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Generationswechsel: 8 Motherboards für den Athlon 64

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Was wurde nicht alles spekuliert über AMD und den neuen 64-Bit-Athlon. Die einen wollten das Ende von AMD gesehen haben, andere hofften gar auf einen Über-Athlon. Nichts davon ist eingetreten. Heute erscheint der Weg der texanischen Chipschmiede jedoch wieder klar gezeichnet, gesäumt von einer erstarkten Produktpalette samt selbstsicherer Preispolitik. Sogar eine neue Fabrik, die Fab 36, soll in Dresden gebaut werden. Das klingt nach einem sauberen Comeback.

Ganz so einfach wird es sicherlich nicht, denn trotz der Verzögerung bei Intels Pentium-4-Nachfolger Prescott hat der Marktführer noch Eisen im Feuer. So dreht man kurzerhand ein bisschen mehr an der Taktschraube, denn die Northwood-Architektur hat noch Reserven. Als Grundlage dient übrigens der knapp vor dem Athlon 64 FX vorgestellte Pentium 4 Extreme Edition auf Basis des Xeon. Dabei kommt freilich ein Produkt heraus, das wohl nur die wenigsten Anwender ernsthaft in Betracht ziehen können, denn wir sprechen von vielen hundert Euro für einen Prozessor.

Der Athlon 64 ist seinerseits zwar auch kein Schnäppchen, in Anbetracht seiner Leistungen und Fähigkeiten jedoch ein interessantes Produkt: Er unterstützt die von Intel eingeführten SSE-Erweiterungen, ist ein echter 64-Bitter, bietet als erster Desktop-Prozessor ein Energie-Management und besitzt einen integrierten Speichercontroller.

Nach unserer Ansicht liegt der eigentliche Fortschritt zum jetzigen Zeitpunkt ganz klar beim Energie-Management, Cool & Quiet genannt. Dieses stammt von der PowerNow!-Technologie ab, die bereits in Notebooks eingesetzt wird. Die Funktionsweise: Prozessortakt und dessen Versorgungsspannung werden in mehreren Schritten zurückgefahren, wenn die CPU gerade inaktiv ist.

In Anbetracht des andauernden Rennens nach Taktsteigerungen um jeden Preis ist dieser Schritt vollkommen richtig, denn kaum ein Bauteil in einem modernen PC kommt heute noch ohne surrenden Lüfter aus. Eine Wasserkühlung will oder kann sich schließlich nicht jeder leisten.

In diesem Zusammenhang können wir den Athlon 64 derzeit als vernünftigste Wahl im oberen Desktop-Segment bezeichnen. Auf die Hauptplatinen hat die Clawhammer-Architektur insofern Einfluss, als dass die Kosten für Chipsätze geringer ausfallen: Um das Speicherinterface kümmert sich ja inzwischen AMD selbst.

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