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Shoot-Out: Nvidia 3D Vision 2 gegen AMD HD3D

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Nvidia hat mit 3D Vision 2 die stereoskopische Produktpalette aufgefrischt. Wir zeigen, welche Neuheiten diese Weiterentwicklung bringt und wie sie gegenüber Konkurrenzprodukten dasteht - gnadenlose 3D-Benchmarks inklusive.

Erst kürzlich haben wir den Artikel Nvidia 3D Vision Vs. AMD HD3D: 18 Spiele im Test publiziert, er hat sich mit der Bildqualität der beiden konkurrierenden stereoskopischen 3D Produkte in verschiedenen Spielen beschäftigt. In Ermangelung geeigneter Testgeräte konnten wir damals die Bildwiederholfrequenz nicht messen, mittlerweile haben wir aber die Testgeräte erhalten und können nun den Vergleichstest abschließen und die beiden Implementierungen genauer untersuchen.
Außerdem hat Nvidia gerade 3D Vision 2 vorgestellt, eine Weiterentwicklung der mehr als 2 ½ Jahre alten hauseigenen stereoskopischen 3D-Technologie. Werfen wir also einen Blick darauf, bevor wir uns dem Vergleichstest zuwenden.

3D Vision 2

3D Vision 2 ändert nichts Grundlegendes an der Technologie von Nvidia – stereoskopisch bleibt stereoskopisch. Die neue Version bringt aber einige Hardwareänderungen, um das stereoskopische Erlebnis weiter zu verbessern. Sie ist abwärtskompatibel, das heißt, man kann eine 3D Vision 2 Brille mit einem Monitor der vorigen Generation verwenden und umgekehrt. Da seit Markteinführung mehr als eine halbe Million 3D Vision Bildschirme und Laptops ausgeliefert wurden, ist Abwärtskompatibilität eine gute Idee. Um ehrlich zu sein, einige Hersteller von Fernsehern könnten sich diesbezüglich eine Scheibe abschneiden.

Also, was hat Nvidia im Detail verbessert? 3D Vision 2 hat die Anforderungen an die 3D-Bildschirme erhöht und die Technologie der Shutterbrille verbessert. Sehen wir uns zunächst die neue Shutterbrille an.

Die Gläser der 3D Vision 2 Brille sind um 20% grösser als jene des vorigen Modells, was für ein größeres Blickfeld sorgt und der peripheren Sicht zugutekommt. Außerdem wird störendes Streulicht mit einer scheuklappenartigen Blende aus Plastik abgeschirmt. Die neue Brille ist biegsamer als die alte, was dem Tragekomfort und der Lebensdauer zugutekommen sollte. Die Bügel sind insbesondere hinten breiter und unser subjektiver Eindruck war, dass sie auch einen besseren Halt geben. Nvidia gibt an, dass die neuen Brillen auch den Tragekomfort von Kopfhörern verbessern. Obwohl wir diesbezüglich vorerst skeptisch waren, haben wir uns schnell dieser Meinung angeschlossen: Die neuen, dünneren Bügel schmiegen sich besser an den Kopf an und bieten einem Kopfhörer mehr Platz.

Links die neue 3D Vision 2 Brille, rechts das Vorgängermodell

Ist diese neue Brille revolutionär? Das wäre eine Übertreibung. Aber sie ist zweifelsohne besser. Und das tollste ist, sie ist auch preiswerter. Die drahtlose 3D Vision Brille hatte einen Preis von 120€, aber das neue Modell kostet nur 90€. Das entspricht etwa dem Preis des alten Kabelmodells und ist somit definitiv ein Preisvorteil für Neueinsteiger.

Der Hauptvorteil von 3D Vision 2 ist aber das neue Display, Nvidia LightBoost. Die Hauptkritik an 3D Vision war ja, dass die Brille so viel Licht schluckt, dass man für ein gutes Spielerlebnis den Raum abdunkeln musste. Und nicht nur das Licht des Monitors wurde geschluckt: Es war während des 3D-Spielvergnügens sogar schwierig, Peripheriegeräte wie die Tastatur zu sehen. LightBoost verspricht, beide Probleme zu lösen: Die Bildschirmhelligkeit wird mit einem extrastarken Backlight angehoben und die Sicht auf Peripheriegeräte durch ein optimiertes Timing der Shutterbrille verbessert.

Anstatt mit einer konstanten Helligkeit zu leuchten, wird das 3D Vision 2 LED Backlight gepulst, und zwar mit doppelter Helligkeit. Das mag logisch klingen, aber das exakte Timing ist doch ziemlich trickreich. Eine stereoskopische 3D Ansicht kommt dadurch zustande, dass jedes Auge die Szene aus einem anderen Blickwinkel sieht, und 3D Vision erreicht das mittels “alternate frame sequencing” (Wechselbildansteuerung), also mit der gleichen Methode, die auch moderne 120 Hz 3D-Fernseher mit batteriebetriebenen Shutterbrillen verwenden.

