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Gelid Zentree: Durchdachte Ladestation für bis zu 4 Mobilgeräte

Gelid Zentree: Durchdachte Ladestation für bis zu 4 Mobilgeräte
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Die Zentree-Ladestation von Gelid ermöglicht das Aufladen von Mobilgeräten sowie mobiler Peripherie und bietet dank ihres einfachen Aufbaus nicht nur Flexibilität, sondern auch Zukunftssicherheit.

Der Strombedarf von Mobilgeräten kann nicht nur unterwegs zum Problem werden, wenn die Reserven des Akkus aufgebraucht sind, bevor die nächste Steckdose (oder Powerbank) erreicht wurde.

Auch zu Hause droht die Infrastruktur überfordert zu werden: Die Anzahl von Steckplätzen für die vielen Netzteile, die benötigt werden, um Smartphones und Tablets, aber auch mobile Lautsprecher, Powerbanks und mehr Tag für Tag aufzuladen, sind begrenzt - oder aber das Gewirr der vielen Kabel ist auf dem Schreibtisch kaum noch in Schranken zu halten.

Übergroße Nippel sorgen für Halt

Gelid will mit der Zentree USB Charger Station dazu nun einen Ausweg bieten: Die vergleichsweise simple Konstruktion bietet die Möglichkeit, vier Geräte gleichzeitig aufzuladen. Im Prinzip ist die Ladestation nicht viel mehr als eine weiße Kunststoffkiste mit einer Grundfläche von 22,5 x 16 Zentimetern sowie einer Höhe von vier Zentimetern, in deren Inneren die Ladetechnik versteckt ist.

Sie wird von einem aus dem gleichen Werkstoff bestehenden Deckel überdacht, auf dem 24 gleichmäßig verteilte "Stalagmiten"-Auswüchse sitzen, mit denen die Gesamthöhe auf 9,5 Zentimeter steigt.

Eine über die Auswüchse gestülpte Silikon-Gummimatte in giftigem Grün soll dafür sorgen, dass die zwischen den Stäben eingeschobenen Mobilgeräte auch dann sicher halten, wenn der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen mit seinem dicken Hintern zu sehr am Tisch reißt.

Gut gewählt ist der Abstand zwischen den Haltestäben: Selbst größere bzw. breitere Gerätschaften, deren Energiespeicher mit einem USB-Kabel betankt wird, können sicher in den Zwischenräumen untergebracht werden.

Dennoch wird sich mancher Anwender sicherlich eine Aussparung - also etwas mehr Platz - wünschen, um breitere Geräte wie etwa mobile Lautsprecher ebenso sicher parken zu können wie schlanke Smartphones und Tablets. Schließlich sorgt die Gummi-Oberfläche tatsächlich für einen guten Halt - zumal auch die vier Gummifüße an der Unterseite bei unkoordinierten Kontakten eine bremsende Funktion haben und zu schnelles Rutschen verhindern.

Frisches Design, simpler Aufbau

Design-Fetischisten werden sich unter Umständen nicht nur an der auffälligen Farbgebung stören, die durch den giftgrünen Gummiüberzug der Oberseite erzielt wird. Andere werden sich freuen, weil das aufgeräumte Design dadurch gleichzeitig erfrischend anders ist.

Insgesamt ist die Konstruktion jedoch recht schlicht: Die Oberseite wird an vier Punkten mit dem Gehäuse verbunden, was etwas klapprig wirkt. Der Mechanismus zur Entfernung der Abdeckung könnte durchaus noch etwas leichtgängiger sein. An einer der beiden kurzen Seiten werden zwei Stifte eingeklickt - beim Schließen der Box funktioniert das noch gut, beim Öffnen dagegen hakt es hin und wieder.

Alles n alle hinterlässt die gesamte Konstruktion aber einen soliden Eindruck. Zudem sei hier der Verweis eingeschoben, dass es sich bei der uns zur Verfügung gestellten Zentree-Ladestation noch nicht um ein finales Serienprodukt handelt, sondern vermutlich um eines der letzten Vorserienmodelle.

Nur kabelloses Laden fehlt

Zukunftssicherheit dank austauschbarer Ladekabel

Die Stromversorgung der Zentree-Ladestation erfolgt über ein zweipoliges Standardkabel, das auf der Rückseite eingeschoben wird. Im Inneren der Kunststoffkiste verbirgt sich die eigentliche Ladetechnik, die vier klassische USB-Steckplätze vom Typ B bereithält, die insgesamt eine Stromstärke von 9,6 Ampere - und damit 2,4 Ampere je Anschluss - bei einer Betriebsspannung von fünf Volt bereitstellt. Damit können auch Schnellladefunktionen wie beispielsweise Qualcomms Quick-Charge-Technologie genutzt werden.

Allerdings bleibt die Einsatzmöglichkeit auf die kleineren Mobilgeräte beschränkt. Leistungsstärkere Tablets - etwa die immer beliebteren 2in1-Convertibles - besitzen oftmals eigene Netzteile, die mit Ladespannungen von deutlich mehr als 10 Volt umgehen können.

Die vier Ladekabel werden durch zwei Aussparungen im Deckel nach außen geführt. An dieser Stelle wird jedoch die Hoffnung auf eine größere Ordnung auf dem Tisch zumindest gedämpft, denn vier Kabel - auch die vom Hersteller, die mit einer Länge von 45 Zentimetern recht kurz sind - lassen zumindest den empfindlichen Nutzer schnell wieder von einem Kabelgewirr sprechen. Aufgeräumter ist es dennoch allemal, denn die nicht benötigten Kabelsegemente kann man galant im Gehäuse verstecken.

