Nvidias GeForce GTS 450: GF106 löst G92 ab
Inhaltsverzeichnis
- 1. GeForce GTS 450: Mach's gut, G92
- 2. GF106: Nvidia überdenkt den Mainstream
- 3. Tessellation-Performance und HTPC-Potential
- 4. SLI ist der Schlüssel
- 5. Test-System und Benchmarks
- 6. Benchmarks: 3DMark Vantage
- 7. Benchmarks: Call Of Duty: Modern Warfare 2 (DX9)
Nachdem sie drei Jahre lang den Mainstream bedient hat, schickt Nvidia die G92-GPU endlich in Rente. Ihr Nachfolger ist der GF106-Chip, das Herzstück der GeForce GTS 450. Hat diese 192-Shader-GPU genug Power, oder hat Nvidia Fermi zu stark beschnitten?
Eine Aufholjagd zeichnet sich ja per se schon durch eine gewisse Dringlichkeit aus. Nachdem Nvidia nach diversen Anlaufschwierigkeiten sechs Monate nach AMDs Radeon-HD-5000-Serie mit den Fermi-GPUs die ersten eigenen DX11-Grafikchips auf den Markt brachte, kommen nun in kurzen Abständen auch die diversen Performance- und Mainstream-Derivate auf den Markt.
Wir geben ganz offen zu, dass wir uns schon ein wenig um Nvidia sorgen machten, als die Firma die GeForce GTX 465 vorstellte, die auf dem riesigen GF100-Chip basierte – der allerdings fast zur Hälfte deaktiviert worden war. Nicht sehr preisgünstig, sollte man meinen. Gab es etwa Probleme mit den vom GF100 abgeleiteten GPUs?
Doch dann kam die GeForce GTX 460 mit GF104-GPU, einem echten auf sein Einsatzgebiet zugeschnittenem GF100-Derivat, und war all das, was die GeForce GTX 465 hätte sein sollen. Diese Karte beeindruckte uns und bekam von uns eine Kaufempfehlung. Noch beeindruckender fanden wir die Performance zweier GTX 460 als SLI-Verbund, was uns eine weitere Kaufempfehlung wert war. Immerhin schaffte es die GTX 460 im Doppelpack zu einem sehr ähnlichen Preis eine GeForce GTX 480 in die Schranken zu weisen. Und plötzlich war er wieder da, der gute Deal von Nvidia.
Nun sind zwei weitere Monate ins Land gegangen, und die Firma bringt das nächste Fermi-Derivat auf den Markt. Vereinfacht gesagt handelt es sich beim GF106-Chip um die Hälfte eines GF104-Chips im Vollausbau. Bei der GeForce GTX 460 sind allerdings nur sieben Achtel der möglichen Rechenwerke aktiviert, weshalb die GeForce GTS 450 letztlich sogar ein wenig mehr als die Hälfte einer GTX 460 ist.
Nvidias erste unbeschnittene Fermi-GPU
Erinnern wir uns kurz an den Start der GeForce GTX 480 zurück. Nvidias neues Flaggschiff war (und ist bis heute) eine beschnittene Version der GF100-GPU. Das rührt daher, dass die Fertigungsausbeute nicht gut genug war, um mit einer Version mit 512 Shader-Einheiten an den Start zu gehen. Auch die GeForce GTX 460 war (und ist bis heute) eine beschnittene Version der GF104-GPU. So sollte vermieden werden, dass diese kleinere Karte die GTX 470 bei der Performance übertrumpft.
Heute stellt Nvidia mit der GeForce GTS 450 die erste Grafikkarte auf Fermi-Basis vor, deren Grafikprozessor, der GF106, nicht beschnitten ist sondern im Vollausbau antritt.
Der GF106-Chip besteht aus einem Graphics Processing Cluster (GPC) mit vier Streaming Multiprocessors (SMs). Jeder SM beinhaltet 48 Shader Kerne, und zwar dieselbe „modifizierte“ SM-Variante, die mit der GF104-GPU Einzug hielt und vier Dispatch Units sowie acht Textureinheiten besitzt. Zur Erinnerung: Beim GF100 waren es zwei und vier. Insgesamt kommt der GF106 somit auf 192 Shader Kerne, vier Polymorph Engines (eine pro SM) und 32 Textureinheiten.
