[UPDATE] Roundup Gehäuse und Tower, Stand März 2017

Thermaltake Core G3 (Mini-Tower/Desktop, ATX)

Ungewöhnlich, aber dennoch günstig: Thermaltakes sehr schmales Gehäuse Core G3 lässt sich horizontal wie vertikal aufstellen, verfügt über ein Sichtfenster, ist vollständig staubschutzgefiltert und ermöglicht die Grafikkartenmontage mittels Riser-Kabel.

Mit dem Core G3 bringt Thermaltake ein Gehäuse auf den Markt, das sich zu einem bezahlbaren Preis an alle Anwender wendet, die es möglichst schlank mögen und Wert auf Modding-Optik legen.

Um das lediglich 14 cm breite Gehäuse insgesamt platzsparend nutzen zu können, muss allerdings zwingend ein SFX-Netzteil verbaut werden. Aus diesem Grund legte der Hersteller unserer  Lieferung die 450-Watt-Version des neuen Toughpower SFX mit 80-Plus-Gold-Zertifikat bei, das eigentlich für fast alle Mainstream-Gaming-Systeme ausreichen solle.

Neben dem SFX-Netzteilformat ermöglicht aber auch die ungewöhnliche Grafikkartenmontage schmale Gehäuseabmessungen: Diese wird mittels Halterungen und Riser-Kabel um 90 Grad gedreht angebracht. Dank des Sichtfensters sorgt das dann auch direkt für eine schicke Optik.

Position Nummer drei auf der Liste der Ungewöhnlichkeiten: Das Core G3 lässt sich wahlweise stehend oder auch liegend nutzen. Damit das auch ordentlich aussieht, legt Thermaltake zwei unterschiedliche Sätze Standfüße bei.

Außerdem wird das Mainboard um 180 Grad gedreht aus dem Kopf stehend eingebaut – zumindest, wenn das G3 als kleiner Tower genutzt wird.

Eine umfassende Staubschutzfilterung rundet das Gesamtbild ab. Schauen wir, was das schmale G3 im Detail zu bieten hat. Ein Preis von unter 70 Euro (Stand: 19.10.2016) erscheint für ein Nicht-Massenprodukt als bezahlbarer Einstieg in die Welt der nicht ganz alltäglichen Gehäuse.

Technische Spezifikationen

Verpackung und Lieferumfang

Thermaltake liefert das Core G3 in einem nüchtern gestalteten Karton und mit Styroporhalterungen im Inneren aus.

Der Lieferumfang fällt aufgrund der Gehäusebesonderheiten etwas umfangreicher als üblich aus. Neben einer mehrsprachigen Montageanleitung, schwarzen Schrauben und Kabelbindern gibt es einen zusätzlichen Satz Standfüße (Gummi). Diese kommen zum Einsatz, wenn das G3 liegend und nicht stehend aufgebaut werden soll. Außerdem legt Thermaltake Material zur Grafikkartenmontage bei: Ein Riser-Kabel sowie Kunststoffhalterungen und Gummipuffer.

Außenansicht: Maße und Verarbeitung

Für ein Gehäuse, das ATX-Mainboards fasst, fällt Thermaltakes Core G3 sehr schlank aus. Stehend misst es einschließlich der vormontierten Standfüße 45,4 x 14 x 37,1 cm.

Soll das Gehäuse hingegen liegend verwendet werden, dann können die verschraubten Füße für die vertikale Nutzung losgeschraubt und durch verklebbare Gummifüße auf der Gehäuseseite ersetzt werden. Smart gelöst, denn so sieht das Core G3 auch als Desktop-Gehäuse gut aus.

Die Abmessungen werden dadurch ebenfalls beeinflusst: Liegend misst es einschließlich der Alternativfüße dann 15,3 x 44 x 37,1 cm. Dank entsprechend gekennzeichneter Bereiche auf der rechten Seitenwand lassen sich die Füße mit gleichmäßigen Abständen zueinander aufkleben.

