[UPDATE] Roundup Gehäuse und Tower, Stand März 2017

Cooler Master Mastercase Maker 5t

Vor mittlerweile über einem Jahr brachte Cooler Master das modulare Mastercase 5 Pro auf den Markt, das mit der Möglichkeit zum Erwerb anders gearbeiteter oder einem Update unterzogener Zusatzbauteile punkten sollte. Ein Jahr später reicht der Hersteller nun mit dem Mastercase Make 5t eine noch etwas edler anmutende und im Detail verbesserte Variante nach. Bereits im Auslieferungszustand kann der Midi-Tower mit einem hohen Maß an Modularität aufwarten: Der Hersteller bezeichnet das Ganze übrigens als FreeForm Modular System.

Auch der Optik wurde ein Update spendiert: Das in einem dunklen Anthrazit-Metallic-Farbton gehaltene Mastercase Maker 5t erfreut durch ansprechende Akzente in einem ebenfalls dunklen Metallic-Rot, zwei Seitenteile aus getöntem Hartglas und dezente Anleihen beim Klassiker Cooler Master Storm Trooper. Letztere manifestieren sich in Form eines praktischen stabilen, gummierten und sauber in das Design integrierten Tragegriff an der Oberseite.

Das Farbkonzept wird auch im Inneren konsequent weitergeführt. Außerdem setzt Cooler Master auf eine Aufteilung des Innenraums in voneinander separierte Bereiche für das Netzteil und verschiedene Laufwerke sowie eine darüberliegende Kammer für das Mainboard und direkt aufgesteckte Komponenten.

Erfreulich sind hier viele kleine Zusatzlösungen wie eine integrierte rote LED-Innenraumbeleuchtung, Halterungen für zwei lange Grafikkarten, magnetische Front- und Deckelblenden, eine Lüftersteuerung und vieles mehr.

Für das Gehäuse werden laut Hersteller 249 Euro fällig werden. Dafür gibt es aber eben auch die Möglichkeit, ein solches Gehäuse mit viel neuem, optionalem Zubehör verändern, ergänzen und aufrüsten zu können. Bestellung und Versand können direkt über Cooler Master erfolgen. Und: Der überwiegende Anteil der Komponenten, die wir bereits vom Mastercase 5 (Pro) kennen, ist auch zum Mastercase Maker 5t kompatibel.

Neues Zubehör gibt es auch:

  • ein zusätzlicher SSD-Käfig für zwei Laufwerke, der am gelochten Montagebereich vor der vorderen Mainboard-Kante angebracht werden kann (vgl. dazu die Bilder in diesem Test)
  • ein SSD-Montageschlitten, auf dem ein einzelnes Laufwerk vertikal am gelochten Montagebereich verbaut werden kann, wenn das Laufwerk prominent und gut sichtbar platziert werden soll
  • ein weiterer SSD-Käfig, der im Bereich ungenutzter PCI-Slots (belegt drei Slots) eingesetzt werden kann
  • ein zusätzlicher Halterahmen, der die vertikale Grafikkartenmontage im System ermöglicht

Der hohe Grad an Modularität und die Möglichkeit, einzelne Bauteilgruppen zu entfernen oder durch andere Elemente zu ersetzen, zeigt sich sehr gut anhand eines Blicks auf die Explosionszeichnung, auch wenn hier längst noch nicht alle Möglichkeiten präsentiert werden.

Auf diese zusätzlichen Optionen gehen wir aber im Laufe des Tests ein, soweit das möglich ist: Cooler Master plant derzeit noch weiteres Zubehör, hierzu liegen allerdings noch keine konkreten Informationen vor.

Technische Spezifikationen

Verpackung und Lieferumfang

Die für die Mastercase-Gehäuseserie typisch designte Umverpackung gewährt bereits einen ersten Blick auf die Modularität des Gehäuses: Eine entsprechende Explosionszeichnung zeigt bereits viele Teilkomponenten, die bei Bedarf entfernt oder an eine andere Stelle versetzt werden können.

Das Gehäuse selbst wird im Karton stehend verpackt: Da das Mastercase Maker 5t ohnehin über einen stabilen Tragegriff verfügt, kann es also nach dem Entfernen des oberen Passformelements aus Styropor bequem aus dem Karton gehoben werden. Ein seitliches Auskippens des Kartoninhalts entfällt also. Die Styroporhalteteile selbst fallen erneut sehr stabil aus und hinterlassen keinen bröseligen Schmutz.

