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Nvidias GeForce GTX 590 im Test: Gegenangriff mit 3 GB und 1024 CUDA Cores

Nvidias GeForce GTX 590 im Test: Gegenangriff mit 3 GB und 1024 CUDA Cores
Von , Chris Angelini, Igor Wallossek

Mit der Radeon HD 6990 hat AMD eindrucksvoll (oder eher: brachial) den Titel der schnellsten Grafikkarte der Welt gesichert. Heute will Nvidia mit einer Karte, die zwei GF110-GPUs trägt und auf leisen Sohlen geht, diesen Titel für sich reklamieren.

In der roten Ecke...In der roten Ecke...

Heute dürfen wir das wohl am schlechtesten gehütete Geheimnis der Grafikkartenszene offiziell vorstellen. Nachdem AMD vor drei Wochen die Radeon HD 6990 4GB vorgestellt hat, zieht Nvidia heute mit der GeForce GTX 590 3 GB nach. Nvidia betont, man hätte auch schon vor über einem Monat mit der Karte auf den Markt kommen können. Allerdings wissen wir, dass man bis in den März hinein immer weiter am neuen Flaggschiff herumgefeilt hat. Das Endergebnis versucht eher eine elegante Lösung zu sein, wo AMDs Radeon HD 6990 recht lautstark zu Werke ging.

Dass Nvidia ein Produkt darauf trimmt leise zu sein mag auf den ersten Blick ironisch erscheinen. Immerhin gelten GPUs mit Fermi-Architektur als besonders stromhungrig und heiß. Der Gedanke, dass die Firma zwei dieser Grafikchips auf eine Platine löten könnte und dass dabei eine leisere Lösung als AMDs HD 6990 herauskäme, scheint fast schon abwegig. Und doch behauptet Nvidia, dass genau das der Fall ist.  

Natürlich war das alles andere als einfach, und dabei musste die Firma einige Kompromisse in Kauf nehmen. Beispielsweise nutzt die neue Karte ebenfalls eine Kühllösung mit mittig angeordnetem Lüfter – und genau dieses Design hatte AMD vor kurzem so viel Kritik eingebracht. Außerdem laufen die GPUs mit niedrigerem Takt, um so die Wärmeentwicklung in den Griff zu bekommen. Nichtsdestoweniger zieht die Karte immer noch mehr Strom aus der Steckdose als jede andere Grafikkarte, die wir je getestet haben.

... und in der grünen, äh, Kiste....... und in der grünen, äh, Kiste....

Leise ist sie aber – unglaublich leise. Wir würden sogar sagen, es ist die leiseste Dual-GPU-Karte seit ATIs Rage Fury MAXX (Achtung: Retro-Warnung!).  Insofern hat Nvidia sein Ziel auf jeden Fall erreicht. Es bleibt aber eine Frage: Hat Nvidia seine beiden GPUs hier zu sehr zurückdrosseln müssen, nur um AMD zu beweisen, dass auch heiße Karten leise Karten sein können? 

Unter der Haube: Zwei Mal GF110 im Vollausbau

Nvidia betonte in Gesprächen mit uns immer wieder, dass man bei dieser Karte zwei GF110-Prozessoren einsetzen wollte – und zwar im Vollausbau und unbeschnitten. Wie schon in unserem Launch-Artikel Fermi schlägt Fermi: GF110 alias GeForce GTX 580 im Test beschrieben, verfügt ein vollständiger GF110-Chip über vier Graphics Processing Cluster die wiederum jeweils vier Streaming Multiprocesors (SM) enthalten. Pro SM bringt diese Architektur 32 CUDA-Cores mit, sodass jede der beiden GPUs über 512 davon verfügt. Außerdem stecken in jedem SM noch vier Textureinheiten, also 64 pro Chip. Und natürlich gibt es pro SM noch eine PolyMorph Engine. Allerdings hat sich in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass Nvidias Ansatz, Geometrieberechnungen auf diese Weise zu parallelisieren nicht unbedingt so gut skaliert, wie es die Firma sich wohl wünschte.

Auch bei der GTX 590 kommen unbeschnittene GF110-GPUs zum Einsatz.Auch bei der GTX 590 kommen unbeschnittene GF110-GPUs zum Einsatz.

