Oberlandesgericht München: GEMA erhält keinen Schadensersatz von YouTube

Bereits seit Jahren streitet sich die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) mit YouTube, ob und in welcher Höhe das Videoportal die Verwertungsgesellschaft für die auf der Plattform verfügbare GEMA-geschützte Musik finanziell entlohnen muss. 

Dieser inzwischen verbotene Sperrhinweis verdeutlicht die Härte der StreitigkeitenDieser inzwischen verbotene Sperrhinweis verdeutlicht die Härte der Streitigkeiten

Die Fronten zwischen den beiden Parteien sind verhärtet: Während die GEMA YouTube als Musikdienst einstuft, der durch das dauerhafte Bereithalten der Inhalte die "entscheidende Tathandlung" begeht und 0,375 Euro-Cent pro Abruf fordert, argumentieren Vertreter des von Google betriebenen Videoportals mit der Rolle als technischer Dienstleister; der eigentliche Upload-Vorgang liege ja in der Hand der Nutzer.

Nun hat auch das Oberlandesgericht München eine Schadenersatzklage abgewiesen und damit ein Urteil des Münchner Landgerichts aus dem Juni 2015 bestätigt. Vertreter der Musikverwertungsgesellschaft kündigten bereits an, voraussichtlich in Revision vor dem Bundesgerichtshof zu gehen; darüber hinaus ist noch der Gang vor das Bundesverfassungsgericht möglich.

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5 Kommentare
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  • lol, die "deutsche content mafia" kriegt den Hals einfach nicht voll...
    Wenn denn wenigstens das Geld bei den Künstlern ankommen würde, aber die behalten 15 % der Beträge ein - natürlich für die eigenen Aufwendungen - nur damit wir uns richtig verstehen - die müssen keine Fahnder mehr bezahlen...

    Mitarbeiteranzahl in 2014 war 937 - Personalkosten - 68, 5 Mio € - macht im Durchschnitt pro Nase ~ 54,4 k Jahresbrutto - nach Abzug der Lohnnebenkosten...

    Ich kann nur mal empfehlen zu stöbern:
    https://www.gema.de/uploads/media/gema_geschaeftsbericht_2014.pdf
    bin gespannt auf den Bericht von 2015 ;)
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  • 55k Jahresbrutto klingt nicht sehr berauschend. Da die Chefs S-Klassen-Kassen brauchen, bleibt für die Arbeit nichts mehr übrig.

    Hier gilt für Akademiker 75k als Durchschnitt.
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  • wir reden aber von jeder menge sachbearbeiter, buchhalter und so weiter - selbst wenn die Chefs S-Klassen Fahren, was unter Betriebsausgaben fällt und natürlich höhere Gehälter haben, dann bleibt genug übrig ;)
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