Das Backend des Chips ist auf ähnliche Weise auf zwei ROP-Partitionen eingedampft worden, von der jede acht 32-Bit Integer-Pixel pro Takt berechnen kann. Nach Nvidias zählweise kommt der Chip so auf 16 ROPs. Natürlich verfügt jede dieser Partitionen über eine 64-Bit-Speicheranbindung, was in diesem Fall zu einer Gesamtbreite von 128 Bit führt. Das ist nur halb so viel wie bei der GeForce GTX 460 mit 1 GB. Es steht also zu erwarten, dass die Performance bei aktivierter Kantenglättung deutlich einknickt.
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Willst du die GTS 450 oben sehen musst du die Tabelle drehen..
Enttäuschend muss ich sagen - rettend könnte sich nurnoch eine überragende Leistung im OC darstellen - sonst ist das eine Karte die ich mir nie einbauen würde. (zumindest für diesen Preis)
Das Fazit triffts - wenns Geld sehr knapp ist lieber ne 5770 oder eine GTS 250 - sonst eher eine 460 kaufen.
Für unter 100€ wäre es ein Angebot, für den angestrebten Preis ist es allerdings eine Frechheit. Für 129€ bekommt man eine gebrauchte GTX 275 bzw. eine nagelneue HD5770. Failed.
Ich gestehe, hätte da mehr erwartet !
Dachte eigentlich das die GTS450 es schafft knapp an die Leistung einer HD5770 heran kommt, so
bleibt es wohl der noch angekündigten GTS455 vorbehalten. Enttäuschend auch, dass die
Karte die alte GTS250 nicht hinter sich lässt. Auch beim Stromverbrauch hätte ich mehr erwartet,
zumal die Karte kaum Leistung hat im Vergleich zur Konkurrenz .
Wenn die Karte nicht gewaltig im Preis singt ( zzt. bei knapp 140€ ), ich meine unter 100€ wird
es wohl kaum Abnehmer dafür geben. Die günstigste GTX460 gibt es schon weit unter 150€ und
wäre somit die bessere Wahl
Ich finde es echt beeindruckend, wie gut sich Heutzutage noch die G92(b) Karten schlagen. Meine alte 9800 kann jedes Spiel in FullHD bei mittleren Details flüssig auf den Schirm bringen und hat mich vor über 2 Jahren beim super-Sonderangebot vom Conrad Grabbeltisch 99€ gekostet...
Dagegen ist die GTS450 ne Frechheit... Ich denke, der wahre (und würdige) Nachfolger der g92 Karten werden die gf104 Karten sein.
Singende Preise gibt es nicht mehr, Doc, seit die Plus-Werbung eingestellt wurde
LoL und Danke @Derfi, hab durch Dich nun einen 10ner gewonnen
Ein SLI macht, wenn die Preise sich denn mal nivelliert haben, durchaus Sinn:
http://www.computerbase.de/artikel [...] tt_ratings
Und leiser als ne einzelne GTX 470 ist das allemal.
OMG, obwohl ich, zugegebener Maßen, eigentlich noch immer Nvidia bevorzuge, bleibt mir kein anderes Resumee:
Nvidia hat es kräftig versemmelt!!! Yesterdays Cards tomorrow!
Die Leistung von ATI muss man da einfach honorieren, da führt kein Weg drann vorbei. Wenn die jetzt noch die HD6xxx Karten rausbringen, dann hat Nvidia ganz arge Probleme...
Oder aber es ist wie bei den gigantischen Hertz Zahlen der CPU´s, irgendwann ist schluss, hier auf Transistoren und Fertigungsausbeute bezogen.
Warten wir´s ab, es wird auf jeden Fall noch spannend werden...
Ich finde die Karte leicht misslungen. Das angestrebte Ziel wurde verfehlt, sie ist weder besser als ihre ATI(AMD) Gegenspieler, noch wie ihre Vorgängerin die GTS250. Das ist an sich enttäuschend, allerdings aber auch der Punkt der sie wieder interessant macht.
Hierbei wären wir dann an dem Punkt leicht misslungen.