Und das funktioniert so: Der Fernseher zeigt ein Einzelbild für das linke Auge an, dann ein Einzelbild für das rechte Auge, hin und her. Das passiert mit 120 Hz, bzw. 120-mal pro Sekunde (also so schnell, dass man ohne Shutterbrille nur ein unscharfes Doppelbild sieht). Wenn man die Shutterbrille aufsetzt, funktioniert das aber: Die Shutterbrille deckt das linke Auge ab, wenn das für das rechte Auge bestimmte Einzelbild angezeigt wird, und umgekehrt, im schnellen Wechselspiel, sodass das menschliche Gehirn gar nicht mitbekommt, dass abwechselnd je ein Auge abgedeckt ist.

Die folgende Illustration veranschaulicht in Zeitlupe, wie das funktioniert:

Während dieses Vorgangs gibt es kurze Momente, in denen beide Augen abgedeckt sind. Das erlaubt dem Monitor das Bild zu wechseln und vermeidet Geisterbilder. 3D Vision 2 nützt die raschere Bildaufbauzeit moderner Bildschirme und verkürzt diese Zeitspanne – mit anderen Worten, die Zeitspanne, in der ein Shutter offen ist, ist länger und mehr Licht erreicht die Augen. Dadurch erscheint alles heller, nicht nur das Bildschirmbild, sondern auch die Umgebung.

In der Praxis macht das viel aus. Auf einmal können wir die Beschriftung auf der Tastatur lesen, was mit dem Vorgängermodell ein schwieriges Unterfangen war. Wie schon erwähnt, ist 3D Vision 2 abwärtskompatibel: Selbst die alte 3D Vision Brille unterstützt die neuen, schnelleren Bildschirme mit LightBoost-Technologie.

In diesem Artikel testen wir den Asus VG278H-Monitor, ein 27-Zöller mit eingebautem 3D Vision 2 Infrarotsender und mitgelieferter Shutterbrille. Auf der Liste der 3D Vision 2 – kompatiblen Bildschirme befinden sich auch der Acer HN274HB und der BenQ XL2420T/XL2420TX. Toshiba plant gleich zwei Notebooks mit LightBoost-Technologie: Den Qosmio X770/X775 und den Satellite P770/775, beide mit 17,3 Zoll (44 cm) großem LCD und einer Auflösung von 1080p.

Nach dieser Gegenüberstellung von 3D Vision 2 und der Vorgängertechnologie aus dem gleichen Hause wollen wir uns jetzt aber dem Vergleich mit dem Konkurrenzprodukt widmen!

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Bendman@Guest 02/11/2011 11:04
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Was bei solchen Artikeln immer wieder fehlt ist eine Einschätzung solcher Systeme für Brillenträger.
Was nützt mir ein solches System, wenn ich nicht weis, ob es zu meiner (für die reale Welt nötigen) Brille kompatibel ist?

Bendman

benkraft 02/11/2011 11:29
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Im Artikel wird wiederholt darauf hingewiesen, dass die 3D Vision 2 Brillen für Brillenträger besser geeignet sind als die Vorgänger.
Da jeder Mensch aber nun mal eine eigene Kopfform und ein individuelles Brillendesign bevorzugt, ist eine Pauschalaussage einfach nicht möglich. Wir bitten um Verständnis.

fffcmad 03/11/2011 19:57
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Brillentraeger/ Leute die schielen koennen oftmals eh nicht dreidimensional sehen. Da ist dann nur noch der 120Hz- Monitor an sich interessant ;)

MadManniMan 03/01/2012 12:23
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Warum gibt es keine Benchmarks OHNE Stereoskopie?

benkraft 04/01/2012 09:33
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Zitat :

Warum gibt es keine Benchmarks OHNE Stereoskopie?




Weil es hier ausschließlich um die Leistung bei stereoskopischer Darstellung ging. Andere Benchmarks sind doch ausreichend vorhanden und in jedem Grafikkartenreview bei uns zu finden. :)

MadManniMan 04/01/2012 09:45
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Hilfreich wäre dennoch eine Einordnung des jeweiligen Leistungsverlustes bei verschiedenen Varianten - z.B. habt ihr leider versäumt, das Stereo-3D-Fadenkreuz bei 3D Vision separat zu betrachten.

Es ist wichtig, wo die spieleeigenen versagen oder natürlich auch, wo eine Zusammenarbeit mit dem Hersteller geschah (z.B. Left4Dead), aber es frisst noch einmal Leistung - so viel, dass ich z.B. Left4Dead 2 mit meiner 460 GTX in 1680 x 1050 lieber in 2D spiele.

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