Neben einer Montageanleitung liefert Cooler Master ein Putztuch für Gehäuse und Hartglasseitenteile mit und verstaut das Montagezubehör in einer schicken Metallbox mit einer gepolsterten, weichen Unterseite und getrennte Fächer im Inneren. Nach der Komponentenmontage lassen sich somit alle nicht benötigten Schrauben vorsortiert verstauen.

Zusätzlich zum vollständig schwarzen Montagematerial selbst legt Cooler Master zwei verklebbare Kabelführungen für den Innenraum, zehn Kabelbinder und einen Halterahmen für einen dritten Frontlüfter bei. Eine zusätzliche kleine Montageschiene kann zum Einsatz kommen, wenn in den 5,25-Zoll-Einschüben ein Peripheriegerät mit geringer Einbautiefe anstelle eines optischen Laufwerks genutzt werden soll.

Außenansicht: Maße und Verarbeitung

In Sachen Design ist Cooler Masters Mastercase Maker 5t unserer Meinung nach eins der gelungensten Modelle, die der Hersteller bislang überhaupt hervorgebracht hat. Hier vereinen sich viele gute Gene vergangener Generationen und gegenüber dem Mastercase 5 Pro kann gerade durch die dezenten, aber wirkungsvollen dunkelroten Farbakzente noch einmal optisch eine Schippe draufgelegt werden.

Das 57,4 x 24,2 x 54,4 cm große und rund 13,5 kg schwere Gehäuse kommt angesichts der Maße zumindest auf dem Papier bullig daher, erweist sich jedoch in der Realität als ausgewogen komponiert. Das ist sicherlich auch auf die Schrägen an Top- und Frontblende zurückzuführen, die das Erscheinungsbild maßgeblich mitgestalten und für ein schlankeres Erscheinungsbild sorgen, als man angesichts der technischen Daten zunächst vermuten würde.

Sämtliche Blenden verfügen über eine Farbgebung in Metallic-Dunkelanthrazit und sind für Kunststoffbauteile sehr gut verarbeitet: Robuster als gebürstetes Aluminium, dabei aber dennoch schick und mit einer guten Haptik ausgestattet. Sie liegen stabil in der Hand und sind dennoch etwas weicher und flexibler als die Kunststoffmischung manch eines Konkurrenten. Das wiederum sorgt dafür, dass hier nichts unnötig klappert.

Ebenfalls im Metallic-Stil wurden einige zusätzliche Bauteilgruppen in passendem Dunkelrot akzentuiert: Ein Rahmen im Bereich der externen Schnittstellen an Top- und Frontblende, die an der Unterseite mit zusätzlichen, großflächigen und weichen Gummierungen ausgestatteten Standfüße und das Luftauslassgitter im Bereich des Tragegriffs.

Der gummierte, handliche und ausgesprochen stabile Griff ist übrigens nicht nur ein Zierelement, sondern kann durchaus gemäß seiner eigentlichen Bestimmung zum Gehäusetransport genutzt werden - praktisch.

Ein besonderes Merkmal des Mastercase Maker 5t ist die leichte Entfernbarkeit der Blenden: Dank Magnethalterung geht das ohne Schrauberei und sehr komfortabel, aber dennoch haften beide Blenden sehr gut am Gehäuse.

Die Frontblende kann bei Bedarf und je nach präferierter Gehäuseeigenschaft sogar dauerhaft entfernt werden. Darunter befindet sich eine weitere Frontblende mit vollständiger Mesh-Front, die für optimalen Airflow im Gehäuse sorgen kann. Dann jedoch muss auf ein anderes Ausstattungsmerkmal verzichtet werden, denn die zweite Frontblende bietet auch eine zusätzliche Schalldämmung. Ist sie installiert, wird kalte Luft von der Unterseite aus angesogen - ansonsten direkt über die komplette Gehäusefront.

Äußerlich punkten kann das Mastercase Maker 5t auch durch seine beiden Seitenteile aus gehärtetem und getöntem 4-mm-Glas. In Verbindung mit der Tönung gibt das gerade im Hinblick auf die Innenraumbeleuchtung einen ansehnlichen Effekt.

Eine Besonderheit stellt auch die Montage der Seitenteile dar: Als Halterung fungiert in beiden Fällen ein integriertes Schloss, das zum Entfernen der Seitenteile mittels des beiliegenden Schlüssels geöffnet werden muss. Das sorgt für einen guten Sitz und dafür, dass es Gelegenheitsdieben auf LAN-Partys zumindest etwas schwerer bei dem unlauteren Versuch gemacht wird, Zugang zum Innenraum zu bekommen.