Angesichts der Maße reicht auch der Einsatz von etwas dünnerem SECC-Stahl für einen soliden Stand ohne Kaltverformungsgefahr aus. Die Verarbeitung und Passgenauigkeit von Kunststoff- und Stahlblechteilen ist in Ordnung - nicht High-End, sondern das, was nötig ist.

Allein das sehr eng am Mainboard-Tray anliegende rechte Seitenteil neigt zum leichten Klappern. Abhilfe bringt das Verkleben eines Gummipads zwischen Mainboard-Tray und Seitenteil - das hätte Thermaltake auch schon ab Werk machen können.

Dafür fallen die konischen Rändelschrauben positiv auf, die sich beim Justieren der Seitenteile zielgenau eindrehen lassen und dank ihrer Kunststoffköpfe keinen abplatzenden Lack produzieren.

Aktuell gibt es lediglich eine Ausstattungsvariante mit Sichtfenster. Entgegen mehrerer Darstellungen auf der eigenen Homepage hat Thermaltake aber leider auf den Einsatz blauer Riing-LED-Lüfter aus dem eigenen Portfolio verzichtet.

Außenansicht: Schnittstellen und Bedienelemente

Thermaltake zeigt, dass auch platzsparende Gehäuse nicht zwingend mit einem eingedampften Schnittstellenangebot einhergehen müssen. Mit je zwei USB-3.0- sowie USB-2.0-Steckplätzen und den üblichen HD-Audio-Klinke-Buchsen (Kopfhörer, Mikrofon) entspricht die Ausstattung der von Full-Size-Towern.

Zusätzlich gibt es einen Power- und Reset-Taster mit angenehmer Klick-Charakteristik. Der kleine Reset-Knopf ist etwas tiefer ins Gehäuse eingelassen und kann nicht versehentlich betätigt werden.

Innenraum: Belüftung, Staubschutz, Dämmung

Für ein Mini-Gehäuse fallen die Belüftungsmöglichkeiten sehr gut aus. Zunächst einmal gibt es zwei vorinstallierte 12-cm-Lüfter samt Gummi-ummantelter Kabel und die Montagemöglichkeit für ein weiteres Modell. Alternativ kann auch einer der verbauten Lüfter versetzt werden, um den Abtransport der heißen Luft aus dem Gehäuseinneren zu beschleunigen.

Thermaltake Core G3: Gehäusebelüftung
PositionAb Werk verbautOptional nachrüstbar
Front2x 12 cm Thermaltake TT-1225: 1100 U/min, 3-Pin-
Top-1x 12 cm

Zusätzlich bietet das Core G3 viele sinnvoll platzierte Belüftungsöffnungen und eine komplette Staubschutzfilterung durch per Magnetstreifen befestigte Staubschutzmatten. Einzig an der Gehäusefront vor den Frontlüftern ist die Matte an der Frontblende eingesteckt (und somit ebenfalls entnehmbar).

Anwender im Reinemachwahn können die Front leicht entfernen: Es genügt, die beiden gut erreichbaren, oberen Spreiz-Pins im Gehäuseinneren zusammenzudrücken, um die dennoch ordentlich sitzende Blende abnehmen zu können.

Die sonstige Staubschutzfilterung wurde über Matten mit Magnetstreifen realisiert, die einfach von außen abgenommen werden können, und umfasst nicht nur eine großflächige Matte an Top und sowie Boden: Im Bereich des Sichtfensters gibt es zusätzliche Belüftungsöffnungen für die um 90 Grad gedrehte Grafikkarte - und selbst hier wurde von innen ein kleiner, magnetischer Streifen angebracht. Sehr gut!

Innenraum & Montage: Wasserkühlung

Es überrascht wenig, dass sich im Core G3 keine ausladenden Radiatoren montieren lassen. Die Montageanleitung erwähnt nur ein 12-cm-Modell, aber auch eine 24-cm-Alternative ist möglich. Details zur Kompatibilität gibt es nachfolgend übersichtlich in Tabellenform. Die Frontblende muss für diesen optionalen Arbeitsschritt entfernt werden.

