im Coop-Mode das Zeitliche eher segnen als der unbegabteste Kollege im eigenen Team.

Sharkoon platziert mit dem Skiller SGS3 einen solchen Stuhl recht frech in der 300-Euro-Klasse, die schon proppenvoll mit ähnlichen Produkten der üblichen Verdächtigen im Bereich der Gaming-Brands zugeballert wurde. Just another gaming chair? Schauen wir mal, denn dafür haben wir uns ja ein Testmuster herausgepickt und auch einmal über einige Zeit selbst mit verschiedenen Personen (und Gesäßformen bzw. Gewichtsklassen) quergetestet.

Doch müssen es jetzt gleich 300 Euro oder mehr sein? Wenn man ehrlich ist, dann reicht das eigentlich gerade mal so, wenn man wirklich Wert auf Qualität legt. Ergonomie, Verstrebung und Polsterung, Bespannung, Nähte, Gasdruckfeder, Fußkreuz und Rollen - die Liste möglicher Schwachpunkte ist lang. Und sorglos zusammenbauen können muss man die Teile ja schließlich am Ende ja auch noch selbst. Da viele Anbieter den gleichen OEM/ODM nutzen, sind die Produkte in einer Preisklasse auch meist sehr ähnlich, da sie auf der gleichen Plattform basieren, aber diverse, kleinere Details machen dann eben doch den Unterschied.

Der Skiller SGS3 wird in mehreren Farbvariationen anboten (siehe Bild oben) und folgt dem üblichen Muster solcher Gaming-Sessel:

Wir haben zunächst einmal Maß genommen, denn auch die Abmessungen verraten bereits, ob man sich in so einem Sessel wohlfühlen könnte, oder eben auch nicht. Die Sitzauflage für Gesäß und Oberschenkel fällt dabei mit 38 cm nicht gerade üppig aus, was wohl die etwas fülligeren Coke'n'Pizza-Junkies samt Freundin fast schon ausschließt. Die maximal empfohlenen 1,90m an Körperlänge und das oberste Kampfgewicht von 120 Kilo zeugen eindeutig von der Optimierung auf asiatische Lebens- und Körperformen hin. Europäische oder nordamerikanische Rubens-Modelle werden hier nicht fündig, doch da gibt es ja Gott sei Dank auch andere Anbieter.

Ein Nachteil könnte aber durchaus auch zum Vorteil werden, denn der Seitenhalt ist geradezu phänomenal. Doch zur Sitzhaltung kommen wir ja später noch. Werfen wir erst einmal den Blick auf die Längen- und Breitengrade im Skiller-Universum:

Was die gängigste Sollbruchstelle bei Drehstühlen betrifft, die Gasdruckfeder ist zwar kein teures, dafür aber ein (über)lebenswichtiges Teil. Auch hier wird natürlich in chinesische Regal gegriffen, ws nicht zwingend ein Manko sein muss. Der ODM setzt hier auf eine XIEQIANG XQ338 von Yue Qiang Gas Spring Manufacture aus Guangdong, China (Mainland). Nie gehört? Aber man hat bestimmt schon einmal auf einer gesessen. Diese Klasse-4-Gasdruckfeder findet samt ihrer Modellschwestern man in unzähligen Büro-Drehstühlen der Mittelklasse, sogar bei vielen sogenannten Markenherstellern. Es gibt definitiv Schlimmeres.

Die Mechanikeinheit samt Wippen und Federaufnahme ist kein Hexenwerk, aber solide zusammengebastelt. Die Oberflächenbehandlung ist etwas nachlässig und auch die Fettpresse war wohl der Lolli des Fließbandlers. Aber mit etwas Küchenpapier kann man die Überbleibsel am Korpus schnell entfernen, sollte aber nicht gerade im weißen Abendkleid oder Anzug tätig werden. Dann bekommt man sein Fett schneller weg als erwünscht.

Sharkoon hat bei der Zusammenstellung der Komponenten beim Skiller SGS3 allerdings einen recht eleganten Schachzug gemacht, um sich von den Mitbewerbern abzuheben.  Anstatt der üblichen Rollen, die man für Teppich oder Laminatfußböden bekommt, setzt Sharkoon auf Standfestigkeit. Rollen ja, aber wenn, dann doch bitte mit Stopper!