Die von innen an Ober- und Unterseite angebrachten metallenen Halterahmen an beiden gläsernen Seitenteilen bieten eine gute Stabilität und lassen sich auch unter Aufbringung von etwas mehr Kraft nicht verbiegen. Insgesamt handelt es sich hierbei um eine der aktuell sichersten Umsetzungen zur Anbringung von Hartglasseitenteilen. Denn bei den sonst üblicherweise mit vier Schrauben befestigten Fenstern besteht immer die Gefahr des Abrutschens - und das kann bei der Herangehensweise von Cooler Master nahezu ausgeschlossen werden.

Außenansicht: Schnittstellen und Bedienelemente

Das Front-Panel ist das einzige Bauteil in Hochglanzoptik und befindet sich in gut erreichbarer, abgeschrägter Position am Übergang zwischen Top und Front.

Cooler Masters Mastercase Maker 5t bietet neben den regulären HD-Audio-Ports (Headset, Mikrofon) vier zeitgemäße USB-3.0-Anschlüsse. Selbst die meisten aktuellen Midrange-Mainboards bietet zwei interne Header, um alle vier externen Anschlüsse nutzen zu können.

Neben einem größeren Power- und kleinen Reset-Taster finden sich hier noch zwei weitere Bedienelemente: Die zusätzlichen Taster auf der linken und rechten Seite dienen zur Schaltung der Innenraumbeleuchtung (aus/an/pulsierend) sowie zum Betätigen der Lüftersteuerung. Die rote Innenraumbeleuchtung, die in Form eines auf dem Netzteiltunnel verklebten LED-Steifens umgesetzt wurde, kann an- oder aber auch ausgeschaltet werden und sämtliche Gehäuselüfter lassen sich in zwei Stufen (High/Low) regeln.

Auch wenn es auf den ersten Blick so erscheint: Es ist keinesfalls so, dass es keine Beschriftung der Schnittstellen gibt. Wer diese sehen will, muss das System jedoch einschalten, denn Cooler Master hat die Beleuchtung geschickt unterhalb der leicht durchsichtigen Kunststoffblende versteckt.

Innenraum: Belüftung, Staubschutz & Dämmung

Der Innenraum bietet mehr gute Belüftungsoptionen und bereits ab Werk eine ordentliche Lüfterbestückung. Cooler Master verbaut zwei Lüfter an der Front und einen an der Gehäuserückseite. Bei allen handelt es sich um eigene Modelle mit 14 cm Rahmenbreite und einer Maximaldrehzahl von 1200 U/min, die bei Bedarf auch durch 12-cm-Lüfter ersetzt werden können.

Zusätzlich können zwei 12 oder 14 cm große Lüfter unter dem Gehäusedeckel sowie ein weiterer an der Front angebracht werden. Dadurch wird dann aber der 5,25-Zoll-Laufwerkskäfig unbrauchbar und kann entfernt werden.

Für die Montage eines zusätzlichen Frontlüfters ist eine zusätzliche Montageschiene anzubringen, die sich in der Komponentenbox befindet. Diese muss von der Seite an den höchsten zur Verfügung stehenden Anschraubpunkten arretiert werden.

Im Gegensatz zum Mastercase Pro 5, bei dem wir im Test noch die nicht stramm an der Front sitzenden Lüfter kritisieren mussten, sitzen sämtliche Lüfter im Mastercase Maker 5t vollkommen spielfrei und so fest, wie sie eben sitzen sollten.

Der Nutzer hat die Wahl zwischen einer optimalen Belüftungssituation im Gehäuse und der Nutzung der zusätzlichen Frontblende, die als einziges Bauteil über eine zusätzliche Schalldämmung an der Innenseite verfügt. Wird diese entfernt, dann kommt dahinter eine weitere Mesh-Front zum Vorschein.

Diese verfügt über einen zu Reinigungszwecken abnehmbaren Staubschutzfilter; auch die 5,25-Zoll-Laufwerksschachtblenden verfügen über Staubschutz.

Weitere Filter finden sich am Gehäuseboden unterhalb der Ansaugöffnung des Netzteils (nach hinten herausziehbar) sowie in Form eines kleinen, gefilterten Mesh-Einsatzes am hinteren Gehäusedeckel. Dieser Bereich ist ab Werk gesondert verblendet; das kleine Stück Zierkunststoff ist an dieser Stelle ebenfalls magnetisch befestigt und kann entnommen werden, wenn Radiatoren und/oder Lüfter an der Oberseite verbaut werden sollen.