Im Back-End der GPU stecken vier ROP-Partitionen, von der jede Pro Takt acht 32-Bit-Integer–Pixel ausspucken kann, also insgesamt 48. Ein 384 Bit breiter Speicherbus teilt sich in sechs Interfaces zu je 64 Bit, und an jeder dieser Speicherschnittstellen hängen 256 MB GDDR5-RAM. Pro GPU stehen also 1,5 GB zur Verfügung, was zu der gefühlt „krummen“ Bestückung von insgesamt 3 GB bei der GTX 590 führt.

Nvidia verbindet die beiden GF110-Chips der GTX 590 mithilfe seines NF200-Brückenchips miteinander, der ein einziges, 16 Lanes breites PCIe-2.0-Interface nimmt und per Multiplex daraus zwei 16-Lane-Anbindungen macht, nämlich eine Pro GPU.


GeForce GTX 590
GeForce GTX 580Radeon HD 6990
Radeon HD 6970
Radeon HD 6950
Herstellungsprozess
40 nm TSMC40 nm TSMC40 nm TSMC40 nm TSMC
40 nm TSMC
Die-Größe
2 x 520 mm²520 mm²2 x 389 mm²389 mm²389 mm²
Transistoren
2 x 3 Milliarden3 Milliarden2 x 2,64 Milliarden2,64 Milliarden2,64 Milliarden
GPU-Takt
607 MHz
772 MHz830 MHz880 MHz
800 MHz
Stream Processors / CUDA Cores
1024
5123072
1536
1408
Rechenleistung
2,49 TFLOPS
1,58 TFLOPS5,1 TFLOPS
2,7 TFLOPS
2,25 TFLOPS
Textureinheiten
128
64192
96
88
Textur-Füllrate
77,7 Gtex/s
49,4 Gtex/s159,4 Gtex/s
84,5 Gtex/s
70,4 Gtex/s
ROPs
96
4864
32
32
Pixel-Füllrate
58.3 Gpix/s
37.1 Gpix/s53.1 Gpix/s
28.2 Gpix/s
25.6 Gpix/s
Frame Buffer
2 x 1,5 GB GDDR5
1,5 GB GDDR52 x 2 GB GDDR5
2 GB GDDR5
2 GB GDDR5
Speichertakt
853 MHz
1002 MHz1250 MHz
1375 MHz
1250 MHz
Speicherbandbreite
(Speicher-Interface)
2 x 163,9 GB/s
(384 Bit)
192 GB/s
(384 Bit)
2 x 160 GB/s
(256 Bit)
176 GB/s
(256 Bit)
160 GB/s
(256 Bit)
max. Stromverbrauch / TDP
(Herstellerangabe)
365 W
244 W375 W
250 W
200 W


Was hat sich nun zwischen der viel gescholtenen GeForce GTX 480 auf GF100-Basis und dem aktuellen GF110-Chip geändert? Wir erlauben uns einen kleinen Rückgriff auf unseren Test der GeForce GTX 580:

„Bei der GPU hat sich fast nichts geändert. Hier gab es keine Umgestaltung wie bei der Wandlung vom GF100 zur GF104, wo die Shader-Multiprozessoren umorientiert wurden, um in der Mittelklasse die Performance (sprich: die Texturleistung) zu verbessern. Stattdessen liegt der Schwerpunkt nach wie vor auf der reinen Rechenleistung. Eigentlich gibt es nur zwei Änderungen bei den Features, nämlich FP16-Filterung mit voller Geschwindigkeit und erhöhte Effizienz beim Z-Culling.

Der GF110-Chip kann (wie auch der GF104) FP16-Texturfilterung in einem Taktzyklus erledigen, während GF100 dafür noch zwei Takte brauchte. In Szenarios, wo der Texturdurchsatz zum Flaschenhals wird, kann das für eine bessere Performance sorgen. Die Verbesserungen beim Culling helfen hingegen, in Szenen mit vielen verdeckten Elementen (Stichwort "Overdraw") die verfügbare Speicherbandbreite besser auszunutzen. Nvidia spricht davon, dass die beiden Verbesserungen bei gleicher Taktrate bis zu 14% mehr Performance bringen.“

Eine Platine mit 12 Layern, 10 Phasen für die Stromversorgung und einem NF200-Brückenchip in der Mitte.Eine Platine mit 12 Layern, 10 Phasen für die Stromversorgung und einem NF200-Brückenchip in der Mitte.