Wer schon einmal mit Lenkrad und Pedalen gespielt hat, der wird sich bestimmt noch an die spontanen Wutanfälle erinnern, wenn der Sessel nämlich immer genau dann abdriftete, wenn man im Spiel selbst driften oder überholen wollte. Das sollte hier nun definitiv nicht mehr passieren, auch wenn wir für das Laminat oder empfindliche, harte Oberflächen eine gute Unterlage dringend empfehlen würden.

Wir testen an einem elektrisch höhenverstellbaren Tisch, um die nötigen Höhen für die unterschiedlichen Testpersonen vorab einstellen und somit auch besser testen zu können zu können.

Doch bevor wir jetzt einfach so losschrauben, noch einmal die wichtigsten technischen Daten und Fakten im tabellarischen Überblick:

Allgemein:
Schaumstoffpolsterung:Formschaum mit hoher Dichte
Schaumstoffdichte:60 - 65 kg/m³
Rahmenkonstruktion:Stahl (Durchmesser: 20 - 22 mm)
Bezugsmaterial:Kunstleder
Farbvarianten:Schwarz, Schwarz/Blau, Schwarz/Rot, Schwarz/Grün, Schwarz/Weiß
Einstellbare Armlehnen:4D
Größe Armlehnenauflage (L x B):27 x 10 cm
Stuhlmechanik:Multifunktionale Wippmechanik
Wippsperre:
Neigungswinkelverriegelung:
Einstellbarer Neigungswinkel:0° - 14°
Gasdruckfeder:Klasse 4
Art der Rückenlehne:Hohe Rückenlehne
Verstellbare Rückenlehne:90° - 160°
Kopf- und Lendenkissen:
Bezugsmaterial Kopf- und Lendenkissen:Textil
Fußkreuz:Aluminiumfußkreuz
Rollengröße:75 mm Rollen mit Bremsfunktion
Zusammenbau notwendig:
Sicherheitsstandards:
Stuhl (Allgemein):DIN EN 1335-1/2/3
Gasdruckfeder:DIN 4550
Gewicht und Abmessungen:
Sitzfläche (L x B):53 x 50 cm
Maximale Sitzhöhe:55 cm
Minimale Sitzhöhe:48,5 cm
Maximale Armlehnenhöhe:38 cm
Minimale Armlehnenhöhe:30 cm
Rückenlehnenhöhe:85 cm
Rückenlehnenbreite im Schulterbereich:49 cm
Verpackungsgröße (L x B x H):94 x 71 x 41 cm
Maximale Größe des Benutzers:190 cm
Gewicht:25 kg
Maximal zulässiges Gewicht:120 kg
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24 Kommentare
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  • Tesetilaro
    danke für den Test, wird Zeit für ein Drehstuhl Roundup :p teste doch mal Markus dagegen, sozusagen als billige Referenz ;)
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  • FormatC
    Ich hatte im Büro mal drei davon. Alle sind mit zerbröselter Gasdruckfeder in der Tonne gelandet. Die Teile gehen nur bis ca. 80 kg. Nur sagt einem das im Laden ja keiner. Klasse 4 sind die nicht. Einer steht noch in der Ecke und wartet auf Abholung für den Container, aber Bashing will ich j auch nicht machen.
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  • Plitz
    Ohne den Skiller Aufdruck wäre der Stuhl bestimmt noch besser! Ich hab nichts gegen Gamingstühle, sehen ja auch geil aus, aber wenn da Skiller drauf steht wäre mir das schon ein bisschen peinlich, wenn den jemand sieht.
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  • Tesetilaro
    hm, meine markusse sind zwischen 7 und 5 Jahren alt, fast immer über 80 Kg belasted - ich verehre die hohe Quali... vor allem weil ich beide in der 50 € Preisklasse geschossen habe...
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  • FormatC
    Mag sein, dass die mal besser waren, aber wenn man googelt, deckt es sich mit meinen eigenen Erfahrungen. Sollbruchstelle Gasdruckfeder.
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  • saulus
    Ich habe zwei Markus, und da sitzen jeweils 100kg drauf. Da ist keine Sollbruchstelle... 80kg ist auch Blödsinn, die sind für 110kg. Meine sind jetzt 3 Jahre alt. Schwager hat einen, der wiegt 120kg und sein Markus ist ein paar Jahre älter, auch da hält der Stuhl.
    Diese Gaming Stühle sind einfach nur überteuerter Kram für Kleinwüchsige.