Eine Lüftersteuerung mit einem Hubs von Lüfteranschlüssen gehört zum Lieferumfang des Mastercase Maker 5t. Die Steuerung selbst lässt sich über einen Taster am Front-Panel bedienen und bietet zwei Regelstufen (Low/High, das entspricht einer Betriebsspannung von 12 und 7 Volt). Die Lüfter werden über einen Hub an der Rückseite des Mainboard-Trays angeschlossen. Hier stehen fünf 3-Pin-Anschlüsse zur Verfügung, was der maximalen Anzahl an Lüftern entspricht, die im Gehäuse verbaut werden können.

Die Abstände zwischen den Anschlusspunkten sind groß genug, um auch 4-Pin-Lüfter anschließen und dann über die Betriebsspannung regeln zu können. Die Platine übernimmt zusätzlich die Stromversorgung für die LED-Innenraumbeleuchtung (hier sind noch drei 2-Pin-Konnektoren für weitere LED-Strips frei) und wird ihrerseits über einen SATA-Stromstecker vom Netzteil gespeist. Damit sie durch das getönte Hartglasfenster nur vage sichtbar ist, wurde ihr eine Zusatzblende aus getöntem Kunststoff spendiert.

Cooler Master Mastercase Maker 5t: Gehäusebelüftung

Position

Ab Werk verbaut

Optional nachrüstbar

Front

2x 14 cm Cooler Master
 A14025-12DB-3BN-F1: 1200 U/min, 3-Pin

max. 3x 12/14 cm

Top

-

2x 12/12 cm

Heck

1x 14 cm Cooler Master
 A14025-12DB-3BN-F1: 1200 U/min, 3-Pin

12 statt 14 cm

Innenraum & Montage: Wasserkühlung

Mit einem Big-Tower kann das Mastercase Maker 5t zwar im Hinblick auf die einsetzbaren Radiatoren bzw. Wasserkühlungen nicht mithalten, bietet für einen Midi-Tower aber ordentliche Möglichkeiten.

Die Oberseite des Gehäuses fasst maximal einen 24 oder 28 cm langen Radiator. Zur Montage muss ebenso wie auch zum Anbringen zweier Lüfter direkt unter dem Gehäusedeckel zunächst der Tragegriff entfernt werden. Das geht wiederum schnell, da er nur mit drei Schrauben dauerhaft fixiert ist. Für zusätzliche Stabilität im eingebauten Zustand des Griffs sorgen Gleitschienen. Nach erfolgter Lüfter- oder Radiatormontage lässt der Griff sich wieder arretieren.

Zwischen dem Montagerahmen und der Oberkante des Mainboards stehen 6,2 bis 6,3 cm Platz für Radiator und Lüfter zur Verfügung. Darauf ist je nach verwendetem Mainboard zu achten, um Inkompatibilitäten aufgrund großer Kühlkörper auf der Hauptplatine ausschließen zu können. Die Möglichkeit zu einer versetzten Radiatormontage an der Oberseite hätte hier für noch etwas mehr Spielraum sorgen können.

Für die Front gibt es verschiedene denkbare Montageszenarien für Radiatoren. Wer die Frontlüfter entfernt, erhält knapp 4,5 cm Platz, um einen Wärmetauscher von außen auf das Gehäuse zu setzen. Im Innenraum gibt es dagegen eine Aussparung im Netzteiltunnel, in der man bis zu 7,5 cm dicke Radiatoren einbauen kann. Das ist deutlich mehr Raum als noch beim Mastercase 5 Pro und ein sehr viel zeitgemäßeres Platzangebot. Davon abgezogen werden muss jeweils die Rahmendicke der verwendeten Lüfter.

Unter Umständen muss bei sehr dicken Radiatoren oder bei der zusätzlichen Montage von Lüftern auf dem Radiator im Innenraum des Gehäuses ein wenig Hand an die zusätzliche Grafikkartenhalterung angelegt oder selbige notfalls entfernt werden. Allerdings gibt es dank der Anpassbarkeit der Halterung hier verschiedene Möglichkeiten.

Weitere Anpassungsmöglichkeiten: Sowohl der 5,25-Zoll- als auch der 3,5-Zoll-Laufwerkskäfig lassen sich entfernen. Dadurch können auch längere Radiatoren im Mastercase Maker 5t untergebracht werden, als es laut offizieller Spezifikationsliste möglich ist: Wird in Kauf genommen, keine Anschraubpunkte an der Oberkante der Front zu haben, dann lassen sich so auch 36-cm-Modelle nutzen.

Der 3,5-Zoll-Laufwerkskäfig lässt sich vollständig versetzen. Er besteht grundlegend aus dem Käfig selbst und einer Halteschiene. Beides muss zunächst ausgebaut werden.