Auf der Meta-Perspektive haben wir es mit zwei Siliziumchips zu tun, die bei TSMC in einer Strukturgröße von 40 nm hergestellt werden und jeweils etwa drei Milliarden Transistoren umfassen. Mit seiner Größe von 520 mm² ist der GF110-Chip wesentlich größer als AMDs Cayman-Prozessor, der seine 2,64 Milliarden Tranistoren auf einer Fläche von 389 mm² unterbringt.

An sich ist es eine spannende Sache, die genannten Ausführungseinheiten gleich im Doppelpack auf der GeForce GTX 590 zur Verfügung zu haben. Doch wo die GeForce GTX 580 ihren einzelnen GF110-Chip mit 772 MHz betreibt und den Speicher mit 1002 MHz taktet, laufen die beiden GPUs der GeForce GTX 590 mit deutlich langsameren 607 MHz, und auch der Speicher ist auf 853 MHz heruntergebremst.

Deshalb liegt die Performance dieser Karte auch nicht annähernd in den Sphären von Nvidias aktuellem Einzel-GPU-Flaggschiff als SLI-Tandem. Das ist aber vielleicht gar nicht so tragisch. Immerhin hatte AMD die Radeon HD 6970 als Gegenspieler zur GTX 570 positioniert, während die GeForce GTX 580 in einer Klasse für sich spielen darf. Sicher, AMDs Radeon HD 6990 bietet zwar beinahe doppelt so viel Performance wie die schnellste Single-GPU-Karte aus eigenem Hause. Doch die GTX 590 muss gar nicht dasselbe Kunststück vollbringen, um dennoch beim gleichen Preispunkt um die 700 US-Dollar (bzw. offiziell 629 Euro bei der HD 6990 und 639 Euro bei der GTX 590) konkurrenzfähig zu sein, den AMD mit seiner Dual-Karte etabliert hat.

Was AMD machen musste, um die „schnellste Grafikkarte der Welt“ abzuliefern, wissen wir inzwischen. Doch wie sieht Nvidias Konter aus?

Alle 39 Kommentare anzeigen.
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Sortieren nach: Neueste zuerst | Älteste zuerst
  • redfirediablo , 24. März 2011 14:57
    Die 6990 ist schon für 540 Euro zu haben. Preisangaben der Hersteller sind doch keine Vergleichsgrundlage. Mit real 639 Euro ist die GTX 590 schlichtweg überteuert, verbrauch mehr Strom als die 6990 und ist auch noch in hohen Auflösungen langsamer -> insofern kann ich euer Fazit nicht nachvollziehen. Bei solchen Karten ging es noch nie um Lautstärke und wenn ihr jetzt darauf wert legt, ist das nichts anderes als ein Nachplappern der Nvidia Marketingslides.
  • bluray , 24. März 2011 15:04
    Da bin ich echt froh, dass ich ein Dualgespann aus 2x6970 ins Gehäuse gepackt habe. Da das Cosmos-1000 ein solides und gut belüftendes Gehäuse ist, sind die Temperaturen trotz übertaktetem 6-Kern-Reaktor von AMD allesamt in sehr niedrigen Regionen, die das flüssige und leise Performance-Daddeln zur wahren Freude machen.

    Ich hatte von der GTX590 auch mehr Leistung erwartet, hatte NVidia selbst AMD für seine AMD6990 belächelt. Klar hat die GTX590 (auch im SLI) in manchen Games die Hosen an, aber umgekehrt kann auch AMDs 6990 (auch im CF) in einigen Disziplinen beweisen, was die neuen Cores drauf haben.

    Von daher ist dieser Test echt sehr objektiv geschrieben. Hier kann weder das AMD-Lager, noch die NVidia-Fraktion schimpfen, THG würde einen bestimmten Kandidaten bevorzugen! Beide Fraktionen haben ihre Schwächen und Stärken!

    Zumindest kann sich jeder nun sein Wunschsystem ohne grossen Kummer zusammenstellen.

