Garmin Vivosmart HR: Fitnesstracker mit HF-Messung und Touchscreen

Fitnessarmbänder sind en vogue – erst recht mit integriertem Pulsmesser. Mit dem Vivosmart HR springt auch der GPS-Spezialist Garmin auf den Herzfrequenz-Zug auf. Zusammen mit dem Touchscreen und einer gelungenen App hat uns der Tracker überzeugt.

Der Urahn unseres aktuellen Testgerätes, der Garmin Vivofit, war das erste Fitnessarmband, das wir uns genauer angesehen und einige Tage im Praxiseinsatz hatten. In den Anfängen des Fitnesstracker-Zeitalters ging es vorwiegend um Schritte, Kalorienverbrauch und – das Wichtigste – Motivation. Dieser Aspekt steht auch bei den aktuellen Fitness-Wearables noch im Mittelpunkt.

Allerdings hat der Funktionsumfang bei vielen deutlich zu-, die Akkulaufzeit gleichzeitig noch deutlicher abgenommen. Beim Vivofit war noch eine Batterie mit einer Laufzeit von etwa einem Jahr verbaut. Der Vivosmart HR besitzt indes einen Akku – und will regelmäßig an die Steckdose. Garmin gibt eine Laufzeit von fünf Tagen an, während unseres Tests kamen wir eher auf drei bis vier Tage. Naturgemäß haben wir da aber auch recht viel damit rumgespielt.

Während viele Fitnessarmbänder allein über eine oder mehrere Tasten bedienbar sind, kombiniert Garmin beim Vivosmart HR einen kapazitiven Touchscreen und einen Knopf. Zwar erscheint das monochrome Display mit Abmessungen von 2,53 x 1,07 Zentimetern und einer Auflösung von 160 x 68 Pixeln recht klein für die Fingerbedienung. Da aber nur einfache Wisch- und Tippgesten zum Einsatz kommen, klappt das nach kurzer Eingewöhnung einwandfrei.

Trotz des kleinen Displays fällt der Garmin Vivosmart HR nicht gerade schlank aus: Mit 1,23 Zentimeter Dicke trägt der Tracker doch etwas mehr auf als so mancher Mitbewerber. Am Gewicht von rund 30 Gramm haben wir indes nichts auszusetzen. Garmin bietet den Vivosmart HR mit zwei Armbandlängen von 13,6 bis 18,7 Zentimetern (Standard) und von 18,0 bis 22,4 Zentimetern (XL) an.

Vor der Benutzung muss wie bei fast jedem modernen Technik-Gadget die Inbetriebnahme durchgeführt werden. Ein PC ist dafür mittlerweile nicht mehr erforderlich, ohne Smartphone oder Tablet geht es aber nicht. Bei den Wearables von Garmin kommt dabei die App Garmin Connect zum Einsatz.

Die Kopplung über Bluetooth funktioniert aus der App heraus in wenigen Sekunden, sofern man bereits ein Connect-Konto besitzt. Damit lassen sich dann auch mehrere Geräte verwalten. Während unseres Tests kam es bei der Connect App leider immer wieder zu Abstürzen. Die App startete, fror kurz ein, um sich dann selbsttätig zu beenden.

Nach dem erneuten Aufruf funktionierte Garmin Connect aber meist wieder für mehrere Stunden. Daten gingen dabei nicht verloren. Eine abgebrochene Synchronisation zwischen dem Armband und der App wurde stets nach dem Neustart wiederholt und erfolgreich abgeschlossen. Wir nutzen übrigens ein Apple iPhone 6s mit iOS 9.2.1.

Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
2 Kommentare
    Dein Kommentar
  • Goldie01
    Der vermeintliche Mehrwert durch die regelmäßige HR-Messung wiegt den großen Nachteil der kurzen Laufzeit m.E. bei weitem nicht auf. Ein Vivofit 2 mit Gurt ist zwar nicht so bequem aber für mich die weitaus sinnvollere Alternative.
    0
  • xmench
    Geb ich Ihnen vollig recht. Ich bin mit Vivofit auch sehr zufrieden und dies bei langer Laufzeit.
    0