Die GF104 in der Praxis als GeForce GTX 460
Bislang haben wir von der GF104-GPU in ihrer reinsten Form gesprochen, sozusagen vom Ideal. Wie beim GF100-Chip schaltet Nvidia auch bei dieser GPU hier und da ein paar Bereiche ab. Ob das nun geschieht, um die Fertigungsausbeute zu erhöhen oder damit die heute vorgestellte GTX 460 die GTX 465 nicht völlig verbläst, ist nicht ganz klar. Eine direkte Antwort hat man uns jedenfalls nicht gegeben.
Bei der GeForce GTX 460 1 GB haben sind sieben der acht SMs aktiviert, was die Anzahl der verfügbaren CUDA-Kerne auf 336 und der Textureinheiten auf 56 reduziert. Dieselbe Konfiguration finden wir auch bei der 768-MB-Variante: 336 CUDA-Kerne und 56 TMUs.
Wirft man aber einen Blick hinter das Front-End, dann zeigen sich erste Unterschiede zwischen den beiden Board-Varianten. Beispielsweise kann die 1-GB-Version über die vollen vier ROP-Partitionen gebieten und damit 32 Pixel pro Takt berechnen. Außerdem stehen ihr der komplette 256-Bit-Speicherbus und 512 KB L2-Cache zur Verfügung. Derweil muss sich die 768-MB-Karte mit nur drei der vier Partitionen bescheiden, womit sie auf maximal 24 Pixel pro Takt beschränkt bleibt. Der Speicherbus verschlankt sich auf 192 Bit, und der L2-Cache schrumpft auf 384 KB.
Abgesehen davon sind die beiden GTX-460-Varianten jedoch identisch, was aus unserer Sicht zu begrüßen ist. Das bedeutet nämlich auch, dass sie mit identischen Taktraten laufen. Der Kerntakt liegt bei 675 MHz, die Shader laufen mit 1.350 MHz und der GDDR5-Speicher ist mit 900 MHz getaktet, was eine Datenrate von 3.600 MT/s ergibt.
| GeForce GTX 460 | GeForce GTX 465 | GeForce GTX 470 | GeForce GTX 480 | |
|---|---|---|---|---|
| Graphics Processing Cluster | 2 | 3 | 4 | 4 |
| Streaming Multiprocessors | 7 | 11 | 14 | 15 |
| CUDA-Cores (Shader) | 336 | 352 | 448 | 480 |
| Textur-Eniheiten | 56 | 44 | 56 | 60 |
| ROP-Partitionen | 4/3 | 4 | 5 | 6 |
| Kerntakt | 675 MHz | 607 MHz | 607 MHz | 700 MHz |
| Shadertakt | 1350 MHz | 1215 MHz | 1215 MHz | 1401 MHz |
| Speichertakt | 900 MHz | 802 MHz | 837 MHz | 924 MHz |
| GDDR5-Speichermenge | 1 GB/768 MB | 1 GB | 1,25 GB | 1,5 GB |
| Speicher-Interface | 256-bit/192-bit | 256-bit | 320-bit | 384-bit |
| Speicherdurchsatz | 115,2 GB/s bzw. 86.4 GB/s | 102,6 GB/s | 133,9 GB/s | 177,4 GB/s |
| Textur-Filterrate | 37,8 GTexels/s | 26.7 GTexels/s | 34 GTexels/s | 42 GTexels/s |
| Display-Anschlüsse | 2 x DL-DVI, 1 x mini-HDMI | 2 x DL-DVI, 1 x mini-HDMI | 2 x DL-DVI, 1 x mini-HDMI | 2 x DL-DVI, 1 x mini-HDMI |
| Bauform | Dual-slot | Dual-slot | Dual-slot | Dual-slot |
| PCIe-Stromanschlüsse | 2 x 6-pin | 2 x 6-pin | 2 x 6-pin | 1 x 6-pin, 1 x 8-pin |
| Netzteil-Empfehlung | 450 W | 550 W | 550 W | 600 W |
| Maximale Leistungsaufnahme/TDP | 160 W/150 W | 200 W | 215 W | 250 W |
| Maximaltemperatur | 104° C | 105° C | 105° C | 105° C |
Die GeForce GTX 460 stellt sich vor
Das erste, was an der GeForce GTX 460 auffällt, ist ihre vergleichsweise zierliche Größe. Nvidia stellte uns zwei Referenzkarten mit einer Länge von 8,5“ zur Verfügung, also knapp 22 cm. Damit ist sie genauso lang wie die Radeon HD 5770 und über 6 cm kürzer als die riesige Radeon HD 5830, die als Vergleichskarte dient. Außerdem schickten uns auch zwei Boardpartner Karten, sodass uns auch Boards von Palit und Zotac zur Verfügung standen. Das Zotac-Board ist in etwa so lang wie Nvidias Referenzkarte. Palit hat es hingegen geschafft, seine Platine auf 7,5“ (19 cm) zu verkürzen.