    AMD SLI, Intel SLI, AMD CF oder Intel CF - Die Performance aller Zusammenstellungen dürfte in etwa dem gleichen Niveau entsprechen.

    Somit kann man aber AMD gratulieren, dass sie nach langer Zeit des Underdog-Daseins wieder einmal an der Spitze mitspielen und NVidia somit in Zugzwang bringen. die Preise dürften sich aufgrund dieser Tatsache auch entsprechend korrigieren. Das wird sicher ein interessanter Kampf, wenn AMD die 6990 auf 500 Euronen drückt, wird NVidia dies vermutlich auch nach kurzer Zeit tun. Habe ich selbst ATI(AMD) erst nicht so recht gemocht, zum Teil auch wegen des vermurksten (alten) Catalyst, so muss ich nun anerkennen, dass AMD seine Hausaufgaben auch in diesem Bereich macht und aus seinen GPUs ziemlich viel Leistung holt.
  • Z28LET , 24. März 2011 15:12
    Ja, so unterschiedlich sehen die Ergebnisse in den Tests von verschiedenen Webseiten aus. ;) 
  • aconst , 24. März 2011 15:22
    @bluray
    Da hast Du ein Hammer Rechner. Spielst Du damit? Oder hast Du die Konfiguration für Profizwecke erstellt?
  • benkraft , 24. März 2011 15:25
    Zitat :
    Die 6990 ist schon für 540 Euro zu haben. Preisangaben der Hersteller sind doch keine Vergleichsgrundlage. Mit real 639 Euro ist die GTX 590 schlichtweg überteuert, verbrauch mehr Strom als die 6990 und ist auch noch in hohen Auflösungen langsamer -> insofern kann ich euer Fazit nicht nachvollziehen. Bei solchen Karten ging es noch nie um Lautstärke und wenn ihr jetzt darauf wert legt, ist das nichts anderes als ein Nachplappern der Nvidia Marketingslides.


    Den Straßenpreis einer Karte, die seit 3 Wochen am Makrt ist, mit dem Launchpreis einer neuen Karte zu vergleichen, ist aber auch nicht so ganz sauber, oder? Klar ist die GTX 590 teu(r)er. Aber der Preis wird auch noch fallen. Bis dahin bleibt uns aber eben nur die UVP der Hersteller als Vergleichsbasis. Beide sind auf jeden Fall Luxusartikel.

    Wir plappern auch keine Marketingslides nach, wir messen selbst (und haben das schon im Launch der HD 6990 kritisiert, nicht erst hier). Schau dir doch die Videos auf Seite 18 an und hör die die letzte Minute bei beiden Systemen an. Dann können wir gern noch mal darüber reden, ob es egal ist, wie laut eine Karte wird. Oder frag mal FormatC, wie er die HD 6990 so empfindet... Ich bin sicher, er wird dir begeistert Auskunft geben. :D 

    Übrigens empfehlen wir weder die eine noch die andere Karte - sondern etwas ganz anderes. Der entsprechende Text ist auch hervorgehoben.
  • FormatC , 24. März 2011 15:30
    So sehr unterscheiden sich die Fazits doch gar nicht, man muss es nur unvoreingenommen lesen. Ich bezweifle allerdings, dass redfirediablo jemals selbst eine HD 6990 in Aktion erlebt hat und weiß, wie sich ein Wert von 70 dB(A) so anhört. Da ist trotz Headset weder ein Spielen, noch ein normales Arbeiten möglich!

    Ich schreibe gerade am Follow-Up und habe bis zu zwei der Karten gleichzeitig im praktischen Einsatz. Ich kann das Fazit deshalb nur unterstreichen. Je nach Anwendung, Spiel, Einstellungen und Auflösung hat mal der eine und mal der andere Kandidat die Nase vorn. Bei den paar Prozent Unterschied kann man schwer von langsamer oder schneller sprechen, sondern nur von Brauchbarkeit. Und da hat man mit der GTX 590 sicher die bessere Wahl getroffen. Die HD 6990 hat die etwas schneller Chipsätze, die GTX 590 die bessere Kühllösung. Auf 3-5% Leistung kann ich dankend verzichten, bei einem Lautstärke-Unterschied von über 22 dB(A) hört jedoch auch mein Verständnis auf.
  • Anonymous , 24. März 2011 16:03
    ich versteh nicht, warum die solche karten nicht gleich mit wakü als referenz ausliefern. wer ist so bekloppt und baut sich das teil so in seinen rechner, egal ob 590 oder 6990. dass jemand der so viel für seine grafikkarte und entsprechende cpu, netzteil, mobo ausgibt wohl auch noch das bissl geld für ne wakü hinlegt sollte doch eigentlich klar sein. da wäre dann auch mehr in sachen takt drin. offenbar ist das aber anders und die leute betreiben die karten lieber bei ungesunden temperaturen und unangenehmer lautstärke. versteh ich echt nich