Vor dem Versetzen sollten die Anschraubpunkte für die Verbindung von der Schiene und dem Käfig einmal vorab zusammengeschraubt und wieder auseinandergenommen werden: Bei der Einbauposition an der Gehäusefront wird der Käfig an der Vorderseite des Gehäuses angeschraubt, bei der hinteren Montageposition hingegen seitlich an der Schiene.

Dann wird zuerst die Schiene und anschließend der Käfig wieder eingesetzt und schon gibt es die volle Bautiefe für einen Radiator ohne Verzicht auf den entsprechenden Laufwerkskäfig.

Unbedingt beachten: Da die Anschraubpunkte für die Lüfter, die auch zur Radiatormontage genutzt werden, nach außen hin ausgestellt wurden, ist bei der Radiatormontage von innen eventuell nicht mehr das Gewinde jede mitgelieferten Schraube lang genug.

Cooler Master Mastercase Maker 5t: Wasserkühlung

Position

Radiatorgröße

Einschränkungen

Front

24/28 cm

Maximale Länge laut Hersteller: 29,7 cm.  Es lassen sich aber auch 36-cm-Radiatoren nutzen, wenn der 5,25-Zoll-Käfig entfernt sowie der 3,5-Zoll-Käfig versetzt wird und der Nutzer auf Anschraubpunkte im oberen Bereich der Front verzichten kann.

Im Gehäuseinneren gibt es 7,5 cm Platz, vor dem Gehäuseinnenkäfig (direkt hinter der Frontblende) stehen 4,5 cm zur Verfügung.

Top

24/28 cm

6,2 bis 6,3 cm Platz bis zur Oberkante des Mainboards.

Montage: Netzteil und Kabelmanagement

Einen eigenen, abgetrennten Bereich für die Netzteilmontage gibt es im unteren Bereich des Gehäuses. Hierzu muss ein an der Rückseite von außen verschraubter Halterahmen abgenommen werden, der anschließend am Netzteil angebracht wird, das wiederum zum Abschluss der Aktion von hinten in das Gehäuse hineingeschoben und dann mittels des Rahmens verschraubt wird.

Zur Unterseite hin gibt es auf den Montageschienen entkoppelnde Moosgummi-Streifen. Für Netzteil samt abstehender Kabel stehen insgesamt 31 cm Platz zur Verfügung. Mehr wird kaum nötig sein, dennoch kann theoretisch der 3,5-Zoll-Festplattenkäfig entfernt werden, um auf bis zu 42,5 cm zurückgreifen zu können. Und selbst wenn der 3,5-Zoll-Laufwerkskäfig weiter ins Gehäuseinnere versetzt wird, bleiben noch satte 21,5 cm übrig.

Sehr gut fallen die Kabelmanagement-Optionen aus und hier sollte sich der Nutzer aufgrund der beidseitigen Bestückung mit Hartglasscheiben auch viel Zeit nehmen, um zu einem ordentlichen Ergebnis zu gelangen bzw. von vornherein auf ein Netzteil mit modularen Kabeln setzen - der Netzteiltunnel ist nämlich zu beiden Seiten hin offen.

Abgesehen davon bietet Cooler Master Kabeldurchlässe unmittelbar hinter den Montagepositionen für SSDs auf der Oberseite des Tunnels, zwei vorgelagerte, gummierte Kabeldurchlässe und weitere gummierte Durchlässe an der Vorderkante des Mainboards sowie zwei Öffnungen im Mainboard-Tray, um zusätzliche Kabel zur Stromversorgung der CPU oder Lüfterkabel direkt an die Oberkante der Hauptplatine verlegen zu können.

Auf der Rückseite des Mainboard-Trays stehen in der Regel bis zu 2,3 cm zur Kabelverlegung zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen tieferen Kabeltunnel mit drei vorinstallierten Klettverschlüssen, der bereits im Auslieferungszustand alle Kabel der Bedienelemente und Schnittstellen an der Gehäusefront zusammenfasst. Wer hier Gebrauch von zusätzlichen Kabelbindern, Ösen und den beiden verklebbaren Kabelführungen im Lieferumfang macht, sollte zu einem ordentlichen Ergebnis kommen.

Montage: Optische Laufwerke und Festplatten

Cooler Masters Mastercase Maker 5t bietet zwei 5,25-Zoll-Schächte, um externe (optische) Laufwerke oder Peripherie unterbringen zu können. Diese verfügen über einen gut funktionierenden Schnellspannmechanismus, so dass große Laufwerke werkzeuglos eingebaut und fixiert werden können. Wer es stabiler wünscht, kann von der gegenüberliegenden Seite auch noch mit zusätzlichen Schrauben arbeiten.

