Gaming-Tastaturen von Cooler Master, Tesoro und Steelseries im Kurztest

Mit dem Gedanken im Hinterkopf, eine Tastatur für jeden Geldbeutel zu finden, haben wir uns die Cooler Master Masterkeys Lite L, die Tesoro Gram Spectrum und die Steelseries Apex M800 einmal etwas genauer angeschaut.

Heutzutage ist es gar nicht mehr so einfach, im Zirkus der Eingabegeräte den Überblick zu behalten. Viele Kunden sind zudem bereit, deutlich tiefer als früher in die Tasche zu greifen und eröffnen somit dem Hersteller die Möglichkeit, hochwertigere und besser ausgestattete Produkte auf den Markt zu bringen. Makro-Tasten, immer aufwändigere Leuchtspielereien und mechanische Tasten in sämtlichen Variationen sind zu konstanten Begleitern beim Tastaturkauf geworden.

Doch was ist mit Käufern, die nicht den Anspruch haben, das Beste vom Besten besitzen zu müssen? Was ist mit den Sparfüchsen und all jenen, denen eine Balance zwischen geringeren Anschaffungskosten und nicht zu hohen Ansprüchen bei Features und Material wichtig ist? Genau diese Gedanken soll dieser kleine Kurztest im Roundup-Stil etwas hervorheben, bei dem wir Tastaturen für verschiedene Budgets in den Ring werfen und versuchen, fair auf die Unterschiede einzugehen.

Eine kleine Kurzvorstellung

Den Anfang macht bei uns die Cooler Master Masterkeys Lite L, die mit rund 70 Euro zu Buche schlägt und neben einer Hintergrundbeleuchtung auch gleich eine 6-Tasten Maus mitbringt. Um eine preiswerte Alternative zu mechanischen Tasten zu liefern, kommt sie mit den Cooler-Master-eigenen "Mem-chanical"-Schaltern auf die Schreibtische der Käufer - mit mechanischen Schaltern hat das aber trotz dem Namen nicht viel zu tun.

Im mittleren Preissegment bewegt sich die Tesoro Gram Spectrum. Für circa 120 Euro bekommt man eine mechanische Tastatur mit komplett programmierbaren Tasten und ARM-Cortex-Prozessor. Bei der Beleuchtung jeder einzelnen Taste kann aus einem Farbspektrum von bis zu 16,8 Millionen Farben gewählt werden.


Zu guter Letzt betritt die Steelseries Apex M800 unsere Bühne. Steelseries schickt das Keyboard für rund 165 Euro ins Rennen und liefert zu diesem Preis einen echten Alleskönner. Die hauseigenen mechanischen QS1-Switches, Zero-Ghosting, Funktions- und Makro-Tasten sind nur einige der Features, die wir auf den kommenden Seiten ausführlich beleuchten werden.

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6 Kommentare
    Dein Kommentar
  • fffcmad
    Tesoro kann ich nicht mehr empfehlen. Meine 180€ Colada ist an nem Controllerdefekt verreckt. Keine Garantie mehr... Geht gar nicht. Und ist wohl auch kein Einzelfall.
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  • geist4711
    120€ -> mittleres preissegment????
    120 euro ist hohes preissegment nicht 'mittel', aber was soll man sagen zur presse die eh das preis-puschen durch genau solche aussagen mit forciert....

    man muss sich mal überlegen was in so einer tastatur verbaut wird:
    taster im centbereich
    plastik-teile im selben preisbereich
    bestenfalls ein stück alu-blech für die grundplatte
    etwas kabel
    wenn vorhanden, der usb-empfänger und passende cent-teure elektronik in der tastatur.
    wo sollen da 120€ 'mittlerer preis' herkommen ?!

    denkt mal drüber nach......

    mfg
    robert
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  • fffcmad
    Eine gute mechanische Tastatur war schon immer teuer. Bei RGB-Ansteuerung pro Taste ist ein hoher Preis schon gerechtfertigt, da Mainboard und Tasten teurer ausfallen. Auch ein Controller muss verbaut sein, der die LEDs ansteuert.

    Die IBM Model M kostete bei Erscheinen meiner Erinnerung nach 300 Mark oder $. Tastaturen sind komplexer als man denkt, wenn solche Schalter ins SPiel kommen.

    Dann wollen die hersteller natuerlich auch noch profitieren. Einfache mechanische Tastaturen gibts fuer ca. 50 €. Diese haben aber keine PS/2 Kompatibiltaet oder tasten nur mit 125Hz ab, was bei Spielen ueber USB zu Input Lag fuehrt. Gaming-Tastaturen arbeiten mit 1000Hz ueber USB und erzeugen mehrere Geraete, um spieletauglicher zu sein. Gute mechanische Tastaturen von Cherry mit PS/2, welches beim SPielen ideal ist, kosten um die 100€.

    Mechas sind nicht billig, wiegesagt. und natuerlich ist beim Gaming-Blingbling noch mal ordentlich Marge drauf. 100/ 120€ sind damit wirklich mittleres Feld.
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  • FormatC
    Nur mal am Rande:
    PS/2 gibt es eh nicht mehr wirklich, ist alles nur noch emuliert. Selbst Mainboards mit PS/2-Anschluss klatschen alles letztendlich auf den USB, nur dass die Buchse rund ist. Windows und Low-Level funktionieren schon ewig nicht mehr.
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  • fffcmad
    Also bei mir legt er noch brav eine PS/2 Schnittstelle an/ reserviert einen IRQ. Geht nicht ueber USB. Das er das im Chipset emuliert denke ich mir auch. Das Ansprechverhalten ist jedoch immer noch anders als ueber USB. (reagiert auch bei Haengern des Systems immer noch, wie bei PS/2 gewohnt. Bei USB waere der Ofen aus... Passiert bei ein paar Spielen zusammen mit der GTX970. Guild Wars scheint die Karte nicht zu moegen...) Wie es bei ganz neuen Mainboards aussieht weiß ich nicht. Mein Mainboard ist ein 1366er Sockel. Ist schon etwas aelter. Meine Maus dagegen laeuft in zwischen ueber eine Startech USB3 Karte. Die reagiert extrem schnell, mit der habe ich keinen spuerbaren Input Lag mehr.

    Wenn ich Windows 10 ohne die Tastatur hochfahre hab ich zudem keinen Spaß mehr. Da muss ich dann den Treiber fuer die PS/2 Unterstuetzung manuell wieder freigeben. (Wird gesperrt) Ist mir bisher einmal passiert :(
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  • FormatC
    Ich hätte mir ein paar mehr Infos über die Taster gewünscht. Tesoro (als Brand von iOne) verbaut fast nur noch Kailh (Kaihua), da hätte man schon mal nach den Specs schauen können. Und 16,7 Mio Farben gehen mit der kleinen 8-bit MCU auch nicht. Warum hält sich eigentlich niemand mehr an unser Testschema für Tastauren und zieht wenigstens mal die Tastenkappen ab?

    Kailh hat enorm Kosten senken können, zumal bei vielen Tastern die LED direkt als SMD auf der Platine landet. Solche Tastaturen kann man für 50 Euro verkaufen und immer noch 40-50% Marge haben. iOne ist einer der größten OEM und hat hier keine Man-in-the-Middle-Kosten
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