Ein etwaiges Kabelgewirr lässt sich übrigens weiter sortieren, indem auf die beiliegenden Kabellaschen zurückgegriffen wird, die am Gehäuse Kiste angeklebt werden. Dennoch stellt sich hier die Frage, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, jeweils ein Kabel an einer Seite oder einer Ecke aus dem Gehäuse zu führen. Optisch sieht es so fraglos sauberer aus, da alle Kabel an einer einzigen Seite aus dem Gehäuse geführt werden, die man dann beispielsweise zur Wand drehen kann.

Immerhin bietet Gelöids Zentree dank des vergleichsweise unkomplizierten, "modularen" Aufbaus die Möglichkeit der Individualisierung, wenn eben nicht nur Gerätschaften mit Mini-USB-Anschluss betankt werden sollen - man steckt einfach sein eigenes, spezielles USB-Kabel im Inneren des Geräts an. Auch hinsichtlich der Zukunftssicherheit kann die Konstruktion auf diese Weise Überzeugen, schließlich setzen mehr und mehr Hersteller auf den USB-Typ-C-Standard.

Wünschenswert wäre an dieser Stelle aber auch die Möglichkeit, kabellos laden zu können. Denn auch diese Technik wird sich in Zukunft noch stärker durchsetzen - was nicht zuletzt Ikea zeigt, das entsprechende Lösungen bereits in Möbeln integriert in seinen Konsumtempeln zum Kauf anbietet. 

Fazit: Clevere Ladestation für bis zu vier Mobilgeräte

Die Vielzahl von Mobilgeräten stellt die Infrastruktur in Heim und Büro schnell vor Probleme. Mal sind alle Plätze an den Steckdosen vergeben, mal sind Ladekabel oder Netzteil spurlos verschwunden. Die Gelid Zentree hält vier Anschlüsse parat, deren Kabel man eigentlich nicht verlieren kann, und offeriert unkompliziertes, gut organisiertes Laden: Mobilgerät(e) mit dem Ladekabel verbinden und dabei sicher, weil rutschfest ablegen.

Allerdings ist das Mobilgerät so erstmal an einem Ort gebunden, sodass der Aufstellort eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie effektiv Gelids Zentree eingesetzt werden kann. In privaten Haushalten wird sie ihren größten Nutzen vermutlich dann ausspielen, wenn auch Tablets verwendet werden, die nicht ständig greifbar sein müssen. Auch bei Geräten mit Schnelladefunktion gefällt das Konzept, denn es bietet eine praktische Energietankstelle für ein schnelles Nachladen.

Auch eine Nutzung in Büros ist sehr gut vorstellbar. Gerade hier sind die freien Steckdosenplätze oft begrenzt und so mancher Arbeitgeber sieht es nicht sonderlich gern, wenn das Smartphone an den Arbeitsrechner angeschlossen wird.

Bei einer Kaufentscheidung dürfte auch der Preis eine Rolle spielen. Die ZenTree USB Charger Station soll für 50 Dollar angeboten werden. Bei einer 1-zu-1-Übertragung würde das hierzulande einen Kaufpreis von 50 Euro entsprechen - und das ist eine überschaubare Summe für all diejenigen, die etwas auf der Suche nach eine stationären Lademöglichkeit sind, die eine breite Unterstützung von diversen Gerätschaften bietet.

Dass auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens verzichtet wurde, mag damit als verschmerzbarer erscheinen - und vielleicht gibt es bei einem kommerziellen Erfolg irgendwann einen Nachfolger, der auch dieses Feature mitbringt.

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  • Latbonchimsi , 4. März 2016 10:40
    tippfehler "parekn"
  • matthias wellendorf , 4. März 2016 12:04
    Danke, korrigiert.
  • capparezza , 4. März 2016 15:10
    Och, das ist nicht der einzige im Artikel.... :p 

    Sieht lustig aus. Könnte mir so ein Teil durchaus Zuhause vorstellen, aber nur wenns das Dingens auch in "Ungrün" gibt.
    Die drahtlose Lademöglichkeit geht mir jedenfalls nicht ab... von den 4 Mobilgeräten, die ich anstecken könnte, kann gerade mal eines theoretisch drahtlos aufgeladen werden. Und auch das nur mit der Ladestation vom Hersteller.
  • matthias wellendorf , 4. März 2016 15:25
    Meine Deutsch-Fähigkeiten haben schon so manches mal amüsiert...

    Aber Hoffnung besteht hisichtlich des Haben-wollens: Wir werden unser Testmuster demnächst verlosen.
  • echoez , 9. März 2016 10:00
    capparezza

    In den Farben "Zart-Rosa" und "Blass-Braun" (die Gehäuse auch in entsprechend angepassten Farbton) wird das Teil ein Verkaufshit :D 
  • fffcmad , 9. März 2016 17:52
    Ja. Ich glaube irgendwie das ein paar Maedels das durchaus zweckentfremden wuerden :D 
  • capparezza , 10. März 2016 09:53
    Hm, Zart-Rosa und Blassbraun? Ich glaub dann bleib ich lieber doch bei Grün :D 
    Kann ich dann ganz unauffälllig zwischen den Kakten verstecken...
  • echoez , 15. März 2016 18:59
    Ich könnte ja ein, zwei Bilder als Farbsamples posten, aber das würde sicher zensiert ;) 
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