    zu den karten selbst: mich verwundert es etwas, dass nvidia immer noch mit dem flaschenhals des wenigen ram arbeitet und da mal nicht abhilfe schafft. da passt amds speicheranbindung mit folgenden 2GB einfach besser als 1,5GB pro kern. so muss man leider sagen, dass es bei der 590 genau in den anwendungsbereichen problematisch wird, wo sie eigentlich erst richtig sinn macht. bei großem AA und hohen auflösungen. niemand mit nur einem Funken Hirn im Kopf kauft sich so eine Karte für 1680*1050 oder kleiner.
  • intergalactic , 24. März 2011 16:05
    Mir will einfach nicht in den Kopf gehen warum in dieser Preisklasse bei den AMD Karten an der Kühlung gespart wird. Da wäre doch bestimmt was besseres möglich gewesen. Vor allem weil man doch ganz genau weiß wie viel Wert die Käufer auf die Lautstärke legen.

    Edit: Ups, gleichzeitig. :-)

    Ne Wasserkühlung will halt auch nicht jeder. Manchen wird beim Gedanken Wasser im PC zu haben immer noch mulmig und vom Platzbedarf her ist man auch weniger flexibel?
  • bluray , 24. März 2011 16:08
    @aconst:
    Der Rechner ist einfach eine Zusammenstellung für eine gleichermassen performante Gamingplattform, wie auch ein Testcenter für Virtualisierung von jensten Betriebssystemen. Zeitgleich rennt auf der Maschine auch ein W2k8 R2 Server, mit dem ich mein Wissen in diesem Bereich weiter ausbaue, da ich auch betrieblich mit WinServer zu tun habe.

    Da ich aber zwischendurch auch gern mal abschalte und gemütlich zocken will und bei der Zusammenstellung auch auf ein optimales P/L-Verhältnis Wert gelegt habe (Sandy war zu der Zeit noch nicht erhältlich!), wurde es ein 1090T mit 16GB RAM und einer 6970, die ich dann mit einer weiteren 6970 aufgestockt hatte.

    Von daher kann man den PC auch als mein Hobby bezeichnen.
    Zumindest ist die Power, die dieser PC hat, echt ungeschlagen.

    Interessant ist, dass Corsair 1866er-RAM-Riegel mit 8GB hat. Anfrage an ASUS, ob diese auch auf einem Formula IV Crosshair rennen (evtl. auch im Quartett=32GB RAM) ist noch hängig. Aber dann wäre ein saftiger 8-core Bully (8130) sicher auch eine Option, hat ASUS ja mittlerweile angekündigt, dass kommende BIOS-Updates auch AM3+-Prozessoren auf bestehenden 890FX-Platinen benutzbar macht.

    Bei mir liegt der Schwerpunkt der Maximierung nicht so sehr in der Gaming-Performance, denn eher darin, was sich maximal aus einer Plattform rausholen liesse.

    Ein Octocore mit 32GB RAM wäre sicher auch im Zuge der Virtualisierung nice :)  - Zumindest könnte ich dann 4 OS-Instanzen mit je 6GB RAM rennen lassen und hätte für das Host-OS immer noch 8GB auf der Seite.

    Im Zuge einer Win2k8-Schulung hatten wir von Siemens Scaleo-Powerrechner mit 16GB RAM. Aber wehe, man hat 3 Instanzen von Win2k8-Server aufgestartet, um eine erweiterte AD-Umgebung zu simulieren: Dann wurde die Möhre einerseits a...laut und andererseits hat der Start jeder Instanz in VMWare geschlagene 5 Minuten verschlungen!