Die beiden Hersteller setzten außerdem auf eigene Kühllösungen. Zotac setzt auf einen Radiallüfter, ähnlich dem der Nvidia Referenzkarten. Die Palit-Karte trägt stattdessen einen großen Lüfter, der auf längs entlang der Karte verlaufenden Aluminium-Kühlrippen sitzt. Zum Vergleich: Die Kühlrippen des Referenzkühlers verlaufen unter dem Lüfter strahlenförmig.
Nvidias Referenzkarten tragen zwei Dual-Link DVI-Ausgänge sowie einen Mini-HDMI-Anschluss. Zotac legt noch eins drauf und bringt an seiner Karte neben den Dual-Link DVI-Ports noch einen DisplayPort und einen vollwertigen HDMI-Anschluss unter. Allerdings lassen sich davon wie bei den großen Fermi-Modellen immer nur zwei gleichzeitig nutzen. Bei Palit findet man eine Mischung aus den gleichen DVI-Ausgängen, einem HDMI-Port und dem klassischen analogen VGA-Ausgang.
Auch wenn die TDP der 1-GB-Variante mit 160 Watt 10 Watt höher ausfällt als beim Modell mit 768 MB, kommen beide mit zwei 6-Pin Stromanschlüssen aus. Drei- und Vier-Karten-SLI wird es zumindest mit diesen GTX-460-Karten nicht geben, denn sie sind allesamt auf nur eine SLI-Kontaktleiste beschränkt. Apropos SLI: Es gibt zwar Board-Versionen mit 768 MB und 1 GB Videospeicher, doch setzt der SLI-Modus zwei Karten mit gleichem Speicherausbau voraus. Man kann also nicht zwei Karten mit unterschiedlicher Speichergröße mischen.
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Die 5830 wird wohl dann noch mal ein wenig Fallen (nachdem sie jetzt auch noch mal kurz nach dem Tiefstand wieder etwas hoch ist). Preis / Leistung scheinen langsam aber wirklich wieder zu stimmen.
Irgendwie würde ein dritter oder vierter großer Hersteller dem ganzen wirklich gut tun - täte sich aber sicherlich schwer sich zu integrieren schon allein weil nVidia als auch ATI doch schon sehr weit sind was die Entwicklung angeht.
Allgemein wird der GPU Markt wieder etwas interessanter - hoffentlich zeigen die nächsten Generationen nun ob das nicht nur durch den Preis möglich ist.
Wo sind denn bei den Benchmarks die 480 un d die 5870 geblieben?!
cU
Als direkte Konkurrenten fallen die eh raus
Hat Grün die Hausuafgaben aber gut gemacht, vielleicdht ist die 460 doch die Ablöse für die gute alte GTS 8800 512. Wie siehts denn mit der Lautstärke aus ? Find ich nichts drüber ?!?
Wie siehts denn mit der Lautstärke aus ? Find ich nichts drüber ?!?
Im Abschnitt über die Wärmeentwicklung:
Die GF104-Karten sind die große Überraschung in dieser Disziplin: Obwohl sie nicht die niedrigste Leistungsaufnahme in diesem Testfeld aufweisen, bleiben sie von den getesteten Karten am kühlsten und schaffen das sogar mit einem erstaunlich niedrigem Lüftergeräusch. Tatsächlich konnten wir zwischen Leerlauf und Volllast fast keinen Lautstärkeunterschied ausmachen. In der Hinsicht ähneln die neuen Karten ATIs Radeon HD 5770, die allerdings unter Last weit wärmer wird.
Hevorragender Test zu einer noch besseren Karte.
Die GTX 460 schlägt die HD 5830 in allen belangen und ist mit OC fast an der HD 5850.
Ich denke aber ich werde auf den Vollausbau des GF104 warten, in Form von der GTX 468. Das am besten mit 2 GB VRAM. Der Leistungssprung von der GTX 260 auf die GTX 460 1 GB ist mir zu gering. Ich wollten wennschon eine 2 GB Karte kaufen ^^
Man man ... Habt ihrs so Dicke?
Ich renn auch noch mitm G92 (wie oben erwähnt die gute alte 8800er) rum und für mich hat sich bisher weder die pure Leistung noch das P/L Verhältnis gelohnt. Ich meine - für ein paar wenige Frames mehr und die wenigen DX11 Titel gut mehr als 200€ hinlegen sehe ich nicht wirklich ein.
http://www.computerbase.de/artikel [...] tt_ratings
Bestätigt weitestgehend das Ergebnis.
