PC-Gehäuse für Test und Präsentation

Müssen Sie einen PC mit all seinen Komponenten präsentieren oder wollen Sie Hardware für Änderungen zugänglich machen? Dann dürften Sie diese unkonventionellen Gehäuse für Workbenches oder Demo-Systeme interessieren.

Die Rolle des PC-Gehäuses hat sich deutlich verändert. Bei frühen PC-Systemen hatte das Gehäuse eine überwiegend technische und hauptsächlich praktische Aufgabe, da es Komponenten beherbergte und eine elektromagnetische Abschirmung bot. Moderne PC-Gehäuse haben diese Rolle übernommen; allerdings sind zahlreiche zusätzliche Dinge hinzugekommen, die wiederum für größere Komplexität sorgen: Aktuelle Gehäuse sind deutlich flexibler und modularer, und sie bieten Schnittstellen aller Couleur. Zudem übernehmen zahlreiche Gehäuse auch zusätzliche Funktionen oder eine emotionale Rolle. Viele Gehäuse sind darauf ausgelegt, Kühlung optimieren; manchmal tragen sie zur Verringerung des Geräusch-Niveaus bei. Das äußere Erscheinungsbild und die Möglichkeit zur Anpassung nach Kundenwünschen durch Gehäuse-Modding sind heutzutage ebenfalls sehr wichtig.

Allerdings gibt es auch heute noch ein paar Situationen, in denen ein traditionelles, geschlossenes PC-Gehäuse – ganz egal ob modisch und optisch ansprechend oder grau und langweilig – nicht besonders zweckmäßig ist. Wir haben uns dazu entschieden, ein paar Produkte zu testen, die für zwei wichtige Anwendungsgebiete entwickelt wurden, in denen es nicht um die Arbeit mit dem PC geht, sondern der Arbeit am PC: Testbench-Umgebungen und Präsentationsszenarien.


Enthusiasten sind sich der Situationen bei Testbench-Umgebungen gut bewusst: Jede Übertaktung und jede Modifikation von Komponenten führt möglicherweise zu technischen Problemen oder zumindest Mehrarbeit. Unter Umständen funktioniert die Übertaktung nicht, weshalb Sie den Reset-Schalter drücken oder den Reset-Jumper auf dem Motherboard schließen müssen. Manchmal ist es auch notwendig, eine Erweiterungskarte umzusetzen, um so die Verkabelung optimieren zu können. Wie dem auch sei: Für ständige Veränderungen seitens der Hardware benötigt man ein offenes und leicht zugängliches Gehäuse. Das Lab Test Bench V1.0 von Cooler Master und das Lian Li T60 wurden vor allem im Hinblick auf Hardware-Engineering, -Validierung, -Tests und ähnliche Aktivitäten entwickelt.

Das andere Einsatzgebiet für den Betrieb eines Systems ohne ein herkömmliches geschlossenes Gehäuse ist die Präsentation. Wunderschön modifizierte Hardware, modernste Komponenten oder äußerst individuelle Konfigurationen lassen sich mit herkömmlichen Gehäusen nur schlecht vorzeigen. Lösungen wie die beiden erwähnten Testbench-Stationen können hier Abhilfe schaffen, eignen sich allerdings nur eingeschränkt zur Präsentation von Hardware, da sie dem Betrachter auf einer Konferenz, einer Messe, einem Overclocking-Event oder einer anderen Ausstellung nicht die gewünschten, maximalen Einblicke bieten.

Die folgenden Lösungen sind für normale PC-User eher nicht geeignet, sondern zielen mehr auf Enthusiasten, IT-Personal und all jene ab, die tragbare, leicht zugängliche und präsentierfähige Lösungen brauchen.

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10 Kommentare
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    Dein Kommentar
  • Anonymous
    Wenig Platz für viel Hardware aber wer so etwas braucht. Der Preis von ca. 90€ ganz schön teuer für einen kleinen Vorführeffekt.
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  • SpielerZwei
    Jo haben das T60 hier auch im Einsatz. Gutes Produkt. Der "Tragegriff" ist aber ein wenig kontraproduktiv - denn er ist meistens im Weg. Zum Glück kann man ihn ja abschrauben. Die Montage der Testbench ist ziemlich nervig.
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  • checkmate
    Zitat:
    Für ständige Veränderungen seitens der Hardware benötigt man ein offenes und leicht zugängliches Gehäuse.


    Wenn ich bei meinem StiNo-Gehäuse den Seitendeckel abmache, habe ich den gleichen Effekt. Alles leicht zugänglich.

    Nebenbei, Glückwunsch zur Gainward-Doppelslot-Kühllösung. Ist zwar für ein offenes Gehäuse unnütz, macht aber den gesamten Artikel sympathisch :ouch:
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  • drno
    Lians Montagebock ist sinnvoll, wenns um Demokisten geht und man gern was ins gut gesicherte Schaufenster stellt! Macht eine Menge her. Ob man's nun wirklich braucht? Manche vielleicht schon.
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  • jean luc bizarre
    Netter Test, aber eigentlich schade, dass ihr das Antec "Skeleton" nicht dazugenommen habt. Das hat ja auch eher einen offenen Aufbau.
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  • ladykiller
    oh jee die wollen mit allem Geld machen.
    Im laden bei uns sieht es so aus.
    Mainboard auf dem Karton, einfach drauf gelegt daneben Netzteil und Laufwerke gestellt, dann noch Grafikkarte cpu und Speicher stecken und auf dem Karton TESTEN.

    die Dinger mögen zwar toll sein aber in der Praxis viel zu aufwändig und kompliziert. Die zeit zum Testen zahlt dir ja fast keiner also praktikabel eher weniger.
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  • FormatC
    Angst. ;)

    Test- und Demonstrationsaufbauten sind eher für Messreihen und Ausstellungen gedacht. Da ist so ein loser Drahtverhau leider keine Lösung. Ich nutze für längere Benchmarkreihen ein selbst aufgesägtes ehemaliges Office-Case, der Rest kommt aus dem Stabilbaukasten. Eigentlich wäre die Zeit mal reif für so eine schnuckelige Bench. Wenn nur der Geiz nicht wäre :D
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  • I-HaTeD2
    Vermisse den Lian Li Replikator, oder gibt es den noch nicht?
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  • regenbogen12
    Was ich nicht gut finde, ist, daß nirgends auf den Bilder der Zustand und die Führung der Kabel zu sehen ist. Es fällt auf, daß bei wenigen Stationen eine direkte Durchführung in dem Bodenteil vorgesehen ist. Gerade das wäre aber für kurze Kabelwege und weniger Kabelsalat recht hilfreich - z.B. dicker NT-Strang, HDD-Datenkabel etc.
    Für Testumgebungen würde ich mir eine Ruckzuck-Möglichkeit für Festplatten wünschen, ohne große Befestigungen erst vornehmen zu müssen.
    Einsatzgebiet: Testumgebung in der Werkstatt zur Überprüfung von defekten Komponenten.
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  • gast1234123
    Wo kann man dieses Produkt kaufen?
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