Thermaltake Core G3: Wasserkühlung
PositionRadiatorgrößeEinschränkungen
Front12/24 cm- Radiator & Lüfter bis zu 6 cm Dicke bei Verwendung eines Standard-ATX-Mainboards (bei schmaleren/breiteren Mainboards entsprechend mehr/weniger)
- Achtung: Auch die Länger der Grafikkarte ist beim Einsatz von 24-cm-Radiatoren zu beachten – ragt sie über das Mainboard hinaus, bedeutet das weniger Platz für Radiator und Lüfter.
- Radiator und Lüfter müssen von innen angebracht werden, somit keine Push-Pull-Konfiguration möglich.

Montage: Netzteil und Kabelmanagement

Das Netzteil wird ohne weitere Entkopplung montiert, aber die Zeit richtig lärmender und vibrierender Stromspender ist ja ohnehin vorbei.

Die offiziellen Spezifikationen Thermaltakes nennen nur Kompatibilität zu SFX-Netzteilen, allerdings bietet das Core G3 an dieser Stelle genug Platz, um auch ein etwas tieferes SFX-L-Netzteil zu nutzen (SFX: 10 cm, SFX-L: 13 cm).

Da das Gehäuse schlankheitsbedingt auf zusätzliche Möglichkeiten zum Verstecken der Kabel verzichtet, empfiehl sich für Ordnungsliebende der Griff zum kleineren SFX-Netzteil mit Kabelmanagement – dann bleibt genug Platz zwischen Netzteil und Festplattenkäfig, um hier ein paar Kabel mit Klettbändern zusammenzuzurren.

Montage: Optische Laufwerke und Festplatten

Montagemöglichkeiten für optische Laufwerke im 5,25-Zoll-Format sind im Thermaltake nicht vorhanden. Wer dennoch ein solches Laufwerk benötigt, muss zu einem externen Modell mit USB-Anschluss greifen.

Abgesehen davon gibt es zwei Festplatteneinschübe für 3,5 oder 2,5 Zoll große Speicherlaufwerke. Zur Montage muss ebenfalls die Frontblende abgenommen werden.

Anschließend können zwei Kunststoffschlitten entnommen werden, auf denen sich HDDs oder SSDs anbringen lassen: 2,5-Zöller werden von unten verschraubt, die größeren Modelle werden schraubenlos seitlich von Kunststoffnasen gehalten. Eine Laufwerksentkopplung ist nicht vorhanden.

Montage: Mainboard, CPU-Kühler, und Grafikkarte

Bei Nutzung des Core G3 als klassischer Tower wird das Mainboard auf dem Kopf stehend montiert. Die Auswahl an möglichen CPU-Kühlern ist aufgrund des schmalen Gehäuses auf kleine Tower mit 9,2-cm-Lüfter, Top-Blower und Kompaktwasserkühlungen beschränkt.

Die Grafikkarte wird um 90 Grad gedreht verbaut. Dazu legt Thermaltake ein entsprechendes Riser-Kabel bei. Bei stärkerer Biegung des Kabels beim Einbau zeigt sich, dass nicht die Kabelummantelungen selbst schwarz umhüllt sind, sondern die graue Gummiisolierung noch einmal mit einem schwarzen Sleeve umgeben wurde.

Thermaltake Core G3: CPU-Kühler und Grafikkarte
BauteilMaximale Höhe/LängeAnmerkungen
CPU-Kühler11 cm-
Grafikkarte31 cmGrafikkarten mit bis zu 33,5 cm möglich, wenn der Frontlüfter auf Höhe der Karte entfernt wird.