Soll ein Peripheriegerät mit geringer Bautiefe genutzt werden, was beispielsweise auf eine ganze Reihe von externen Lüftersteuerungen zutrifft, dann kann dies mittels zweier zusätzlicher Montagerahmen geschehen. Wer den 5,25-Zoll-Käfig hingegen nicht benötigt, kann das verschraubte Bauteil auch komplett ausbauen.

Im unteren Gehäusebereich findet sich ein weiterer Käfig zur Montage von zwei 3,5 Zoll großen Festplatten oder aber auch 2,5-Zoll-Laufwerken. Diese können auf Kunststoffhalterahmen platziert werden, wobei seitliche Kunststoffstifte mit Entkopplungsgummis im Auflagebereich für eine ausreichende Fixierung sorgen. 2,5-Zoll-Laufwerke müssen hingegen von unten verschraubt werden.

Wer seine 3,5-Zoll-Laufwerke dennoch lieber verschrauben möchte, findet entsprechende Öffnungen am Laufwerksrahmen. Dieser Käfig lässt sich nicht nur wie im Abschnitt zur Wasserkühlung beschrieben weiter ins Gehäuse hinein versetzen, sondern auch in der oberen Gehäusekammer anbringen und dabei dank zahlreicher Anschraubpunkte sehr fein in der Höhe justieren (Grafikkartenkompatibilität!). Dadurch ist es natürlich auch möglich, weitere Laufwerkskäfige zu erwerben und hier anzuschrauben.

Auch hier kann der komplette Festplattenkäfig entfernt werden. Das könnte vor allem dann interessant und nötig sein, wenn die Front mit einem großen Radiator bestückt werden soll. Ansonsten ist es aber auch möglich, den Käfig eine Etage nach oben und somit vor das Mainboard zu setzen. Denkbar ist hier also auch die Montage eines zusätzlichen Laufwerkskäfigs, der dann aber separat erworben werden muss, wobei dies auf Kosten des zur Verfügung stehendes Platzes für die Grafikkarte gehen kann – je nach genutzten PCIe-Slot auf dem Mainboard und der Montageposition des Käfigs.

Bis zu zwei 2,5-zöllige Laufwerke können im Auslieferungszustand auf Metallschlitten angebracht werden: Entweder auf der Oberseite des Netzteiltunnels und unterhalb des Mainboards oder aber auch an der Rückseite des Mainboards. Wer mehr Montageplätze benötigt, muss sich mit der Frage nach zwei Zusatzschlitten an den Hersteller wenden.

Die Schlitten hätten etwas weiter vom Mainboard weg positioniert werden können: Wer nicht gewinkelte Strom- und Datenkabel einsetzt, kollidiert hier möglicherweise mit Steckern auf dem Mainboard

Montage: Mainboard, CPU-Kühler und Grafikkarte

Im Inneren kann maximal ein ATX-Mainboard genutzt werden; auch ein E-ATX-Modell ist entgegen der Herstellerangaben denkbar. Dann würden jedoch die gummierten Kabeldurchlässe durch die Hauptplatine verdeckt. Eine Kabelverlegung über Öffnungen direkt hinter der Front ist dennoch möglich, ebenso ein Verlegen von Kabeln vor dem Verschrauben des Mainboards - zumindest dann, wenn dicke Kabelstränge wie der 24-polige Stromanschluss etwas gequetscht werden.

Cooler Master bietet insgesamt sieben PCI-Slots an der Rückseite. Die Öffnung zum Wechseln von mittels einer Backplate verschraubten CPU-Kühler fällt sehr groß aus, hier wird also beim Kühlertausch kein Systemausbau notwendig.

Viel Platz gibt es für Grafikkarten (bis zu 36 bzw. 41 cm) und auch CPU-Luftkühler (bis zu 19 cm). Das Gehäuse fasst somit alle aktuell erhältlichen High-End-Komponenten.

Gerade für die Montage langer Grafikkarten spendiert Cooler Master dem Mastercase Maker 5t ein tolles, zusätzliches Ausstattungsmerkmal: An einem von innen verschraubten Bügel wurden gleich zwei Halterungen angebracht, die sich in der Höhe frei anpassen lassen und somit auch einem Dual-GPU-Gespann aus besonders langen Grafikkarten zusätzlichen Halt an deren Hinterseite bieten können. 