Durch die schwache Performance als single Karte wird sich die GTS450 nicht auf dem Preisniveau halten können wie es geplant war. Durch mangelnde Absatzzahlen wird sie sehr wahrscheinlich schon recht schnell für unter 100€ zu bekommen sein.
Genau dann wird sie aber auch recht interessant für ein SLI System.
...oder als PhysX-Karte
jupp, als PhysX Karte wäre sie natürlich auch brauchbar, allerdings muss der Preis definitiv noch sinken.
@Derfnam ich finde gerade für SLI ist die Karte als Doppelslotlösung unbrauchbar wenn ich mir schon so schwache Karten rein hänge dann soll sie mir doch nicht auch noch alle Steckplätze verbauen. Höchstens wenn Boardpartner leise Singelslot Lösungen anbieten.
Naja, Harry, für (d)ein schlecht layoutetes Board kann ich nix. Bei Doppelslotkarten sollten sowieso besser 2 Steckplätze zwischen den Kartenplätzen sein, egal, welche Karten dort eingebaut werden. Wenn der Boardhersteller das ncht berücksichtigt, ist das einfach ein schlechtes Boardlayout.
Für einen neuen Rechner dessen Hauptaugenmerk nicht auf Gaming liegt, finde ich die Karte nicht so schlecht, sobald der Preis auf ein entsprechendes Niveau gesunken ist. Immerhin ist sie schön leise und verbraucht unter Last keine Unmengen mehr an Strom als eine HD5750. Dass sie für DX11 nicht sonderlich brauchbar ist finde ich nicht weiter wild, die Spieleauswahl ist ja eh noch winzig.
Es gilt halt der alte Showspruch von Harry Wijnvoord: Wenn der Preis stimmt!
hmmm, also bleibt die 5770 das Preis/Leistungsmäßig überragende auf dem Markt. Die 450 liegt auch was der ausführlichere CB-Test zeigt ziemlich genau auf 5750 Niveau (Summe aller Modi und aller AA Stufen) und nicht darüber, verbraucht aber so viel wie eine 5770 und kostet auch so viel. Dann muss ich wohl weiter auf die 6xxxer warten, damit die Preise purzeln. Verflucht.
hmnnnnnn. preislich auf dem Niveau einer HD5770 würde ich sooo nicht unbedingt sagen. Wenn man bedenkt, dass die GTS450 ein gutes Stück leiser zu Werke geht wie die HD5770 müsste man sie eher mit den alternativen Kühllösungen der HD5XXX Familie vergleichen, die dann auch gleich mal ein gutes Stück teurer sind.
In Zeiten wo jeder was möglichst leises will, und den leuten daher meist zu Karten wie der Hawk geraten wurde ist man bei der GTS450 da schon ein bischen günstiger dran.
Wobei die Hawk ja mittlerweile auch schon in Rente ist, da die Zusatzkühlung schon so viel kostet, daß man gleich ne GTX460 786 nehmen kann.
ich vermute der Preis der Karte wird schnell auf 100€ fallen, dann wäre sie vergleichbar mit der leistung und vom Preis der 5750.
Wenn die anderen nachgeschobenen auch so ausfallen würde ich trotzdem jedem weiter empfehlen auf die hd6xxx zu warten.
@Derfnam Es geht nicht um das Layout des Boards das bietet bei mir schon genug Platz zwischen den 2 PCIe X16 Steckplätzen es geht darum das ich mir nicht mit 2 so "langsamen" Grafikkarten sämtliche Steckplätze für z.B. TV-Karte, Soundkarte, Controller-Karten zu bauen würde. Insbesondere da es Singelslot HD5770 gibt die schneller sind und genauso teuer.
Abgsehen von Cuda und PhysX fällt es schwer sich für die GTS 450 zu entscheiden. - Als Gelegenheitsspieler reicht mir die derzeitige 5750, die jetzt wahrscheinlich im Preis noch etwas fallen wird. - Warten wollte ich auf die GTS 450, aber da ein Leistungssprung ausgeblieben ist, brauche ich mich jetzt wohl nicht mehr sooo zu ärgern über meine Ungeduld.
Wenn man bedenkt, wie lange die HD 5750 bereits verfügbar ist, kann man Nvidia nur bitten das nächste mal etwas zügiger die Karten auf den Markt zu werfen.