    Erst vorgestern gemacht: Die neueren Xilisoft-Converter unterstützen CUDA/AMD Stream zur Videokonvertierung.
    Wenn beide 6970er die Daten da durchprügeln, dann ist 'ne BD in gerade mal 9 Minuten komplett umkonvertiert. Die CPU alleine bräuchte fast 2 Stunden(!) - Das allein sollte auch aufzeigen, was für potente Rechenmonster unsere Grafikkarten heutzutage sind.

    Diese eindrucksvollen Zahlen dürften das noch unterstreichen:
    AMD 1090T@3.8GHz - 73.2 GFlops/s
    2xAMD6970 - ca 3.4 TFlops/s (!!)
  • FormatC , 24. März 2011 16:19
    Zitat :
    wer ist so bekloppt und baut sich das teil so in seinen rechner, egal ob 590 oder 6990. dass jemand der so viel für seine grafikkarte und entsprechende cpu, netzteil, mobo ausgibt wohl auch noch das bissl geld für ne wakü hinlegt sollte doch eigentlich klar sein. da wäre dann auch mehr in sachen takt drin.
    Ich. ;) 

    Wasser ist bei mir aus vielerlei Gründen nicht praktikabel. Und es löst die Probleme auch nur, indem es sie verschiebt. Irgendwo müssen dann die 1000 Watt ja mal in die Luft und 10 Meter Schlauch geht auch nicht. Das eigentliche Problem der Karten ist der rückseitige Ausstoß heißer Luft ins Gehäuseinnere, hier wäre eine 2,5-Slot Lösung mit einseitigem Ausstoß sicher intelligenter gewesen.
  • redfirediablo , 24. März 2011 17:20
    FormatCSo sehr unterscheiden sich die Fazits doch gar nicht, man muss es nur unvoreingenommen lesen. Ich bezweifle allerdings, dass redfirediablo jemals selbst eine HD 6990 in Aktion erlebt hat und weiß, wie sich ein Wert von 70 dB(A) so anhört. Da ist trotz Headset weder ein Spielen, noch ein normales Arbeiten möglich!


    Ich benutze eine 6950 mit accelero xtreme weil mir schon die Referenz 6950 zu laut war. Weder die Lautstärke einer GTX 590 noch der einer 6990 sind akzeptabel. Schlecht und noch schlechter macht für mich keinen Unterschied.

    Die Karten sind nicht zum benutzen in der ursprünglichen Form gedacht (es sei denn mit wakü oder 3rd. party kühler) sondern als Prestigeobjekte. Es geht einzig und allein um den Titel der schnellsten Graka der Welt und den hat weiterhin die 6990. Für die richtige Benutzung sind beide Karten in ihrer ursprünglichen Form nicht zu gebrauchen.
  • FormatC , 24. März 2011 17:29
    Zitat :
    Es geht einzig und allein um den Titel der schnellsten Graka der Welt und den hat weiterhin die 6990
    Hättest Du das Fazit gelesen - es stand gar nichts anderes drin. Es ist wie beim Skispringen, nicht nur die größte Weite zählt, sondern auch die B-Note. Und da hat die GTX 590 die wesentlich bessere Landung hingelegt. Einen halben Meter kürzer, mit vielleicht etwas mehr Anlauf, aber eben auch den besseren Haltungsnoten. Du darfst auch gern mal unten rechts auf meine Config klicken um zu überprüfen, ob ich nicht etwa doch heimlich Nvidia-affin bin. :D 


  • Brauseklaus@guest , 24. März 2011 18:35
    Ich finde in die Haltungsnote gehört aber ein wenig mehr als einzig die Lastlautstärke.
    Fairerweise sollten dort auch:

    Idle-Lautstärke: NV>AMD
    Lasttemperatur: NV>AMD
    Leistungsaufnahme Idle/Last: NV>AMD

    Performance bei solchen Auflösungen für die die Karten vorgesehen sind, sprich >1920x1200 und Einsatz von massig AA:
    NV
  • Brauseklaus_zum_zweiten@guest , 24. März 2011 18:53
    Sry mein Post hats irgendwie zerrissen und mein Mitgliedskonto schient nicht mehr zu existieren:
    …Performance bei solchen Auflösungen für die die Karten vorgesehen sind, sprich >1920x1200 und Einsatz von massig AA: NV
  • Brauseklaus , 24. März 2011 18:59
    Die beiden oberen Posts können gelöscht werden, die Gästefunktion ist ja mal völlig für den A....