Wer lange Grafikkarten wie die Gigabyte GeForce GTX 970 G1 Gaming aus unserem Testsetup verbauen möchte, muss die beiden Halterungen der Stabilisatorquerstrebe lösen und die Strebe von der anderen Seite befestigten, so dass die beiden Enden Richtung Mainboard und nicht mehr Richtung Frontlüfter zeigen.

Dann sind problemlos 36 cm lange Grafikkarten möglich, auch 37 cm lange Modelle sollten noch passen. Sollte die Notwendigkeit bestehen, eine 41 cm lange Steckkarte zu installieren, muss die Halterung entfernt werden. Selbst dann hätte Cooler Master aber noch eine alternative, magnetische Halterung im Zubehörprogramm im Angebot.

Wer das Gehäuse hin und wieder transportieren möchte, wird diese zusätzlichen und sehr gut umgesetzten Stabilisatoren zu schätzen wissen. Hier wäre lediglich eine Gummierung der Auflagefläche zu bevorzugen gewesen - aber das lässt sich im Bedarfsfall auch händisch schnell nachrüsten.

Außerdem kann die Halterung nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Horizontalen angepasst werden: Nach dem Lösen der entsprechenden Halteschrauben kann der Haltebügel im Gehäuse nach rechts oder links verschoben werden. Das wiederum kann dann nötig werden, wenn sehr dicke Radiatoren an der Gehäusefront eingesetzt werden sollen.

Cooler Master Mastercase Maker 5t: CPU-Kühler und Grafikkarte

Bauteil

Maximale Höhe/Länge

Anmerkungen

CPU-Kühler

19 cm

-

Grafikkarte

36 cm

36-37 cm bei umgedrehtem Grafikkartenstabilisator; 41 cm, wenn der Stabilisator entfernt wird

Messwerte: Temperaturentwicklung

Sämtliche Komponenten werden im Mastercase Maker 5t sehr gut gekühlt – kein Wunder, kommen doch ab Werk drei Gehäuselüfter zum Einsatz und die mechanische Festplatte liegt direkt im Luftstrom. Auch die SSD, die wir auf dem Netzteiltunnel angebracht haben, bleibt kühl. Die Unterschiede zwischen „Low“- und „High“-Preset der Gehäuselüftersteuerung fallen mit ungefähr 3 °C pro Komponente realtiv gering aus.

Das liegt jedoch auch daran, dass der Lüfter auf dem Noctua NH-U12S CPU-Kühler die ganze Zeit über mit einer maximalen Drehzahl von knapp über 1400 U/min arbeitet – die Lüftersteuerung über das Mainboard haben wir deaktiviert. Allerdings hat der kleine Tower-Kühler auf dem verwendeten Intel Core i7-5930K zumindest unter Prime95-Last schon gut zu tun. Die Raumtemperatur lag während des gesamten Tests bei 19,3 °C.

Cooler Master Mastercase Maker 5t: Temperaturentwicklung

 

Gehäuselüfter „High“

Gehäuselüfter „Low“

Raumtemperatur

19,3 °C

19,3 °C

CPU Package

66,2 °C

69,1 °C

CPU Core Ø

58,9 °C

62,0 °C

GPU

56 °C (Lüfter 57% = 1842 U/min)

58,5 °C (Lüfter 60% = 1929 U/min)

HDD

31,8 °C

34 °C

SSD

28 °C

31 °C

Auch die Grafikkarte bleibt die ganze Zeit über relativ kühl und somit auch leise: Selbst bei reduzierter Gehäuselüfterdrehzahl arbeiten die Lüfter auf dem Kühlkörper der Gigabyte GeForce GTX 970 G1 Gaming bei maximal 1929 U/min – da haben wir schon deutlich höhere Werte gesehen.

Da in der oberen Gehäusekammer nur eine 5,25-Zoll-Käfig zum Einsatz kommt, haben die beiden Frontlüfter ein leichtes Spiel dabei, CPU- sowie GPU-Kühler und die verbauten Speicherlaufwerke allesamt mit direkter Frischluftzufuhr zu versorgen.

Messwerte: Lautstärke

Die Betriebslautstärke des

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14 Kommentare
    Dein Kommentar
  • DConan123
    Die Tabelle der Temperaturentwicklung sollte vielleicht noch einmal überarbeitet werden, aber ansonsten schöner Test, vielen Dank dafür!!!
    1
  • Myrkvidr
    Huch, da war wohl der bösartige copy/paste-Teufel unterwegs - ist gefixt, danke :)
    1
  • alterSack66
    Wär mir zu löchrig.
    0
  • derGhostrider
    Interessanter Bericht für ein recht interessantes Gehäuse.
    Mir gefällt die ungewöhnliche Ausrichtung des Boards und das Platzangebot in der vorderen Kammer.