    Selbst wenn die Feder mal die Grätsche machen sollte, dann kauf ich mir halt eine neue.
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  • FormatC
    Nur bekommst Du sie nicht raus. Ich habs versucht, aber das ist echt Schwerstarbeit. Eher zerdengelst Du das Fußkreuz. ;)

    Im Markus sind keine Klasse-4-Federn verbaut. Die Angabe mit den "getestet bis 110 Kilo" sind irreführend. Die üblichen Klasse-4-Federn der Mittelklasse-Sessel gehen in der Regel bis 150 Kilo und für die Dauernutzung empfiehlt man ebenfalls deutlich weniger. Das mit den 80 Kilo stammt vom IKEA-Support, die lapidar meinten, ab 100 Kilo möge man doch bitte andere Produkte nutzen weil nur Sicherheitsklasse 1 oder 2 verbaut würden, je nach Modell. Die 10-Jahres-Garantie ist ebenfalls Käse, weil man die Gasdruckfedern ausschließt.

    Meine Bürostühle habe ich mittlerweile aus dem Fachhandel - ergonomisch und qualitativ deutlich besser. Da ich ja viel am PC sitze, ist es wie mit einer guten Matratze: der Rücken dankt es. Nur kommt man da mit 300 Euro auch nicht sonderlich weit. Aber man bekommt für 300 Euro sicher ergonomischere Sitzmöbel als einen Gaming-Chair. Da hast Du recht. :D

    Mein halbes Büro, das Bad, das Wohnzimmer und das Kinderzimmer sind allesamt IKEA-Produkte. Die Qualität richtet sich auch bei Ikea stark nach dem Preis. Man kann Schnäppchen machen oder draufzahlen. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Aber Drehstühle kaufe ich dort garantiert keine mehr. :D
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  • alterSack66
    Ist ja gut wenn bei den Markusen der Stuhlgang klappt :D
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  • derGhostrider
    Ich verwende seit ein paar Jahren einen DX-Racer.
    (Um genau zu sein, diesen hier: http://m.dxracer-germany.de/item/34303)

    Teuer. Die Mechanik ist sehr gut. Das Fußkreuz aus Metall und schön groß. Sitzposition sowiet gut.

    Das ist jedoch nicht alles. Der Bezug ist KUNSTLEDER. Ja, ein 400 Euro Stuhl aus Kunstleder. Das ist eine Frechheit und sorgt für ein mieserables Sitzklima.

    Das nächste mal werde ich einen einfachen Textilbespannten Bürostuhl kaufen. Vermutlich mit Mesh im Rücken für die Belüftung. Der sieht dann nicht so stylisch aus, ist zum Sitzen jedoch einfach besser und schließlich ist das das einzige, wozu ein Stuhl gut sein muss.

    Was ich sagen will: Lasst euch nicht von der Optik blenden, selbst die teureren Vertreter dieser Art sind letztenendes doch recht enttäuschend. Bling, bling mit zweifelhaftem Gegenwert.
    Wobei SEHRviele Bürostühle maßlos überteuert sind. :-(
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  • saulus
    Und wie man die raus bekommt. Mit dem Fäustel ein paar mal wie ein Mann drauf geklopft und die ist raus. Mit einem Schlosserhammer geht das natürlich nicht. Habe mir für das Federwechseln mal extra einen Fäustel im Baumarkt geholt.
    Ich habe schon so einige Stühle verschlissen, oft war nach einem Jahr die Feder kaputt. Mit neuer Feder hielten die Stühle dann noch 6-12 Monate bis der Rest im Eimer war. Ich habe also schon ein paar Federn ersetzt. Bissel Saft im Arm sollte schon vorhanden sein, dann geht das auch.

    Markus ist bis jetzt der beste Stuhl den ich hatte. Wenn man ein normal gewachsener Mann ist, passt man in kaum einen Stuhl. Selbst welche die in Deutschland hergestellt wurden sind irgendwie nur für kleine asiatische Frauen. Fachhandel war ich auch, ich zahle aber nicht über 1200€ für einen Stuhl der mal passt. Markus tut es für 150€ oder was die aktuell kosten auch.