Eine sehr sinnvolle Dreingabe sind die beiden Standfüße, die der Grafikkarte sowohl im Desktop- als auch Tower-Betrieb des Core G3 deutlich mehr Stabilität verleihen. Entlang der Vorderkante des Mainboards befindet sich eine Vielzahl an vorgebohrten Gewinden. Dadurch können die Kunststoffhalter in jedem Fall für die eigene Grafikkarte passend montiert werden.

Aus diesem Grund sollte auch auf den Einsatz eines E-ATX-Mainboards verzichtet werden, wenngleich es theoretisch passt: Dann lassen sich keine zusätzlichen Stützen mehr für den Pixelbeschleuniger anbringen.

Messwerte: Temperaturentwicklung

Da Thermaltake Core G3 sehr schmal ausfällt, können wir nicht auf unsere reguläre ATX-Testplattform zurückgreifen. Auch wenn hier ein MSI X99S Gaming 7 samt Intel Core i7-5960X sowie eine Gigabyte GeForce GTX 970 G1 Gaming zum Einsatz kommt, muss zumindest ein kleinerer Kühler her.

In diesem Sonderfall entscheiden wir uns für den flachen Raijintek Pallas. Der liefert zum einen eine gemessen an der geringen Bauhöhe exzellente Kühlleistung und sollte auch den Achtkerner auf Temperatur halten können. Andererseits müssen wir so nicht noch einmal auf einen schmaleren Kühler setzen, sollte uns demnächst ein noch schmaleres ATX-Gehäuse erreichen.

Eine interessante Alternative wäre Noctuas NH-D9-Baureihe als Towerkühler mit 9,2-cm-Lüfter und exakt 11 Zentimeter Bauhöhe. Die beste Wahl dürfte allerdings eine leistungsstarke Kompaktwasserkühlung mit 24-cm-Radiator sein: Gute Modelle haben selbst für den verbauten Core i7-5960X allenfalls ein müdes Lächeln übrig.

Bei einer Raumtemperatur und maximaler Drehzahl von Gehäuse- und CPU-Lüftern geht es dann heiß her. Beim Einsatz einer High-End-Plattform empfiehlt es sich also unbedingt, noch einen dritten Gehäuselüfter zu verbauen, der warme Luft aus dem Gehäuseinneren oben nach außen saugt. Immerhin gelangt hier auch ein Teil der direkten Abwärme der Grafikkarte mit Axiallüftern aus dem Gehäuse heraus – bedingt durch den um 90 Grad gedrehten Einbau.

Da die Grafikkarte durch einen schmalen, aber staubgeschützten Streifen im Seitenteil direkt Frischluft anziehen kann, fällt ihre Temperatur bzw. Lüfterdrehzahl auch nicht merklich anders aus, als in großen und besser belüfteten Gehäusen: Unter Volllast liegt die GPU-Temperatur in den letzten 10 Minuten des 70-minütigen Testdurchlaufs bei durchschnittlich 62,2 °C, dabei drehen die Lüfter auf bis zu 64 Prozent bzw. 2027 U/min auf.

SSD und HDD bleiben mit 30 bzw. 35 °C unauffällig. Ins Schwitzen kommt allerdings Intels Core i7-5960X: Im Durchschnitt liegen hier 66,7 °C (Package) bzw. 59,7 °C (Kerntemperatur) an, der Peak-Wert (Package) liegt sogar bei 73 °C.

Thermaltake Core G3: Temperaturentwicklung
Raumtemperatur19,8 °C
CPU Package66,7 °C
CPU Core Ø59,7 °C
GPU
62,2 °C (Lüfter 64 % = 2028 U/min)
HDD34 °C
SSD30 °C

Wer wirklich plant, ein derartiges High-End-System im Core G3 zu verbauen, sollte also entweder die Lüfterausstattung des Core G3 erweitern oder gleich zur Kompaktwasserkühlung mit 24-cm-Radiator greifen. 

Für die Midrange-Systeme des überwiegenden Anteils an Spielern reicht das Gebotene natürlich voll und ganz aus, hier kann alles so belassen werden, wie es ab Werk geliefert wird.