    Wenn man sogar schon einen Deckel aufsetzt, der alles optisch versteckt, wieso wird dann ausgerechnet oben unter diesem Deckel nicht mehr für Abluft vorbereitet?

    Die gesamte Ausrichtung schreit nach Konvektion, wie im Artikel auch geschrieben, und dann ist oben alles zu bis auf je 1x 140mm Loch pro Kammer.
    Das ist irgendwie unlogisch.
    1
  • Myrkvidr
    Guter Punkt! Ich habe gerade nochmal geschaut - in der hinteren Kammer wäre ohne weitere Probleme ein Montageplatz für einen 360er Radiator unter dem DEckel möglich gewesen, vorn wegen der PCI-Slots nicht.
    Das wäre in jedem Fall sinnvoller gewesen, als die Montagemöglichkeit an der Rückseite - so hätte man auch die Radiatoren an den seitlichen Positionen von außen Luft ansaugen lassen und dann direkt nach oben hin wieder hinausführen können, ganz ohne messbaren Einfluss auf die Komponenten in der vorderen Kammer.
    1
  • derGhostrider
    Genau das ist der Punkt, der mir bei den hinteren Lufteinlässen für die Radiatoren nicht so recht gefällt. Einer, der seitlich rausbläst: Naja, geht. Dennoch wäre "einer oben" irgendwie praktischer.

    Man hätte vorne z.B. Lochblech "über" den PCI-Slotblechen einsetzen können. Wieviel Platz wäre über den Slotblechen gewesen? Hätte dort vielleicht auch ein Lüfter Platz gehabt? Also z.B. um Abluft von Retail-Graka-Lüftern wegzuschaffen?
    Hätte man nicht sogar Platz gehabt für flache Lüfter oben auf dem Gehäuse, also unter dem Dach an dieser Stelle?

    Nunja, vielleicht deswegen Showcase: Kühlung irgendwie nach hinten, dafür viel Bling-Bling vorne, fertig.
    Mir ist dabei bewusst, dass die Kühlung in dem großen Gehäuse spielend realisierbar sein wird. Das wird sicherlich mehr als hinreichend gut sein.
    Doch bei den Feinheiten hätte man bestimmt noch etwas nachen können.

    Andererseits: Jeder hat andere Prioritäten! Ich freue mich, dass Hersteller noch neue Designs ausprobieren und nicht nur "mehr Licht" oder "neue Frontplatte" rausbringen.
    0
  • capparezza
    Warum die beim Defini Mini C das Window so weit runter ziehen, wenn man im unteren letzten Abschnitt nur noch die Netzteilblende sieht? Finde ich ästethisch unpassend... ansonsten finde ich das Gehäuse schwer in Ordnung, könnte (natürlich ohne Window) mein nächstes werden.
    0
  • Derfnam
    Man könnte glatt meinen, dass das Material des Inter-Tech 0,8-mm-SECC-Stahl ist...
    0
  • firehorse
    Streacoms DB4: Eine E-Heizung für die Pariser Zweitwohnung ;D

    Mein derzeitiger Favorit ist immer noch der Thermaltake Core V21.
    http://de.thermaltake.com/products-model.aspx?id=C_00002559
    0
  • drno
    Ist ja originelle Idee - why not - wegen der einzigartigen modularen Stapelbarkeit! Ob die Verarbeitung ausreicht, dahinter steht bei dieser Marke für mich oft ein ? = Fragezeichen. Obwohl das Sortiment bei Lian sowas eigenwilliges auch gern macht, aber da weiß ich, daß zumindest minimal ausreichend nachgedacht wurde, bevor das Teil in den Markt kommt. Ein Beispiel..

    https://images10.newegg.com/NeweggImage/ProductImage/11-112-217-02.jpg
    0
  • alterSack66
    Wer stappelt schon Gehäuse :??:
    0
  • drno
    So kann man es auch sagen!^^
    Nur ein Hochstapler!
    0
  • derGhostrider
    Ich stapel Gehäuse! Im 19" Rack. Zählt das?

    Das Thermaltake-Gehäuse... nunja... da bräuchte ich schon eine Stichsäge, damit eines meiner Mainboards passt. Die Idee das Board waagerecht einbauen zu können finde ich jedoch gut. Und da sind wir dann schonwieder bei 19" Gehäusen.
    ;)
    0