    Ich habe nichts von IKEA, bis auf die Stühle. Und Gaming Seat? Das sind nur billige Nachbildungen von PKW Sportsitzen. So miese Sportsitze gab es nicht mal in den 80 Jahren.
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  • Plitz
    Ich weiß nicht wie du das siehst, aber für mich ist eine Haltbarkeit von 1 Jahr ein absolutes Ausschlusskriterium, egal ob oder wie man es selbst reparieren kann. Vielleicht solltest du auch mal gegenrechnen, ob dich die Arbeitsstunden, der regelmäßige Einkauf und die vielen Ersatzfedern nicht schon längst einen Stuhl gekostet haben, der dich ein ganzes Leben lang begleiten kann.
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  • Tesetilaro
    das problem ist ja - man weiß es vorher nicht, wie lange das Ding hält... Und zwar egal ws die Kosten, von den ganz billigen ramschteilen mal abgesehen...

    Gerade in der mittleren Preisklasse 150 - 500 € kann alles passieren - insofern finde ich Igors test Klasse, weil zumindest eine grundlegende Bewertung der Quali vorab möglich wird - probesitzen ist immernoch Pflicht...

    Das fnde ich für Verbraucher so schwer - selbst Wenn Du mal etwas mehr ausgibst, und für viele sind 300 € ein dicker haufen Geld - Du kannst immernoch in die Tonne greifen und das kotzt einen dann schon an - wenn der 50 € Stuhl lange hält, super, geht nach einem Jahr kaputt, auch noch tragbar, das Risiko geht man bei dem Preis ein... aber wenn einer 300 € Stuhl nach pünktlich 25 Monaten die Grätsche macht ist das schon ziemlich frech...
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  • kleinstblauwal
    Das soll Gaming-Zubehör sein?
    Also ohne pulsierende RGB-LEDs wird das nichts.
    Wie wäre es mit integriertem USB-Hub oder als Pedale ausgeführten Makroschaltern am Fußkreuz.
    Da ist ja noch nicht mal ein Lüfter drinne. Der Gamer selber hat ja auch gerne mal 100 Watt Abwärme, die wohinmüssen.

    Aber im Ernst: Für das Klima würde ich textile Bespannung oder Mesh bevorzugen. Und wie wir von Gehäusen wissen, kann man mit viel Mesh auch "Gamer-Design" machen.
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  • FormatC
    Meine Bürostühle sind komplet mit Textil bespannt - eben genau dieses Mesh. Alu + Carbon und eine Mechanik wie ein Fels. Es ist nun mal MEIN Rücken und der ist es mir wert. Man kann auf einem Markus schon ganz gut sitzen, kein Thema. Aber es ist nichts, um da auch mal 12 Stunden am Stück zu arbeiten. Für eine extensive Dauernutzung sind die Teile auch nicht vorgesehen. Wie beim Baumarkt- vs. Profiwerkzeug. Was ich übrigens auch bei einem solchen Gamingsessel als bereits vorab gescheitertes Experiment betrachten würde.

    Ich brauche eine aktive Rückenunterstützung und die bekommet man nicht für 150 Euro. Und wenn ich zocke, will ich nicht wegrollen. Zuimindest das kann der SGS3, weil die Rollen mit den Stoppern wirklich gut sind. Und Sicherheitsklasse 4 ist bei der Gasfeder nun mal ein Muss. Wenn man dann noch bei der Bestellung deren Länge angeben kann, umso besser (was man beim SGS3 leider nicht kann). Das sind nur 10-Euro-Artikel, aber eben wichtige. :)
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  • derGhostrider
    @Saulus: Nach EINEM Jahr die Feder kaputt und nach 6 Monaten der Rest?

    Dann muss ich meine Kritik zum DX Racer nochmal korrigieren, denn nach nun... äh.... grob 6 Jahren ist natürlich NICHTS kaputt.

    Da ich vorher einen der kleinen F-Modelle getestet habe (zu schmal, selbst für schlanke Personen), habe ich natürlich einen in breiter gewählt (siehe Link oben).

    Aber nach einem Jahr der Stuhl kaputt? Dann ist es entweder Pech oder einfach nur Ramsch.

    Mein erster "ordentlicher" Bürostuhl hat grob 16 Jahre gehalten und dann war einfach das Polster plattgesessen und das (kuns?)-Leder wurde rissig.

    Beim DX-Racer zeigt das Kopfpolster leider schon jetzt erste feine "Risse" (weiße Struktur in der cyan-farbenen Fläche). Allerdings nach 6 Jahren - und bereits das finde ich zu früh. Bei dem Preis zumindest.