Wo ist denn die Radeon HD 5970, die alle hier gezeigten Geforce deutlich schlägt (siehe Computerbase test) und auch die 5870 fehlt. Sehr seltsamer Nvidia freundlicher Test... Die Realität sieht anders aus.
Hier geht es nicht darum das Karte XY die zig mal so teuer ist diese oder jene Karte schlägt sondern um Vergleichsmodelle.
Um mal den beliebten Auto-Vergleich heranzuziehen:
Würdest du in einem Testfeld, in dem ein Golf GTI und ein Opel Astra GSI als Hauptkonkurrenten antreten auch noch einen Phaeton W12 und einen Lamborghini sehen wollen? Wenn ja - warum? Die spielen nun mal in anderen Klassen. Dass sie schneller sind, ist klar.
Ist dir aufgefallen, dass auch die GTX 480 nicht mit im Testfeld ist?
Schön das Nvidia nun doch eine vernüftige Karte auf den Markt gebracht hat die am Preisgefüge ein wenig zu rütteln vermag.
Schauen wir mal wie die Karten sich gegen den passenden Southern Island Ableger von ATI schlagen. Die sollten ja dieses Jahr noch auf den Markt kommen.
Ein Kritikpunkt bleibt: Die Leistungsaufnahme unter Last liegt immer noch über der einer (schnelleren) ATI 5850. Da ist also immer noch Verbesserungsbedarf. Die ATI 5830 kann man in dieser Disziplin nur bedingt vergleichen, da dort die weniger guten Chips/GPUs verbaut werden für die eine höhere Versorgungsspannung notwendig ist.
Die erste gute Nachricht auf dem Grafikkartenmarkt seit dem Erscheinen der HD 5770. Die HD5830 halte ich für die schlechteste Karte aus der HD5000er Serie, dabei bedient sie ein so wichtiges Marktsegment. Zwischen 1680*1050 und 1920*12** dürften sich doch 99% aller Zocker beim Monitor-Neukauf entscheiden. Und gerade da patzte AMD bisher. NVIDIA scheint da ja sehr schön in die Lücke gestoßen zu sein. Wenn, um einen holländischen "Showmoderator" zu zitieren, der Preis stimmt.
Da sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn das nicht auch den Preis für die "großen" 5800er ins Rollen bringt.
Ich glaube viel interessanter als irgendwelche viel teureren / schnelleren Karten wären Vergleiche mit bewährten Karten aus den letzten 2 Generationen die in etwa im selben Bereich lagen um einen direkten Leistungsvergleich zu haben.
@ I HaTeD2: die 8800 GTS 512 würde ja auch reichen, nur bei Metro 2033 selbst in "nur" 1280 x 1024 siehts übel aus, und das ist mein Hauptanliegen für eine neue Karte.
Ausserdem muss ATI ja jetzt vielleicht seine groß geredete 6000er Serie früher kommen lassen, um wieder mit "im Boot" zu sein, also alles nur Vorteile für uns,die User.Das könnte einen Preisverfall der GTX 460 (oder auch eier vielleicht kommenden GTX 468)nachsichzieehen, der auch wieder den Usern zu Gute kommt. Warum dauert das so lange ??? Motz,Mecker
Wieso das so lange dauert? Ganz einfach: Weil die Nachfrage das Angebot übersteigt. Das sichert stabile Preise und gibt ATI momentan keinen Anlass irgendwelche halbfertigen, momentan nur als Gerücht kursierende Produkte, auf dem Markt zu werfen.
Endlich mal ne gescheite Karte für das Mittlere Preissegment, die GTX460 füllt die Lücke zwischen GTS250 und GTX470 gut aus.
Wieso wieder im Boot? AMD ist nach wie vor gut dabei und bis auf einen eventuellen Preiskampf (wenn es der Chiphersteller zulässt) sehe ich da wenig Sinn einen drauf zu legen.
Einzelne Spiele die eine bessere Karte erfordern (oder 2) gibt es immer mal wieder - das ist meiner Meinung nach aber kein Grund zum aufrüsten da die meisten Spiele dieser Art nach 2-5 Stunden durch sind und danach nicht mehr angerührt werden. Trotzdem merkt man das die 8800er langsam an ihre Grenzen kommen obwohl ich nach wie vor viele Titel (oder besser die meisten) noch mit maximalen Settings und oft auch zusätzlichem AA / AF laufen lassen kann.