Messwerte: Lautstärke

Die von Thermaltake verbauten Gehäuselüfter arbeiten selbst ungeregelt und trotz des weitflächig offenen Gehäuses dank einer Maximaldrehzahl von jeweils knapp unter 1100 U/min nicht wirklich laut.

An der offenen Front messen wir zwar 39,1 dB(A), diagonal von oben aber deutlich weniger. Wer das Gehäuse also auf dem Tisch betreiben möchte, regelt die Lüfter also am besten über das Mainboard, um gerade im Systemleerlauf ein deutlich leiseres Betriebsgeräusch zu bekommen.

Thermaltake Core G3: Lautstärke

nur Gehäuse (max U/min)Volllast (max U/min)
vorn39,1 dB(A)43,4 dB(A)
oben links38,3 dB(A)43,3 dB(A)
oben rechts38,1 dB(A)43,4 dB(A)

Unter Volllast wird es dann deutlich lauter - hier stechen die Grafikkartenlüfter sowie der mit knapp unter 1500 U/min operierende Lüfter des Raijintek Pallas hervor: Bis zu 43,4 dB(A) sind extrem laut. Andererseits ist das Gehäuse auf die vielen Belüftungsöffnungen angewiesen, um eine so schmale Bauform zu realisieren. Und mit etwas schwächerer als der verbauten Hardware sinkt in der Regel auch die Lautstärke wie von selbst.

Fazit: Schlanker Spezialist

Thermaltakes Core G3 ist ein kleiner, aber feiner Spezialist: Wer einen sehr schmalen ATX-Tower oder ein schlankes Desktop-Gehäuse mit Sichtfenster (bei der Nutzung als Tower auf der rechten Seite) und der Möglichkeit zur prominenten Präsentation der verbauten Hardware sucht, wird hier glücklich werden.

Mainboard und Grafikkarte werden um 90 Grad gedreht - das sieht schick und ungewöhnlich aus. Um auch leistungsstarke Komponenten kühlen zu können, musste das Core G3 mit vielen offenen Bereichen ausgestattet werden; deshalb ist der Systembetrieb hier automatisch lauter als in einer geschlossenen oder gar schallgedämmten Alternative.

Dafür denkt der Hersteller aber auch beim Staubschutz mit: Selbst im Seitenteil gibt es einen leicht entfernbaren Filter im Ansaugbereich der Grafikkarte. Die Verarbeitung geht in Ordnung, einige Einschränkungen bei der Komponentenwahl (SFX-Netzteil, CPU-Kühler) verstehen sich angesichts der schmalen Maße von selbst. Dafür gibt es kaum Einschränkungen hinsichtlich der Wahl der Grafikkarte. Auch der Preis fällt nicht unangemessen aus, wenn die exotische Bauform mit in die Waagschale geworfen wird.

Erstelle einen neuen Thread im Artikel-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
14 Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar
  • DConan123
    Die Tabelle der Temperaturentwicklung sollte vielleicht noch einmal überarbeitet werden, aber ansonsten schöner Test, vielen Dank dafür!!!
    1
  • Myrkvidr
    Huch, da war wohl der bösartige copy/paste-Teufel unterwegs - ist gefixt, danke :)
    1
  • alterSack66
    Wär mir zu löchrig.
    0
  • derGhostrider
    Interessanter Bericht für ein recht interessantes Gehäuse.
    Mir gefällt die ungewöhnliche Ausrichtung des Boards und das Platzangebot in der vorderen Kammer.

    Wenn man sogar schon einen Deckel aufsetzt, der alles optisch versteckt, wieso wird dann ausgerechnet oben unter diesem Deckel nicht mehr für Abluft vorbereitet?