    Ich bin fassungslos, wie man Stühle, die jedes Jahr weggeworfen werden müssen, als gut bezeichnen kann.
    Selbst meine billigen Stühle aus der Jugend haben länger gehalten - und das waren welche aus einem Preisbereich "deutlich unter 100 DM". OK, irgendwann brach mal eine Rolle ab. ... ist ja nicht so, als wenn ich besonders behutsam damit umgegangen wäre. ;)

    150 Euro für einen Wegwerfstuhl wären mir definitiv zu viel.

    Beim DX Racer stört es mich schon, dass dieses Modell keine einstellbare Lendenwirbelstütze, sondern nur noch so ein verschiebbares Kissen hatte...

    Vermutlich erwarte ich einfach zu viel:
    Für viel Geld (und nein, ein Stuhl für 400 Euro ist sicherlich nicht billig), sollte auch eine anständige Qualität mitbringen.
    Ich finde es schon erschreckend, dass "bis 500 Euro" als mittlerer Preisbereich akzeptiert wird.
    Das sind alles Teile aus Massenproduktion. Gestanzt, Spritzguss, gesteckt, eine Hand voll Schrauben, eine brauchbare Mechanik.
    Materialkosten vermutlich im Bereich unter 50 Euro. Die Preise, die sich da durchgesetzt haben, erklären wohl auch, wieso es soviele Hersteller gibt, die diesen Bling-Bling-Krempel verticken:
    Die verdienen sich dumm und dusselig für Stühle, die stylisch aussehen, dabei in der Hersteller jedoch kaum teurer sind, als "einfache Bürostühle", die früher für 50 bis 99 Euro verkauft wurden.
    Jetzt jedoch für 199 bis 500 Euro.
    Da lacht das Unternehmerherz.
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  • bigreval
    Jungs, ich finde die Diskussion echt gut... ABER ich will mir schon länger einen Traum erfüllen und vlt. kann mir ja da jemand einen Tip geben:

    Ich suche schon länger einen Autositz, vorzugsweise Jaguar XJ oder Mercedes S-Klasse. Natürlich Fahrersitz, (Conolly-)Leder, alles Elektrisch einstellbar. Unser Autoverwerter hat meine Nr. und ruft an sobald verfügbar...

    Ihr merkt worauf ich raus will? Beide Modelle habe ich als Auto gefahren (verschlissen) und mehr als nur die paar Minuten ins Büro und zurück. Teilweise bis zu 15h am Stück (mit den obligatorischen Pausen). Rückenprobleme hatte ich da wenig. Die Teile sind für den Dauereinsatz gemacht... Und preislich? Ein Witz!

    Welchen Unterbau, bzw. Gasdruckgedöns braucht man dafür? Und wo bekommt man die Teile? Einen Schweisser (Egal ob ALU oder was auch immer) habe ich an der Hand. Auch das bisschen Elektronik für die Aktuatoren ist kein Ding. (Vor allem bei den Memory Sitzen, wenn Frau auch mal den Sitz brauch...)

    Armlehnen lasse ich mir von unserem Polsterer machen, das ist auch nicht so teuer. Denke das alles in allem unter 500€ sein wird und somit perfekter Sitzkomfort mit echtem Auto Feeling DER HAMMER sein wird!

    Also, wer kann mir helfen?
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  • FormatC
    Für einen Drehstuhl wird das wohl eher nichts, zu schwer. Das hält sicher keine Feder (auf Dauer).
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  • derGhostrider
    Ein Fahrersitz einer S-Klasse für deutlich unter 500 Euro?
    Der ist dann doch total durchgenudelt.

    Wenn ich meine Karren nach 3 Jahren / 150000 km tausche, bin ich froh, dass im nächsten Fahrzeug auch ein neuer Stuhl auf mich wartet. Die werden ja auch nicht gerade besser im Alter.

    *g* Und wenn, dann würde ich die Rennschale aus einem R8 nehmen.
    Der Sitzt allein kostet 6500 Euro Aufpreis(!) im Vergleich zum normalen Sportsitz.

    Dafür dürfte er auch nicht soviel wiegen...
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  • alterSack66
    Da kannst gleich bei Recaro einkaufen und dir dann einen passenden Unterbau fertigen lassen.
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  • derGhostrider
    Joa, oder selbst Carbonfasermatten für den eigenen Körper passend laminieren. Erst einen Gipsabdruck als Vorlage und ab geht's... ;)
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