    Gestanden hat dort:
    Ich finde in die Haltungsnote gehört aber ein wenig mehr als einzig die Lastlautstärke.
    Fairerweise sollten dort auch:
    Idle-Lautstärke: NV>AMD
    Lasttemperatur: NV>AMD
    Leistungsaufnahme Idle/Last: NV>AMD

    Performance bei solchen Auflösungen für die die Karten vorgesehen sind, sprich >1920x1200 und Einsatz von massig AA: NV<AMD

    So ergibt sich nämlich ein etwas anderes Bild. Und dieses stimmt dann auch mit den meisten Urteilen der Konkurrenz ala CB und PCGH überein. So heißt es dort nämlich: „Es gibt keinen eindeutigen Gewinner, die persönlichen Vorlieben entscheiden“. Und genau diese stehen mir in eurem Fazit zu sehr im Vordergrund.
  • FormatC , 24. März 2011 19:30
    Der Witz ist, man muss nicht immer wie die Merkel rumeiern und es allen rechtmachen wollen. Wenn ein Tester ein persönliches Fazit zieht, dann ist es seines, das er sich sicher gut überlegt hat und man sollte auch akzeptieren, dass eine begründete Stellungnahme mehr wert ist, als das diplomatische Herumlavieren diverser Tester, die keinem wirklich weh tun wollen, weil sie Angst ums nächste Sample haben müssen.

    Ich habe eben Crysis 2 abgebrochen, weil mir der perverse Radau der Grafikkarte sogar die Soundanlage übertönt. Wer ein Edifier S730D kennt und weiß, was bei der Stellung "20" rauspoltert, der kann sich auch vorstellen, warum. Die HD6990 ist mit dieser Kühlung einfach nicht wirklich im normalen Spielbetrieb mit Vergnügen benutzbar. Und bitte - mit Verlaub - nicht benutzbare Dinge bekommen einen eindeutigen Punktabzug. Ich stehe zu dem Fazit der Autoren und es ist aus meiner Sicht nicht ehrenrührig, auch mal die Eier zu haben und die Wahrheit zu schreiben. Man kauft solche Karten nicht fürs Idlen. Mit dem OC-BIOS zieht eine 6990 knapp 480 Watt aus der Dose. Auch kein Grund zur Traurigkeit.
  • Diesel_im_Blut@guest , 24. März 2011 20:05
    Die GTX 590 ist doch ne schöne Karte. EVGA brachte auch gleich ein Modell mit ner anständigen Kühlung raus, mit nem Wasserkühler. Sowas ist bei solchen Karten in meinen Augen das einzig Sinnvolle. Die Wärme kann man schön aus dem System fernhalten und nach außen ableiten.
    Aber wie das meistens so ist, solche Wassergekühlte karten kosten einen anständigen Aufpreis und werden bei uns auch leider zu selten angeboten. Ich habe 2 GTX 260 im SLI Verbund, so ne GTX 590 wäre da eine saubere Ablösung... ...wenn mein 600 Watt Netzteil reichen würde....
  • ladykiller , 24. März 2011 21:27
    naja ich habe auch eine 6990 aber mit Wasser, muss sagen gute Performance viel Luft zum übertakten, ABER mit Luft keine Option.

    Zum Thema Sinn, ich nutze sie zum Raytracing und 3d Modelling.
    Es gibt auch mehr als Spielen, lernt das endlich mal.
  • alterSack66 , 24. März 2011 21:35
    Bei Computerbase braucht der PC mit der Karte 205 W im Idle und 633 W unter Last.
  • FormatC , 24. März 2011 21:52
    Sekundärseitig mit was gemessen? Welcher PC braucht bitte 205 Watt im Idle? Bei mir auf der Uhr standen 1109 Watt sekundär bei 2 x HD 6990 OC - CPU mit LinX und GPUs bei Just Cause 2 im Menü. Trotz allem sind das mit diesem System im Idle keine 150 Watt.
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