    Die gesamte Ausrichtung schreit nach Konvektion, wie im Artikel auch geschrieben, und dann ist oben alles zu bis auf je 1x 140mm Loch pro Kammer.
    Das ist irgendwie unlogisch.
    1
  • Myrkvidr
    Guter Punkt! Ich habe gerade nochmal geschaut - in der hinteren Kammer wäre ohne weitere Probleme ein Montageplatz für einen 360er Radiator unter dem DEckel möglich gewesen, vorn wegen der PCI-Slots nicht.
    Das wäre in jedem Fall sinnvoller gewesen, als die Montagemöglichkeit an der Rückseite - so hätte man auch die Radiatoren an den seitlichen Positionen von außen Luft ansaugen lassen und dann direkt nach oben hin wieder hinausführen können, ganz ohne messbaren Einfluss auf die Komponenten in der vorderen Kammer.
    1
  • derGhostrider
    Genau das ist der Punkt, der mir bei den hinteren Lufteinlässen für die Radiatoren nicht so recht gefällt. Einer, der seitlich rausbläst: Naja, geht. Dennoch wäre "einer oben" irgendwie praktischer.

    Man hätte vorne z.B. Lochblech "über" den PCI-Slotblechen einsetzen können. Wieviel Platz wäre über den Slotblechen gewesen? Hätte dort vielleicht auch ein Lüfter Platz gehabt? Also z.B. um Abluft von Retail-Graka-Lüftern wegzuschaffen?
    Hätte man nicht sogar Platz gehabt für flache Lüfter oben auf dem Gehäuse, also unter dem Dach an dieser Stelle?

    Nunja, vielleicht deswegen Showcase: Kühlung irgendwie nach hinten, dafür viel Bling-Bling vorne, fertig.
    Mir ist dabei bewusst, dass die Kühlung in dem großen Gehäuse spielend realisierbar sein wird. Das wird sicherlich mehr als hinreichend gut sein.
    Doch bei den Feinheiten hätte man bestimmt noch etwas nachen können.

    Andererseits: Jeder hat andere Prioritäten! Ich freue mich, dass Hersteller noch neue Designs ausprobieren und nicht nur "mehr Licht" oder "neue Frontplatte" rausbringen.
    0
  • capparezza
    Warum die beim Defini Mini C das Window so weit runter ziehen, wenn man im unteren letzten Abschnitt nur noch die Netzteilblende sieht? Finde ich ästethisch unpassend... ansonsten finde ich das Gehäuse schwer in Ordnung, könnte (natürlich ohne Window) mein nächstes werden.
    0
  • Derfnam
    Man könnte glatt meinen, dass das Material des Inter-Tech 0,8-mm-SECC-Stahl ist...
    0
  • firehorse
    Streacoms DB4: Eine E-Heizung für die Pariser Zweitwohnung ;D

    Mein derzeitiger Favorit ist immer noch der Thermaltake Core V21.
    http://de.thermaltake.com/products-model.aspx?id=C_00002559
    0
  • drno
    Ist ja originelle Idee - why not - wegen der einzigartigen modularen Stapelbarkeit! Ob die Verarbeitung ausreicht, dahinter steht bei dieser Marke für mich oft ein ? = Fragezeichen. Obwohl das Sortiment bei Lian sowas eigenwilliges auch gern macht, aber da weiß ich, daß zumindest minimal ausreichend nachgedacht wurde, bevor das Teil in den Markt kommt. Ein Beispiel..

    https://images10.newegg.com/NeweggImage/ProductImage/11-112-217-02.jpg
    0
  • alterSack66
    Wer stappelt schon Gehäuse :??:
    0
  • drno
    So kann man es auch sagen!^^
    Nur ein Hochstapler!
    0
  • derGhostrider
    Ich stapel Gehäuse! Im 19" Rack. Zählt das?

    Das Thermaltake-Gehäuse... nunja... da bräuchte ich schon eine Stichsäge, damit eines meiner Mainboards passt. Die Idee das Board waagerecht einbauen zu können finde ich jedoch gut. Und da sind wir dann schonwieder bei 19" Gehäusen.
    ;)
    0